NCAA Tournament

Harris meistert die erste Hürde

Elias Harris machte zum Auftakt der NCAA March Madness eine gute Figur. Beim Zittersieg Gonzagas über Florida State erzielte der Deutsche 13 Punkte. Nun wartet Syracuse. Am zweiten Tag des College-Turniers gab es kaum Überraschungen, dennoch waren unterhaltsame Partien dabei.

Von Thomas Käckenmeister
 20.03.2010 |

(15) Morgan State - (2) West Virginia 50:77

Mit 10:0 Punkten lagen die Morgan State Bears vorn, ehe die Mountaineers aufwachten. Ein 21:4-Lauf innerhalb von sechs Minuten in der ersten Hälfte sorgte sodann für klare Verhältnisse. West Virginia verbuchte 20 Korbvorlagen und neun Ballverluste, während Morgan State lediglich drei Assists als Team erreichte und unter 30 Prozent aus dem Feld warf.

Schlüsselspieler: Devin Ebanks (West Virginia: 16 P, 13 R, 2 B)

(11) Minnesota - (6) Xavier 54:65

Zum vierten Mal in Folge überstanden die Musketeers die erste Runde des NCAA-Turniers. Maßgeblichen Anteil daran hatte Jordan Crawford, der 17 seiner 28 Punkte (5/11 3FG) in der zweiten Hälfte sammelte. War das Spiel zur Pause noch ausgeglichen (26:26), lagen die Golden Gophers sieben Minuten vor Schluss mit elf Zählern zurück. Drei Minuten vor dem Ende waren es nur noch sieben Punkte, doch Minnesota verfehlte seine letzten fünf Versuche von jenseits der Dreipunktelinie.

Schlüsselspieler: Jordan Crawford (Xavier: 28 P, 6 R, 5 A, 2 S)

(12) Cornell - (5) Temple 78:65

Die Deutschen Max Groebe (Cornell) und T.J. DiLeo (Temple) hatten keinen Einfluss auf das Spiel, dafür aber Cornells Louis Dale und Ryan Wittman, die zusammen 41 Punkte auflegten. Temple verlor zur Mitte der zweiten Hälfte den Faden und konnte einen 19-Punkte-Rückstand nicht mehr aufholen. Erstmals seit 1998 (Princeton) überstand damit ein Team aus der Ivy League die erste Runde.

Schlüsselspieler: Louis Dale (Cornell: 21 P, 7 A)

(13) Siena - (4) Purdue 64:72

US-Präsident Barack Obama tippte auf den Underdog, wegen des Ausfalls von Boilermaker-Forward Robert Hummel. Doch Purdue war dadurch extra motiviert und nutzte zu Beginn der zweiten Halbzeit einen 20:3-Lauf, um sich entscheidend abzusetzen.

Schlüsselspieler: JaJuan Johnson (Purdue: 23 P, 15 R, 2 A)

(10) Missouri - (7) Clemson 86:78

Kim English und Keith Ramsey sammelten zusammen 40 Punkte für Missouri, das mit seiner Schwarm-Defense Clemson in die Verzweiflung trieb. Die Tigers aus Missouri erzwangen 20 Ballverluste, sammelten 15 Steals und schnappten sich 15 Rebounds mehr als die Raubkatzen aus Clemson. Dennoch: Erst in den Schlussminuten konnte sich Missouri entscheidend absetzen.

Schlüsselspieler: Keith Ramsey (Missouri: 20 P, 8 R, 4 A, 3 S)

(14) Oakland - (3) Pittsburgh 66:89

Pittsburgh hatte leichtes Spiel gegen die Oakland Golden Grizzlies, die nur jeden dritten Wurf aus dem Feld trafen. Die Panthers hingegen verwandelten über 50 Prozent ihrer Schüsse (30/56 FG). Sechs Spieler der Gewinnermannschaft punkteten zweistellig, bei Oakland dominierte vor allem Center Keith Benson (28 P, 9 R, 3 S).

Schlüsselspieler: Nasir Robinson (Pittsburgh: 13 P, 6 R, 5 A)

(13) Wofford - (4) Wisconsin 49:53

Jon Leuer sicherte Wisconsin das Überleben der ersten Runde. Der Forward der Badgers erzielte in den letzten 18 Sekunden vier Zähler, um einen Upset durch die Terrier zu verhindern. Wisconsin verlor nur viermal das Leder und bekam knapp Dreiviertel aller Punkte vom Duo Trevon Hughes (19 P) und Leuer (20 P) geliefert.

Schlüsselspieler: Jon Leuer (Wisconsin: 20 P, 8 R)

(12) Utah State - (5) Texas A&M 53:69

Eine Karrierebestleistung von Texas-Freshman Khris Middleton (19 P, 5/6 3FG) und eine schwache Feldwurfquote von Utah State (39% FG) waren zwei Gründe, weshalb Texas A&M in die zweite Runde der Madness einzog. Bei Utah State übernahm Tai Wesley die Hauptarbeit (14 P, 6 R, 3 A, 2 B), doch letztlich konnte auch er nichts daran ändern, dass Texas A&M auf bis zu 18 Punkte davon zog.

