Jul
07
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Draft Check

Die Senkrechtstarter

Die Saison ist noch jung, und schon gibt es im neuen Crossover-Mockdraft einige Veränderungen. So konnten sich einige Talente ins Rampenlicht spielen. Besonders Jordan Hill, Stephen Curry und Gani Lawal gehören zu den Aufsteigern der bisherigen College-Saison.

Von Florian Lindemann
 30.12.2008 |

Der Crossover-Mockdraft hat einen neuen Spitzenreiter: An der Spitze des Draft-Jahrgangs 2009 befindet sich nun Blake Griffin. In unserer ersten Version thronte noch das spanische Aufbautalent Ricky Rubio auf der Pole-Position. Dieser hatte noch mit einer Verletzung zu kämpfen und greift erst so langsam voll ins Geschehen ein. Griffin dagegen erzielt bisher im Schnitt ein Double-Double mit 23 Punkten und 14,1 Rebounds. Momentan würde ihn - außer vielleicht die Philadelphia 76ers - sicherlich kein Lottery-Team nicht an erster Stelle auswählen.

Auf der Drei folgt James Harden. Er kletterte um zwei Plätze nach oben. Ebenfalls aufwärts ging es für den Center-Spieler der Connecticut Huskies, Hasheem Thabeet, der sich nun statt auf dem achten auf den vierten Platz einreiht. Die erste Fünf komplettiert der Aufsteiger Jrue Holiday.

Plätze verloren haben dagegen vor allem Brandon Jennings, der vom sechsten auf den elften Rang fiel und B.J. Mullens, der zuvor noch in den TopDrei rangiert hatte und jetzt auf die neunte Position abstürzte. Zudem rutscht der vorherige vierte Pick, Demar DeRozan, auf den zehnten Pick ab, und Chase Budinger befindet sich statt auf dem zehnten Platz auf Position 13.

Steil nach oben ging es dagegen für Jordan Hill, der von Position 21 zum potentiellen Nummer-sechs-Pick aufstieg und Stephen Curry, der von 14 auf acht vorrückte. Der höchste Neueinsteiger ist Gani Lawal, der quasi von null auf 14 einstieg. Diese drei Aufsteiger sollen im Folgenden auch etwas genauer unter die Lupe genommen werden.

Stephen Curry: Das Scoring-Wunder

Stephen Curry lief zu Beginn seines dritten Jahres am Davidson College besonders heiß. Er meldete sich im Sommer noch nicht für den Draft an, um seine Aufbauqualitäten zu verbessern und um besser seinen eigenen Schuss kreieren zu können. Nun reiht er sich in die lange Reihe aussichtsreicher Point Guards dieses Jahrganges ein. Die NBA-Scouts machte er bereits mit einigen starken Leistungen auf sich aufmerksam. Gegen Oklahoma am 18. November erzielte er eine neue Karrierebestleistung mit 44 Punkten - trotzdem ging das Spiel verloren. In sieben Spielen in Folge erzielte er immer mindestens 25 Punkte und unterstrich so seine hervorragenden Scoring-Qualitäten. Am 21. November setzte er zudem mit 13 Assists seine Mitspieler gut in Szene und steuerte selbst 30 Punkte zum Sieg gegen Winthrop bei.

Jedoch konnte der junge Aufbauspieler dieses hohe Niveau nicht konstant durchhalten. Gegen Loyola wurde er durch Doppeln komplett aus dem Spiel genommen und erzielte keinen einzigen Punkt. Das war erst das zweite Mal in seiner College-Karriere, dass er nicht zweistellig punktete. Doch obwohl Curry in diesem Spiel individuell nicht glänzen konnte, gewan sein Team und die Strategie von Loyola den Star durch konsequentes Doppeln aus dem Spiel zu nehmen, ging somit nicht auf. Im darauffolgenden Spiel gegen North Carolina State glänzte der Point Guard wieder und führte Davidson mit 44 Punkten zum Sieg. Dabei erzielte er die letzten zehn Punkte seiner Mannschaft, traf einen wichtigen Dreipunktewurf kurz vor Schluss und versenkte zwei wichtige Freiwürfe 4,1 Sekunden vor Ende des Spiels. Am 20. Dezember blieb er dagegen wieder eiskalt und erzielte gegen die Defensive von Purdue nur 13 Punkte bei 26 Wurfversuchen.

