NCAA Tournament
Favoritensterben bei den Sweet 16
Mit den Ohio State Buckeyes ist bereits das dritte an Nummer 1 gesetzte Team aus dem laufenden Wettberwerb ausgeschieden. Einzig Kansas als letzte Nummer 1 zieht in die nächste Runde ein. North Carolina dominiert Marquette und VCU schreibt das diesjährige Cinderella-Märchen.
Von Sebastian Eickhoff |
26.03.2011 | |

"Ich werde auch im nächsten Jahr ein Ohio State Buckeye sein. Ich möchte hier eine Meisterschaft feiern, dafür bin ich hierher gekommen und dieses Versprechen werde ich einhalten." Diese klaren Worte fand Power Foward Jared Sullinger nach der knappen 60:62-Niederlage gegen die Kentucky Wildcats. Sullinger, der seine Buckeyes als Freshman in den Punkte- und Rebound-Kategorien in dieser Saison getragen hatte, hätte als einer der sichersten Kandidaten gegolten, im kommenden Draft unter die ersten Drei gewählt zu werden. Ebenso sicher galten die Chancen, das Ziel der Meisterschaft schon in diesem Jahr zu erreichen.
So sehr sich Sullinger auch mit seinen 21 Punkten und 16 Rebounds bemühte, das Verteidigungskonzept Kentuckys fand beim restlichen Ohio State Team seine Wirkung. Nur 32 Prozent der Würfe aus dem Feld fanden ihr Ziel. Dennoch erlebten die Zuschauer eine bis zum Schluss ausgeglichene Begegnung.
Der oft kritisierte Kentucky Point Guard Brandon Knight brachte es bis fünf Sekunden auf lediglich sieben Punkte und fahrlässige sechs Ballverluste, bevor er sich aufmachte, mit dem entscheidenden Jumper den finalen Stand zu erzielen. Head Coach John Calipari (Foto, oben), einer der größten Kritiker Knights, fand dennoch Lob für seine Spieler und erklärte die defensiven Anstrengungen: "Das war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich für uns bezahlt gemacht."
Mit den Ohio State Buckeyes ist nach Duke und Pittsburgh ein weiterer Favorit trotz guter Ausgangsposition aus dem Rennen um die NCAA-Krone.
Weniger Probleme, einer Favoritenrolle gerecht zu werden, hatten die Kansas Jayhawks. Die durch die 18 Punkte von Brady Morningstar bestimmte und recht einseitige Partie fand mit einem klaren 77:57-Sieg gegen Richmond für die Jayhawks ihr Ende. Für die einzige Aufregung wurde im Vorfeld gesorgt, als es zwischen den Spielern beider Teams zu Handgreiflichkeiten kam, bevor diese in die Halle einliefen. Doch die Fronten konnten schnell geklärt werden - vergleichbar mit dem anschließenden Spiel.
Ebenso wenig Gegenwehr mussten die North Carolina Tar Heels von Marquette erfahren. Das Team von Head Coach Roy Williams bezwang die Golden Eagles deutlich mit 81:63 und wird im nächsten Spiel auf Kentucky treffen. Zur Halbzeit stand es bereits 40:15. Diese nur 15 zugelassenen Punkte bedeuteten den zweitbesten Wert in insgesamt 144 Turnierpartien für North Carolina. Garant für den Einzug in die nächste Runde waren Tyler Zeller, der 27 Punkte und 15 Rebounds erntete und John Henson, der vorrangig mit seiner intensiven Verteidungshaltung überzeugte. Der ACC-Verteidiger des Jahres kam auf insgesamt 14 Punkte und zwölf Rebounds.
Vor dem Turnier wurde die Teilnahmeberechtigung für die Virginia Commonwealth University bei Experten öffentlich kritisiert und mehr als in Frage gestellt. Passende Antworten fand das Team vom VCU nun mittlerweile zum dritten Mal. Die an Nummer 11 gesetzte Hochschule erreichte gegen die #10 Florida State Seminoles mit einem knappen 72:71-Sieg das Elite Eight.
Das Spiel gestaltete sich als offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams, der seine Dramatik in den letzten Sekunden der Verlängerung fand. Die Seminoles hatten während der regulären Spielzeit größtenteils zurückgelegen und konnten durch eine erhöhte Verteidigung, primär durch geblockte Wurfversuche, die Extrazeit erkämpfen. Bis knapp sieben Sekunden vor dem Ende lagen sie sogar mit 71:70 in Führung. Ein Einwurf zu einem direkten Layup von Joey Rodriguez auf Bradford Burgess verschaffte VCU einen 72:71-Vorsprung. Der letzte Wurf durch Florida State konnte dann wiederum von Rob Brandenburg geblockt werden, so dass die Rams am Sonntag gegen Kansas auf ihren nächsten Gegner treffen dürfen.
Maßgeblich daran an diesem Sieg beteiligt war nicht nur Burgess' letzter Wurf, sondern auch seine 26 Punkte, die er unter anderem durch sechs von sieben Dreipunktewürfen für seine Team zusammentrug.
CROSSOVER Held des Tages: Brady Morningstar
Allein sein Name verdient schon eine eigene Anerkennung. 18 Punkte für seine Kansas Jayhawks sprechen aber auch für eine positive Erwähnung.



von Crossover 30.05.2012 um 12:54:07
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