Draft 2005

Mockdraft-News vom 8. Juni

Viele Teams könnten ihren Pick traden... Antoine Wright, Roko Ukic und Raymond Felton auf dem Weg nach oben... Chris Taft enttäuscht... Garantien für Channing Frye und Ike Diogu?

Von Christian Neumann
 08.06.2005 |

Bevor die Ergebnisse des Pre-Draft-Camps in Chicago (7. - 10. Juni) demnächst publik gemacht und für etliche Änderungen sorgen werden, verschaffen wir uns einen Überblick über den aktuellen Stand der Dinge.

Die Workouts, in denen die Draft-Kandidaten den verschiedenen NBA-Teams vorspielen, sind im vollen Gange. Jeden Tag kommen Meldungen ans Licht der Öffentlichkeit, dass dieser oder jener Spieler sich hier bewiesen oder dort die Konkurrenz düpiert habe. Ganz unabhängig von diesen Berichten und den daraus resultierenden Gerüchten über Draft-Garantien, Aufsteiger und Versager, wird eines mehr denn je deutlich: In diesem Draft wird es drunter und drüber gehen.

Kaum ein Pick ist davor sicher, getradet zu werden, denn so ziemlich jedes Team denkt darüber nach, seine Draftrechte entweder gegen andere zu tauschen oder ganz und gar abzugeben, wenn dafür etwas Brauchbares zu haben ist. Im selben Maße wie die Draftrechte wechseln auch die zukünftigen Rookies ständig ihre Position in den Mockdrafts, und die Tatsache, dass etliche der hochgehandelten Kandidaten bis jetzt noch offengehalten haben, ob sie überhaupt im Draft bleiben werden, macht die Verwirrung komplett.

So sieht die Situation derzeit in etwa aus:

Die Milwaukee Bucks sind verständlicherweise sehr glücklich mit ihrem Draftplatz und ziehen eigentlich nur die drei Spieler in Erwägung, die so auch zu erwarten gewesen sind: Andrew Bogut, Marvin Williams und Chris Paul. Auch ein Blick auf die Draftwahrscheinlichkeit ergibt diese Reihenfolge. Bucks-GM Larry Harris hat bereits angedeutet, dass sein Team die Rechte am ersten Pick aller Vorraussicht nach behalten wird, und ebenso wahrscheinlich wird der Rookie Andrew Bogut heißen. Allerdings hält sich das Team aus Wisconsin alle Optionen offen, und zu denen gehört auch, statt Bogut den Forward Williams oder den Guard Paul zu wählen. Alle anderen Kandidaten haben dagegen nur krasseste Außenseiterchancen, von den Bucks zum Rookie Nummer Eins gemacht zu werden.

Was plant man in Atlanta?

Während es nur verständlich sein würde, wenn die Wahl der Bucks auf Andrew Bogut fiele, muss die Strategie der Atlanta Hawks doch sehr überraschen: Gerüchten zufolge tendieren die Hawks nämlich zu Marvin Williams ? vorausgesetzt Wunschspieler Bogut landet tatsächlich in Milwaukee ? und nicht zu Point Guard Chris Paul. Jener würde im Backcourt wenigstens eine gravierende Lücke bei den Hawks stopfen, wohingegen Marvin Williams nur den Qualitätsstau auf dem Flügel verstärken würde:

Atlanta ist auf der Position des Small Forwards mit Rookie-Sensation Josh Smith, Lottery-Rookie Josh Childress und dem eigentlichen Star-Forward, Al Harrington, bereits überdurchschnittlich gut besetzt. Doch die Hawks sehen Williams als besten verfügbaren Spieler nach Bogut an und wollen wohl lieber auf Talent draften, anstatt den Kader punktuell zu verstärken. Mit dann vier guten Small Forwards im Team, aber ohne guten Center oder Point Guard, schreit diese Strategie förmlich nach einem Trade.

Wird Portland traden?

