Spielerwechsel

Kalkuliertes Risiko

Allen Iverson spielt nicht mehr für die Denver Nuggets. In einem Tausch mit den Detroit Pistons wechselten Chauncey Billups, Antonio McDyess und Cheikh Samb nach Colorado für den künftigen Hall-of-Famer.

Von Thomas Käckenmeister
 04.11.2008 |

Da lag schon lange etwas im Busch. Irgendwie war das Duo Carmelo Anthony/ Allen Iverson spektakulär anzusehen. Doch erfolgreich war es nicht.

Seitdem Iverson im Dezember 2006 von den Philadelphia 76ers zu den Denver Nuggets getradet wurde, schaute die Basketballwelt nach Colorado, um dort zwei der unberechenbarsten Korbjäger der Neuzeit in Aktion zu sehen.

Iversons basketballerische Fähigkeiten bescherten der Franchise aus Denver im Schnitt 25,6 Punkte, 7,1 Assists und 1,8 Steals - in 135 Spielen. Sein als jüngerer Zwilling verkannter Teamkamerad Anthony - die Bezeichnung rührt daher, dass beide neben ihrer Scorer-Mentalität lange Zeit auch Cornrows (Flechtfrisur) und ein Stirnband trugen; Anthony ließ sich erst kürzlich seine Zöpfe abschneiden - steuerte in den anderthalb Spielzeiten gemeinsamen Tuns 26,4 Punkte pro Spiel bei. Beide Stars spielten während der regulären Saison ihre Klasse aus und die Gegner an die Wand, aber in den Playoffs konnte weder gegen San Antonio (2007: 1-4) noch gegen die Los Angeles Lakers (2008: 0-4) ein Blumentopf gewonnen werden. Hinzu kam der Gehaltstopf des Rocky-Mountain-Clubs, der dem Teamnamen alle Ehre machte: Zu viele Nuggets brachten den Salary Cap zum Überlaufen. General Manager Mark Warkentien sah sich zu Sparmaßnahmen gezwungen. Center Marcus Camby verschenkte er in der Offseason 2008 quasi an die Los Angeles Clippers. Lag es also daran, dass sich die Nuggets von Iverson trennten?

Nun, kurz nach Beginn der aktuellen Spielzeit wehte plötzlich ein Gerüchtesturm am Fuße der Gebirgskette im Mittleren Westen der USA. Das Rauschen im Buschfunk war kein Laubrascheln, wie es zu dieser Jahreszeit vermuten lässt. Das Geräusch kam von den vielen Zetteln, auf denen Waltenstein und Joe Dumars, General Manager der Detroit Pistons, die Szenarien durchspielten, wie sie ihre Teams verbessern können.

Und plötzlich ging alles ganz schnell: Als wäre nur ein Blatt vom Baum gefallen, eilte die Meldung, dass Allen Iverson in einem Blockbuster-Trade involviert sei, um den Erdball. In den Fanforen überschlugen sich die Einträge. Offizielle Seiten beleuchteten die beteiligten Parteien des möglichen Deals. Jegliche Perspektive - ob nun finanziell, teamchemisch oder spielerisch - wurde durchexerziert.

Am Montag war es dann soweit: Allen Iverson (Foto, links) verließ die Denver Nuggets in Richtung Detroit mit Chauncey Billups (2.v.l), Antonio McDyess (2.v.r.) und Cheikh Samb (Foto, rechts) als Gegenwert. Was für ein gefundenes Fressen für die Medien! Und das alles kaum eine Woche nach Saisonbeginn.

Was bringt Iverson den Pistons?

Allen Iverson, der Altstar und zweitbeste aktive Punktesammler (hinter Shaquille O'Neal), wird in seinem letzten Vertragsjahr zu einem Playoff-Team getradet. Mit 284 Siegen in den letzten fünf Spielzeiten ist der Motown-Club der drittbeste der Liga gewesen. Die Pistons spielten seit 2003 jedes Mal im Conference Finale der Eastern Conference, konnten aber nur einmal (2004) die Spitze des NBA-Gipfels erklimmen; 2005 mussten sie den Titel nach sieben Spielen an die San Antonio Spurs abgeben. Während dieser Zeit gelang es Dumars und seinen Kollegen, den Rebuild nicht dem Erfolg opfern zu müssen. Zwar verließ Ben Wallace das Team als Free Agent im Sommer 2006, doch der Kern um Billups, Richard Hamilton, Tayshaun Prince und Rasheed Wallace gehörte in den letzten Saisons stets zur smartesten Starter-Combo der Liga.

