NCAA Saisonvorschau

Preseason Top-25: 11-25

Montag ist es wieder soweit! Dann eröffnet der amtierende NCAA-Champ North Carolina um 19 Uhr Ortszeit die College-Basketball-Saison 2009/10. Pünktlich zum Saisonstart stellen wir euch deshalb in zwei Teilen die 25 besten NCAA-Teams vor, beginnend mit den Plätzen 11 bis 25. Morgen folgen die Top-10.

Von Björn Lehmkühler (bl), Johannes Goedeking (jg)
 07.11.2009 |

11. Duke Blue Devils

(bl). Der Verlust von Gerald Henderson wiegt schwer, doch mit Kyle Singler weiß Coach Mike Krzyzewski einen der besten College-Forwards in seinen Reihen. Die Ankunft der beiden Highschool-All-Americans Ryan Kelly und Mason Plumlee gibt dem Frontcourt zudem mehr Tiefe und Talent als in den letzten Jahren. Allerdings wird „Coach K“ diese Saison im Backcourt improvisieren müssen, wo ihm mit Jon Scheyer, Nolan Smith und Freshman Andre Dawkins lediglich drei Akteure zur Verfügung stehen.

12. Butler Bulldogs

(bl). Abseits der sechs großen Ligen (ACC, Big East, Big Ten, Big 12, Pac-10, SEC), den so genannten BCS-Conferences, sind die Butler Bulldogs das wohl talentierteste Team. Auch hier sind alle Spieler vom letzten Jahr an Bord, angeführt von Point Guard Shelvin Mack und dem Forward-Tandem Matt Howard und Gordon Hayward. In der kleinen Horizon Conference dürfte es für Serienmeister Butler deshalb mal wieder keine Konkurrenz geben – Niederlagen wird es wohl nur gegen BCS-Teams geben. Und 2011 könnte es sogar noch besser werden, denn auch dann wird das oben genannte – und dann noch reifere – Trio noch für die Bulldogs auflaufen.

13. Washington Huskies

(jg). In Washington spielt einer der besten Point Guards des Landes, Isaiah Thomas. Er wird ein Team führen, das schnell spielt. So haben die Huskies schon letzte Saison die meisten Punkte in der gesamten Pac-10-Conference erzielt. Doch das Team von Coach Lorenzo Romar hat noch mehr zu bieten als nur schnelle Guards. Zwar hat man mit Jon Brockman einen großartigen Rebounder verloren, doch trotzdem ist der Frontcourt mit Quincy Pondexter, dem zweitbeste Scorer im Team, und Freshman Tyreese Breshers solide besetzt.

14. Michigan Wolverines

(jg). Michigan war letztes Jahr zum ersten Mal seit elf Jahren wieder im NCAA Tournament. Dieser Erfolg könnte und sollte wohl wiederholt werden. Die beiden Leistungsträger Manny Harris und DeShawn Sims könnten ihr Team zum einen oder anderen „Upset“ führen, denn die Wolverines sind die klassische Wundertüte. Der hoffnungsvollste Neuzugang, Big Man Jordan Morgan, ist mindestens bis November verletzt. Schlägt er ein, gehört Michigan zu den 16 besten Teams; bleibt er länger verletzt oder funktioniert das Team nicht, könnte es auch ein „One-and-done“ geben.

15. Mississippi State Bulldogs

(bl). Alle fünf Starter sind zurück, inklusive Blockspezialist Jarvis Varnado. Der athletische Forward konnte in seinem zweiten und dritten College-Jahr 4,6 bzw. 4,7 Blocks pro Spiel aufweisen und befindet sich in dieser Kategorie auf Rekordjagd. Für Unruhe sorgt hingegen die Personalie Renardo Sidney. Der Freshman gilt seit Jahren als eines der größten Talente seines Jahrgangs, ist jedoch gleichzeitig durch eine zweifelhafte Arbeitseinstellung und schlechte Beratung seitens seiner Familie aufgefallen. Diese könnte nun sogar seine Spielberechtigung gefährden, da sie die benötigten Finanzunterlagen bisher nicht bei der NCAA eingereicht haben soll. Selbst ohne Sidney sind die Bulldogs zwar die Nummer eins in der SEC West – darf er spielen und tut er dies mit der nötigen Motivation, können sie aber sogar die Top-10 anvisieren.

16. Ohio State Buckeyes

(jg). Bei den Buckeyes ist fast alles beim Alten geblieben. Einziger namhafter Abgang ist Center B.J. Mullens, der jetzt in der NBA bei den Oklahoma City Thunder spielt. Namhafte Freshmen gibt es ebenfalls keine. So sollte eine absolut eingespielte und erfahrene Mannschaft in die Saison gehen, angeführt von den beiden Spitzenklasse-Guards Evan Turner und William Buford. Auch Defensivspezialist David Lighty will seinen Teil dazu beitragen, OSU zu seiner erfolgreichsten Saison seit der Oden-Conley-Ära zu führen. Den Sieg in der Big-Ten-Conference werden aber dann doch eher Purdue und Michigan State unter sich ausmachen.

17. Connecticut Huskies

(bl). UConn ist eine der großen Unbekannten. Mit Hasheem Thabeet, A.J. Price und Jeff Adrien fehlen dem Team drei Führungsspieler des Vorjahres und hinter der Gesundheit von Coach Jim Calhoun und Guard Jerome Dyson stehen ebenso Fragezeichen wie hinter der Spielzulassung von Center Ater Majok. Nichtsdestotrotz verfügen die Huskies mit Point Guard Kemba Walker, Small Forward Stanley Robinson, Freshman-Center Alex Oriakhi sowie den oben erwähnten Dyson und Majok über genug Talent, um in der „Big East Conference“ auch weiterhin oben mitzuspielen.