Ein solcher droht auch den Portland Trailblazers: Gesetzt den Fall, dass Bogut und Marvin Williams nicht mehr verfügbar sein werden, sind Chris Paul, Deron Williams und Gerald Green die nächsten Kandidaten in der Liste. Keiner dieser Spieler dürfte die Blazers-Offiziellen in Ekstase versetzen, da sie alle ein spezielles Problem haben: Greens Position auf dem Flügel ist bereits gut besetzt (mit Darius Miles, Travis Outlaw u.a.) und Deron Williams dürfte für den dritten Pick nicht gut (bzw.: talentiert) genug sein.

Chris Paul zu wählen, birgt Konfliktpotenzial, da er mit Sebastian Telfair konkurrieren und mit ihm ein sehr unerfahrenes und sehr kleines Point-Guard-Duo bilden würde. Folglich liegt es in Portlands wie in Atlantas Fall nahe, den besten vefügbaren Spieler zu wählen und dann durch anschließende Trades aus der hohen Draftposition Kapital zu schlagen.

Ein Point Guard für New Orleans

Was auch immer die ersten drei Teams tun werden: Die New Orleans Hornets können jeden Spieler gebrauchen, den sie bekommen können. Sei es ein Flügelspieler wie Marvin Williams oder Gerald Green, sei es ein Point Guard wie Deron Williams oder Chris Paul ? was immer nach den ersten drei Picks übrig bleiben wird, kann die Hornets verstärken. Ein ganz heißer Kandidat ist in den letzten Tagen Raymond Felton geworden, dessen Workouts überzeugend gewesen sein sollen. Anders als Deron Williams besitzt Felton eine Schnelligkeit und Athletik wie nur wenige andere NBA-Spieler und könnte daher ein tödliches Fastbreak-Duo mit JR Smith bilden. Interessanterweise würde Smith neben Felton an der Universität von North Carolina gespielt haben, wenn er sich nicht für den direkten Weg aus der High School in die NBA entschieden hätte.

Die Situation in Charlotte und Utah

Die Charlotte Bobcats haben zwei Lottery-Picks (Nummer 5 und 13) und keine Lust auf einen mittelmäßigen Rookie. Deshalb gibt es schon seit längerem Gerüchte, wonach General Manager Bernie Bickerstaff nach oben traden wolle: Die Portland Trailblazers werden immer wieder als aussichtsreichster Kandidat gehandelt, mit der jüngsten Franchise der NBA die Plätze zu tauschen, damit Bickerstaff sich seinen Wunschspieler Chris Paul sichern kann, der mit ziemlicher Sicherheit nicht bis auf Platz 5 durchrutschen wird ? spätestens die Hornets an Position 4 werden bei ihm zugreifen.

Die Draft-Strategie der Utah Jazz an Platz 6 ist noch völlig unklar. Nach ihrer Katastrophensaison müssen sich die Jazz erst einmal orientieren. Am dringendsten benötigt wird ein Point Guard, doch um an Deron Williams oder Chris Paul zu kommen, wird Utah womöglich  traden müssen. Da man zudem noch die Rechte am 27. Pick hält, ist ein Trade der beiden Draftpicks gegen einen höheren durchaus realistisch. Eventuell werden sich die Jazz ebenso wie die an 7 draftenden Toronto Raptors aber auch mit ihrem Schicksal abfinden und das Beste nehmen, was noch zu bekommen ist.

Personalien

Kommen wir von den wichtigsten Teams zu einigen wichtigen Spielern. Gerüchten zufolge soll Channing Frye eine Garantie der Golden State Warriors haben, die einen zuverlässigen Center suchen und bereit sind, einen solchen auch deutlich über Wert zu draften. Dasselbe haben die Toronto Raptors (ohne Erfolg) letztes Jahr mit Rafael Araujo getan. Sollte Frye nicht nach Oakland gehen, dürfte er kaum früher als in der unteren Lottery (Platz 12 - 14) gedraftet werden.

