Trades
Vier gewinnt
Als erstes von ESPN-Insider Chad Ford vermeldet, später von der Liga bestätigt: Am gestrigen Abend fand der vielleicht spektakulärste Trade der bisherigen Offseason statt. Verlierer gab es in Houston, Indiana, New Jersey und New Orleans (neu: Trevor Ariza, Foto) dabei keine.
Von Jan Karon |
12.08.2010 | |
In einem Trade zwischen vier Teams wechselten fünf Spieler die Trikots. Dabei erhielten die New Orleans Hornets Trevor Ariza von den Houston Rockets und gaben im Gegenzug Point Guard-Talent Darren Collison im Paket mit James Posey an die Indiana Pacers ab. Die wiederum tradeten Power Forward Troy Murphy nach New Jersey. Durch einen Wechsel Courtney Lees von den Nets nach Houston wurde der Spielertausch komplettiert. Die Suche nach Beweggründen zwischen finanziellen Vorteilen, Forderungen eines Superstars, Unruhestiftern und passenden Ergänzungen – eine Analyse.
New Orleans Hornets
New Orleans tradet: Darren Collison (PG, 12,4 PpG, 5,7 ApG, 2,5 RpG, 2,7 TpG, 47,7 % FG in der letzten Saison), James Posey (SF, 5,2 PpG, 4,3 RpG)
New Orleans bekommt: Trevor Ariza (Foto, SF, 14,9 PpG, 5,6 RpG, 3,8 ApG, 1,8 SpG, 39,4% FG)
Der erste Trade des neuen General Managers Dell Demps stellt einen sofortigen Paukenschlag für die Franchise aus Louisiana dar. Nach langwierigen Diskussionen um einen Verbleib des Superstars Chris Paul, der sofortigen Erfolg und Verstärkungen des Teams forderte, musste nun Point Guard-Talent Darren Collison im Paket mit James Posey die Hornissen verlassen.
Das mag auf den ersten Blick nicht ersichtlich sein, da Collison im vergangenen Jahr in verletzungsbedingter Abstinenz Pauls groß aufspielte. In Wirklichkeit aber ist dies der erste Schritt auf dem Weg zur Realisierung des „win now“-Modus. Collison ist zweifellos ein guter Spieler mit hervorragenden Zukunftsaussichten, hat aber in New Orleans nicht die richtige Umgebung, um sich wie gewünscht zu entwickeln: Zu klein ist die Rolle, die er hinter Paul einnehmen würde. Zu gering die Einsatzzeit, die er als Backup bekommen würde. Zu gering sein Einfluss auf das Spiel als Reservist. Die Abgabe des UCLA-Absolventen ist gewissermaßen schade, doch verschmerzbar. Eben jener Chris Paul beansprucht in wichtigen Spielen nunmal 40 Minuten auf Collisons Position.
Im Gegenzug erhalten die Hornets mit dem 25-jährigen Trevor Ariza einerseits einen Spieler mit Perspektive, der den Zenit seiner Karriere noch vor sich hat, andererseits aber auch die dringend benötigte Unterstützung auf der Flügelposition. Denn schon seit Jahren gilt diese als große Schwachstelle der Hornissen: So scheiterten Bostjan Nachbar, Peja Stojakovic oder Julian Wright (der nun nach Toronto abgegeben wurde) als Hoffnungsträger auf der Small Forward-Position. Dass die Franchise mit Ariza einen gestandenen Flügelspieler wollte und bekam, ist also als logische Konsequenz der letztjährigen Swingmen-Miseren anzusehen. Zumal Ariza auch passend erscheint: ein athletischer Verteidiger, der auf Anspiele von Paul nur wartet, punkten und mit Shooting Guard Marcus Thornton den Fastbreak rennen kann. Die Starting Five der Hornets bietet Ariza dabei die Möglichkeit, in seiner ursprünglichen Rolle zu spielen und nicht führende Scoring-Lasten tragen zu müssen, wie er es letztes Jahr bei den verletzungsgebeutelten Houston Rockets tun musste.
