NCAA Tournament
Butler auf dem Weg nach Indy
Eine Uni aus Indianapolis beim Final Four in Indianpolis – nach dem 63:59-Sieg gegen die favorisierten Syracuse Orange fehlt den Butler Bulldogs nur noch einen Sieg, um dieses Ziel zu erreichen. Derweil bezwang Kansas State die Xavier Musketeers nach zwei aufregenden Verlängerungen. West Virginia und Kentucky komplettieren die ersten vier Elite-Eight-Teams.
Von Björn Lehmkühler |
26.03.2010 | |
Butler (5) gegen Syracuse (1) 63:59
Es könnte die Geschichte dieses NCAA-Tournaments werden: Butler tritt zuhause in Indianapolis beim Final Four auf. Dabei gingen die Bulldogs als klarer Underdog in das Spiel gegen die Syracuse Orange, hatten diese doch in der zweiten Runden sehr überzeugend gegen Elias Harris und die Gonzaga Bulldogs gewonnen. Doch anstatt ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, spielten die Orange nervös und verbuchten gegen eine engagierte Bulldogs-Defense in der ersten Halbzeit zwölf Ballverluste. Butler zeigte sich hingegen hellwach und ging schnell mit 12:1 in Führung. Nach den ersten zwanzig Minuten stand es 35:25 für Butler.
Doch Orange-Coach Jim Boeheim schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Nun spielte Syracuse auf dem erwartet hohen Niveau. Sechseinhalb Minuten nach dem Seitenwechsel traf Wes Johnson (17 Pkt, 9 Reb) den Dreier zur 39:40-Führung. In der Folge war es ein Spiel auf Augenhöhe, das zwei Minuten vor dem Ende ausgeglichen war. Doch während Butler die wichtigen Würfe traf, versagten bei den Orange in der Crunchtime die Nerven. Am Ende stand es 63:59.
Für die siegreichen Bulldogs trafen Gordon Hayward (17 Pkt, 5 Reb), Shelvin Mack (14 Pkt, 6 Reb, 5 Ast) und Willie Veasely (13) zweistellig; Center Matt Howard kam auf neun Punkte und sieben Rebounds. Auf der Gegenseite erzielten neben Johnson die Guards Andy Rautins (17) und Scoop Jardine (14) die meisten Punkte.
Schlüsselspieler: Gordon Hayward (Butler: 17 Pkt, 5 Reb, 2 Stl)
Washington (11) gegen West Virginia (2) 56:69
Lange Zeit sah es so aus, also könnten die Washington Huskies für einen „Upset“ sorgen. So gingen sie mit einer 29:27-Führung in die Pause und lagen 14 Minuten vor dem Ende noch mit 37:36 in Front. Doch dann drehten die Mountaineers auf, erlaubten fast fünf Minuten lang keinen gegnerischen Feldkorb und zogen auf 41:52 davon. Zwar konnten die Huskies noch einmal auf sechs Punkte verkürzen, doch dem Favoriten aus West Virginia war der Sieg nicht mehr zu nehmen.
Kevin Jones (18 Pkt, 7 Reb), Da’Sean Butler (14 Pkt, 7 Reb) und Devin Ebanks (12 Pkt, 7 Reb, 6 Ast, 8 TO) konnten in einem von niedrigen Trefferquoten (jeweils rund 40 Prozent) und zahlreichen Ballverlusten (22:23) geprägten Spiel zweistellig für die Mountaineers punkten. Bei Washington stach Forward Justin Holiday (14 Pkt, 8 Reb, 4 Stl, 3 Blk) positiv hervor.
Schlüsselspieler: Kevin Jones (West Virginia: 18 Pkt, 7 Reb, 7/11 FG)
Xavier (6) gegen Kansas State (2) 96:101 2OT
Zu Beginn des Spiels sah es so aus, als würden die favorisierten Wildcats mit ihrem Kontrahenten aus Cincinnati kurzen Prozess machen. So stand es nach einem 17:0-Lauf der Wildcats bereits nach acht gespielten Minuten 4:19. Doch Xavier kämpfte sich langsam aber sicher heran und ging durch einen Freiwurf des stark spielenden Terrell Halloway (26 Pkt) 48 Sekunden vor der Halbzeit sogar mit 32:31 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel gelang es keinem Team sich entscheidend abzusetzen. Eine Minute vor dem Ende der zweiten Halbzeit stand es 67:67, ehe Wildcats-Guard Jacob Pullen 27 Sekunden vor Schluss mit Ablauf der Wurfuhr per Dreier auf 70:69 erhöhte. Doch mit sechs Sekunden auf der Uhr wurde Musketeers-Guard Terrell Holloway beim Dreier gefoult und konnte ausgleichen. Pullens pontentieller Gamewinner mit Ablauf der Uhr verfehlte sein Ziel.
Zum Ende der ersten Verlängerung bot sich ein ähnliches Bild. Auch dieses Mal lag Kansas State kurz vor Schluss mit drei Punkten in Führung, doch der überragende Jordan Crawford (32 Pkt) konterte mit einem wilden Dreier, der sogar in der NBA deutlich hinter der Dreierlinie gewesen wäre. Und wie bereits in der regulären Spielzeit verfehlte Kansas State auch dieses Mal den (wilden) Wurf in letzter Sekunde.
Auch zum Ende der zweiten Verlängerung lag Kansas State wenige Sekunden vor Schluss mit drei Punkten in Front. Dieses mal verfehlte Dante Jackson den Dreier zum Ausgleich und besiegelte das Ausscheiden der Musketeers. Für Kansas State erzielten neben Pullen (28) auch Denis Clemente (25 Pkt, 6 Reb, 4 Ast) und Curtis Kelly (21 Pkt, 8 Reb, 4 Ast, 5 Blk) mehr als zwanzig Punkte.
Schlüsselspieler: Curtis Kelly (Kansas State: 21 Pkt, 8 Reb, 4 Ast, 5 Blk)
Cornell (12) gegen Kentucky (1) 45:62
Vier Minuten und 43 Sekunden waren im Carrier Dome in Syracuse gespielt, als Louis Dale die Cornell Big Red mit einem Dreier mit 10:2 in Führung brachte. Für einen kurzen Moment lag ein Hauch von Sensation in der Luft. Dann schaltete Kentucky einen Gang hoch. Bis zur Pause erzielten die Wildcats – vor allem dank ihrer Stärke unter dem Korb – 30 Zähler. Cornell gelangen sechs.
In der zweiten Halbzeit schaukelte Kentucky den Sieg ohne nennenswerte Probleme nach Hause. Am Ende stand ein für Cornell mehr als achtbares 45:62. Topscorer für Kentucky war Center DeMarcus Cousins, der 16 Punkte, sieben Rebounds und vier Steals verbuchte. Supertalent John Wall hielt sich diesbezüglich eher bedeckt, lieferte mit acht Punkten, sieben Rebounds und acht Assists jedoch eine hervorragende Allround-Leistung ab.
Schlüsselspieler: John Wall (Kentucky: 8 Pkt, 7 Reb, 8 Ast, 2 Stl)



von Crossover4 26.03.10 um 10:50:24
Sehr schade für Syracuse :(
aber das Spiel zwischen Kansas State und Xavier war echt der Hammer!
dazu: crossover4.blog.de