Saisonvorschau

NCAA-Preview: "Best of the Rest" (Teil 2)

Beim College-Basketball gelingt es oft auch Außenseitern ganz oben mitzuspielen. Im zweiten Teil der NCAA-Saisonvorschau stellen wir euch weitere Teams aus der zweiten Reihe und deren Top-Spieler vor.

Von Mario Kyriasoglou, Björn Lehmkühler
 28.11.2006 |

Big 12 Conference

1. Kansas Jayhawks

siehe Top 10

2. Texas A&M Aggies

Joseph Jones dürfte der beste Spieler sein, den niemand auf der Rechnung hat. Der Power Forward räumt unter den Körben der Big 12 gehörig auf und es darf erwartet werden, dass er seine Stats aus dem Vorjahr (15.3 PPG, 6.5 RPG) noch deutlich verbessern kann. Mehr als nur Unterstützung erhält er dabei von Guard Acie Law, der ebenfalls zu den besten Spielern der NCAA auf seiner Position gehört. Law gilt wie Jones als heißer Kandidat auf einen Platz in der ersten Runde des nächsten NBA-Drafts. Die Aggies könnten gar den hochtalentierten Kansas Jayhawks den Platz an der Sonne in der Big 12 streitig machen. Bereits im vergangenen Jahr gewann TAMU daheim gegen den hohen Favoriten Texas (mit den NBA-Draftpicks Gibson, Aldridge und Tucker) und hatte die Longhorns auch auswärts am Rande einer Niederlage. Im NCAA-Tournament hatte A&M in der zweiten Runde den späteren Halbfinalisten LSU am Rande einer Niederlage, doch der letzte Wurf von Law, normalerweise ein ausgewiesen nervenstarker Spieler, fand nicht sein Ziel. Die Aggies könnten dieses Jahr tatsächlich einen weiteren Schritt in Richtung der nationalen Elite machen. Ob der gelingt, hängt auch vom Litauer Antanas Kavaliauskas ab: Wenn der 2,08m-Hüne die Centerposition im Griff hat, kann Jones von seiner angestammten Position des Power Forwards noch stärker agieren als bisher.

3. Texas Longhorns

Texas steht nach dem Abgang von LaMarcus Aldridge, PJ Tucker und Daniel Gibson vor einem Neuanfang. Mit Kevin Durant steht Coach Rick Barnes der vielleicht beste Freshman der gesamten NCAA zur Verfügung. Dazu kommen mit Damion James, Matt Hill und DJ Augustin drei weitere Freshmen, die vermutlich starten werden. Mit Sophomore AJ Abrams hat auch der fünfte mögliche Starter nicht allzu viel Erfahrung vorzuweisen. Da ausschließlich Spieler für Texas auflaufen, die wenig oder keine NCAA-Erfahrung haben, ist das Team natürlich völlig unberechenbar. Wenn alle Spieler sofort einschlagen, könnten die Longhorns von Anfang an in der Big 12 oben mitspielen, wenn die Freshmen Eingewöhnungszeit benötigen, könnte Texas auch nach unten durchgereicht werden. Die Hoffnungen ruhen auf den Schultern des 2,06m großen Swingman Durant, der von vielen bereits als Nr. 2-Pick im nächsten Draft (hinter Ohio States Greg Oden) gehandelt wird.

4. Texas Tech Red Raiders

Texas Tech hat den letzten der großen Coaches aus der Ära um Dean Smith, Al McGuire und Louie Carnesecca: Bobby Knight, der nicht nur für seine Erfolge, sondern auch für seine Wutausbrüche weltbekannt ist. Texas Tech hat außerdem ein exzellentes Guard-Duo: Martin Zeno und Jarrius Jackson. Jackson ist trotz seiner Größe von nur 1,85m einer der besten Scorer der Big 12 und Zeno hat den Körper, um auch gegen große Guards und kleine Forwards zu bestehen. Da stört es auch nicht weiter, dass die Big Men der Raiders, Darryl Dora und Jon Plefka, bestenfalls solides Mittelmaß sind. Wie oft bei Bob Knight fällt das Team mit zwei Spielern. Wenn Zeno und Jackson in Topform sind, können die Red Raiders für einige Überraschungen sorgen. Besonders im NCAA-Tournament hat Coach Knight es mehr als einmal verstanden, Teams zu schlagen, die auf dem Papier mindestens eine Klasse besser waren.

