Zach Randolph
Wie Zach Randolph zum Helden wurde
Noch vor nicht allzu langer Zeit galt Zach Randolph als unverbesserlicher, kleinkrimineller Egozocker mit Hang zum Übergewicht. Nicht etwa Schlagzeilen über sportliche Leistungen, sondern über private Eskapaden zierten die Titelblätter. Nun scheint es, als habe der 30-Jährige aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. „Z-Bo“ ist endlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Memphis und Randolph – das passt einfach.
Von Daniel George |
02.11.2011 | |
„Er ist der beste Power Forward der Liga!“
Soeben haben die Oklahoma City Thunder Spiel eins der Western Conference Semifinals gegen die Memphis Grizzlies mit 101:116 verloren. Kevin Durant ist dementsprechend frustriert. Denn auchein Double-Double des zweimaligen NBA Scoring-Champions konnte die bittere Auftaktniederlage vor heimischem Publikum nicht verhindern. Auf der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Spiel stellt sich Durant dennochden Journalisten. Sein Blick richtet sich nach unten, der schwarze Anzug passt zur Gemütslage. Angesprochen auf die Leistung von Memphis` Power Forward Zach Randolph (persönliche Playoff-Bestleistung mit 34 Punkten, zudem zehn Rebounds), schüttelt er nur den Kopf: „Du kannst ihn nicht stoppen. Du kannst ihn zwingen schwierige Würfe zu nehmen, aber wenn er diese trifft, ist es nahezu unmöglich ihn zu stoppen. Er ist ein Tier“, sagt Durant, ehe die endgültige Adelung folgt: „Ich denke,Zach Randolphist der beste Power-Forward der Liga.“
Zach Randolph der beste Power Forward der besten Basketballliga der Welt? Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre Kevin Durant für diese Aussage nur belächelt worden. Nun nimmt man seine Worte ernst. Denn „Z-Bo“ wurde vom egozentrischen„Jailblazer“ zum akzeptierten Anführer einer ambitionierten Franchise. Und spätestens seit den Playoffs 2011 spricht niemand mehr über fehlende Athletik oder private Probleme. Zach Randolph wird – nach zehn Jahren in der NBA – anerkannt und respektiert. Doch der Weg dahin war weit und steinig.
Ein zweifelhafter Ruf
Am 16. Juli 1981 in Marion, Indiana geboren, spielt Randolph zunächst für die heimische Marion Highschool unter dem Head Coach Moe Smedley. In seinem Senior-Jahr führt er die Giants zu ihrer siebten Staatsmeisterschaft. Bei der prestigeträchtigen Wahl zum „Mr. Basketball“ im Jahr 2000 belegt er den zweiten Platz, knapp hinter seinem späteren Knicks-Teamkollegen Jared Jeffries. Glaubt man Moe Smedley, waren sportliche Leistungen dabei nicht entscheidend: „Zach hatte einige Probleme abseits des Feldes und wurde während seines ersten Jahres kurzzeitig vom Spielbetrieb ausgeschlossen“, erzählte der damalige Giants-Coach vor einiger Zeit der New York Times. „Außerdem hatte Jared Jeffries der Universität von Indiana bereits eine Zusage erteilt, während Zach nach Michigan ging. Es war eine politische Entscheidung.“ Ein Rückschlag, der nicht überraschend kam.
Denn bereits zu Highschool-Zeiten trat der junge Randolph mit dem Gesetz in Konflikt, musste mehrmals in Jugendarrest und wurde – wegen des Verkaufs einer gestohlenen Waffe –sogar zeitweilig vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Zach Randolph genoss schon damals einen zweifelhaften Ruf. Seiner sportlichen Karriere tat diesaber keinen Abbruch.
Nach nur einem Jahr an der Michigan State University – der damals 19-Jährige erzielt durchschnittlich 10,8 Punkte und 6,7 Rebounds in 33 Spielen – und dem Einzug ins NCAA Final Four meldet sich Randolph 2001 zum Draft an. Während Spartans-Teamkollege Jason Richardson an fünfter Stelle gezogen wird, muss sich„Z-Bo“zunächst gedulden. Die General Manager wissen um seine problematische Vergangenheit – er gilt als Risiko-Pick. Big Men wie Kwame Brown (Nummer-eins-Pick), Eddy Curry (#4) oder DeSagana Diop (#8) dürfen sichweit vor Randolph das jeweilige Franchise-Cap aufsetzen. Schließlich wählen die Portland Trail Blazers den 2,06 großen Power Forward an 19.Stelle. Auf nach Portland, Oregon!