18. Oklahoma Sooners

(jg). Die Sooners haben mit Blake Griffin den Spieler des Jahres verloren. Doch nicht nur der erste Pick des NBA-Draft 2009 verließ die Sooners, sondern auch die dritt- und viertbesten Scorer des Teams, Griffins Bruder Taylor und Guard Austin Johnson. Oklahoma muss umstellen, von der Zone nach außen, von Griffin zur neuen Hoffnung, dem Sophomore-Guard Willie Warren. Dem Shooter wird eine ähnliche Leistungssteigerung wie die Griffins im letzten Jahr vorhergesagt. Hinzu kommen zwei All-American-Freshmen, Keith „Tiny“ Gallon und Tommy Mason-Griffin. Gallon wird wohl direkt auf einer der großen Positionen starten dürfen. Viel hängt bei den Sooners von Warren und den Freshmen ab. Spielen sie erfolgreich Run’n’Gun, sollte man im NCAA-Tournament zumindest unter die letzten 16 Teams vorstoßen können. Um mehr zu erreichen, ist man im Low Post zu schlecht besetzt.

19. Georgetown Hoyas

(bl). Bereits in der abgelaufenen Spielzeit hatten die Hoyas das Talent für einen längeren Tournament-Run, ließen jedoch zuweilen die nötige Härte und Abgeklärtheit vermissen und blieben so unter ihren Möglichkeiten. Dies sollte sich nicht wiederholen, denn mit Greg Monroe steht immerhin ein legitimer All-American-Kandidat im Kader. Auch das Backcourt-Duo aus Chris Wright und Austin Freeman muss sich in der „Big East Conference“ vor niemandem verstecken.

20. Minnesota Golden Gophers

(jg). Für das Überraschungsteam der Big Ten im letzten Jahr kann es dank keiner Abgänge und Top-Rekruten noch weiter nach oben gehen. Lawrence Westbrook ist offensiv die größte Waffe von Coach Tubby Smith, obwohl er gerade mal 1,83 Meter groß ist. Auf der Forward-Position kann Smith auf Damian Johnson zurückgreifen, ein guter Rebounder, der letztes Jahr hinter Aufbau Al Nolen sogar die zweitmeisten Assists gespielt hat. Die Gophers haben zudem mit Royce White einen All-American geholt.

21. Georgia Tech Yellow Jackets

(bl). Die Yellow Jackets belegten im vergangenen Jahr mit einer Bilanz von 2-14 den letzten Platz in der ACC und die Liga ist wie immer sehr ausgeglichen, doch die Ankunft von Super-Freshman Derrick Favors gibt Anlass zur Hoffnung. Der athletische Big Man gilt als potentieller Nummer-eins-Pick für den 2010er Draft und wird zusammen mit Power Forward Gani Lawal ein formidables Inside-Duo bilden. Derweil soll Point Guard Imam Shumpter die beiden Stars in Aktion setzen.

22. Illinois Fighting Illini

(jg). Die ehemalige Uni von Deron Williams startet mit viel Talent und Erfahrung hoffnungsvoll in die neue Saison. Die drei besten Punktesammler kommen wieder. Die Reboundarbeit wird hauptsächlich von Mike Davis, letztes Jahr der zweitbeste Rebounder in der Big-Ten-Conference, und dem Seven-Footer Mike Tisdale erledigt und sollte in guten Händen liegen. Im Backcourt sorgt der letztjährige Topscorer Demetri McCamey für Stabilität und mit Brandon Paul konnte Illinois auch noch den „Mr. Basketball“ des Staates holen.

23. Maryland Terrapins

(bl). Das Erreichen der zweiten Turnierrunde war ein großer Erfolg für Coach Gary Williams und dank der Rückkehr ihres besten Scorers, Rebounders und Passgebers Greivis Vasquez scheint eine Wiederholung möglich. Der vielseitige Guard ist einer der absoluten Top-Spieler der ACC und kann an einem guten Tag den Unterschied ausmachen; zudem musste Maryland nur einen erwähnenswerten Abgang hinnehmen. Für den ganz großen Wurf werden jedoch Spieler wie Sean Mosley oder Landon Milbourne einen weiteren Schritt nach vorne machen müssen.

24. Louisville Cardinals

(bl). Der Abgang von Earl Clark und Terrence Williams in Richtung NBA ist hart zu verkraften, doch Coach Rick Pitino hat nach wie vor reichlich Talent zur Verfügung. Unter dem Korb sollte Sophomore Samardo Samuels nach einem soliden ersten Jahr einen großen Schritt nach vorne machen und im Backcourt erhalten Edgar Sosa und Jerry Smith von nun an Unterstützung von Peyton Siva, einem superathletischen All-American-Point-Guard. Der Dauerplatz in den Top-5 vom letzten Jahr wird nicht zu wiederholen sein, doch mit dieser Mannschaft werden einige Top-Teams Probleme bekommen.

25. Notre Dame Fighting Irish

(bl). Letzte Saison enttäuschten die Irish und verpassten nach einer total verkorksten Spielzeit das NCAA-Turnier. Eine Pleite, die Senior Luke Harangody versuchen wird vergessen zu machen. Der Power Forward ist nach wie vor einer der besten Spieler der NCAA und kann trotz – oder dank? – seiner unorthodoxen Spielweise offensiv Partien entscheiden. Zudem hat Point Guard Tory Jackson letztes Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Frage wird sein, wie viel der „Supporting Cast“ bereit ist zu leisten und wie die Irish defensiv agieren.




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Kommentare

(1 Kommentar bisher)

von blazerfan72 07.11.09 um 21:53:14


Super Zusammenfassung
bin gespannt wo ihr (meine) Spartans positioniert
immer weiter so, freu mich schon auf den zweiten Teil



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