Weitere Spieler:

Unter all den starken Spielern der Big 12 ist Jameson Curry die wohl ungewöhnlichste Erfolgsgeschichte: Als Top-Freshman bei North Carolina angekündigt, wurde sein Stipendium in letzter Minute ausgesetzt, weil Curry mit Marijuana gedealt hatte. In letzter Minute kam Curry bei Oklahoma State unter, wo sich der spektakuläre Combo Guard zu einem der besten Spieler der Big 12 entwickelt hat. Der kräftige Curry kann beide Guard-Positionen gleichermaßen gut spielen und ist spektakulär im Drive zum Korb, hat jedoch im vergangenen Jahr auch seine Spielübersicht und sein Passspiel erheblich verbessert.

Kansas State hat mit Coach Bob Huggins (ehemals Cincinnati) einen dicken Fisch an Land gezogen. Wie vermutet, hat ebenfalls Bill Walker bei K-State unterschrieben, darf aber diese Saison nicht spielen. Somit deutet alles darauf, dass Riesentalent OJ Mayo im nächsten Jahr bei den Wildcats unterschreibt. Für dieses Jahr gehört das Scheinwerferlicht aber noch einem anderen Spieler: Swingman Cartier Martin (18.0 PPG, 6.6 RPG, 2.0 APG), ein 2,03m großer vielseitiger Senior, macht alles das, was man von Mayo erwarten wird. Martin scort außen und innen, hat einen hervorragenden Wurf und sichert sich dank seiner Athletik viele Rebounds.

Rich Roby ist ein kleiner Bruder. Okay, 1,98m und 90 kg sind nicht wirklich klein, aber im Verhältnis zum Bruder Kenyon Martin ist Roby ein schmächtiger Hänfling. Zum Glück ist Roby mit genügend Game ausgestattet, um dem großen Bruder in die Liga mit den drei großen Buchstaben zu folgen. Roby hatte sich schon dieses Jahr für den Draft angemeldet, zog es dann allerdings vor, zurück ans College zu gehen, da Experten ihm keinen Platz in der ersten Runde garantieren könnte. Zurück an der University of Colorado bietet sich Roby allerdings ein trauriges Bild: Roby ist der einzige Spieler seines Teams, der höchstes NCAA-Niveau hat, der Rest ist unterklassig. Roby selbst wird eine geradezu übermenschliche Leistung vollbringen müssen, um sein Team vor dem Absturz in den Tabellenkeller zu bewahren.

In der Big 12 spielen außerdem zwei Australier, die eine große Zukunft vor sich haben können: Nebraskas Center Aleks Maric, wie Andrew Bogut kroatischer Abstammung, konnte bereits letztes Jahr als Sophomore eine ansehnliche Saison abliefern. Die Highlights waren 22 Punkte und 14 Rebounds gegen Louisiana Tech und Paul Millsap, den besten Rebounder der NCAA, sowie 37 Punkte und 16 Rebounds gegen Iowa State. Leider kann Maric diese überragenden Leistungen noch nicht dauerhaft abrufen, aber es steht zu erwarten, dass er dieses Jahr einen weiteren Schritt nach vorne macht. Einen Schritt zurück machte im vergangenen Jahr Baylors Guard Aaron Bruce, ebenfalls aus Down Under. Bruce erzielte letzte Saison nur noch 13 Punkte pro Partie, während es im Vorjahr derer 18 waren. Bruce selbst hat jedoch für diese Saison eine Rückkehr zu alter Form angekündigt.