Hinzu kommt, dass die New Orleans Hornets den unvorteilhaften Vertrag von James Posey loswerden. Der Veteran brachte im vergangen Jahr nicht mehr die erhoffte Leistung und hätte der finanzgeschwächten Franchise, die kurz vor dem Bezahlen der Luxussteuer steht, in den kommenden zwei Jahren mehr als 13 Millionen gekostet.
Resümierend kann man sagen, dass die Abgabe von Collison auf den ersten Blick als vorschnell und unüberlegt erscheint, jedoch absolut sinnvoll ist: Weil jener im Spielkonzept um Chris Paul fehl am Platz ist, sind Collisons Qualitäten nahezu nutzlos für die Hornets. Der Transfer von James Posey (und dessen Vertrag) sowie die Verpflichtung Trevor Arizas könnten sich hingegen als sinnvolle Ergänzungen des Kadergerüsts erweisen. Sie sind ein kleiner Schritt in Richtung des von Chris Paul so sehr geforderten Erfolgs.
Indiana Pacers
Indiana tradet: Troy Murphy (PF, 14,6 PpG, 10,2 RpG, 2,1 ApG, 38,4% 3FG)
Indiana bekommt: Darren Collison (Foto, PG, 12,4 PpG, 5,7 ApG, 2,5 RpG, 2,7 TpG, 47,7 % FG), James Posey (SF, 5,2 PpG, 4,3 RpG)
„Wir sind sehr froh, Darren Collison zu unserem jungen Teamkern hinzufügen zu können. Er ist ein dynamischer Point Guard, und wir glauben, er wird beim Aufbau eines hungrigen Teams, das die Stadt Indiana verdient, ein Schlüsselspieler sein.“ Die nach der Bekanntgabe des Spielertausches verkündeten Worte des General Managers Larry Bird treffen den Nagel auf den Kopf.
Darren Collison, der 2009 an 21. Position gedraftet, während Chris Pauls Verletzungspause ins kalte Wasser geschmissen wurde und sofort hervorragende Leistungen erbracht hatte, ist ein überaus talentierter Aufbauspieler. Dass gerade er zu den Indiana Pacers wechselt, kommt nicht von ungefähr: Seit Jahren gilt die Spielmacherposition als große Schwachstelle der Pacers, auf der sie nach Verstärkung suchen. Nachdem T.J. Ford in den vorigen Jahren nicht überzeugen konnte, mehren sich Gerüchte in der laufenden Sommerpause, dass ein in beidseitigem Einverständnis vereinbarter „Buyout“ stattfinden und Ford somit die Franchise verlassen soll.
Darren Collison schafft als Point Guard Abhilfe und stellt in der Tat eine gute Ergänzung zu einer Reihe talentierter Spieler wie Danny Granger, Brandon Rush, Roy Hibbert, Tyler Hansbrough oder den zuletzt gedrafteten Paul George dar. Der Preis für Collison ist jedoch salzig: Denn neben dem jungen Point Guard mussten die Indiana Pacers auch den teuren Vertrag von James Posey (Foto, siehe oben) auf- und somit in Kauf nehmen.
Ebenso wie T.J. Ford war auch der nach New Jersey verfrachtete Troy Murphy ungewollt in Indianapolis. Zwar gilt der Power Forward als grundsolider Spieler mit außergewöhnlich gutem Distanzwurf für einen Mann seiner Größe, jedoch passte er langfristig nicht in das sportliche Modell der Pacers. Denn obwohl Murphys Vertrag nach dieser Spielzeit ausläuft, blockiert er die Entwicklung von jüngeren Frontcourt-Spielern wie Tyler Hansbrough oder Josh McRoberts. So tauchte Murphy bereits letztes Jahr in einer Vielzahl von Trade-Gerüchten auf.
Der Spielertausch ist auch aus Sicht der Indiana Pacers gelungen. Er beschert der für die Zukunft planenden Franchise das benötigte Puzzlestück auf der Point Guard-Position. Da ein Spieler der Güteklasse Collisons nicht ohne Gegenwert nach Indianapolis zu lotsen war, ist sowohl der Abgang Troy Murphys als auch die Aufnahme James Poseys mehr als nachvollziehbar. Die Ergänzung des Kaders um einen bereits jetzt schon stark aufspielenden Aufbauspieler mit Perspektive ist der Schritt in die richtige Richtung.