Als die Pistons nach drei erfolglosen Versuchen, die Conference Finals zu überstehen, in den Playoffs 2008 an den Boston Celtics scheiterten, zog Dumars einen Schlussstrich. Der zweitbeste Vorlagengeber in der Detroiter Teamgeschichte (hinter Isiah Thomas) betonte in der darauffolgenden Offseason, dass das Label der nicht-tauschbaren "Heiligen Kuh" im Team abgelaufen war: "Wenn du drei Jahre in Folge scheiterst, verlierst du diesen Status." Damit übte er öffentliche Kritik an Prince, Wallace, Hamilton und Billups. Gerade Letztgenannter konnte in den Playoffs nicht seine erhofften Leistungen abrufen und spielte unter seinen Möglichkeiten. Stattdessen machte Rookie Rodney Stuckey auf sich aufmerksam, indem er beispielsweise gegen die Celtics erstmals das Licht der Öffentlichkeit auf sich bündelte.

Als Dumars dann, am vergangenen Donnerstag, ein erstes Angebot von den Nuggets erhielt, sah er sich zum Handeln gezwungen. "Wir waren äußerst erfolgreich über einen langen Zeitraum", argumentierte der Pistons-Präsident. "Mit der Zeit wird man dadurch berechenbarer." Gegenüber der Associated Press verriet der 45-Jährige erste Gründe für den Deal: "Wir fühlten, dass es an der Zeit war, unser Team zu verändern. Iverson eröffnet uns eine Dimension, die bisher nicht vorhanden war. Wir glauben, dass uns das helfen wird." Glaube, nein, eher Kalkül bewies Dumars bereits in der Saison 2003/04, als er Rasheed Wallace von den Atlanta Hawks loseiste, um damit das fehlende Puzzleteil für den Titelgewinn zu ergattern. Zwei Jahre später konnte er das Kunststück jedoch nicht wiederholen, als er Chris Webber ins Team holte. Jetzt also Allen Iverson - eine neue Dimension oder kalkuliertes Rikiso?

Iverson gibt den Pistons neben seiner Unberechenbarkeit und Vielseitigkeit im Angriff einen Superstar, der den dritthöchsten Punkteschnitt aller Zeiten (27,7 PpG; hinter Wilt Chamberlain (30,07) und Michael Jordan (30,12)) aufweist, jedoch mit seinen bisher erzielten 23.044 Karrierepunkten die Liste der aktiven Profis anführt, die noch keinen Titel gewinnen konnten. Diese Möglichkeit hatte der pfeilschnelle Guard in der Saison 2000/01, als er die Philadelphia 76ers als MVP bis ins NBA-Finale gegen die Los Angeles Lakers führte. Vor diesem persönlichen Highlight-Jahr Iversons wäre er beinahe im Sommer 2000 zu den Pistons getradet worden. Doch eine 14 Spieler umfassende Transaktion scheiterte letztlich an Matt Geiger, der eine Klausel seines Vertrags geltend machte.

Nun also ist Iverson in Michigan und die Pistons streben einer interessanten Spielzeit entgegen. Nicht nur, dass Michael Curry im Sommer den Posten als Head Coach übernahm und somit die Rollen im Kader neu definierte, auch die Mischung aus jungen und alten Spielern macht Detroit plötzlich wieder zum größten Konkurrenten der Boston Celtics im Kampf um die Spitze der Eastern Conference. Zweifelsohne stand Iverson, dessen Punkteschnitt seit der Saison 2005/06 sinkt, noch nie in seiner Karriere mit derart hochkarätigen Mitspielern in einem Team, die zudem noch über die notwendige Erfahrung verfügen. Die einmalige Chance auf einen Titel am Ende seiner Karriere hätte AI mit den Denver Nuggets nicht gehabt. Hinzu kommt, dass der Vertrag des 33-Jährigen am Ende dieser Spielzeit ausläuft - bei ausbleibendem Erfolg können die Pistons ihn also einfach ziehen lassen. Iverson hat bereits angekündigt, dass er sich darauf freue, den Free-Agent-Markt erstmals in seiner Karriere testen zu können. Auch sein Agent Leon Rose meinte, dass er derzeit für seinen Klienten keine Vertragsverlängerung aushandeln wird.