Curry durfte auch schon im Madison Square Garden die Sneaker schnüren, allerdings nicht gegen die Knicks, sondern gegen das College-Team von West Virgina. Vor den Augen vieler NBA-Scouts überzeugte er zu Beginn der Partie mit zehn Punkten und fünf Assists, verschwand aber in der Versenkung, als West Virgina ihn unter anderem mit Devin Ebanks verteidigte. In den nächsten 20 Minuten traf er lediglich einen von 14 Würfen. Doch als es darauf ankam, stieg der Aufbauspieler der Wildcats wie ein Phoenix aus der Asche empor, erzielte 13 der letzten 15 Punkten seines Teams, inklusive zwei entscheidende Dreipunktewürfe, und sicherte so den Sieg für sein Team.

Stephen Curry hat äußert großes Potential. Sein Problem ist jedoch die Konstanz. Gegen starke Verteidigungsreihen, die sich auf ihn konzentrieren, hatte er in der bisherigen Saison starke Probleme. Wie das Spiel gegen Purdue zeigte, müsste er in diesen Situationen öfter den Mitspieler anstatt den eigenen Wurf suchen.

Jordan Hill: Der Senkrechtstarter

Der bisher größte Aufsteiger ist eindeutig Jordan Hill. In seinem Junior-Jahr in Arizona hat der Power Forward den größten Schritt von allen Spielern nach vorne gemacht. So erzielte er in den ersten elf Partien 18,9 Punkte, 11,8 Rebounds und 2,7 Blocks pro Partie. Während Hill in seinen ersten beiden Jahre meist unter dem Korb punktete, überzeugt er in dieser Saison auch mit einem verbesserten Mitteldistanzwurf und einem größeren Spektrum an Postmoves, die sein Spiel bereichern. Besonders sein Turnaround-Jumper ist extrem effektiv, da er einen hohen Wurfpunkt hat und so extrem schwer zu blocken ist. Genau dieser Wurf sicherte Arizona Mitte Dezember, 36 Sekunden vor Schluss, den Sieg gegen den hohen Favorit aus Gonzaga.

Hill verkörpert den Idealtypus eines Power Forwards. Seine Länge (2,08 Meter), Athletik und Explosivität erinnern zum Beispiel an Chris Wilcox. Hat er den Ball unter Korb, ist er nur selten aufzuhalten. Defensiv ist seine Fähigkeit, Würfe zu blocken, stark ausgeprägt.

Es scheint, als sei Jordan Hill ein Spätzünder; immer noch wirkt es so, als ob sich sein Spiel noch an seine idealen körperlichen Vorausetzungen anpassen würde. Obwohl er sich in dieser Saison bereits stark verbessert hat, gibt es immer noch Luft nach oben. In der Offensive kann er sein Ballhandling und sein Spiel aus dem Dribbling heraus noch verbessern. Zudem wirkt er in manchen Situationen noch sehr unerfahren und trifft fragwürdige Entscheidungen. Wird er zum Beispiel gedoppelt, passt er zu langsam heraus und verliert zu oft den Ball.

Insgesamt hat sich Jordan Hill in den ersten Monaten der Saison zu einem potentiellen Lottery-Pick entwickelt, vielleicht sogar schon zu einem TopTen-Pick. Spielt er weiter auf diesem Niveau und arbeitet an seinen Schwächen, ist er ein sehr interessanter Kandidat für die NBA.

Gani Lawal: Der Trainertraum

Bereits im Sommer, während des Adidas Nation Camps in Dallas, galt Power Forward Gani Lawal als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für eine große Leistungssteigerung im Sophomore-Jahr - trotz nur sieben Punkten in 17 Minuten Einsatzzeit in der letzten Saison.

Die NBA-Scouts, die ein Auge auf den Mann von Georgia Tech geworfen hatten, wurden bisher nicht enttäuscht. Der 20-Jährige explodierte in seinem zweiten Jahr förmlich und legt bisher durchschnittlich 17,1 Punkte und 9,6 Rebounds auf. Seine geringe Körpergröße von 2,03 Meter gleicht er dabei unter anderem mit einer extrem großen Armspannweite aus, die angeblich 2,16 Meter betragen soll.

Lawals größter Vorteil ist seine Einsatzbereitschaft. Er gibt in jedem Angriff und in der Verteidigung alles und ist somit der Traum eines jeden Coaches. Allerdings verdeckt er so auch einige Schwächen. Seine Bewegungen unter dem Korb und sein Wurf sind noch sehr ausbaufähig. Er ist technisch nicht besonders versiert und hat noch viel Nachholbedarf in diesen Bereichen. Seine Freiwurfquote von nur 49,5 Prozent unterstreicht seine minderen Wurfqualitäten.