Houston Rockets
Houston tradet: Trevor Ariza (SF, 14,9 PpG, 5,6 RpG, 3,8 ApG, 1,8 SpG, 39,4% FG)
Houston bekommt: Courtney Lee (Foto, SG, 12,5 PpG, 3,5 RpG, 1,7 ApG, 43,6%)
Zwar steht nicht zur Debatte, dass der Wert Trevor Arizas nicht deckungsgleich mit dem von Courtney Lee ist, dennoch gibt es verständliche Beweggründe für die Houston Rockets, die beiden Spieler auszutauschen.
Primär wären da die sich häufenden Gerüchte um die charakterlichen Probleme Arizas. Laut Insider-Berichten soll dieser hinter den Szenen für Unruhe gesorgt haben und durch Streitigkeiten mit Mitspielern eine schwerwiegende Gefahr für die Teamchemie gewesen sein. So soll Ariza seine Gunst im Personalstab der Rockets verloren haben und galt daher als Spieler, den die Texaner abgeben wollten.
Hinzu kommt, dass die Rockets mit Courtney Lee einen ähnlichen Spielertyp im Austausch erhalten, der den Verlust des angeblichen Unruhestifters abfedert. Lee kann verteidigen, ist athletisch, gilt als harter Spieler und hat den Dreipunktewurf in seinem Offensivarsenal. Darüber hinaus haben die Houston Rockets mit Shane Battier, Chase Budinger, Kevin Martin und Jared Jeffries eine handvoll gestandener Spieler in ihren Reihen, die durch eine grundlegende Umverteilung der Spielzeit und -aufgaben in die Rolle von Trevor Ariza schlüpfen können. So kommt man zum Schluss, dass der Abgang kompensiert werden kann.
Aber nicht nur angebliche Intrigen und Privatfehden sowie vorhandener Ersatz sind ein Grund für Houston, diesen Trade guten Gewissens einzugehen. Auch die finanziellen Vorteile erscheinen evident: So verdient Ariza in den kommenden vier Vertragsjahren gut 28 Millionen Dollar. Das erscheint womöglich nicht überproportional viel, ist aber im Vergleich mit den knapp sieben Millionen, die Courtney Lee in den nächsten drei Jahren verdienen wird, doch eine andere Dimension. Zumal Lee nach der kommenden Spielzeit eine Klausel im Vertrag besitzt, bei der die Franchise aus Texas frei entscheiden kann, ob sie Courtney Lee für die darauffolgenden zwei Jahre behalten möchte.
Alles in allem können sich die Rockets also ebenfalls glücklich schätzen. Sie verlieren zwar eine Stütze der letztjährigen Mannschaft, sahen sich jedoch anscheinend gezwungen, diese abzugeben. Zudem können sie mit gleichwertigem Ersatz und finanziellen Einsparungen rechnen.
New Jersey Nets
New Jersey tradet: Courtney Lee (SG, 12,5 PpG, 3,5 RpG, 1,7 ApG, 43,6%)
New Jersey bekommt: Troy Murphy (Foto, PF, 14,6 PpG, 10,2 RpG, 2,1 ApG, 38,4% 3FG)
Nachdem die New Jersey Nets in der diesjährigen Offseason den großen Wurf auf einen der heißbegehrten Free Agent-Superstars nicht landen konnten, geben sie sich mit kleineren Brötchen zufrieden: Mit Troy Murphy zieht die Franchise aus Newark zwar gewiss keinen „dicken Fisch“ an Land, kann jedoch einen soliden Power Forward verpflichten, der letztes Jahr im Durchschnitt ein Double-Double auflegte.
Einerseits macht Troy Murphy für die Nets Sinn, weil er eine passende Ergänzung zu deren Frontcourt darstellt. Als versierter Distanzschütze kann Murphy das Spiel auseinanderziehen und gerade Brook Lopez das Eins-gegen-Eins-Spiel im Lowpost erleichtern. Weil das gegnerische Team weiß, dass mit Murphy ein treffsicherer Schütze im Spiel ist, wird das Doppeln erschwert. Andererseits haben Center Brook Lopez und Aufbauspieler Devin Harris in Korbnähe schlichtweg mehr Platz und mit Murphy eine Anspielstation mehr.