Schlüsselspieler: Khris Middleton (Texas A&M: 19 P, 3 R)

(9) Florida State - (8) Gonzaga 60:67

Mit 18 Punkten lag Gonzaga bereits in Führung und musste am Ende noch zittern. Nach einer hochklassigen erste Halbzeit für das Team von Elias Harris (13 P, 2 R, 1 A, 1 S, 1 B), sah alles nach einem Spaziergang aus. Doch nach dem Seitenwechsel traf Florida State sieben Würfe in Folge und kam am Ende sogar kurzzeitig auf vier Punkte heran, als Seminoles-Guard Deividas Dulkys (14 P) drei Dreier in Folge versenkte. Freiwürfe sicherten am Ende das Weiterkommen der Bulldogs.

Schlüsselspieler: Matt Bouldin (Gonzaga: 17 P, 8 R, 3 A, 3 S)

(10) Georgia Tech - (7) Oklahoma State 64:59

Dank Nervenstärke und Derrick Favors zogen die Yellow Jackets in die zweite Runde ein. Georgia Tech traf 24 von 25 Freiwürfen, obwohl sie während der regulären Saison nur 65 Prozent als Team vom Streifen trafen. Die letzten 13 Zähler des Spiels traf das Team von Coach Paul Hewitt von der Linie. Ausschlaggebend für das Weiterkommen war sicherlich auch die schwache Vorstellung von Cowboy James Anderson (11 P), der als Big 12 Player of the Year drittbester Scorer war (22,6 PpG).

Schlüsselspieler: Derrick Favors (Georgia Tech: 12 P, 9 R, 1 B)

(12) New Mexico State - (5) Michigan State 67:70

Mit viel Glück sicherten sich die Spartans den Sieg gegen New Mexico State. Kurz vor Schluss sorgte Troy Gillenwater (17 P, 11 R) mit einem Dreier für das 67:68 aus Sicht der Aggies. Danach gab es Freiwürfe für Michigan State. Beim zweiten Wurf von Raymar Morgan soll Gillenwater jedoch zu früh zum Rebound gegangen sein, sodass ein dritter Wurf angeordnet wurde. Somit musste New Mexico auf einen Dreier gehen, was letztlich nicht von Erfolg gekrönt war.

Schlüsselspieler: Kalin Lucas (Michigan State: 25 P, 2 R, 3 A)

(16) Arkansas-Pine Bluff - (1) Duke 44:73

Die Duke Blue Devils hatten keine Mühe, den Play-in-Game-Gewinner Arkansas-Pine Bluff zu besiegen. Sie hatten viermal soviele Freiwürfe (28:7 FTA), trafen jeden zweiten Wurf aus dem Feld (ggü. 32,1% FG bei Ark.) und griffen sich 16 Boards mehr (38:22). Kein Spieler der Golden Lions punktete zweistellig, bei Duke waren es insgesamt vier Akteure.

Schlüsselspieler: Kyle Singer (Duke: 22 P, 10 R)

(16) Vermont - (1) Syracuse 56:79

Fünf Spieler der Syracuse Orange punkteten zweistellig. Das Teilen des Balles und die gut funktionierende Zonenverteidigung ließen den Vermont Catamounts keine Hoffnungen auf einen Überraschungserfolg, zumal die an Nummer eins gesetzten Orangemen früh im Spiel einen 20:2-Zwischensprint starteten, um die Kontrolle zu erlangen.

Schlüsselspieler: Wes Johnson (Syracuse: 18 P, 6 R, 3 A, 3 S, 2 B)

(15) UC Santa Barbara - (2) Ohio State 51:68

Zur Halbzeit trennten beide Teams 17 Punkte, am Ende ebenso. Jon Diebler war einer der Sieggaranten für die Buckeyes, er verwandelte sieben Dreier und beendete das Spiel mit 23 Punkten. Hinzu kam der beeindruckende Auftritt von Dallas Lauderdale, der zwölf Rebounds und acht Blocks verbuchen konnte.

Schlüsselspieler: Jon Diebler (Ohio State: 23 P, 7/12 3FG, 2 R)

(13) Houston - (4) Maryland 77:89

Freshman Jordan Williams aus Maryland lieferte ein bärenstarkes Double-Double ab (21 P, 17 R), um die Terrapins in die nächste Runde zu bringen. Wesentliche Unterstützung fand Williams in Landon Milbourne (19 P, 7 R). Da halfen auch 26 Punkte (plus 8 R) vom landesweiten Topscorer Aubrey Coleman (Houston) wenig. Maryland krallte sich außerdem 20 Rebounds mehr als die Cougars.

Schlüsselspieler: Jordan Williams (Maryland: (21 P, 17 R)

(9) Louisville - (8) California 62:77

Siebeneinhalb Minuten vor Schluss trennten beide Teams nur vier Punkte voneinander. Dann legten die Golden Bears einen 15:4-Lauf hin, um das Spiel zu entscheiden. Die Kalifornier trafen zudem acht von 15 Dreier und bekamen 13 Freiwürfe mehr als die Cardinals, die in Rakeem Buckels (20 P, 9 R) ihren besten Spieler hatten. Bei Cal leisteten die Seniors Jerome Randle, Patrick Christopher und Theo Robertson die meiste Arbeit (zusammen 59 P, 18 R, 7 A, 6 S).

Schlüsselspieler: Theo Robertson (California: 21 P, 5 R, 2 A, 3 S)




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von Crossover 30.05.2012 um 12:54:14


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