Ebenfalls eine Garantie soll Ike Diogu erhalten haben, und zwar von den Phoenix Suns. Das würde zwar nahe liegen, da der Power Forward ja im selben Staat an die Universität gegangen ist (Arizona State), doch hat sein Vater darauf hingewiesen, dass Diogu noch nicht einmal ein Workout bei den Suns absolviert habe. Apropos Worrkout: Diogu hat mit verschiedenen Teams Termine zum Vorspielen arrangiert, darunter einen am Tag nach der Early-Entry Deadline - ein deutliches Zeichen, dass er es ernst meint und im Draft bleiben will.

Zu den Spielern, die sehr gute Workouts absolviert haben sollen, gehören Julius Hodge (North Carolina State), David Lee und Matt Walsh (beide Florida). Sie können sich sogar Chancen auf die erste Draftrunde ausrechnen. Abermals enttäuscht hat Gerüchten zufolge Power Forward Chris Taft, der im Draft noch mächtig abstürzen könnte. Auch Rashad McCants, der zwei Workouts aus Krankheitsgründen hat abbrechen müssen, droht nach unten durchgereicht zu werden.

Bis zum nächsten Jahr...

Die Gerüchte häufen sich, dass Martynas Andriuskevicius seinen Namen aus dem Draft zurückziehen wird. Da die ersten drei Plätze ziemlich sicher an Bogut, Marvin Williams und Paul vergeben sind, droht der Litauer noch einige Plätze durchzurutschen. Spätestens die New York Knicks an Position 8 würden wohl zugreifen, doch gibt es Zweifel hinsichtlich der NBA-Tauglichkeit des Centers, der noch so jung, so unerfahren und so körperlich schwach ist. Auch 1,8 Punkte und 1,2 Rebounds in der Euroleague sind nicht wirklich beeindruckend. Gerade in einem Draft, der die gröbsten Lücken der einzelnen Teams möglichst schnell und zuverlässig schließen soll, ist Andriuskevicius der falsche Kandidat.

Ebenfalls raus aus dem Draft bewegt sich abermals der Brasilianer Tiago Splitter. Die Vertragssituation mit dessen spanischem Arbeitgeber Tau Vitoria ist zu riskant, als dass der Forward im Draft bleiben könnte. Der Name Maciej Lampe und dessen Absturz aus der ersten Draftrunde im Jahr 2003 ist allen Beteiligten noch zu klar im Gedächtnis. Erst wenn Splitter einen hohen Top-10-Platz sicher hat, wird auch das Problem der Ablösesumme für den 20-Jährigen zu lösen sein, da er diese gemäß NBA-Richtlinien größtenteils allein tragen muss ? und das wird immer schwerer, je weiter man sich von der Draftspitze entfernt, da auch das Rookie-Gehalt mit jeder niedrigeren Draftposition sinkt. 

Weitere Spieler, mit denen in diesem Draft aller Voraussicht nach nicht zu rechnen sein wird, sind:

Ersan Ilyasova. Der Türke ist talentiert und hätte einen Platz in Runde 1 wohl sicher, doch Verletzungen, seine allgemein schwache Physis und fehlende Erfahrung machen einen Rückzieher wahrscheinlich. Der Small Forward wird eine weitere Saison an sich arbeiten und eventuell schon im nächsten ein Lottery-Kandidat sein.

Nemanja Aleksandrov. Der Serbe ist vor zwei Monaten gerade einmal 18 Jahre alt geworden und hat damit noch alle Zeit der Welt. Nach einer durchwachsenen Saison und angesichts des nicht gerade überwältigenden Interesses der NBA-Teams an ihm wird Aleksandrov wohl seine Anmeldung zurückziehen, anstatt sich in diesem Draft mit einem mittleren Erstrundenplatz abzugeben.

Marko Tomas. Ein weiterer Flügelspieler, der wohl schon dieses Jahr die späte erste Runde sicher hätte, aber mit nur 20 Jahren noch viel mehr erreichen kann. Tomas steht vor einem Wechsel zu Real Madrid, weswegen es fast sicher ist, dass er zumindest die kommende Saison noch in Europa spielen wird.