Pac 10 Conference

1. UCLA Bruins

siehe Top 10

2. Arizona Wildcats

siehe Top 10

3. Washington Huskies

Nach dem Abgang von All-American-Guard Brandon Roy, der nun im Nachbarstaat Oregon für die Portland Trail Blazers auf Punktejagd geht, steht Head Coach Lorenzo Romar eine relativ junge Mannschaft zur Verfügung. Unter den 14 Akteuren befinden sich sechs Freshman und vier Sophomores; einige ?Youngster" stehen sogar in der Starting Five. Der Interessanteste dieser jungen Spieler ist zweifellos Spencer Hawes. Der ?McDonalds All-American" verließ diesen Sommer die Highschool als zweitbester Center der Nation (hinter Ausnahmetalent Greg Oden) und könnte dank seiner hervorragenden ?Fundamentals" in der Top-10 des NBA-Drafts landen. Ansonsten wird vor allem Sophomore-Forward Jon Brockman viel Verantwortung übernehmen. Coach Romar kann sich sogar vorstellen, dass Brockman ?einer der am meisten verbesserten Spieler der Nation" sein wird und vergleicht ihn aufgrund seiner selbstlosen Spielweise mit Brandon Roy. Das Ziel der Huskies, die auch ohne Roy noch als Top-20-Team gelten, lautet zum ersten Mal in ihrer Geschichte in vier aufeinander folgenden Jahren das NCAA-Tournament zu erreichen. Ob es letztendlich funktionieren wird, dürfte stark von der Reife und dem Lernprozess der ?jungen Wilden" abhängen.

4. Oregon Ducks

Aaron Brooks, Malik Hairston, Marty Leunen, Chamberlain Oguchi und Bryce Taylor. Dies sind die Namen der Highschool-Rekruten von 2003 und 2004, die bei den Fans und den Verantwortlichen in Oregon hohe Erwartungen hervorriefen. Doch das Potential wurde nicht annähernd ausgeschöpft. Die junge Truppe entwickelte keine Teamchemie und verlor in der vergangenen Saison neun von zehn Spielen, die mit fünf oder weniger Punkten Differenz endeten. Diese Statistik ist vermutlich auf die mangelnde Erfahrung zurückzuführen, doch genau über die verfügen die Ducks dieses Jahr. Die Rückkehrer verbuchten letzte Saison 81 Prozent der Punkte und mit den oben genannten Malik Hairston (15,0 PpG), Aaron Brooks (10,8 PpG), Chamberlain Oguchi (9,6 PpG) und Bryce Taylor (9,3 PpG) sind die vier besten Punktelieferanten geblieben. Außerdem besteht der Kader aus vier Seniors und sieben Juniors. Vielleicht gelingt es dem nach wie vor talentierten Team nun, nach zwei gemeinsamen Jahren, endlich ihr Talent voll auszunutzen; dann müssen sich die Ducks in ihrer Conference auf keinen Fall verstecken.

Weitere Spieler:

Bei den USC Trojans gibt es einen Grund sich auf die Saison 2007/08 zu freuen: OJ Mayo, Highschool-Superstar und landesweit bekanntes Point-Guard-Phänomen. Es gibt jedoch gleich zwei Gründe sich auch schon auf die kommende Saison zu freuen, denn mit Shooting Guard Gabe Pruitt und Small Forward Nick Young verfügt die ?University of Southern California" über eines der besten Duos in der NCAA. Der athletische Scorer Pruitt und der vielseitige Flügelspieler Young rechnen sich beide Chancen auf einen Platz in der ersten Runde des NBA-Drafts aus.

Das dürfte auch das Ziel von DeVon Hardin sein. Der Junior-Power-Forward von den California Golden Bears ist athletisch, verfügt bereits über einen NBA-reifen Körper und ist ein hervorragender Verteidiger. In der Offensive zieht er den Dunk noch klar dem Wurf Postmove vor, doch in zwei weiteren Jahren am College sollte er auch an diesen Schwächen arbeiten können.

Ein weiteres interessantes Talent spielt bei den Oregon State Beavers: Sasa Cuic. Auf dem in Rijeka (Kroatien) geborenen Junior-Big-Man lastet die Aufgabe mit Gary Paytons ?Alma Marta" den Anschluss an das Mittelfeld der Pac 10 zu halten.