Weiterhin läuft Troy Murphys Vertrag im Wert von fast zwölf Millionen nach dieser Saison aus. Somit wird das im letzten Jahr schlechteste NBA-Team Murphy als möglichen Trade-Bestandteil nutzen können, sofern gewisse Teams sich gewillt zeigen, nach dieser Saison Gehaltseinsparungen vorzunehmen. Auch wenn der Vertrag Murphys keinen Abnehmer findet, helfen die knapp zwölf Millionen sicherlich auch den New Jersey Nets selbst, um das Geld zur Verpflichtung von Free Agents zu nutzen.
Ob es sinnvoll war, den erst 25-jährigen Courtney Lee für die erörterten Vorteile abzugeben, mag strittig sein. Doch der Abgang Lees kann durch Neuverpflichtung Anthony Morrow und Sophomore Terrence Williams aufgefangen werden. Steckt langsichtige Planung hinter der Verpflichtung Troy Murphys, sind die Beweggründe der Nets verständlich. Denn ein gestandener Spieler kann so einerseits Rookie Derrick Favors den Einstieg in die bekanntlich beste Liga der Welt erleichtern, birgt aber auch anderweitige sportliche und vor allem finanzielle Vorteile in sich.
Fazit
Abschließend sollte also festgehalten werden, dass der gestrige Trade zwischen diesen vier Mannschaften keine wirklichen Verlierer aufweist – und somit eine Seltenheit darstellt. Obwohl sich die einzelnen Beweggründe für die Transfers von Team zu Team unterscheiden, konnte jede der vier Franchises daraus Kapital schlagen.
Abzuwarten bleibt wie sich Trevor Ariza in New Orleans, Darren Collison und James Posey in Indiana, Courtney Lee in Houston und Troy Murphy in New Jersey akklimatisieren. Die Bedinungen, um auch in Zukunft von einem erfolgreichen Spielertausch zu sprechen, sind jedenfalls viermal vorhanden.






von ca$hmoney 12.08.10 um 14:40:20
Der Collison Trade ist wirklich gut nachvollziehbar, in 2-3 Jahren könnten die Pacers einen Allstar pg ihr eigen nennen. Ariza ist die getunte Version von Posey zu seinen fitten Zeiten daher allemal sinnvoll für New Orleans und alley-oops von CP3. Allerdings Murphy als Mentor für Favors? Soll er ihm beibringen wie man Defense spielt?:D
von Wizardsfanvier 12.08.10 um 14:51:59
Danke erstmal für diese Analyse. Mir het nämlich vorher nicht eingeleuchtet warum die Rockets Ariza abgegeben haben. Aber jetzt haben sie, wenn das mit den Problemen mit Ariza stimmt, einen bestimmt einiges einfacheren Teamspieler bekommen, der zudem noch ne gute Absicherung für den leider nicht auszuschließenden Fall ist, dass sich Kevin Martin verletzt.
von xax 12.08.10 um 15:11:35
also ich seh den deal etwas anders als ihr.
Der ariza Deal macht für mich keinen Sinn. Chris Paul wird durch Ariza sicherlich nicht davon überzeugt in N´orleans zu bleiben, vor allem da die Abgänge in etwa gleich stark sind. Ariza wird angepisst sein, denn er wechselte vom Champ zu einem "Contender", um dort eine größere Rolle zu spielen. Jetzt spielt er in N´oleans und wird um die PO kämpfen müssen. Houston hat auch nichts gewonnen, denn Ariza ist etwas besser als Lee, ok sie sparen Geld aber mehr auch nicht. für die ansprüche houstons zu wenig?
Indian hat gepokert, wenn Collins einschlägt, dannn war es richtig. wenn nicht, dann haben sie mit poseys vertrag echt ein problem. (wie lange läuft der noch, Buyout oder Trade möglich?). Indian musste den deal aber machen, denn free agents sind schwer nach I. zu locken.Die 12 mio von Murphy hätten wohl auch keinen Hochkaräter nach I. gelockt.