So könnte der Draft nach aktuellem Stand der Dinge ablaufen:

1. Milwaukee Bucks: Andrew Bogut (Center, Utah)
Das ist der Plan, wie man ihn sich in Wisconsin wünscht: Die Bucks küren den Australier Bogut zu ihrem neuen Center, geben Michael Redd einen neuen Vertrag, reintegrieren den wiedergenesenen TJ Ford und machen sich auf den Weg in Richtung Playoffs.

2. Atlanta Hawks: Marvin Williams (Small Forward, North Carolina)
Keiner weiß so recht, was die Hawks vorhaben. Vielleicht wird es aber auch nur ein offener Kampf zwischen Atlantas vier Forward-Talenten (s.o.), von denen die Schwächeren dann getradet werden. Für den Moment könnte Marvin Williams der Backup von Josh Smith werden, sofern es nicht doch umgehend zu einem Trade kommt.

3. Portland Trailblazers: Chris Paul (Point Guard, Wake Forest)
Der beste verfügbare Spieler, den man vorzüglich traden kann, zum Beispiel nach Charlotte. Paul kann sich aber auch mit Telfair die Minuten teilen, wie es 1989 die New York Knicks mit Mark Jackson (Sophomore) und Rod Strickland (Rookie) praktizierten. Allerdings ist ein Trade wahrscheinlicher, wenn Portland nicht sogar gleich auf einen anderen Spieler (Gerald Green?) setzt.

4. New Orleans Hornets: Raymond Felton (Point Guard, North Carolina)
Berichten zufolge soll der UNC-Guard sehr starke Workouts abgeliefert haben. Seine schnelle Spielweise würde sehr gut zum jungen, dynamischen Team der Hornets passen. Deron Williams wäre der sicherere Pick. Da sich die Hornets aber im Umbruch befinden, kommen auch andere Spieler in Frage: Gerald Green, der Risiko-Pick, oder auch Fran Vasquez, der sofort für Punkte und Rebounds sorgen könnte.

5. Charlotte Bobcats: Gerald Green (Shooting Guard, High School)
Achtung, Trade-Gefahr! Bernie Bickerstaff will Chris Paul in North Carolina halten und wird viel dafür tun, ihn zu bekommen. Ein aussichtsreiches Szenario ist ein Trade mit den Blazers, der Gerald Green und die Rechte am 13. Pick gegen den 3. Pick eintauscht, mit dem Portland dann Chris Paul wählen und zu den Bobcats schicken würde. Dass Charlotte den besten verfügbaren Spieler (Green, Vasquez, Antoine Wright, Raymond Felton, Deron Williams) draftet und dann auch behält, ist im Moment eher unwahrscheinlich.

6. Utah Jazz: Deron Williams (Point Guard, Illinois)
Da die Utah Jazz am dringendsten einen Spielmacher brauchen, sind auch sie ein Kandidat für einen Trade, um an Deron Williams oder Chris Paul zu kommen. Zieht Ray Felton jedoch tatsächlich noch an Williams vorbei, wird das nicht nötig sein. Entscheiden sich die Jazz für den besten verfügbaren Spieler, könnte dieser mittlerweile schon Antoine Wright heißen, der in den Workouts bisher mehr an Boden gutgemacht hat als jeder andere Spieler.

7. Toronto Raptors: Antoine Wright (Shooting Guard, Texas A&M)
Wie eben bereits erwähnt, ist Wright der Senkrechtstarter der diesjährigen Vordraft-Phase und hat sich von einem mittleren Erstrundenrookie zu einem Top-10-Kandidaten entwickelt. Zwar hat Toronto Schwächen auf Center und Point Guard, doch sollten sie mit ihrem Lottery-Pick den besten verfügbaren Spieler wählen. Antoine Wright könnte zu Beginn seiner Karriere der erste Scorer von der Bank werden und sich allmählich zum Starter steigern.

8. New York Knicks: Fran Vasquez (Power Forward, Malaga)
Isiah Thomas braucht Erfolge, und er braucht sie jetzt. Risikospieler Chris Taft bleibt schon wegen seines Talents ein Kandidat für die Knicks, ebenso der High-Schooler Martell Webster, doch nur Vasquez bietet sofortige Hilfe im immer noch extrem kleinen Knicks-Frontcourt. Seine Verpflichtung könnte einen der teuren Power Forwards des Teams entbehrlich machen.