Mid-Major-Conferences

Gonzaga Bulldogs

Wenn man versucht Gonzagas Stellenwert unter den so genannten ?Mid Majors" zu beschreiben, muss man eigentlich nur erwähnen, dass die Bulldogs auch in einem ? wenn man so will ? Übergangsjahr nach wie vor als aussichtsreicher Kandidat auf einen Platz im NCAA-Tournament und Topteam in der ?West Coast Conference" gelten. Obwohl mit Adam Morrison einer der zwei besten College-Spieler der vergangenen Saison nun im orangefarbenen Dress der Charlotte Bobcats auf Korbjagd geht und trotz des Abgangs ihres zweiten Stars J.P. Batista ? Gonzaga ist weiterhin brandgefährlich.

Immerhin sind die sechs besten Punktesammler hinter dem All-American-Duo, das für 47,5 Punkte pro Spiel verantwortlich zeichnete, weiterhin im Team. Die größten Hoffnungen liegen auf ihren Seniors, Point Guard Derek Raivio (11,1 PpG) und Power Forward Sean Mallon (6,8 PpG). Beide sind erfahren und bereit, aus den langen Schatten von Morrison und Batista zu treten. Dennoch wird dieser Führungswechsel im Team wohl auch einen Strategiewechsel zur Folge haben. ?Wir haben niemanden mehr, der jede Nacht 43 Punkte oder 20 und 10 bringen kann. Wir werden ein viel ausgeglicheneres Team sein", beschreibt Assistenztrainer Bill Grier diese Veränderung. Für die Tiefe im Kader, eine große Stärke des diesjährigen Teams, sorgen die soliden Juniors Pierre Marie Altidor-Cespedes (Guard), David Pendergraft und Abdullahi Kuso (beide Forward), die talentierten Sophomores Jeremy Pargo (Guard) und Josh Heytvelt (Forward) ? der eine ?Breakout"-Saison feiern könnte ? und Freshman-Guard Matt Buldin, dem viele das Potential zum neuen Star der WCC zusprechen. Das ist auch Micah Downs nicht abzusprechen. Der frühere ?McDonalds All-American" kam aus Kansas und wird im Laufe der Saison ins Spielgeschehen eingreifen können.

Memphis Tigers

Rodney Carney, Shawne Williams und Darius Washington ? gleich drei Leistungsträger der Memphis Tigers suchten im NBA-Draft 2006 ihr Glück. Die ersten beiden wurden an Position 16 von den Sixers (Carney) beziehungsweise 17 von den Pacers (Williams) gezogen; Washington ging hingegen leer aus. Dadurch ergibt sich für Coach John Calipari das nicht ganz unerhebliche Problem, auch ohne drei Stars eine erfolgreiche Mannschaft auf die Beine zu stellen. Eine Gratwanderung, die allerdings tatsächlich funktionieren könnte, denn die Tigers sind nach wie vor talentiert genug um die Conference USA zu gewinnen. Small Forward Chris Douglas-Roberts, Shooting Guard Antonio Anderson und Power Forward Robert Dozier traut Calipari zu, dem Favoriten Maurice Almond (Rice) den Titel des ?Conference USA Player of the Year" streitig zu machen und mit Spielmacher Andre Allen, Starting-Center Joey Dorsey und den Freshman-Ergänzungen Willie Kemp, Doneal Mack, Hashim Bailey, Pierre Niles und Tre?von Willis ist die Mannschaft auch dieses Jahr tief besetzt. Ein erneuter Nummer-1-Seed erscheint zwar mehr als utopisch, doch der Titel in der ?C-USA" und Siege im NCAA-Turnier sind trotz der Abgänge realistische Ziele.