NJ hat alles richig gemacht, Murphy ist Dirk in schlecht, aber dank seinem schuss als pick´Roll Partner brauchbar, die 12 mio. nach der saison sind gold wert (Hallo Herr Anthony). er ist ein klassischer stretch-four und die sind gefragt als Spielertyp, ein Trade ist möglich.
von Calle Coslowski 12.08.10 um 17:40:04
Collisons Wert wäre diese Saison (vorausgesetzt Chris Paul bleibt verletzungsfrei) wohl eher gesunken, da er kaum Spielzeit gesehen hätte. Ein Trade zum jetzigen Zeitpunkt war also vernünftig um einen größtmöglichen Gegenwert zu erhalten. Allerdings hatte ich mehr erwartet als Ariza zu bekommen und Posey loszuwerden, z.B. Okafor mit zu verschicken. Aber anscheinend gab es keine besseren Angebote. Spätestens im Januar erwarte ich dann einen Stojakovic-Trade. Der neue SF ist in Ariza bereits da. Und dann könnte New Orleans mit Paul, Thornton, Ariza, West, Okafor plus Mr. X und evtl. Mr. Y im Westen schon wieder oben mitspielen.
von Durant44 12.08.10 um 18:24:26
@xax. Der Vertrag von Posey läuft noch 2 Jahre und er bekommt 13 Mio. dafür!!
Der Trade macht für mich für kein Team so richtig Sinn!
Houston hat, wenn es stimmen sollte, einen Troublemaker abgegeben aber Lee ist für mich da auch keine Verstärkung da er in der Offensive u. Deffensive schwächer ist!
Bei New Jersey verstehe ich nicht ganz warum sie den talentierten Frountcourt Lopez/Favors nicht mal spielen lassen und schauen wie sie Harmonieren. Murphy bringt sicherlich Erfahrung mit nach NJ und könnte als Tradeware dienen, so aber hat NJ nur noch einen Etatmäßigen SG in Morrow und muss da noch mal Nachbessern.
Der absolute Verlierer sind für mich aber die Hornets.
Klar hätte Collisons diese Saison, wenn Paul fit bleibt, weniger Einsatzzeit gekriegt, da aber bei Paul diesen Sommer schon die Tradegerüchte waren und er nur durch die Versprechungen das Team zu verbessern gehalten werden konnte könnte dieser Trade den Hornets in der Zukunft noch Weh tun!! Ariza ist denk ich nicht die Verstärkung die sich Paul erhofft hatte und wenn sich da nichts mehr tuen sollte wird Paul nächsten Sommer weg sein und ein junger talentierter PG leider auch!!
von Durant44 12.08.10 um 18:33:27
Vor lauter Indiana vergessen!!
Indiana hat sicherlich jetzt ihr PG-Problem gelöst aber dafür haben sie jetzt eine große Lücke im Frontcourt vor allem auf der PF-Position. Da sie auf der C-Position auch nicht wirklich gut besetzt sind, werden die Pacers die Rebounds von Murphy noch schmerzlich vermissen!!
Indiana hätte versuchen sollen noch Okafor zu bekommen, dann hätten sie sich wirklich richtig verstärkt und wären wieder ein Erweiterter Kandidat für die PO geworden!
von xax 12.08.10 um 19:48:05
@ durant 44
ich danke dir, bin zu faul, um mir die daten selbst zu besorgen. Wie ich sehe bewerten wir den Deal nahezu gleich.
Zu Posey, für ein Buyout ist der V. zu groß, für nen Trade wohl auch... Posey ist alt, kann verteidigen und 3er werfen, dass kling aber verdammt nach den spurs. Ich glaube Greg P. wird schon ganz kribbelig
von N'Awlins 12.08.10 um 19:52:17
Kein Team hat einen Spieler als Ersatz für den Franchise-Player. Nicht die Spurs für Duncan, nicht die Mavericks für Nowitzki, nicht die Lakers für Kobe. Einen Spielen der Güteklasse Collisons zu behalten mit dem Argument, da brauche ihn, falls Paul in zwei Jahren weg ist, wäre nicht möglich erhalten gewesen. Das bringt weder ihm was, weil seine Entwicklung mit max. 15 MpG nicht stattfinden könnte und das bringt den Hornets nicht - weil ein noch so hervorragender Collison halt nur Verschwendung ist, wenn Paul 40 MpG als Starting Point Guard beansprucht.