9. Golden State Warriors: Channing Frye (Center, Arizona)
Eine sichere Sache? Berichten zufolge haben die Warriors diesem Center eine Garantie gegeben, ihn an Platz 9 zu draften. In Oakland will man den Erfolgskurs der letzten Saison ? 14 der letzten 18 Spiele wurden gewonnen ? schnellstmöglich fortsetzen, und Channing Frye bietet solide Frontcourt-Hilfe ohne große Schnörkel. Allerdings dürfte Frye, wenn sich dieses Gerücht als Ente erweisen sollte, etliche Plätze weiter unten gedraftet werden, da er normalerweise kein Spieler ist, der in die Top-10 gehört.
 
10. Los Angeles Lakers: Chris Taft (Power Forward, Pittsburgh)
Viel hängt davon ab, wer noch verfügbar sein wird: Sowohl einer der drei führenden Point Guards als auch Bigman Fran Vasquez würden den Lakers gut zu Gesicht stehen. Von den verbliebenen Spielern ist kaum einer talentierter als Chris Taft. Angesichts der Tatsache, dass Vlade Divacs Karriere am Ende und Lamar Odom kein Power Forward ist, erscheint Chris Taft als eine vernünftige Option.

11. Orlando Magic: Martell Webster (Shooting Guard, High School)
Webster ist ein talentierter Flügelspieler mit Zukunft, der die Probleme lindern kann, welche die Magic auf der Position des Shooting Guards haben.

12. Los Angeles Clippers: Charlie Villanueva (Small Forward, UConn)
Villanuevas Talent und Vielseitigkeit passen sehr gut zu den Clippers, da er beide Forward-Positionen spielen kann.

13. Charlotte Bobcats: Danny Granger (Small Forward, New Mexico)
Dieser Small Forward ist der richtige Pick, um den soliden Kurs der letzten Saison fortzuführen und dürfte umgehend zuverlässige Leistungen bringen.

14. Minnesota Timberwolves: Roko Ukic (Point Guard, Split)
Bleibt er im Draft? Seine Workouts sollen bisher absolut überzeugend gewesen sein. Als Point Guard könnte er Sam Cassell beerben.

15. New Jersey Nets: Wayne Simien (Power Forward, Kansas)
Ein kräftiger und reboundstarker Power Forward, der mit seinem Halbdistanzwurf für zusätzliche Gefahr sorgen kann. Wie groß ist bei ihm das Verletzungsrisiko?

16. Toronto Raptors: Johan Petro (Center, Pau Orthez)
Die Raptors brauchen einen Center, und Petro ist 2,13m, besitzt Kraft und Athletik. Der Franzose ist zudem erst 19 Jahre alt und einer der talentiertesten Spieler in diesem Draft.

17. Indiana Pacers: Joey Graham (Small Forward, Oklahoma State)
Graham kann den Platz von Reggie Miller einnehmen und seine bereits gute Verteidigung noch verbessern, wenn er von Ron Artest lernt.
 
18. Boston Celtics: Jarrett Jack (Point Guard, Georgia Tech)
Jack ist ein solider Point Guard, der Sicherheit für den Fall bietet, dass Gary Payton das Team verlässt. Außerdem sollte er die Defensive der Celtics aufwerten.

19. Memphis Grizzlies: Rudy Fernandez (Shooting Guard, Badalona)
Die Grizzlies wollen ihren Pick loswerden. Behalten sie ihn doch, könnten sie einen Spieler wählen, der Kader und Salary Cap nicht sofort belastet. Fernandez könnte zum Beispiel noch eine Saison in Spanien bleiben.

20. Denver Nuggets: Sean May (Power Forward, North Carolina)
May kann helfen, den Frontcourt zu stabilisieren, falls Nene gehen und/oder Marcus Camby sich wieder verletzen sollte. Auch ein Shooting Guard ist hier denkbar.