Creighton Bluejays

Das NCAA Tournament 2006 hätte für die Missouri Valley Conference kaum erfolgreicher sein können. Eine zuvor kaum für möglich gehaltene Zahl von vier Teams war aus dieser eher zweitklassigen Conference im 65er-Feld vertreten und zwei erreichten sogar die ?Sweet Sixteen". Von dem höheren Stellenwert der MVC sollte diese Saison auch ihr wohl bestes Team profitieren: Die Creighton Bluejays. Obwohl diese nicht einmal eines dieser vier auserwählten Teams waren, rangieren sie in den wichtigen NCAA-Ranglisten zurzeit unter den ersten 25 oder sogar unter den besten 20 Teams. Ein wichtiger Grund für die Wertschätzung ist die Rückkehr von Leistungsträger Nate Funk (17,0 PpG), der in der vergangenen Saison nur sechs Spiele absolvieren konnte. Er ergänzt einen soliden Kern um Center Anthony Tolliver (13,2 PpG, 6,7 RpG), Guard Nick Porter (9,6 PpG) und Forward Dane Watts (7,3 PpG) und auch auf dem zweiten Rückkehrer Josh Dotzler, der den Spielaufbau übernehmen soll, und JuCo-Transfer Ty Morrsion ruhen die Hoffnungen von Head Coach Dana Altman. Insgesamt verfügt Creighton über einen absoluten Top-Backcourt und auch Frontcourt und Bank halten dem Vergleich mit den MVC-Konkurrenten locker stand. Gut möglich, dass es dieses Jahr die Bluejays sein werden, die die Missouri Valley Conference in der Sweet Sixteen vertreten werden?

Wichita State Shockers

Wenn man von den jüngsten Erfolgen der Missouri Valley Conference redet, dürfen auch die Wichita State Shockers auf keinen Fall fehlen. Nach einem erfolgreichen NCAA-Turnier, das erst in der Sweet Sixteen vom späteren Final-Four-Teilnehmer George Mason beendet wurde, hatten die Shockers kaum Verluste zu beklagen; lediglich der Abgang von Big Man Paul Miller (13,1 PpG, 6,6 RpG) schmerzt und wird möglicherweise eine Änderung der Spielweise zur Folge haben. Anstatt wie bisher den Ball zuerst in den Low Post zu spielen, wird mehr Initiative von den Außenspielern um den Scharfschützen Sean Ogirri (12,0 PpG), Defensiv-Ass P.J. Couisnard (10,2 PpG, 6,2 RpG) und Aufbau Matt Braeuer (5,4 PpG) ausgehen müssen. Millers Rolle als ?Mann in der Mitte" soll 2,03-Meter-Senior Kyle Wilson (11,3 PpG, 5,8 RpG) übernehmen. An der teamorienterten Spielweise der Shockers wird sich jedoch nichts ändern, denn sie ist der Hauptgrund für den Erfolg und die Basis für eine weitere starke Saison an der Spitze der MVC.

Hofstra Pride

Am so genannten ?Selection Sunday", dem Tag, an dem die Teilnehmer des NCAA-Tournaments und deren Position in der Turnier-Setztliste festgelegt werden, waren die Hofstra Pride einer der größten Verlierer. Bis zuletzt wähnte man sich im Turnier, doch dann wurden mit Air Force und Seton Hall zwei andere ?Wackelkandidaten" eingeladen. Rückblickend bleibt der fade Beigeschmack ein Team abgelehnt zu haben, welches einen Final-Four-Teilnehmer (George Mason) zuvor zwei Mal besiegt hatte. Dennoch: Die 26-7-Bilanz (14-4 in der eigenen Conference) stellte den Schulrekord ein und die beiden Siege im ?NIT", dem Turnier für die nicht eingeladenen Teams, bedeuteten die ersten Post-Season-Siege in Hofstras Geschichte; und es erscheint gut möglich, dass diese positive Serie fortgesetzt werden wird. Erfolgscoach Tom Pecora verlängerte trotz eines Angebotes von Seton Hall um fünf Jahre bis 2011 und das Team erscheint äußerst stark. Die Guards Antoine Agudio, Loren Stokes and Carlos Rivera bilden den besten Backcourt in der CAA, sogar einen der besten in der NCAA. Letztes Jahr zeichnete dieses Trio für 46,3 Punkte pro Spiel verantwortlich und Stokes sowie Agudio kamen zu ?All-CAA"-Ehren. Ihr Zug zum Korb, die gemeinsame Schnelligkeit und die Wurfsicherheit sind die Gründe dafür, dass Hofstra als der Breakout-Kandidat in allen Mid-Major-Conferences gilt ? auf den Spuren von Ligakonkurrent und Fanliebling George Mason...

