NCAA Saison 2004/2005
Crossover NCAA Preseason-Top 25 (Teil 3)
Der dritte und letzte Teil der Serie schließt die Top-25 ab und wendet sich zudem den möglichen Überraschungsteams der neuen Saison zu.
Von Mario Kyriasoglou |
27.11.2004 | |
21. Gonzaga ?Bulldogs?
Jahrelang fristete die kleine Jesuiten-Universität ein Schattendasein. Einzig John Stockton hielt die Fahne von Gonzaga in der Welt des Profi-Basketballs hoch. In den letzten Jahren hat Gonzaga jedoch beharrlich an seinem Ruf als ?größte kleine Uni des Basketballs? gefeilt. Seit den späten 90ern hat Gonzaga haufenweise solide Spieler vom Schlage eines Bakari Hendrix, Dan Dickau, Richie Frahm oder auch Blake Stepp hervorgebracht. Der beste Spieler in dieser Reihe dürfte Ronny Turiaf sein. Turiaf ist unter dem Korb in der schwachen West Coast Conference eine wahre Bank und dürfte mit den meisten Centern leichtes Spiel haben. Einzig von St. Mary?s Australier Daniel Kickert dürfte nennenswerte Gegenwehr zu erwarten sein. Auch wenn nach dem Abgang von Stepp zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt kein erfahrener Point Guard das Team führt, werden die ?Zags?, wie das Team in Anlehnung an den Uni-Namen genannt wird, das Maß aller Dinge in ihrer Conference sein. Dieses Jahr sollte es jedoch auch national für einen Platz unter den besten 25 Teams reichen. Neben dem überragenden Turiaf stehen auf den beiden Forward-Positionen mit Sean Mallon und Adam Morrison zwei vielseitige Spieler, die beide letztes Jahr eine überzeugende Freshman-Saison hatten. Besonders von Morrison erwartet Coach Mark Few großes: Der 2,03 m große Diabetiker spielte im Sommer für die USA in der U20-Weltmeisterschaft und scheint bereit, eine große Rolle in Offense und Defense zu übernehmen. Morrison, der mehrfach im Spiel seinen Blutzucker überprüfen muss, ist einer der besten Shotblocker der NCAA. Zu den genannten drei Spielern kommt mit dem Brasilianer JP Batista ein kraftvoller Spieler, der auf den beiden großen Positionen für Entlastung sorgen kann. Mit 2,06 m und 120 kg werden sich viele Gegner schwer tun beim Versuch, den Junior zur Seite zu schieben. Die Guard-Positionen scheinen hingegen die Schwäche von Gonzaga zu sein. Die besten Chancen auf die Starting-Positionen dürfen sich Sophomore Derek Raivio und Junior Errol Knight machen. Raivio ist ein guter Schütze, während Knight sein Heil eher im Zug zum Korb sucht. Sollte Coach Few mehr auf Distanzwürfe setzen, werden auch Freshman David Pendergraft und Transfer Nathan Doudney (von Texas Tech) ihre Chance erhalten.
Prognose:
Den Titel in der WCC haben die Zags sicher, und damit auch den Platz im NCAA-Tournament. Dort wird sich dann zeigen, ob Gonzaga tatsächlich mehr als der sprichwörtliche ?Einäugige unter den Blinden? der WCC ist. Wenn Coach Few auf der Guard-Position eine solide Drei-Mann-Rotation finden kann, sollte Gonzaga schwer zu schlagen sein, denn die Frontcourt-Rotation gehört mit Morrison, Turiaf, Mallon und Batista zu den besten der ganzen NCAA.