Besonders für die NBA muss der junge Forward noch einiges lernen, um offensiv mithalten zu können. Sein Einsatz und seine körperlichen Vorausetzungen sind aber schon auf einem guten NBA-Level. Gani Lawal hat nach momentanem Stand sicherlich gute Chancen, im mittleren Bereich der ersten Runde gedraftet zu werden.




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Kommentare

(28 Kommentare bisher)

von mouthman 30.12.08 um 16:03:42


zu currys null-punkte spiel sollte man aber sagen, dass er in dem spiel gerade mal drei würfe genommen hat. er wurde bei jedem angriff gedoppelt und hat sich irgendwann einfach nur irgendwo hingestellt, seine zwei bewacher mit ihm und der rest hat 4 vs. 3 gespielt. das spiel ging 78-48 für davidson aus.



von florian.li 30.12.08 um 16:22:41


@mouthman: Danke für deine Anmerkung.

Aus dem Spiel genommen wurde Curry trotzdem. Sie haben zwar gewonnen, aber er hat keine Würfe genommen, weil er auch nicht angespielt werden konnte. In der NBA würde eine solche Taktik sicherlich nicht mehr funktionieren, weil die anderen Mitspieler zu stark sind. Im College kann man das vielleicht noch machen.

Du hast Recht, dass die Taktik der Gegner zwar nicht aufgegangen ist und die Wildcats gewonnen haben, aber trotzdem wurde Curry eben aus dem Spiel genommen.



von Bionic Ron Artest 30.12.08 um 17:20:29


Mouthman hat völlig recht, ein Artikel zu diesem Spiel war auch bei Yahoo zu lesen: Der Coach von Loyola hat Stephen nicht einfach nur gedoppelt, er hat 2 Spieler ständig für ihn abgestellt, die ihn an diesem Abend sicherlich auch bis zum Pinkelbecken vefolgt hätten. Von daher kann man schon gar nicht davon sprechen, dass Curry klassisch "aus dem Spiel genommen" wurde, wenn eine solche Taktik zu einer 30 Punkte Klatsche führt! Selbst Kobe Bryant könnte man so limitieren aber nur zum Preis einer hohen Niederlage. Die einzigen die das als gute Defensive gegen einen der besten Scorer der NCAA sehen sind anscheinend Du und der komische Coach, sonst niemand.



von florian.li 30.12.08 um 18:08:08


@ Bionic Ron Artest: Ich habe doch gar nicht gesagt, dass ich diese Defensive für gut befinde. Fakt ist aber, dass diese Curry aus dem Spiel genommen hat. Um welchen Preis und ob diese Verteidigung effektiv ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ich teile eure Auffassungen, dass der Preis für diese Verteidigung zu hoch war. Am Endergebnis sieht man ja auch, dass es nichts gebracht hat.



von Valdez 30.12.08 um 18:17:08


eins vorweg, ich hab nur den artikel gelesen, nicht das spiel gesehen.
bionics comment ist irgendewie für die katz. der bryant vergleich ist nicht nur schlecht sondern auch deplaziert, selbst wnn ihm permanent 2 leute auf den füßen stehen würde bryant noch seine punkte machen.
es geht hier nicht darum, wie das team damit umging, denn teams werden nicht gedraftet, sodern darum was der spieler aus der situation machte und er konnte scheinbar nicht sehr gut damit umgehen.
zudem schrieb der autor auch nicht "klassisch" aus dem spiel genommen, sondern "durch Doppeln komplett aus dem Spiel genommen", das wort "klasisch" gibt der ganzen sache eine andere konnotation, genausowenig schrieb er, dass er es für eine angemessene oder gar gute taktik hält, er hat das spiel einfach als indiz für seine diskontinuität genutzt.

@topic: solider artikel, danke.



von DeShawn_Lübbenson 30.12.08 um 19:20:34


Wenn das Team einen ungefährdeten Sieg bei permanter Überzahl einfahren kann, würd ich genauso wenig schießen wie Curry. Er hat alles richtig gemacht. Den schließlich entscheiden nicht die Punkte, die man gegen ein völlig planlos eingestelltes Team aus Loyola macht, sondern die Fähigkeit erfolgreichen Basketball zu spielen. Hier eine eventuelle Diskontinuität finden zu wollen ist lächerlich, denn das Spiel muss ein Witz gewesen sein. hoher Sieg + wenig Anstrengung ist doch super effizient.