In bester Gesellschaft
Wie sich bald herausstellt, ist „P-Town“ zu dieser Zeit nicht der beste Ort für einen Liganeuling. Die Blazers schreiben eine Schlagzeile nach der anderen. Allerdings keine sportlichen. Das Team, das später als „Jailblazers“ in die Geschichte eingeht, gleicht einem Scherbenhaufen. Das Strafenregister scheint schier unendlich: Rasheed Wallace, Qyntel Woods und Damon Stoudemire werden mit Marihuana erwischt. Woods veranstaltet zudem illegale Hundekämpfe und wird wegen Tierquälerei angezeigt. Bonzi Wells provoziert die eigenen Fans, und Ruben Patterson muss sich vor Gericht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten. Die kriminellen Aktivitäten der Kollegen beeinflussen auch Randolph. In einer Schlägerei mit Mitspieler Ruben Patterson bricht er diesem das Jochbein. Randolphs Bruder schießt in einem Nachtclub auf drei Personen, „Z-Bo“ wird später der Mithilfe bezichtigt. Hinzu gesellen sich die fast schon obligatorischen Rauschgiftvergehen. Seine ohnehin nicht weiße Weste trübt sich zusehends.
Ungeachtet der privaten Querelen folgt in der Spielzeit 2003/04 der sportliche Durchbruch. Rasheed Wallace verlässt im Februar 2004 Portland, der bisherige Reservist Randolph rückt ins Rampenlicht. Die Nummer 50 der Blazers steigert sich in nahezu allen Kategorien, erzielt im Schnitt mit 20,1 Punkten und 10,5 Rebounds ein Double-Double, verpasst lediglich eine Partie der regulären Saison und gewinnt am Ende den „Most Improved Player Award“ – belohnt wird er mit einem Monstervertrag über sechsJahre und 84 Millionen Dollar. Die individuelle Statistiken stimmen, doch der mannschaftliche Erfolg bleibt aus: Erstmals seit 22 Jahren verpasst Portland den Playoff-Einzug.
Die kommenden Spielzeiten verlaufen ähnlich. Randolph bringt seine Leistung, spielt eine beeindruckende Saison 2006/07 (23 PpG, 10 RpG), aber die Bilanz des Teams verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. Zudem bleiben Eskapaden im Privatleben nicht aus: wilde Partys, Vorwürfe wegen sexueller Belästigung oder illegaler Hundekämpfe. Das Maß ist voll. Im Jahr 2007 entscheidet sich das Management der Trail Blazers endgültig für einen Neuanfang – ohne Zach Randolph, der wird zu den Knicks geschickt. Blazers-Besitzer Paul Allen sagt später, der Trade Randolphs sei das Ende einer Ära gewesen, die niemand in Portland jemals vermissen würde.
Eastcoast und Westcoast
Im „Big Apple“ empfangen die Verantwortlichen den „Bad Boy“ hingegen mit offenen Armen. Gemeinsam mit Eddy Curry und Stephon Marbury soll der damals 26-Jährige dem Madison Square Garden neues Leben einhauchen. So zumindest der Plan von Coach Isiah Thomas – er scheitert kläglich. Point Guard Marbury gerät mit Thomas aneinander, sogar die Fäuste fliegen. Der Frontcourt, bestehend aus Curry und Randolph, leidet am Hang zum Übergewicht. „Z-Bo“ glänzt zudem durch nicht vorhandene Verteidigung, schlechte Wurfauswahl und die Unentschlossenheit zu passen. Nach enttäuschenden 17,6 Punkten pro Partie folgt im November 2008 der Trade nach Los Angeles: Cuttino Mobley und Tim Thomas wechseln zu den Knicks, Mardy Collins und Randolph im Gegenzug zu den Clippers.
