NCAA Saison 2002/2003

Die Vergessenen

All diese Teams haben einiges gemeinsam: Sie wurden vor der Saison relativ stark eingeschätzt, enttäuschten dann aber im Laufe der Saison und müssen momentan sogar um eine Teilnahme am NCAA Tournament bangen.

Von c-web
 18.02.2003 |

Alabama
Unglaublich was mit diesem Team passiert ist. Vor ein paar Wochen waren sie noch #1 der Nation, seither geht gar nichts mehr. Wo will man anfangen mit kritisieren? Sie machen kaum Punkte in der Offensive und auswärts sind sie schlichtweg nicht konkurrenzfähig. Praktisch jeder Spieler hat im Vergleich zum letzten Jahr einen Schritt in die falsche Richtung gemacht. Erwin Dudley, letztes Jahr noch Spieler des Jahres in der SEC, ist kaum noch zu sehen. der ehemals so hochgelobte Spielmacher Mo Williams wirft keine 40% aus dem Feld und vom Rest kommt auch nicht mehr. Ziemlich unverständlich diese bescheidene Vorstellung. Im letzten Spiel gegen Auburn, natürlich daheim, konnte man wenigstens wieder einmal über 80 Punkte erzielen, ein leichter Aufwärtstrend ist also erkennbar. Trotzdem, da muss noch einiges gehen wenn man auch im März ein volles Programm haben will.

Michigan State
Auch von den Spartans hat man einiges mehr erwartet, doch spätestens nach der Heimniederlage gegen Toledo wurde klar, dass da etwas nicht so ganz stimmt in East Lansing. Immerhin hat man sich einigermassen gefangen und könnte den Sprung ins Tournament durchaus noch schaffen. Den Spartans fehlt einfach ein richtiger Spielmacher. Chris Hill gibt sich zwar wahnsinnig Mühe, doch seine Position ist eine andere. Auch fehlt der grosse Star im Team. Torbert entwickelt sich nur langsam, das gleiche gilt für Davis. Das ändert aber alles nichts an der Tatsache, dass MSU zu einem groben Stolperstein für manche Teams werden könnte.

Oregon
Das Gleiche was für Alabama gilt, kann auch für Oregon gesagt werden. Vor der Saison als Mitfavorit bezeichnet, in der momentan Lage aber noch nicht mal dabei. Den Abgang von Fred Jones konnte man anscheinend nicht richtig kompensieren und die Stars sind in ihrer Entwicklung stehen geblieben. Zum Glück für die Ducks gibt es neuerdings auch in der Pac-10 ein eigenes Turnier. Da wird man Gelegenheit haben sich ins Tournament zu spielen, denn so wie es momentan ausschaut wären die Ducks kaum dabei. Im letzten Spiel der Regular Season trifft man zudem noch auf Arizona. Eine gute Gelegenheit sich für die Heimniederlage, welche die Krise einläutete, zu revanchieren.

Boston College
Nun von BC wurde nicht so viel erwartet wie von den obigen Teams. Doch auch von den Eagles hatte man gedacht, sie würden eine deutliche bessere Saison spielen. Wenn man sich die Statistiken von BC so anschaut, würde man eigentlich auch denken sie stünden ganz vorne. Troy Bell, einer der besten Scorer der NCAA, erzielte über 29 Punkte im Schnitt in den letzten zehn Spielen. Freshman Craig Smith erzielt ebenfalls über 20 Punkte und dann gibt?s es ja noch Ryan Sidney, der mit seinem aggressiven Spiel einen Run starten kann. Leider kann ausser Bell keiner Freiwürfe treffen und auch die Defensive gehört nicht zur besten der Liga. Ebenfalls haben die Eagles so ihre Probleme mit der Konstanz. Da gibt es Spiele, wo man auswärts UConn und N.C. State förmlich deklassiert, auf der anderen Seite verliert man gegen Teams wie Northeastern oder Holy Cross. In letzter Zeit ist es etwas besser geworden, trotzdem muss ein gewaltiger Schlussspurt hingelegt werden. Falls sie es denn schaffen, ist ihnen einiges zuzutrauen. Ein Team, welches über einen solch starken Scorer verfügt, ist nicht zu unterschätzen.

North Carolina
Nach der Verletzung von Center Sean May läuft es nicht mehr so rund. May ist deshalb so wichtig, weil er die einzige wirkliche Low-Post Präsenz der Heels ist. Ohne ihn haben sie gegen jedes Team unter dem Korb einen Nachteil. Die gute Nachricht ist, dass er bald zurückkommt. Allerdings müssen die Tar Heels aufpassen, dass sie dann nicht schon aus dem Rennen sind. Es wird eine starke Schlussphase und eine gute Vorstellung im ACC Tournament brauchen um überhaupt eingeladen zu werden. Falls das gelingt, dann viel Bedauern mit dem ersten Gegner der Heels, das wird nicht leicht werden.

Connecticut
Auch die Huskies sind nach den letzten Spielen in diese Sparte gerutscht. Coach Jim Calhoun an Krebs erkrankt, dem Star Ben Gordon wird vorgeworfen eine Frau geschlagen zu haben, da ist es nicht leicht sich auf Basketball zu konzentrieren. Doch von allen hier aufgezählten Mannschaften hat UConn die besten Chancen ins Tournament zu rutschen, allerdings viel erlauben dürfen sie sich auch nicht mehr. Mit Gordon ein Star, mit Okafor einer der besten Defensivspieler, dazu ein guter Spielmacher und talentierte Freshmen, man sollte die Huskies noch nicht abschreiben.

In einer Saison, wo jeder jeden schlagen kann, sollte man diese Teams doch nicht gerade vergessen. Mit ihrem Potential haben auch sie die Chancen ein paar Runden schadlos zu überstehen und können somit durchaus als Aussenseiter gelten.




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Kommentare

(1 Kommentar bisher)

von TDeath 19.02.03 um 00:45:17


mich freut's immer wenn ein paar von den "großen" college-programmen ab und an einen dämpfer bekommen. da geben sie x-tausend dollars für's recruiting aus, und letztendlich läuft doch nicht alles so wie es soll.

schade ist aber, dass gerade die underclassmen dieser colleges viel bessere chancen haben, früh in die nba zu wechslen. da heißt es "der hat bei dem legendären coach gespielt und ist sicher schon asimiliert", oder "aus dem college kommt ein haufen großer namen"...



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