NCAA Basketball

Showdown in Motown

Mehr als 72.000 Fans im Ford Field zu Detroit wurden Zeugen zweier hochklassiger Halbfinalspiele. In der Nacht von Montag auf Dienstag werden nun Michigan State und North Carolina den Titel ausspielen dürfen.

Von Björn Lehmkühler (bl), Sebastian Eickhoff (sei)
 05.04.2009 |

(1) Connecticut Huskies ? (2) Michigan State Spartans 73:82

(sei). Nach neun Jahren sind die Michigan State Spartans wieder im Endspiel um die Krone des NCAA-Basketballs. Vor ?heimischer? Kulisse im mit 72.456 Zuschauern gefüllten Ford Field in Detroit besiegten sie Connecticut mit 82:73 und beendeten damit die Serie der Huskies, die bis dato bei jeder Teilnahme am ?Final Four? auch am Ende den Titel gewinnen konnten.

Mann des Abends für die Spartans war Raymar Morgan, der mit seinen 18 Punkten nach eher schwachen Auftritten in den letzten Spielen entscheidend zum Sieg beigetragen hat. Elf Punkte erzielte er allein in der ersten Halbzeit. Zudem waren es schnelle sechs Punkte von Freshman Korey Lucious, die dafür sorgten, dass MSU überraschend und kontrolliert in Führung ging.

Beide Teams zeigten ein sehr physisch ausgeprägtes Spiel, in dem es vor allem darum ging, UConn-Center Hasheem Thabeet entsprechend in Szene zu setzen. Tom Izzo wusste um die Situation, dass dadurch auch Foulprobleme entstehen könnten und setzte in den ersten acht Minuten elf Spieler ein. Eine Rangelei nach einem Foul an Jeff Adrien konnte nur nach Bemühen durch die Schiedsrichter auseinander gebracht werden. Thabeet kam in den ersten zwanzig Minuten auf sieben Punkte, konnte aber nicht verhindern, dass Michigan State mit zwei Zählern zur Halbzeit führte.

Die zweite Hälfte begann mit hohem Tempo und die ersten vier Minuten wurden durch schnelle 18 Punkte beider Teams gestaltet. Auch hier zeigten sich die Spartans engagierter, die es mehr verstanden aus den sich häufenden Fehlwürfen der Huskies in erster Linie im Fast Break Zählbares zu machen. Auf diese Weise erzielten sie 16 Punkte ? doppelt so viele wie die Huskies.

Die gute Verteidigung an Huskies-Top-Scorer A.J. Price, der im Endeffekt nur auf 15 Punkte kam, war ein weiterer Faktor für den Ausbau der Führung auf 72:54 im Verlaufe des Spiels. Hier war es Michigan States Travis Walton, der sich besonders hervortat. Auch Durrell Summers leistete hierbei seinen Beitrag und festigte im Zusammenspiel mit Draymond Green die Kontrolle der Begegnung.

Kurz vor Ende kamen die Huskies dann doch noch einmal auf vier Punkte heran. Doch eine ungestüme Aktion von Goran Suton, der sowohl offensiv als auch defensiv kaum in Erscheinung trat, brachte Hasheem Thabeet beim Rebound-Vorgang unsanft zu Boden, so dass dieser abseits des Feldes behandelt werden musste und nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Dies bedeutete auch das Ende der letzten UConn-Bemühungen, und die Michigan State Spartans setzten sich durch, um am Montag nach dem Titel greifen zu können.

(1) North Carolina Tar Heels ? (3) Villanova Wildcats 83:69

(bl). Nach etwas holprigen ersten fünf Minuten, in denen die Führung mehrere Male wechselte, begannen die North Carolina Tar Heels zu zeigen, weshalb sie bereits vor Saisonbeginn als Top-Favorit auf den Titel gehandelt wurden. Mit einem schnellen 9:0-Lauf erspielten sie sich eine 19:8-Führung, die sie bis zur Halbzeitpause (49:40) in etwa halten konnten.

Die wenig treffsicheren Villanova Wildcats (1. HZ: 2/12 3FG) hatten sogar Glück, zur Pause nicht höher zurück zu liegen, hatte der Rückstand doch zwischenzeitlich bereits 17 Punkte betragen (40:23, 14. Min). Vor allem Guard Scottie Reynolds und Forward Dante Cunningham, der in der ersten Hälfte fünf Offensiv-Rebounds abgriff, hielten ihre Mannschaft jedoch im Rennen.

Tar-Heels-Coach Roy Williams konnte sich derweil vor allem auf sein Star-Trio verlassen: Point Guard Ty Lawson kontrollierte das Tempo, Shooting Guard Wayne Ellington netzte sicher von außen ein und Power Forward Tyler Hansbrough wühlte erfolgreich in der Zone. Zusammen kamen die drei in den ersten zwanzig Minuten auf starke 38 Punkte (12/23 FG), 14 Rebounds und acht Assists.