Da ist es die logische Alternative Collison zu traden. Zumal, und das muss man festhalten, Ariza wirklich ein guter Fit ist. Er bringt die nötige Fähigkeiten um neben Paul, West, Thornton und Okafor zu spielen und ist darüber hinaus eine wichtige Stütze als bester Verteidiger. Natürlich nicht der Neuzugang für den Paul bleiben würde, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Schaffen es die Hornets den expiring von Stojakovic im Wert von 17 Millionen vor der Trade Deadline gegen ein, zwei gute Spieler umzutauschen, hat man eine schlagkräftiges Team zusammen.
von Calle Coslowski 13.08.10 um 08:09:35
Houston braucht Ariza einfach nicht. Sie haben auf der 3 Battier als Starter und Budinger hat sich letztes Jahr als guter (und günstiger) Back-up erwiesen. Das Experiment mit Ariza und Battier auf dem Flügel wurde mit dem Martin-Trade beendet und Ariza ist als Back-up zu teuer, vor allem wenn man die Luxury Tax mit einrechnet. Jetzt hat man mit Lee einen guten und günstigen Back-up für die 2 und den Logjam auf der 3 beheben können. Addition by subtraction plus finanzielle Erleichterung = guter Deal.
Indiana ist auf Center gut besetzt mit Hibbert und Foster. Hansbrough wird als Power Forward viel Spielzeit sehen. Ein neuer Point Guard mit großem Potential ist für Indy viel wichtiger als ein vierter Big Man mit auslaufendem Vertrag. Außerdem haben die Pacers immer noch 25 Millionen in auslaufenden Verträgen, da wird also noch mehr passieren.
Nur bei New Jersey bin ich mir auch nicht sicher, was der Trade gebracht haben soll. Klar, Murphy ist als Back-up für die 4 und 5 zu gebrauchen und als Versicherung falls Favors noch Zeit braucht. Williams wird wohl auf der 2 starten, mit Morrow als Ersatz. Aber wirklich viel bringt den Nets das Ganze nicht. Immerhin haben sie sich keinen langfristigen Vertrag ans Bein gebunden.
von Webocat 13.08.10 um 08:24:13
Ich freu mich für Collinson! In Indiana wird er massig Minuten bekommen, seine letztjährige Leistung über längere Zeit zu bringen. Bin echt gespannt, wie er sich entwickelt.
Ja auf Hansbrough muss man auch mal gespannt sein... hoffentlich bringt er mal bessere Wurfquoten, die waren doch letztes Jahr so mies, ne?
von dj-lefty 13.08.10 um 08:34:41
Ich hoffe mal DC bekommt seine Turnover in den Griff. Ansonsten halte ich sehr viel von ihm. Dazu explodiert dann hoffentlich auch Hansbrough und es lohnt sich wieder Indiana Spiele zu gucken. Ne wat freu ich mich.
von Durant44 13.08.10 um 14:01:47
@ Calle Coslowski: Also gut besetzt im Frontcourt seh ich nicht ganz so. Foster und Hibbert sind höchstens Durchschnitt. Hibbert ist viel zu unbeständig und auch kein Reboundmonster und Foster viel zu Verletzungsanfällig. Und was beide nicht können ist von Downtown zu treffen. So hat Murphy immer wieder für Platz unter dem Korb gesorgt den Granger und Co. dann nutzen konnten.