21. Phoenix Suns: Hakim Warrick (Small Forward, Syracuse)
Die Athletik und Spielweise dieser Spar-Version von Shawn Marion passen exzellent zum System der Suns. An Platz 21 kann Phoenix dieses Jahr kaum passender draften.

22. Denver Nuggets: Rashad McCants (Shooting Guard, North Carolina)
Behalten die Nuggets beide Picks, könnte einer für einen Shooting Guard verwendet werden. Rashad McCants ist da ein guter Kandidat, da er Athletik und einen guten Wurf mitbringt.

23. Sacramento Kings: Monta Ellis (Shooting Guard, High School)
Ellis ist ein talentierter und explosiver Scorer, der als Backup von Cuttino Mobley von diesem lernen könnte. Ein Pick für die Zukunft.

24. Houston Rockets: Ike Diogu (Power Forward, Arizona State)
Die Rockets brauchen einen Power Forward, der neben und für Yao Ming reboundet und mit vollem Einsatz kämpft. Das ist quasi die Definition von Ike Diogu.

25. Seattle Supersonics: Andray Blatche (Power Forward, High School)
Blatche ist der talentierteste noch verfügbare Spieler und könnte den Frontcourt der Sonics athletischer machen. Ein Spieler für die Zukunft.

26. Detroit Pistons: Francisco Garcia (Shooting Guard, Louisville)
Garcias Spielweise als Guard-Version von Tayshaun Prince passt bestens zu den Detroit Pistons, die auch nächstes Jahr um den Titel mitspielen wollen.

27. Utah Jazz: Kennedy Winston (Shooting Guard, Alabama)
Winston bietet den Distanzwurf, den die Jazz all zu oft vermissen gelassen haben. Auch ein Point Guard wie Travis Diener, Salim Stoudamire oder Daniel Ewing ist hier eine Überraschungs-Option.

28. San Antonio Spurs: Ronny Turiaf (Power Forward, Gonzaga)
Die Spurs können einen hart arbeitenden Power Forward gebrauchen, den sie seit dem Abgang von Malik Rose nicht mehr haben. Turiaf erfüllt diese Kriterien.

29. Miami Heat: Ryan Gomes (Small Forward, Providence)
Gomes ist vielseitig genug, um den Heat mal auf dem Flügel und mal unterm Korb zu helfen. Auch ein Julius Hodge ist hier denkbar.

30. New York Knicks: Julius Hodge (Shooting Guard, NC State)
New Yorks Pick wird davon abhängen, wer noch verfügbar sein wird. Julius Hodge wäre wegen seiner Vielseitigkeit eine Option, um den Knicks-Backcourt zu entlasten.




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Kommentare

(9 Kommentare bisher)

von KillerHornet 08.06.05 um 20:00:14


und vor drei Wochen noch mit mir über Andriuskevicius, Deron Williams und Ray Felton streiten.

Schönes Gefühl mal etws vor den anderen gewusst zu haben...



von Christian Neumann (Crossover-Online) 08.06.05 um 20:08:13


Was hast du denn vorher gewusst? Dass Ray Felton als besser angesehen wird, wie du vor zwei Wochen behauptet hast?

Das ist bis vor ein paar Tagen bei der Mehrheit der Experten aber nicht der Fall gewesen. Erst seit seinen überzeugenden Workouts der letzten Tage ist Felton auf dem Höhenflug, und dass er tatsächlich an Deron Williams vorbeizieht, ist alles andere als sicher.

Also immer schön langsam; da kann noch viel passieren... ;)



von blödeldödel 09.06.05 um 09:52:17


Die Chancen, dass Diogu sich meldet stehen 50/50, laut seinem Vater kehrt er ans College zurück.
Aber wenn er im Draft bleibt, dann ist er wohl eher ein Lottery Pick, als an 24!



von Christian Neumann (Crossover-Online) 09.06.05 um 13:37:54


Offen gesagt: Diogus Vater erzählt viel, wenn der Tag lang ist. Woher hast du, dass Diogu evtl. ans College zurückwolle? Das hat der Spieler selbst gesagt, nicht der Vater, im Gegenteil:

Diogu sr. hat erst neulich behauptet, sein Sohn gehe sicher in die NBA, woraufhin dieser ihn im persönlichen Gespräch gemaßregelt haben soll. Es steht wirklich 50:50; da ist noch nichts entschieden.