Was bringen Billups, McDyess und Samb den Nuggets?

Der Verlust Billups' kann also durch das zumindest einjährige Gastspiels des ehemaligen Rookie des Jahres (1996) kompensiert werden. Billups hingegen, der noch bis 2011 einen Vertrag besitzt, spielt zum dritten Mal in seiner Karriere für die Denver Nuggets (1998/99: 45 Spiele, 1999/00: 13 Spiele). Seit 2002 stand er im Kader der Pistons, zuvor konnte er sich bei fünf anderen Teams (Boston, Toronto, Denver, Minnesota) nicht durchsetzen.

Dass Billups aber zu den besseren Spielgestaltern der Liga zählt, bewies er nicht nur in den NBA Finals 2004, als er zum MVP ernannt wurde, sondern auch mit seiner Korbgefährlichkeit. Der 32-jährige Clutch-Player war der zweitbeste Punktesammler der Pistons in den letzten fünf Spielzeiten (hinter Richard Hamilton). Hinzu kommt seine Qualität als Passgeber: 2.942 Vorlagen brachte er in 463 Einsätzen (6,3 ApG) im Trikot der Detroiter an den Mann. Damit steht Billups in der teaminternen Rangliste hinter Legenden wie Dave Bing, Dumars und Thomas. Aber ausschlaggebend für die Transaktion, die den Veteranen zurück in seine Geburtsstadt schickte, war der Leistungsabfall in den jüngeren Postseason-Schlachten.

In Denver kann Billups nach seiner langjährigen Bewährungsprobe als Anführer der Pistons zeigen, dass er eine Mannschaft auf hohem Niveau führen kann. Die Nuggets verfügen nach dem Abgang Iversons, der bereits im Sommer dieses Jahres hätte erfolgen sollen, als AI in der Liga zum Tausch freigegeben wurde, endlich über einen Point Guard mit All-Star-Kaliber, der die Punktemaschinen namens Carmelo Anthony, Kenyon Martin und J.R. Smith mit Bällen zu füttern weiß. Nur besitzt Billups noch drei Jahre Vertrag über etwa 36 Millionen Dollar bis 2011 mit Option für eine weitere Saison. Die Sparmaßnahmen, die Warkenthien anstrebte, scheinen vergessen zu sein.

Einzig die Akte McDyess könnte etwas an Kosten einsparen. Der im Draft 1995 von den Los Angeles Clippers verpflichtete Forward, der kurz darauf nach Denver abgegeben wurde, ließ bereits verlauten, dass er kein Interesse an einem dritten Engagement in der Mile High City (nach 1995-97 bzw. 1998-02) habe. Sollte Denver einen Buyout des bestehenden Vertrags (bis Sommer 2010 über knapp 14 Mio. Euro) beabsichtigen, könnte dieser nur in etwa halber Höhe erfolgen. Zudem würde McDyess, der darauf hinwies, nur für die Pistons spielen zu wollen, möglicherweise in einem Monat - nach Verstreichen der "Gary-Payton-Regel" - wieder in Detroit unterschreiben. Allerdings wäre Carmelo Anthony von einer solchen Maßnahme nicht begeistert: "Ich hoffe, McDyess kommt. Ich glaube wirklich, dass er uns helfen kann." Derweil scheinen aber auch die San Antonio Spurs Interesse am Big Man zu bekunden, sollte er nicht an der Seite Melos antreten wollen.

Inwiefern der 2006er Draft-Pick Cheikh Samb Minuten in Colorado sehen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Nuggets Oldie Juwan Howard, der vor der Saison einen nicht-garantierten Vertrag unterzeichnete, entlassen haben, um Platz für die Neuverpflichtungen zu schaffen.