Was anderes: ich finde es ein wenig merkwürdig, dass fast jedes 2. Mockdraftprofil garnicht oder nur unzureichend ausgefüllt wurde. Wie kann man einen Spieler auf eine bestimmte Position setzen, ohne seine Spielweise zu analysieren? und wie enstehen dann die Ranglisten überhaupt? wird da von nbadraft.net und konsorten abgekupfert?



von Bionic Ron Artest 30.12.08 um 19:53:45


Ich denke, Deshawn hat alles richtig beschrieben, da der Autor des Textes die Leistung von Curry in diesem Spiel ganz klar negative bewertet, was leider total abwegig ist.

Zitat: "Jedoch konnte der junge Aufbauspieler dieses hohe Niveau nicht konstant durchhalten. Gegen Loyola wurde er durch Doppeln komplett aus dem Spiel genommen und erzielte keinen einzigen Punkt..." und weiter "Im darauffolgenden Spiel gegen North Carolina State zeigte er wieder ein ganz anderes Gesicht".

Fakt ist aber, dass der Coach von Loyola das Spiel nicht gewinnen, sondern nur Curry einbremsen wollte. Ich mag Tony Kornheiser zwar nicht, aber dieser Ausschnitt zeigt die Situation allerdings deutlich auf:
[youtube.com] bei 0:36 kann man erkennen, wie diese Doppeldeckung ausgesehen hat.

Für Curry und Davidson ging es darum das Spiel im 4:3 zu gewinnen, anstatt ihn dazu zu zwingen gegen 2 Mann irgendwelche Harakiriwürfe zu nehmen. Für mich ist das ein Zeichen für einen Teamspieler par excellence und nicht etwas, das negativ bewertet werden sollte. Und noch eins zu Valdez, aber sorry, du hast nun wirklich keine Ahnung.



von florian.li 30.12.08 um 20:12:57


Die Passage war etwas missverständlich formuliert. Habe das nun geändert und hoffe es wird klarer.

Um nocheinmal zusammen zu fassen: Curry wurde aus dem Spiel genommen und das will ja denke ich auch keiner bestreiten. Die Taktik von Loyola ist absolut nicht aufgegangen. Ich sage ja auch nicht, dass die Spielweise von Curry in dieser Partie falsch war, sie war sogar genau richtig, aber trotzdem konnte er sein Scoring-Niveau nicht halten, auch wenn die Gründe nicht schlechte Wurfauswahl oder schlechte Spielweise waren.

Trotzdem hatte Curry, wie zum Beispiel gegen Purdue große Probleme. Sicherlich ist er ein riesengroßes Talent, dennoch sollte man ihn nicht in den Himmel loben.



von B-Jay 30.12.08 um 20:39:47


@DeShawn: Als verantwortliche Person für den Mockdraft beantworte ich die Frage am Ende deines Kommentars mal: Unfertige Profile bedeuten nicht, dass ich nicht über den betreffenden Spieler, seine Stärken und Schwächen sowie seine Entwicklung informiert bin. Ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten Profile auszufüllen und meine Kollegen versuchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, mich dabei zu unterstützen. Da dies ein Hobby und kein Job ist und wir alle zeitlich limitiert sind, ist es leider (!) kaum möglich zu jedem Spieler ein detailliertes Profil anzufertigen, wenngleich wir dies gerne tun würden. Den Ranglisten liegt dennoch einiges an Analysen und Gedanken zugrunde.

Wenn Leser Hilfe beim Erstellen von Profilen anbieten, sind wir übrigens grundsätzlich offen diese anzunehmen, wenn er ordentlich formulieren kann und sich mit der Materie auskennt.



von Valdez 30.12.08 um 21:49:56


@bionic:
naja, vlt. lernst du die tage mal nen funktionalen link zu posten und ein gespräch zu führen ohne deinem gegenüber irgendetwas in den mund zu legen oder ihn zu diskreditieren...

es geht bei der sache btw. nicht nur ums schießen, er hat so wie ich das verstanden habe de facto nicht mehr am offensivspiel teilgenommen und das ist imo nicht die richtige reaktion(, obwohl richtig ist sich in einem solchen fall offensiv zurückzunehmen, er hat sich imo einfach nur zu sehr zurückgenommen). aber wenn das eigene team deutlich führt würde ich alles dran setzten dem gegner zu beweisen, dass mich selbst seine sinnlosen spielechen nicht daran hindern am spiel teilzunehmen und mein ding zu machen, grade wenn ich als top 10 pick gehandelt werde und "auch" um meine position im draft spiele.
darüber kann man geteilter meinung sein und ich kann das, wie ich bereits anmerkte, auch nur anhand der aussagen hier und des artikes beurteilen, aber das ist nunmal meine meinung.