Es passt zur bisherigen Karriere des Zach Randolph, dass in Los Angeles nicht etwa seine starken Statistiken (20,9 PpG, 9,4 RpG, 2,3 ApG), sondern ein gewalttätiger Zwischenfall im Gedächtnis bleibt. Während der 100:140-Niederlage der Clippers gegen die Phoenix Suns kommt es zum Eklat: Randolph und Suns-Forward Louis Amundson kämpfen um den Rebound, Amundson geht zu Boden. Nachdem er wieder aufsteht, schlägt Randolph ihn mitten ins Gesicht. Später bestreitet der Clipper einen Schlag abgegeben zu haben: „Ich habe ihn nur weggeschubst. Wenn ich ihn geschlagen hätte, wäre er nicht wieder aufgestanden.“ Der Übeltäter wird anschließend für zwei Spiele gesperrt.
Doch bald werden Hintergründe bekannt, die das Geschehen in ein völlig neues Licht rücken: Kurz vor der Partie erhielt Zach Randolph die Nachricht, dass sein Vater ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Die Sperre ermöglichte es„Z-Bo“, seinen Vater zu besuchen. „Ich denke nicht, dass Zach ein Bad Guy ist, und jeder der ihn kennt weiß, dass er kein Bad Guy ist“, findet sogar der damalige Suns-Interims-Coach Alvin Gentry gegenüber ESPN aufbauende Worte.„Natürlich ist es unglücklich, dass so etwas passiert. Aber ich wünsche Zach nur das Beste, es ist momentan eine schwierige Situation für ihn.“ Nicht nur für ihn. Die Clippers beenden die Saison mit einer Schreckensbilanz von 19 Siegen und 63 Niederlagen auf dem 14. Platz der Western Conference. In Erwartung von Überathlet Blake Griffin muss Randolph weichen. Es ist erneut Zeit für einen Tapetenwechsel. Diesmal führt der Weg nach Memphis, Tennessee.
Vom Bad-Boy zum All-Star
Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag wechselt Zach Randolph am 17.Juli 2009 offiziell im Tausch für Quentin Richardson zu den Grizzlies – im Nachhinein wohl das größte Geburtstagsgeschenk. „Wir sind froh einen Spieler von diesem Kaliber verpflichtet zu haben“, sagt Memphis' General Manager Chris Wallace auf insidehoops.com über den Trade. „Zach ist einer der besten Low-Post-Scorer der Liga und eine Macht am Brett. Außerdem bringt er die dringend benötigte Erfahrung ins Team.“ Denn in Memphis wartenjunge, ambitionierte Mitspieler: Mike Conley (Foto, 21 Jahre), O.J. Mayo (21), Rudy Gay (22) und Marc Gasol (24) bilden den Kern der Mannschaft. Talent ist vorhanden, Coach Lionel Hollins sucht einen erfahrener Anführer. Allerdings bezweifeln viele Experten, dass „Z-Bo“ diese Rolle ausfüllen kann. So titelt SLAM Online nach dem Wechsel: „Zach Randolph ist jetzt Memphis' Problem.“ Zu sehr hat sich das Bild des unverbesserlichen, trainingsfaulen Defensivallergikers in die Köpfe der Kritiker eingebrannt. Zu unwahrscheinlich scheint eine Einstellungsänderung.
Doch der 28-Jährige trainiert so hart wie nie zuvor, verliert neun Kilogramm seines Körpergewichts, gewinnt zeitgleich an Beweglichkeit und Kondition. Der „neue“„Z-Bo“ startet in 81 Spielen, besticht durch bessere Wurfauswahl (48,8% FG) und liefert im Schnitt ein Double-Double (20,8 PpG, 11,7 RpG). Seine Passqualitäten verbessern sich ebenso wie seine Defensivmentalität. Ein sensationeller Verteidiger ist Randolph noch immer nicht, doch er stellt sich in den Dienst der Mannschaft, kämpft für den kollektiven Erfolg. Die fehlende Athletik macht er durch Einsatzbereitschaft und ein ansehnliches Arsenal an Post-Moves wett. Zudem verzichtet der vermeintliche „Bad-Boy“ auf private Fehltritte und lässt sein Spiel für sich sprechen.
Die NBA-Coaches honorieren diese Entwicklung und nominieren ihn für das All-Star Game 2010. Ein Zeichen der Anerkennung. Vor 108.713 Zuschauern in Dallas genießt „Z-Bo“ sein All-Star-Debüt sichtlich. Zurück im Ligaalltag läuft es weniger euphorisch. Die Grizzlies beenden die Spielzeit auf Platz zehn der Western-Conference und verpassen die Postseason um Haaresbreite. Kein Beinbruch, denn den Zenit der Leistungsfähigkeit hat das junge Grizzlies-Team zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht erreicht.