@ N'Awlins: Collisons ist sicherlich kein gleichwertiger Paul-Ersatz, aber ich denke bei Paul wird sich alles nach diesem Jahr entscheiden. Ich denke NO hat gelernt aus der James-Geschichte und wird nächste Saison, wenn Paul nicht verlängern will, ihn Traden solange man noch einen Gegenwert dafür bekommen kann. In diesem einem Jahr hätte Collisons zwar etwas weniger Spielzeit bekommen dafür hätte er der besten Point-Guard-Mentor in der NBA an seiner Seite gehabt und dieses Jahr wäre dann, aus meiner Sicht, auch nicht wirklich verloren gewesen!!
von inaccesible 13.08.10 um 14:55:17
Die eigentlichen Verlierer dieser Trades sind indirekt die Toronto Raptors, die mit Julian Wright einen der größten Draftbusts der letzten Jahre verpflichtet haben udn die NO Hornets. Zwar hat der Trade von den NO Hornets X Raptors nur indirekt mit den 4Team5Player Megatrade zu tun, wurde aber im Artikel angemerkt... Die Hornets, bekommen für "the next Boris Diaw "(damaliger nbaDraft JWright Spielervergleich) den eher begabten SG Marco Bellinelli und können somit mit Paul, Marcus T (Bellineli backup), Ariza (Peja backup, Pondexter) West (Brankins, Pondexer, Songaila ) und Okafor (mit Aron Gray, Songaila)auflaufen... Was mich wundert, und weswegen ich die Hornets zu den "Verlierern" zähle ist, dass kein Backup für Paul im Roster zu finden ist...Werden sich wohl noch bei der D-League (Shakur, Russell Robinson, Curtis Jerrells, Stinson, Jackson, Conroy..) oder den Undrafted Rookies (Mikhail Torrance, Jeremy Wise, Jermomy Randle, ...)bedienen müssen. Gibt ja noch n paar FA: Chris Quinn, oder den gerade von CLE nach MIN getradeten und gleich wieder entlassenen Delonte West. Vielleicht wäre es auch sinnvoll gewesen INDIANA mal zu fragen ob die nicht noch Luther Head, Earl Watson, TJ Ford oder AJ Price abgeben wollen... Die Playoffs sind trotzdem nicht wirklich drin. Da sehe ich LAL, SA, OKC, HOU, GS(?), DAL, DEN, PORT, UTA, SAC und MEM weiter als NOH
zu Murphy: glaube eher dass Favors den Backup geben wird (nimmt man die durchwachsenen Leistungen der Summerleague) und somit ist die Verpflichtung durchaus positiv zu sehen. Troy ist immer für 15/10 gut und Favors kommt erst nach Allstar break in fahrt...
alles in allem 3 gewinnt, 1 (2) nicht wirklich...
von Treffnix 13.08.10 um 16:58:36
Im Blick auf die Teams gab es wohl keinen echten Verlierer, einige Spieler hingegen haben aber in jedem Fall verloren.
T.J. Ford, wird wohl zum Backup degradiert, wenn er überhaupt noch ne Rolle in der Planung von Bird & Co. spielt.
Courtney Lee wird zum Kevin Martin Backup, hat seine Chance sich bei den Nets durchzusetzen nicht genutzt und landet somit in der zweiten Reihe.
Derrick Favors: im schlimmsten Fal wird er auf der Bank geparkt und bleibt dort sitzen. Ich hätte ihn nach Yis Abgang gern in der S5 gesehen.
Indiana hat mit Collision in meinen Augen den besten Deal herausgeschlagen. Ich denke diese Saison könnte das Erreichen der Playoffs bei gesundem Kader und einer weiteren Steigerung von Hibbert und Collision machbar sein.
von Suck My Diktiergerät 13.08.10 um 21:38:13
öhm...hab ich wohl verpasst, ich hätte gern aufklärung...wo ist yi denn hin?
von tamarindenpulpe 13.08.10 um 21:53:28
Yi wurde zu den wizards verschifft.
von Suck My Diktiergerät 13.08.10 um 22:49:15
gegen?
danke.
von Durant44 13.08.10 um 23:09:38
Für Quinton Ross und Cash ab nach Washington!!
von Raquel 15.08.10 um 19:20:34
Wie kann man denn den Yi-Mega-Trade verpasst haben...? :D
Der hatte doch auch eine Sendung die hieß "The Yicison"