22. Alabama ?Crimson Tide?
Die Crimson Tide schafften es vergangene Saison bis ins Elite Eight der NCAA, wo erst gegen den späteren Champion Connecticut Schluss war. Vier Starter sind zurück, darunter der überragende Forward Kennedy Winston. Warum also ist Alabama so niedrig im Ranking? Ganz einfach, das Team ist viel zu unerfahren und zu dünn besetzt. In der vergangenen Saison hatten die Tide im NCAA-Tournament einen guten Lauf, in dem alle Spieler am oberen Limit spielten und niemand in Foulprobleme geriet. Ob das dieses Jahr noch einmal gelingt, ist äußerst fraglich. Mit Winston hat das Team zumindest einen erfahrenen Leader, der wohl die Small-Forward-Position einnehmen wird. Auf den Innenpositionen sind der dünne Jermareo Davidson und Kraftpaket Chuck Davis zurück; als Backup wird Junior Evan Brock fungieren. Ganz düster sieht es auf der Guard-Position aus. Mit Earnest Shelton kann Coach Mark Gottfried zwar auf einen 15-Punkte-Scorer zurückgreifen, aber danach hat er keinen Spieler, der Erfahrung hat. Experten sind sich einig, dass keiner der fünf Freshmen-Guards das Potenzial hat, sofort das Team zu führen, also wird Gottfried immer denjenigen spielen lassen, der gerade die wenigsten Fehler macht ? für die Stabilität im Team mehr als schlecht, wenn auf der Schlüsselposition des Point Guards keine Kontinuität vorhanden ist. Am ehesten traut man noch Ronald Steele zu, den Playmaker zu geben, aber der Freshman ist oftmals zu ungestüm. Freshman-Kollege Albert Weber scheint bereit für viel Spielzeit zu sein, ist allerdings trotz nur 1,88 m Körpergröße ein waschechter Shooting Guard ohne besondere Playmaking Skills.
Prognose:
Es wird schwer für Alabama. Die Fans erwarten wieder den Einzug ins Regional Final oder gar ins Final Four, was angesichts der deutlich verstärkten Konkurrenz mehr als unrealistisch ist. Unter dem Strich bleibt, dass Alabama ein katastrophales Rebounding-Team ist und mit Antoine Pettway der Schlüsselspieler schlechthin seinen Uni-Abschluss gemacht hat. 2006 könnte das Jahr der Crimson Tide werden, doch 2005 müssen die Tide sich glücklich schätzen, wenn sie in der eigenen Conference über das Halbfinale hinaus kommen.
23. Washington ?Huskies?
Die Huskies sind gut, und zwar so gut, wie sie seit ? ja, nicht lachen ? Patrick Femerling nicht mehr waren. In Femerlings Junior-Jahr hatte Washington mit Femerling und Todd McCulloch in der Mitte den späteren Champion UConn im Sweet Sixteen bereits am Rande der Niederlage, bevor Richard Hamilton mit der Schlusssirene über die ausgestreckten Arme der ?Twin Towers? das Spiel zugunsten Connecticuts entschied (Hamilton später: ?Ich konnte den Korb gar nicht sehen?). Dieses Jahr sind die Huskies ein eher kleines Team, beginnend mit dem Star des Teams, Nate Robinson. Wer Robinson noch nicht gesehen hat, sollte dies dringend nachholen: Mit nur 1,75 m Körpergröße nutzt der Point Guard jede sich bietende Gelegenheit, um gegnerischen Forwards und Centern die Bälle ins Gesicht zu dunken. Darüber hinaus ist Robinson ein hervorragender Leader, der jederzeit das Tempo seines Teams kontrolliert. Auch sein Kollege im Backcourt, Senior Will Conroy, könnte jederzeit als Point Guard auflaufen. Conroy ist kein besonders starker Werfer, macht aber wenig Fehler und kommt durch gute Wurfauswahl immer auf ansehnliche Punkteausbeuten. Gleiches kann man von Forward Brandon Roy sagen, der zudem ein hervorragendes Auge hat. Zusammen mit dem exzellenten Werfer Tre Simmons und Freshman Joel Smith hat Coach Lorenzo Romar eine vielseitige Rotation auf den kleinen Positionen, aber auch im Frontcourt sieht es vielversprechend aus. Die gelernten Forwards Bobby Jones und Mike Jensen werden in der Mitte aushelfen. Jensen ist ein variabler Spieler, der einen guten Wurf von außen hat, während Bobby Jones wenig Fehler macht und in der Defensive einer der besten Forwards der Pac-10 ist. Dazu kommen von der Bank mit Jamaal Williams, einem zu kleinen, aber kämpferisch starken Forward, und den Centern Anthony Washington und Hakeem Rollins einige Optionen, mit denen Coach Lorenzo Romar variieren kann. Sollte noch Matt Fletcher nach seiner verletzungsbedingten Pause letzte Saison ins Team finden, wären die Huskies unter dem Brett sehr stark besetzt.
Prognose:
Der zweite Platz in der Pac-10 hinter Arizona und noch vor Stanford sollte möglich sein. Die Huskies könnten dieses Jahr ihre beste Saison überhaupt haben, wenn Robinson noch mehr Verantwortung im Backcourt übernimmt und die Rotation auf den langen Positionen sich findet.