von Rip#5 31.12.08 um 00:20:28


Im College kann man das vielleicht noch machen.

naja..immerhin mit 30 verloren...



von feng lim x 31.12.08 um 07:17:19


ich verstehe euch nicht, der junge hat doch alles richtig gemacht. stellt euch doch mal eine spielsituation vor, in der eure mannschaft in überzahl ist! warum sollte man denn 2 spieler die gar nicht mehr verdeidigen zurück ins spiel holen und ihnen die möglichkeit für help sites oder def. rebounds geben. was gibt es besseres als eine 4 gegen 3 überzahl. völlig banane ihm das negativ auszulegen.



von PPP 31.12.08 um 09:34:46


@ valdez
du beschreibst den typischen ego-zocker,der denkt: ich bin der größte und nur stats zählen.
es ist schön zu sehen, dass es auch spieler gibt, denen allein das gewinnen wichtig.
basketball gewinnt man immernoch als TEAM.



von Maxe 31.12.08 um 11:24:08


[youtube.com]
die Ami's legen ihm das nicht negativ aus. verständlich!



von maschae 31.12.08 um 12:57:02


Ich gebe euch recht. Allerdings hat der Autor des Textes auch nichts anderes gesagt. Es ist nun mal eine Tatsache, dass er aus dem Spiel genommen wurde, wie auch immer. Es wird ihm ja auch nicht wirklich negativ ausgelegt, sondern viel mehr die schwache Leistung gegen Purdue.

Der Coach von Loyolta hatte wohl auch gar nicht mit einem Sieg gerechnet. Er wollte einfach nur Curry fertig machen. Erinnert bischen an Hack-a-Shaq, nur das diese Taktik funktioniert hat und die gegen Curry nicht.

"We had to play against an NBA player tonight," Loyola head coach Jimmy Patsos explained. "Anybody else ever hold him scoreless? I'm a history major. They're going to remember that we held him scoreless or we lost by 30?"



von *Oscar* 31.12.08 um 13:42:28


Wie kann man als Coach so egozentrisch sein. Ich als sein Spieler würde den Respekt vor ihm verlieren, da er persönlichen Ruhm über den Teamerfolg stellt.
Zu Curry: Ich kenn ihn leider nicht gut genug, aber kann es sein das er ein Spieleryp wie Redick ist, der auf dem College locker 25 bis 30 Pkt macht, aber in der NBA zu einem reinem Schützen mutiert? Inwieweit kann er für sich und andere Würfe kreiiern?
Ansonsten ein guter Artikel wie immer.



von florian.li 31.12.08 um 14:38:49


Also Stephen Curry ist sicher ein viel versprechender Pick als Redick. Dieser ist ja eigentlich Shooting Guard.

Curry ist aber Point Guard. Zwar kann er auch verdammt gut werfen, aber dazu kommen sehr gute Aufbauqualitäten. In diesem jahr blieb er noch ein Jahr auf dem College, um seine Qualitäten als Aufbauspieler zu verbesser sowie die Fähigkeit einen Wurf für sich selbst und andere zu kreieren.

Ein Vergleich mit Redick ist also nicht passend denke ich. Viel mehr erinnert er ein wenig an einen Mike Bibby oder den früheren NBA-Spieler Jeff Hornacek.



von *Oscar* 31.12.08 um 14:46:19


War Jeff Hornacek nicht auch ein SG? Aber wenn Curry eher in Richtung Bibby sprich Aufbau mit Wurfqualitäten geht, ist das eine Bereicherung für die NBA.



von florian.li 31.12.08 um 15:31:19


Hornacek hat in der NBA weitgehend SG gespielt. Auf dem College aber auch PG. Zumindest konnte durchaus auch auf die Eins ausweichen.



von mouthman 31.12.08 um 16:01:58


um noch mal auf das "aus dem spiel genommen" zurückzukommen: wie kann er aus dem spiel genommen werden, wenn er sich wissentlich gar nicht dran beteiligt? ich würde das er aus der perspektive betrachten, dass er mit seiner uneigennützigkeit seine zwei kettenhunde aus dem spiel nimmt und somit das 4-3 und den blowout erst ermöglicht. "aus dem spiel nehmen" bedeutet für mich, einen spieler derart zu limitieren, dass sein anwesenheit auf dem court keinen einfluss auf das endergebnis mehr hat. das war aber ganz und gar nicht der fall.