George Washington Colonials

Die letzte Saison war die erfolgreichste seit 92 Jahren: 16 Siege ohne eine einzige Niederlage innerhalb der ?Atlantic 10", 27-3 insgesamt. Dennoch erwartet Colonials-Head-Coach Karl Hobbs nicht weniger, als von nun an ?jedes Jahr" konkurrenzfähig zu sein. Dass diese Aussage auch die aktuelle Saison mit einschließt, ist logisch und erscheint trotzdem sehr optimistisch, hat ?GW" doch vier Starter verloren, darunter Dallas-Mavericks-Rookie Pops Mensah-Bonsu und Nummer-58-Draft-Pick Danilo ?J.R." Pinnock. Doch Hobbs schaut nicht auf das Spielermaterial, das er verloren hat und die 60 Prozent der Punkteverteilung, die diese Spieler verbuchten. Er plant das nächste Erfolgsteam, aufgebaut um den vielleicht besten Backcourt der Liga: Carl Elliot und Maureece Rice. Senior Carl Elliot (11,5 PpG, 3,9 ApG), ein 1,93-Meter-Point-Guard, zog seinen Namen nach Workouts mit einigen NBA-Teams aus dem Draft zurück. Elliot, der 89 von 90 NCAA-Spielen von Beginn an auf dem Parkett stand, ist als ausgezeichneter Verteidiger bekannt und überraschte in der vergangenen Saison mit einem sicheren Distanzwurf (43,8 3P%, 49 von 112). Von ihm wird nun erwartet, auch der Mittelpunkt der Offensive zu sein. Ihm zur Seite stehen wird dabei der 1,86 Meter große Junior-Guard Maureece Rice (12,6 PpG, 2,1 RpG), amtierender ?A-10 Sixth Man of the Year" und ? trotz seines Bankspieler-Daseins ? zweitbester Colonials-Scorer der vergangenen Spielzeit. Das Problem liegt hingegen auf den Frontcourt-Positionen. Sämtliche Kandidaten standen in der vergangenen Saison wenig oder gar nicht (Redshirts, Transfers und Freshmen) auf dem Spielfeld. Von der Entwicklung dieser Spieler, unter denen sich durchaus einige ?Rohdiamanten" befinden könnten, wird vermutlich der Erfolg der George Washington Colonials abhängen.

Weitere Spieler:

Wenn man nach dem besten Einzelspieler in allen Mid-Major-Conferences sucht, kommt man an Morris Almond von den Rice Owls nicht vorbei. Der 1,98 Meter große Flügelspieler hat sich mit seinem sicheren Wurf und seiner Fähigkeit aus jeder Spielsituation heraus zu punkten zu einem der besten Scorer im College-Basketball entwickelt. Als Junior erzielte er 21,9 Punkte pro Spiel und in seiner noch jungen Senior-Saison hat er sich erneut deutlich gesteigert und sich bereits in eine gute Position im Kampf um die Krone des NCAA-Topscorers gebracht.

Dass Athletik nicht alles ist, zeigt Center Ian Vouyoukas (St. Louis). Dieser landete mit 23 Zoll (57,5 cm) beim Sprungkraft-Test vor dem Draft 2006 nämlich auf dem letzten Platz. Dennoch gilt er als einer der besten Mid-Major-Big-Man überhaupt und Kandidat auf den Titel des ?Atlantic Ten Player of the Year"; vor allem dank seiner Mischung aus Größe (2,08 Meter), Kraft (120 Kg) und Technik. In die NBA wird er es ohne Sprungkraft jedoch kaum schaffen?

Einer des größten Konkurrenten des gebürtigen Atheners auf den Titel des besten Spielers in der ?A-10" ist wohl Charlottes DeAngelo Alexander. Der kräftige 1,96-Meter-Shooting-Guard war letzte Saison Topscorer und bester Schütze der 49ers. Im Sommer hat er weiter hart an sich gearbeitet und könnte im kommenden Draft als einer der frühesten Mid-Majors gezogen werden.




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von Crossover 30.05.2012 um 12:56:08


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