24. Utah ?Runnin? Utes?
Es gibt nur einen Grund, warum die Utes in dieser Rangliste überhaupt auftauchen: Andrew Bogut, noch nicht ganz 20 Jahre alt, 2,13 m groß. Für Utah war es eine große Erleichterung, dass der Australier mit kroatischen Vorfahren sich entschied, nicht in die NBA zu wechseln. Bogut hat das Talent und den Arbeitswillen, der beste Bigman der NCAA zu werden. Er kann alle drei Frontcourt-Positionen spielen, hat einen guten Distanzwurf und zudem sehr starke Post-Bewegungen. Vermutlich wird Bogut dieses Jahr sogar die Chance bekommen, auf seiner angestammten Position als Power Forward zu spielen. Mit seinem Landsmann Luke Nevill haben die Utes einen vielversprechenden Freshman an Bord, der unter den Körben der schwachen Mountain West Conference von Anfang an eine Größe werden könnte. Der defensivstarke Junior Chris Jackson komplettiert die Dreier-Rotation unter den Körben. Im Backcourt ist Senior Marc Jackson nach einer einjährigen Pause zurück. Jackson hatte das Team verlassen, weil ihm der langjährige Coach Rick Majerus zu anspruchsvoll war. Majerus hat im Sommer Utah aus gesundheitlichen Gründen endgültig den Rücken gekehrt und arbeitet jetzt als Gastkommentator bei ESPN. Mit Jackson und Richard Chaney hat der neue Coach Ray Giacoletti ein erfahrenes Backcourt-Duo, das durch den Transfer Casey Iverson, einem hervorragenden Schützen, und den unauffälligen, aber sehr effektiven Tim Drisdom, ergänzt wird. Wenn Drisdom in der Offense noch etwas gefährlicher wird, kann der Junior sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Starting Five machen. Auf der Small-Forward-Position tummelt sich mit den beiden Sophomores Jonas Langvad (aus Dänemark) und Justin Hawkins sowie Junior Bryant Markson zwar viel Masse, den Beweis von Starterqualitäten hat allerdings bisher noch keiner der drei Spieler antreten können. Sollten alle Stricke reißen, wird Giacoletti wohl eine Drei-Guard-Offense spielen lassen.
Prognose:
Utah hängt stark von Bogut ab. Wenn der Sophomore sein Potenzial ausschöpfen kann, ist locker das Sweet Sixteen drin. Wenn Bogut allerdings Probleme mit den Double-Teams hat, die ihn vermutlich jeden Abend erwarten werden und kein anderer in die Bresche springen kann, könnte schon in der ersten Runde das Aus kommen. Zudem wird es interessant sein, wie die Spieler sich Giacolettis Coaching-Philosophie anpassen.
25. Stanford ?Cardinal?
Auch die Stanford Cardinal hatten den Abgang ihres langjährigen Erfolgstrainers zu verzeichnen: Mike Montgomery wechselte ins nahegelegene Oakland und ist dort nun Trainer bei den Golden State Warriors. Außerdem haben die Cardinal drei Starter aus der letzten Saison verloren. Mit Point Guard Chris Hernandez ist allerdings der Kopf des Teams nach wie vor dabei. Hernandez ist ein guter Werfer, der besonders in kritischen Situationen immer den Überblick behält ? ein echter Leader eben. Mit Shooter Dan Grunfeld und dem vielseitigen Nick Robinson steht Hernandez auf den Flügeln zudem ein starkes Duo zur Seite, welches durch den Freshman Tim Morris und Junior Jason Haas ergänzt wird. Im Frontcourt gibt es viele Fragezeichen. Die Starter Matt Haryasz und Rob Little runden eine großgewachsene Starting Five ab, in der abgesehen von Hernandez jeder Spieler mindestens 1,98 m misst. Hinter Haryasz und Little, die möglicherweise das beste Inside-Tandem der Cardinal seit Tim Young/Mark Madsen bilden, sieht es allerdings zappenduster aus ? zumindest solange, bis die Forwards Evan Moore und Fred Washington und Freshman-Center Tim Prowitt beweisen, dass sie bereit sind, auf diesem Niveau eine Rolle zu übernehmen. Genügend Optionen haben die Cardinal jedenfalls, und wenn Coach Johnson Montgomerys Teamkonzept beibehält, können die Cardinal an guten Abenden jeden schlagen.