das bryant-beispiel fand ich eigentlich ganz angebracht. jedes nba-team könnte permanent zwei spieler abstellen, die sich nur um ihn kümmern. die aussichten, damit aber erfolgreich zu sein, tendieren aber gen null. nicht, weil bryant u.u. immer noch seine 10 punkte/spiel machen würde, sondern weil man ihn mit dieser tatktik nicht aus dem spiel nimmt. "aus dem spiel nehmen" und "kein fg zulassen" sind zwei sehr, sehr unterschiedlich sachen.



von Valdez 31.12.08 um 17:22:25


@ppp:
jeder der über den status eines rollenspielers hinauskommen will braucht ein "ego", es ist aus meiner sich aber nicht egoman nochmal offensiv was zu zeigen, wenn das team mit 20 in der schlussphase führt.
für mich hat das aber weniger mit ego zu tun als mit killerinstinkt. die '96 bulls hätten auch einfach die letzten 7 saisonspiele chillen können, aber sie hatten den ehrgeiz es allen zu zeigen und den gegner auch noch zu "demütigen" wenn er schon am boden lag, genau wie die celtics und lakers der 80er. dieser killerinstinkt hat leute wir bird, mj, oder in jüngerer zeit wade oder pp ausgezeichnet und etwas, was z.b. einem yao fehlt, oder ein nash erst mühsam "lernen" musste...

wie gesagt, er hat imo schon richtig reagiert indem er sich offensiv zurückgenommen hat, aber mir persönlich fehlt dann einfach die trotzreaktion.



von mouthman 31.12.08 um 17:35:32


was, wenn nicht eine trotzreaktion war es, sich einfach in die ecke zu stellen und zuzuschauen, wie das eigene team mit +30 gewinnt, während der gegner seine selten dämliche taktik weiterverfolgt?



von consti 31.12.08 um 19:31:28


@Valdez:
1. Hast du curry letztes jahr in der march madness gesehn? Das war die definition von killerinstinkt. Er hat fast nach belieben gescort und sie sind erst gegen Kansas (mit einem Punkt differenz) im Viertelfinale ausgeschieden. Da hat er sein Team als einziger Star getragen und mehrere Favoriten ausgeschalten. Und dort haben sie versucht ihn aus dem spiel zu nehmen aber es war schlicht unmöglich. Sie hätten es sicher geschafft wenn sie 5 gegen curry gespielt hätten aber das ziel sollte ja sein zu gewinnen.
2.Curry macht im moment 35 punkte und 7 assists im Schnitt! Trotz dem 0 punkte spiel.Das hat hier nur niemand erwähnt.



von *Oscar* 31.12.08 um 22:23:42


Weiß einer wie viel Collegespieler in der Geschichte um die 35 ppg und 7ast gemacht haben?




von PPP 01.01.09 um 16:34:34


@ valdez:
ich geb dir durchaus recht , dass man als starspieler ein gewissen ego braucht, aber man muss auch ab und zu wissen, wann man anderen den vortritt lassen muss. als vergleich nenn ich mal die behannten würfe von paxton und steve kerre, bei denen mj die aufmerksamkeit auf sich gezogen, um eben seinen mitspielern den freiraum für den entscheidenden wurf zu geben.
und was verstehst du den bitte unter killerinstinkt? das hat auch nicht unbedingt was mit stats zu tun, oft reicht da ein korb am ende des spiels aus, um den killerinstinkt zu beweisen. man nehme reggie killer-miller als beispiel.



von Suck My Diktiergerät 01.01.09 um 16:52:18


pistol pete *g*



von pistol23 02.01.09 um 17:40:15


da muss ich dir leider wiedersprechen
pistol hatte 44.5 ppg und "nur" 6.2 ast
naja unerreichbar ist er damit aber trotzdem.
hm 35 und 7 könnte Big O aufgelegt haben, aber ich denke nicht das curry mit diesem mann zu vergleichen ist. curry wird in der nba probleme bekommen wenn es gegen größere, aber genauso schnelle spieler geht. ich tippe auf ne karriere als bessere mo williams. was ja auch immernoch verdammt gut ist.
cheers



von mariofour 02.01.09 um 21:34:04


Oscar hatte ziemlich genau 34/7, aber noch 15 Bretter im Schnitt dazu. Der letzte Spieler, der vergleichbare Fabelzahlen aufgelegt hat, war Hersey Hawkins Ende der 80er.



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