Nach dem Seitenwechsel konnte Villanova zunächst Akzente setzen und auf fünf Punkte verkürzen (50:45, 23. Min), doch zwei Dreier von Danny Green und ein Korbleger von Lawson erhöhten die Differenz wieder auf dreizehn. Für die Wildcats war der Korb nun erneut wie vernagelt; die nächsten zwölf Dreierversuche verfehlten ihr Ziel. Da die Tar Heels unterdessen regelmäßig punkteten, konservierten sie ihre zweistellige Führung bis zum Spielende.

Neben Hansbrough, der 18 Zähler und elf Rebounds verbuchte, zeigte vor allem Lawson (22 Pkt, 7 Reb, 8 Ast) eine überragende Leistung. Auch Ellington (20 Pkt, 9 Reb, 5/7 3FG) und Green (12) punkteten zweistellig. Für Villanova reichte ein ?Double-Double? von Dante Cunningham (12 Pkt, 12 Reb) nicht aus, um die zahlreichen Fehlwürfe der Guards zu kompensieren.

Bestleistungen vom 4. April

Punkte: 22, Ty Lawson (North Carolina Tar Heels)
Rebounds: 13, Stanley Robinson (Connecticut Huskies)
Assists: 8, Travis Walton (Michigan State Spartans), Ty Lawson (North Carolina Tar Heels)
Steals: 5, Raymar Morgan (Michigan State Spartans)
Blocks: 3, Danny Green (North Carolina Tar Heels)
Dreier: 5, Wayne Ellington (North Carolina Tar Heels)

Ergebnisse vom 4. April

(1) Connecticut ? (2) Michigan State 73:82
(1) North Carolina ? (3) Villanova 83:69

Das ?NCAA Championship Game?...

?wird in der Nacht von Montag auf Dienstag stattfinden. Tip-Off wird voraussichtlich um 03:21 Uhr deutscher Zeit sein. Kostenlos und in hoher Qualität zu sehen ist die Partie wie gewohnt auf http://mmod.ncaa.com.




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Kommentare

(11 Kommentare bisher)

von Tobatcho 05.04.09 um 07:37:17


Sorry Magic... so toll Michigan auch aufspielt, gegen North Carolina wird die Reise wohl enden. Hansbrough, Lawson, Ellington, Greene... das ist einfach zu viel.



von GSWarrior84 05.04.09 um 09:46:29


North Carolina wird die Meisterschaft gewinnen und Michigan keine Chance lassen !



von Chris 05.04.09 um 11:01:57


Michigan STATE...



von king_handles 05.04.09 um 11:44:05


Im Prinzip müsste NC gewinnen, aber mal schauen, wie sich Michigan den Heimvorteil zu nutzen machen kann. Ich werds schauen, Ferien sind toll ^^



von Chris 05.04.09 um 13:24:10


Michigan S-T-A-T-E!

Ist euch der Unterschied wirklich nicht klar...?



von Hurricane 05.04.09 um 15:12:04


Wenn du damit meinst dass die Universität nicht in Detroit liegt sondern "nur in dem gleichen Bundesstaat dann haste recht



von Chris 05.04.09 um 15:25:49


Keine der beiden Universitäten liegt in Detroit.



von jordan 05.04.09 um 15:57:34


Ersteinmal rege ich mich über mich selbst auf, trotz Kaffee hat es nur zur ersten Halbzeit von den Huskies gegen die Spartans gereicht. Sh**!

Schade das die UConn Huskies nun raus sind, vorallem von Thabeet war ich überzeugt.
Auf´s Finale freue ich mich trotzdem und werde dem Favoriten North Carolina die Daumen drücken. Sie sind einfach ein klasse Team mit unglaublichen Spielern.

Noch was zu den Übertragungen im Netz: Super geiler Service mit einer umwerfenden Qualität. Am Montag werde ich durchhalten, wenn nicht anders möglich auch mit einem Koffein-Schock ;) . Montag-Nacht du kannst kommen...!!!



von Munichs Finest 05.04.09 um 21:06:36


Michigan wird gewinnen, spielerisch sind die Tar Heels überlegen aber genau da wird man sehen wie das Publikum die Spartans tragen wird!

Go Spartans!!



von B-Jay 05.04.09 um 21:19:34


Was Christian versucht zu erklären ist folgendes: Es gibt einmal die Michigan University und einmal die Michigan State University - das sind zwei verschiedene Unis bzw. Mannschaften. Die Michigan Wolverines schauen sich das Finale vom heimischen Sofa aus an, die Michigan STATE Spartans stehen in selbigem.

Und in Detroit ist - wie Chris bereits sagte - keine der beiden Hochschulen beheimatet, wenngleich Michigan State dort ab und zu Heimspiele austrägt.

Ich hoffe es ist jetzt klar, dass Michigan nicht im Finale steht...;-)



von Chris 05.04.09 um 22:18:51


UM war mal in Detroit, aber das ist locker 170 Jahre her.

Und was Michigan/Michigan State betrifft:

Vor zwei Jahren machten viele denselben Fehler schon einmal; da spielten Greg Oden & Co. angeblich für "Ohio" - nah dran, und doch völlig falsch.



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