Prognose:
In Stanford ist seit Jahr und Tag das Endergebnis einer jeden Saison größer als die Summe der Einzelteile. Montgomery hat es geschafft, jedes Jahr aufs neue zwei bis drei junge Leistungsträger einzubinden, ohne einzelne Spieler zu stark zu belasten. Seit Brevin Knight im Jahr 1997 hat Stanford keinen echten Superstar mehr gehabt. Der neue Coach Trent Johnson täte gut daran, dieses Konzept nicht zu ändern. Sollte zuviel Last auf den Schultern von Hernandez und Little lasten, würde das Team unweigerlich in sich zusammenfallen.
"Cinderella-Teams"
Typische Sleeper oder auch Cinderella-Teams sind entweder vergleichsweise schwächere Teams aus starken Conferences wie der Big East, der ACC oder der SEC, oder aber Teams, die eine schwache Conference gewinnen. Kurz gesagt: Es handelt sich um die Teams, die es nach einer eher mittelprächtigen Saison gerade so ins NCAA-Tournament geschafft haben und hier dann von den Gegnern unterschätzt werden. Cinderella-Teams sind allgemein der Darling der Nation, denn in den USA drückt für gewöhnlich jeder neutrale Fan dem Underdog die Daumen.
ACC Sleeper:
Virginia ?Cavaliers?
Coach Pete Gillen machte 1997 schon Providence mit Austin Croshere zur Cinderella. Power Forward Elton Brown ist einer der besten Spieler in der ACC, hält sich selber allerdings für noch besser als er ist. Forward Devin Smith und Freshman-Point-Guard Sean Singletary werden die weiteren Stars des Teams sein.
Big East Sleeper:
Notre Dame ?Fighting Irish?
Chris Thomas ist einer der besten Point Guards im Land und auch Center Torin Francis gehört zur Oberklasse. Wenn Freshman Rob Kurz noch einschlägt, sind die Irish unberechenbar.
Villanova ?Wildcats?
Alle fünf Starter sind zurück, darunter Shooter Allan Ray und die Forwards Randy Foye und Curtis Sumpter. Dazu kommt noch Super-Freshman Kyle Lowry und die Wildcats haben alle Zutaten für einen potenziellen Sleeper.
Boston College ?Eagles?
Forward Craig Smith und eine Crew von Rollenspielern wollen die Großen ärgern. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht ? vier Starter sind zurück und das Team ist eines der erfahrensten in der Big East.
West Virginia ?Mountaineers?
Center D?Or Fischer ist der beste Shotblocker der NCAA, dazu kommen mit Forward Tyrone Sally und dem deutschen Nationalspieler Johannes Herber zwei weitere potenzielle Stars. Wenn Herber und Fischer in der Offense noch ein bisschen drauflegen, wird West Virginia ein sehr unbequemer Gegner werden.
Big Ten Sleeper:
Michigan ?Wolverines?
Letztes Jahr haben die Wolverines das NIT gewonnen, dieses Jahr sind 13 von 14 Spielern aus dem Team zurück, unter anderem Point Guard Daniel Horton und Forward Lester Abram, die Stars im Team von Coach Tommy Amaker.
Wisconsin ?Badgers?
Mit Devin Harris wäre Wisconsin wohl ein Titelkandidat,. So müssen die Männer um Forward Mike Wilkinson sich damit begnügen, den Großen ein Bein stellen zu wollen und auf March Madness zu hoffen.
Indiana ?Hoosiers?
Guard Bracey Wright hat sich entschieden, ein weiteres Jahr in Bloomington zu bleiben. Dazu kommen mit AJ Ratliff, DJ White, Robert Vaden und Robert Rothbart vier der besten Freshmen der diesjährigen Klasse.
Big 12 Sleeper:
Iowa State ?Cyclones?
Der Abgang von Center Jackson Vroman in die NBA schmerzt, aber mit Curtis Stinson und Will Blalock hat Iowa State ein explosives Guard-Tandem, das sich vor niemandem verstecken muss. Center Jared Homan wird in der Offense eine größere Rolle übernehmen.
Conference USA Sleeper:
Charlotte ?49ers?
Die Niners sind ein potenzielles Top-Ten-Team, waren aber in der Vergangenheit viel zu unkonstant und werden auch dieses Jahr von vielen Experten abgeschrieben. Man sollte aber die Rechnung nie ohne den Wirt machen, und der heißt in diesem Fall Curtis Withers und räumt in Korbnähe zusammen mit seinem australischen Centerkollegen Martin Iti ganz schön auf. Im Backcourt sind Shooter Brendan Plavich und Slasher Eddie Basden ebenfalls erste Wahl. Die 49ers sind der heißeste Tip für den diesjährigen Cinderella-Sleeper.