Die Playoffs 2011: eine „Cinderella Story“
Die Spielzeit 2010/11 steht für die Grizzlies und Zach Randolphunter besonderen Vorzeichen: Die Franchise feiert zehn Jahre NBA-Basketball in Memphis, „Z-Bo“ das zehnte Jahr als Basketballer in der NBA. Und beide sind in der Jubiläumssaison erfolgreicher denn je. Zunächst müssen jedoch bittere Rückschläge verarbeitet werden: Nach der Premiere im Vorjahr wird Randolph trotz achtbarer Leistungen (20,1 PpG, 12,2 RpG, 2,2 APG, 50,3% FG) und der Ernennung zum Spieler des Monats des Westens im Januar nicht für das All-Star Game 2011 berücksichtigt. Die Entscheidung führt zu brisanten Diskussionen. „Was ich an Zach mag ist, dass er über die Jahre hinweg gereift ist. Er war schon immer jemand, der jeden Abend 20 Punkte und zehn Rebounds auflegen konnte“, erklärt etwa Cavaliers-Coach Byron Scott der Zeitung „The Plain Dealer. „Außerdem ist er in den vergangenen Jahren ein besserer Team-Player geworden. Es gab Zeiten, da war er ein ziemlich egoistischer Spieler. Jetzt sucht er den Pass und den freien Mitspieler. Das macht ihn noch gefährlicher.“
Doch anscheinend teilen nicht alle NBA-Coaches diese Auffassung. „Z-Bo“ lässt sich von der Nicht-Nominierung nicht aus der Bahn werfen; viel schwerer wiegt da die Schulterverletzung von Rudy Gay (Foto) kurz vor dem Ende der regulären Saison. Als Ersatz kehrt Shane Battier zurück an alte Wirkungsstätte. Doch die Grizzlies verkraften den Rückschlag und sichern sich den achtenPlatz im Westen (46 Siege, 36 Niederlagen) und ziehen auch ohne ihren Franchise-Player Gay in die Postseason ein. Randolph, der zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder in den Playoffs steht, muss nun noch mehr Verantwortung übernehmen. In Runde eins warten immerhin die San Antonio Spurs. Die Ausgangslage könnte deutlicher nicht sein: Die Texaner– viermaliger NBA-Champion, seit 14 Jahren durchgehend in den Playoffs – gelten gegen die in den Playoffs bisher sieglosen Grizzlies, bei denen Coach Hollins sowie acht Spieler zum ersten Mal in der Postseason stehen, als klarer Favorit.
Doch schon in Spiel eins stellt der Außenseiter die Machtverhältnisse auf den Kopf. Im heimischen AT&T Center ist San Antonio machtlos gegen die dominanten Big Men der Grizzlies: Marc Gasol und Zach Randolph erzielen gemeinsam 49 Punkte, holen 23 Rebounds und sichern den ersten Playoff-Sieg der Franchise aus der Elvis-Stadt. Der Grundstein ist gelegt. Und auch die 87:93-Niederlage in der zweiten Partie bringt die Grizzlies nicht vom Weg ab. Die Serie ist ausgeglichen, alles scheint möglich. Das denkt sich auch Zach Randolph, als er 45 Sekunden vor Ende des dritten Spiels hinter der Drei-Punkte-Linie im FedExForum steht. „Z-Bo“ feuert den Ball in Richtung Korb. Wenig später schüttelt Gegenspieler Tim Duncan den Kopf, Memphis hingegen feiert den 91:88-Sieg der Grizzlies.
Memphis geht zwei Tage später sogar mit 3-1 in Führung und kann die Serie bereits im fünften Aufeinandertreffen beenden – das misslingt. Doch zurück in Memphis folgt die Entscheidung. Das sechste Spiel zeigt endgültig: Zach Randolph ist nicht mehr der trainingsfaule Egozocker vergangener Tage. Nun übernimmt „Z-Bo“ Verantwortung für sein Team, erzielt 17 Punkte im letzten Viertel, kann insgesamt 31 Zähler und elf Rebounds verbuchen und zieht mit Memphis in die nächste Runde ein. Das FedExForum bebt. Die Fans bejubeln Zach Randolph, den Anführer der Grizzlies und den Helden einer ganzen Stadt. „Ich liebe Memphis, und Memphis liebt mich“, erklärt der Gefeierte nach der Partievor den ESPN-Kameras. „Mir wurde in meinem Leben nie etwas geschenkt, und dieser Stadt wurde nie etwas geschenkt. Das passt einfach.“ Der Mann mit dem Stirnband ist endlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Umgeben von hungrigen Mitspielern, die als Einheit agieren, beweist er Führungsqualitäten. Geschätzt von Verantwortlichen und Fans bringt er Bestleistungen und strotzt vor Selbstbewusstsein. Und er trägt die Memphis Grizzlies zum ersten Mal in der Franchise-Geschichte in die zweite Runde der Playoffs – die „Cinderella Story“ der Playoffs 2011.
