NCAA Tournament

Die letzte Eins überlebt

Mit Kansas, Syracuse und Kentucky werden sich gleich drei „Number-One-Seeds“ das Final Four von zuhause anschauen. Lediglich die Duke Blue Devils halten nach ihrem Sieg gegen Baylor die Fahne der Top-Favoriten hoch. Zudem löste der Vize-Meister des Vorjahres, die Michigan State Spartans, durch einen 70:69-Erfolg über Tennessee das Ticket nach Indianapolis.

Von Björn Lehmkühler
 29.03.2010 |

Baylor (3) gegen Duke (1) 71:78

Die Baylor Bears hätten durch einen Sieg über Duke die Blamage der an Nummer eins gesetzten Teams komplett machen können. Stattdessen stehen die „blauen Teufel“ aus Durham, North Carolina erstmals seit 2004 wieder in der Runde der letzten Vier. Mit Baylor ist hingegen auch das letzte Big-12-Team ausgeschieden, nachdem zuvor bereits Kansas, Kansas State, Texas, Oklahoma State und Texas A&M die Segel streichen mussten.

Dabei lag Baylor 5:07 Minuten vor dem Ende noch mit 59:57 in Front, doch ebendann erwies sich ein Offensiv-Foul gegen Baylor als Wendepunkt in der Partie. Anstatt Dukes Center Brian Zoubek sein fünftes Foul anzuhängen und auf drei Punkte davon zu ziehen, wurde der Korb annulliert und auf Foul gegen Quincy Acy entschieden. Duke erzielte 15 der nächsten 18 Punkte und zog auf zehn Zähler Vorsprung (62:72) davon.

Zwar versuchten die Bears in den verbleibenden 63 Sekunden noch einmal das Unmögliche möglich zu machen und den Rückstand zu egalisieren, doch näher als sechs Punkte kamen sie nicht mehr heran. Damit verabschieden sich Ekpe Udoh (18 Pkt, 10 Reb, 6 Ast, 5 Blk), LaceDarius Dunn (22 Pkt, 6 Reb) und Co. von einem trotz dieser Niederlage sehr erfolgreichen Turnier.

Für die „Dukies“ erwiesen sich vor allem ihre Rebound-Stärke (41:35) und ihre Sicherheit von der Freiwurflinie (23/29 FT, 79,3 %) als wichtige Siegfaktoren. Während Forward Kyle Singler dieses Mal einen rabenschwarzen Tag erwischte (0/10 FG, 0/5 3FG), trugen offensiv Nolan Smith (29 Pkt, 3 Reb, 2 Stl, 9/17 FG) und Jon Scheyer (20 Pkt, 5 Reb, 4 Ast) die Hauptlast. Lance Thomas und Brian Zoubek steuerten zudem jeweils neun Rebounds bei.

Schlüsselspieler: Nolan Smith (Duke: 29 Pkt, 3 Reb, 2 Stl, 9/17 FG)

Tennessee (6) gegen Michigan State (5) 69:70

Wie bereits im Vorfeld der Partie zu erwarten war, entwickelte sich das Aufeinandertreffen der Tennessee Volunteers und der Michigan State Spartans zu einer knappen Angelegenheit. Die gesamte Spielzeit über trafen beide Teams hochprozentig aus dem Feld und wechselten sich in der Führung ab. Mit knapp vier Minuten auf der Uhr stand es nach einem Korbleger von Tennessees J.P. Prince (12 Pkt, 5 Ast) ausgeglichen 66:66.

Drei Minuten vor Schluss brachte der starke Durrell Summers (21 Pkt, 4 Reb, 8/10 FG) seine Mannschaft mit einem Dreier in Führung, doch direkt im Gegenzug konnte der bullige Vols-Center Brian Williams (11 Pkt, 9 Reb) einen Fehlwurf von Vols-Topscorer Wayne Chism (13 Pkt, 3 Reb) einsammeln und per Dunk auf 68:69 verkürzen.

Nach drei Fehlwürfen der Spartans hatte Tennessee 28 Sekunden vor Spielende die Chance, den Ein-Punkte-Rückstand in eine Führung umzukehren. In dieser nervenaufreibenden Situation nahm sich Sophomore-Guard Scotty Hopson (10 Pkt, 3 Reb), ein High-School-All-American von 2008, ein Herz und drückte zwölf Sekunden vor der Sirene von kurz hinter der Freiwurflinie ab. Zwar verfehlte der Wurf sein Ziel, doch Hopson bekam zwei Freiwürfe zugesprochen und sorgte mit einem Treffer für den 69:69-Ausgleich.

Im Gegenzug war es Raymar Morgan (13 Pkt, 10 Reb), der das Spiel für Michigan State entschied, indem er 1,8 Sekunden vor Schluss beherzt zum Korb zog und von Prince gefoult wurde. Während der Cousin von Pistons-Forward Tayshaun Prince den Pfiff nicht wahrhaben wollte, verwandelte Morgan den ersten Wurf zum Endstand von 69:70. Prince‘ Buzzer-Wurf von der Mittellinie verfehlte sein Ziel deutlich.

Nach diesem Sieg fahren Head Coach Tom Izzo und seine Michigan State Spartans das sechste Mal in zwölf Jahren zum Final Four. Das ist eine Bilanz, die kein anderes Programm in dieser Zeitspanne aufweisen kann. Die Spartans können nun als erstes Team in der Geschichte trotz einer Erstrunden-Niederlage in ihrem Conference-Tournament den Titel erringen.

Schlüsselspieler: Durrell Summers (Michigan State: 21 Pkt, 4 Reb, 8/10 FG)




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Kommentare

(4 Kommentare bisher)

von Crossover4 29.03.10 um 12:43:20


Go Spartans!
Auch wenn es schwierig wird hoffe ich das sie die meisterschaft holen.

crossover4.blog.de



von justuskoch 29.03.10 um 15:27:45


aber hatte tenesse eine hammer defense auf den guard :-)
lucius hat es ja echt verweigert über die mittellinie zu gehen :-)



von justuskoch 29.03.10 um 15:28:13


*tennessee



von Jochen aus Juist 30.03.10 um 15:01:55


wer hätte vor der partie gedacht, dass duke bei 0 fg von singler auch nur den hauch einer chance hat?? smith und scheyer waren echt super und duke hat sich irgendwie wieder durchgeschummelt. unglaublich! aber herr udoh war ja wohl fantastisch, oder? baylor hätte es auch verdient gehabt aber so ist nun mal der märz.

große freude aufs final four!!!! drückt noch einer butler die daumen??



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