Alabama-Birmingham ?Blazers?
Selbst unter Experten kaum bekannt, schafften es die Blazers letztes Jahr ins Sweet Sixteen. Memo an alle Coaches: Bitte nicht wieder unterschätzen. Die Blazers sind noch stärker als letztes Jahr, nicht zuletzt dank ihrem All-CUSA-Forward Demario Eddins.
Pac-10 Sleeper:
California ?Golden Bears?
Hält das Knie von Super-Sophomore Leon Powe, sieht es gut aus. Verletzt sich Powe wieder, heißt es für die Bears: Der Letzte macht das Licht aus!
UCLA ?Bruins?
Mit sechs talentierten Freshmen ist UCLA vielleicht noch zu jung für den ganz großen Erfolg. Das heißt aber nicht, dass das Team um Senior-Forward Dijon Thompson und Freshman-Guard Jordan Farmar nicht trotzdem Zünglein an der Waage spielen kann.
SEC Sleeper:
Louisiana State ?Tigers?
Superstar Jaime Lloreda ist zwar weg, aber der Rest des Teams bleibt zusammen und wird diese Saison noch schwerer auszurechnen sein. Besonderes Augenmerk der gegnerischen Defensive dürfte auf Guard Antonio Hudson und Forward Brandon Bass liegen.
Weitere Sleeper:
George Washington ?Colonials?
Alle fünf Starter sind zurück, und der beste Mann der Colonials ist ihr letztjähriger Sechster Mann, Pops Mensah-Bonsu, der vielseitigste Spieler, den die Atlantic-10 seit James Posey gesehen hat. Die Guards TJ Thompson und Carl Elliott sind an einem guten Tag von der Dreierlinie nicht zu stoppen. Der Engländer Mensah-Bonsu wird je nach Bedarf alle fünf Positionen spielen.
Southern Illinois ?Salukis?
Southern Illinois ist ein völlig unbekanntes Team, das noch keine großen Erfolge vorzuweisen hat. Im vergangenen Jahr hatten die Salukis jedoch den späteren Viertelfinalisten Alabama in der ersten Runde am Rande einer Niederlage. Alle Leistungsträger im ausgeglichenen Team des neuen Coachs Chris Lowery sind zurück. Die Stärke des Teams ist der Backcourt mit Star Darren Brooks, Stetson Hairston und LaMar Owen. Wenn sich im Frontcourt jemand findet, der rebounden und verteidigen kann, sind die Salukis sicher ein Kandidat für eine Überraschung.
Toledo ?Rockets?
Toledo hat alle fünf Starter zurück und bereits letztes Jahr die MAC gewonnen. Guard Keith Triplett (19,6 PpG) könnte ein Mann für die NBA sein.
Nevada-Las Vegas ?Runnin? Rebels?
Erfolgscoach Lon Kruger kommt nach seinem desaströsen Aufenthalt bei den Atlanta Hawks an die UNLV und trifft auf ein vielseitiges Team, das in Guard Jerel Blassingame und den Forwards Odartey Blankson und Romel Beck drei erfahrene Seniors hat, die es noch einmal wissen wollen.
Texas-El Paso ?Miners?
Die Miners sind ein sehr erfahrenes Team; alle Leistungsträger sind in ihrem Junior- oder Senior-Jahr. Guard Filiberto Rivera ist ein echter Leader und Forward Omar Thomas einer der am meisten unterschätzten Spieler überhaupt.
Utah State ?Aggies?
Trotz einer Bilanz von 25 Siegen und nur drei Niederlagen durfte Utah State letztes Jahr nicht am NCAA-Tournament teilnehmen. Durch den zweiten Platz hinter Pacific in der eigenen Conference erhielten die Aggies keinen der automatischen Startplätze und wurden vom Selection Committee nicht berücksichtigt. Dieses Jahr wollen die Aggies Revanche. Der Kader ist mindestens genauso stark wie im Vorjahr; besonders die großen Positionen sind bei Utah State sehr stark besetzt.
Oral Roberts ?Golden Eagles?
Mit Ken Tutt und Caleb Green ist das letztjährige Freshman-Duo mit dem höchsten Punkteschnitt zurück. Zudem ist Point Guard Luke Spencer-Gardner ein echter Leader.