„Z-Bo, Z-Bo, Z-Bo!“
In Runde zwei warten die Oklahoma City Thunder. Und wieder dominieren Gasol (Foto, 20 Punkte, 13 Rebounds) und Randolph (34 Punkte, zehn Rebounds) unter den Körben und führen ihre Mannschaft zum Auftakterfolg in „OKC“. Abwechselnd gewinnen beide Teams anschließend die Begegnungen. Spiel zwei geht an die Thunder, im dritten Aufeinandertreffen überzeugt „Z-Bo“ mit 21 Punkten und 21 Rebounds – die Grizzlies gehen in Führung. Nach dreifacher Verlängerung im FedExForum entscheiden Kevin Durant und Co. schließlich die vierte Partie zu ihren Gunsten. Die Serie bleibt auch weiterhin ausgeglichen. Im entscheidenden siebten Spiel hat Memphis die Möglichkeit,den Playoff-Lauf mit dem sensationellen Einzug in die Western Conference Finals die Krone aufsetzen.
Doch die Mannschaft von Coach Lionel Hollins scheitert und muss nach der 90:105-Niederlage in Oklahoma enttäuscht den Heimweg antreten. Am Flughafen von Memphis angekommen, werden die Grizzlies allerdings keineswegs wie Verlierer empfangen. Enthusiastisch feierndie Fans ihre Mannschaft und sind stolz auf die unglaublichen Erfolge. Dann steigt Zach Randolph, der in den Playoffs 2011 im Schnitt 22,2 Punkte und 10, 8 Rebounds sammelte, aus dem Flugzeug. „Z-Bo, Z-Bo, Z-Bo!“ schallt es aus der Menge.Randolphwinkt nur kurz.Wenige Stunden nach dem bitteren Ausscheiden ist die Enttäuschung über die verpasste Chance einfach zu groß.
Die Anhänger sind trotzdem stolz und würdigen Zach RandolphsVerdienste ebenso wie die Verantwortlichen: Bereits nach dem ersten Playoff-Sieg gegen San Antonio verlängern die Memphis Grizzlies den Vertrag mit dem mittlerweile 30-jährigen Power Forward über vier Jahre und 71 Millionen US-Dollar. Der Lohn für die „Cinderella Story 2011“. Der Lohn für die Wandlung vom schwarzen Loch zum Helden einer ganzen Stadt. Memphis und Zach Randolph – das passt einfach.
Eigentlich ein schönes Ende der Geschichte. Wäre da nicht die Frage: Wie nachhaltig sind die Veränderungen? Der anhaltende Lockout verhindert eine zeitnahe Antwort. Alles scheint möglich. Sicher ist nur: Die Geschichte von Zachary Randolph aus Marion, Indiana hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Doch vorbei ist sie noch längst nicht.






von Raquel 03.11.11 um 13:16:58
Man bedenke: Durant traf diese Aussage BEVOR er gegen Dirk spielte... ;)
von RedWater 03.11.11 um 13:51:29
Die Jailblazers waren schon eine Attraktion. Isaiah Rider war sowas wie das Aushängschild dieser Truppe, ehe Randolph ihn beerbte.
Ich mag Z-Bo's Spiel. Für mich mit Griffin, der beste klassische Power Forward der Liga.
von Milo$ 10.11.11 um 12:07:01
NaCH Amare der beste Z-Bo
von ca$hmoney 10.11.11 um 14:02:38
Z-Bo aka Major Weight Pusher;). Definitiv top 5PF aktuell und Memphis hat mal richtig gute Jahre vor sich, wenn man das Team zusammenhalten kann: Z-Bo, Gasol, Gay, Mayo, Conley, Allen, Young, Arthur, Battier ->Hammer.