Dass Diogu als Lottery-Pick (also 14 aufwärts) gehandelt werde, ist mir jedoch neu. Abermals frage ich mich, wo du das her hast.



von Mario 09.06.05 um 13:43:52


Ich denke, Diogu sollte in die NBA gehen. Er hat sich statistisch in den letzten zwei Jahren am College kaum verbessert, was hauptsächlich daran liegt, dass er dauernd von mindestens zwei, wenn nicht drei Verteidigern gedeckt wird.

Also sollte er m.E. den Draft wahrnehmen, zumal er nächstes Jahr auch keine besseren Chancen hätte als dieses Jahr. Ich rechne aber auch damit, dass er so zwischen 18 und 25 weggeht, wenn er im Draft bleibt.



von blödeldödel 09.06.05 um 17:19:39


dass Diogu ein potentieller Lottery Pick ist vielmehr meine persönliche Meinung. Es scheitert eben nur daran, dass sein Typ Spieler in der forderen Regionen nicht gefragt ist, wobei den Magic ein solcher Spieler sehr stehen würde. Seine unglaubliche langen Arme gleichen wohl eher seine Größennachteile aus und laut den Camps soll er eher in Richting 6-9 gehen(mit Schuhen, als in Richtung 6-7).
Ich denke Diogu wird nen sehr gestandener NBA Starter.



von theGegen 09.06.05 um 22:03:54


Wenn die Nets schon nicht Sean May draften, dann könnte Diogu auch schon an 15 weggehen.
Er hat ein workout bei den Nets und passt vom Anforderungsprofil. Vielleicht eher als Simien, der als Soforthilfe fragwürdig ist.
Andere Option der (meiner - hihi) Nets: ein shooter für die Bank, falls sie schon feste Free-Agent-Pläne mit ihren exceptions haben (Marshall, Songaila).
Monta Ellis bspw. hat in einem Solo-workout beeindrucken können.

Das sind so die news und Fingerzeige, die ich (aus eigenen und US-Nets-Foren Meinungen) bekommen habe.



von Christian Neumann (Crossover Online) 10.06.05 um 03:26:15


Klingt logisch, was du schreibst. Allerdings ist das ja auch das Schöne - bzw: für Mockdraft-Ersteller: Schwierige - an diesem Draft: Auf fast jeder Position, an fast jedem Draftplatz gibt es mehrere, absolut gleichwertige Optionen. Ich sage nur May oder Simien oder Diogu oder vielleicht doch ein Anderer? Ich sehe generell Simien leicht im Vorteil, weil er besser aus der Halbdistanz ist (wichtig für die Nets), doch das Verletzungsrisiko gleicht das wieder aus. Und wer sagt uns, dass am Ende nicht ein Point Guard für die Bank (Ukic, Jack) oder gar der talentierteste verfügbare Spieler (Ellis, Fernandez) gedraftet wird?

Da hilft es nur, aufmerksam den Gerüchten zu lauschen, so vielfältig sie seien mögen.



von theGegen 10.06.05 um 09:30:53


Ein PF, der seine Halbdistanzwüfe trifft, wäre wirklich schön für die Nets. Ich möchte keine Backsteine von Collins als Not-PF mehr sehen.
Wenn Lawrence Frank nicht irgendetwas gegen Train Williams gehabt hätte, wäre die Not der Nets nicht ganz so schlimm jetzt...

Ein reiner PG für die Bank ist nicht unbedingt nötig. Wir können Vaughn weiterverpflichten oder vielleicht macht Planinic mal so etwas wie einen Fortschritt. Für die paar Bankminuten von Kidd braucht es keinen "ganzen" Spieler. Eher wäre ein PG/SG denkbar. Also ein zu kurz geratener Shooter (Ellis oder für Runde zwo Stoudamire) oder Rudy Fernandez als grosser PG, der auf SG ausweichen kann.



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