Wissenswertes und Kurioses aus der NCAA
Abschließend noch ein paar Fakten, die den geneigten NCAA-Fan interessieren dürften:
- Southern California (USC) wird vom ehemaligen UCLA-Point-Guard Henry Bibby (Vater von Mike Bibby) gecoacht. Im Backcourt hat Bibby die Zwillingspaare Errick und Derrick Craven sowie Lodrick und Rodrick Stewart. Errick und Rodrick sind die beiden besseren, die dummerweise auch beide Shooting Guard spielen. Derrick und Lodrick müssen sich demnach um den Point-Guard-Posten streiten, falls ihr mir noch folgen könnt...
- Top-Scorer der NCAA war im letzten Jahr der nur 1,73 m große Guard Keydren Clark von St. Peter?s. Zusätzlich zu seinen 26,7 PpG brachte es Clark auch auf 4,3 RpG und 4,3 ApG bei zumindest respektablen Wurfquoten von 42 % aus dem Feld (38 % Dreier) und 84 % bei den Freiwürfen. In seinem Junior-Jahr sollte der Basketballzwerg noch weiter von sich hören lassen.
- Top-Rebounder der NCAA war der 2,03 m große Freshman Paul Millsap von Louisiana Tech. Millsap sicherte sich 12,5 RpG und war somit erst der zweite Freshman seit 1951, der die NCAA in Rebounds anführte. Millsap war außerdem Topscorer seines Teams mit 15,6 PpG.
- Starke Spieler ohne starke Teams 1: Ike Diogu spielt bei Arizona State den Alleinunterhalter. Der 2,03 m große Center ist enorm stark am Brett und markierte letzte Saison als Sophomore 22,8 PpG und 8,9 RpG bei Wurfquoten von deutlich über 50 % aus dem Feld und 80 % von der Linie. Diogu ist zudem der wohl beste Verteidiger der Pac-10. Schade, dass er bei den Sun Devils keine Hilfe hat.
- Starke Spieler ohne starke Teams 2: Danny Granger ist ein Forward, wie er im Buche steht. Der Senior will seine Leistungen aus dem Vorjahr (19,5 PpG, 9,0 RpG) noch verbessern, ist aber bei den Lobos ebenso auf sich alleine gestellt.
- Starke Spieler ohne starke Teams 3: Ryan Gomes ist anerkanntermaßen einer der besten Power Forwards der NCAA. Mit Donnie McGrath hat der 2,01 m große Kraftprotz auch einen patenten Point Guard zur Seite stehen, aber leider hört es danach auf mit der Herrlichkeit. Gomes wird den Scouts zeigen müssen, dass er auch auf den Flügel ausweichen kann, wenn er sich Hoffnungen auf einen Platz in der NBA machen will.
- Wie der Vater, so der Sohn 1: Fünf Jahre nachdem John Thompson den Trainerstuhl in Georgetown räumte, heißt der neue Coach ? genau - John Thompson. John Thompson III, um genau zu sein. Natürlich fühlt Thompson Junior ü-ber-haupt keinen Druck und will sich auf keinen Fall mit seinem Vater vergleichen müssen.
- Wie der Vater, so der Sohn 2: Sean Sutton ist seit zwölf Jahren Co-Trainer seines Vaters Eddie bei Oklahoma State. Man munkelt, dass der Sohnemann nach dieser Saison in die Fußstapfen des Vaters treten wird. Gleiches gilt auch für Pat Knight, den Sohn des allseits beliebten Texas-Tech-Coaches Bobby Knight, der allerdings wohl nicht so bald abtreten wird.
- Deutsche in der NCAA Division 1:
o Buffalo: Yassin Idbihi, Christian Schmidt (beide früher Rhöndorf)
o West Virginia: Johannes Herber (Langen)
o Bucknell: Christopher McNaughton (Bamberg)
o San Francisco: Felix Czerny (Ehingen)
o Stony Brook: Hendrik Feist (Ehingen)
o Pennsylvania: Jan Fikiel (Ehingen), Lorenz Manthey (Braunschweig)
o San Diego: Michael Kirkpatrick (Bamberg)
o William & Mary: Edwin Ofori-Attah (Lichterfelde)
o Northern Iowa: Vincent Polakovic (Ehingen)
o Campbell: Dominique Klein (Quakenbrück)
o Furman: Julius van de Laar (Lich)
o Montana State: Dennis Woodall (Langen)
o Albany: Kirsten Zoellner (Hannover)



von Crossover 30.05.2012 um 12:51:24
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