Wer ist der Gewinner dieses Trades?

Ist diese Frage im Hinblick auf die Franchises oder auf die nicht im Tauschgeschäft beinhalteten Spieler bezogen? Iverson wird die Position des Spielmachers in Detroit anders ausfüllen, als es Billups bisher tat. Ob "The Answer" jedoch den Starter-Job neben Richard Hamilton einnehmen wird, ist fraglich, in dieser Saison jedoch recht wahrscheinlich. Denn ein weiterer Gedanke, der hinter der Weggabe von Billups steckte, war es, Entfaltungsmöglichkeiten für Rodney Stuckey zu schaffen. "Ich glaube, die Pistons schauten auf Stuckey und erkannten in ihm den Point Guard von Morgen. Der All-Star Chauncey stand ihm aber im Weg", vermutete Denvers GM Warkentien.

Pistons-Coach Curry sprach nach der Veröffentlichung des Deals von einer Änderung im Spielsystem der Pistons, die möglicherweise schon am Mittwoch gegen die Toronto Raptors umgesetzt werden könnte: "Wir werden manchmal mit drei Point Guards, also Iverson, Stuckey und eventuell auch Will Bynum, auflaufen. Das wird immer vom Gegner abhängen." Ein weiteres Fragezeichen steht hinter der Trikotnummer Iversons. Die "Drei" trägt derzeit Stuckey auf der Brust, soll aber bereit sein, diese an die lebende Legende abzugeben. Doch Letzteres sollte dem Erfolg der Pistons nicht im Wege stehen.

Während der Vorhang für die große Stuckey-Show womöglich erst in der kommenden Saison komplett aufgeht (wenn er den Posten als Starting-Point-Guard einnehmen wird), sieht es in Colorado schon im Jetzt vielversprechender aus. Wären die Nuggets eine Hand, so konnte man vor dem Deal nur Zeigefinger ausfindig machen, die permanent Schüsse abfeuerten. Nach der Ankunft Billups' ist nun aber endlich der wichtige Daumen vorhanden, um die Waffe zu halten, während die anderen sich weiterhin auf den Abzugsschalter konzentrieren können.

Ein großer Sprung ist dabei von J.R. Smith zu erwarten, der die Starterrolle im Backcourt neben Billups einnehmen wird. "Wir sind von seiner Entwicklung begeistert, aber vor ihm stand ein Hall-of-Famer, der seine Entwicklung einschränkte", begründete Warkentien ein ähnliches Szenario, wie es Stuckey bei den Pistons durchläuft. Billups dient als Ballverteiler, Smith und Anthony sorgen für den Löwenanteil an Punkten, während Martin und Nenê die Bretter putzen und Zähler im Nahkampf einstreuen. Als Ersatz warten mit Anthony Carter, Dahntay Jones und, wenn er von seiner Verletzung zurückkehrt, Chucky Atkins Ergänzungsspieler für die kleinen Positionen.

Carmelo Anthony wird der Wechsel seines ehemaligen High-Scoring-Kollegens ebenfalls gut tun. Bevor Iverson in der Saison 2006/07 zu den Nuggets stieß, führte Melo die Korbjägertabelle mit über 30 Zählern pro Spiel an. Anthony wird trotz wieder vermehrt angewendeter Double-Teams mehr Schüsse erhalten und auch höhere Punktzahlen erzielen.

Was bewirkt dieser Trade aber im Hinblick auf die Playoffs? Iverson hat im schwachen Osten Narrenfreiheit und kann mit den Pistons, die höchstwahrscheinlich um die oberen Playoffs-Ränge mitspielen werden, tief in den Kampf um die Meisterschaft vordringen. Bei den Nuggets ist es fraglich, ob sie im starken Westen mit dieser geänderten Teamstruktur wirklich besser dastehen. Realistisch bleibt ein Wettstreit um die hinter Playoff-Ränge. Beinahe auszuschließen ob der starken Konkurrenz scheint aber ein Überstehen der erste Runde.

Welches Team blickt der besseren Zukunft entgegen?

Denver hat die Rollenbefugnisse in der ersten Fünf klar definiert. Alle Starter sind mindestens über die nächsten zwei Jahre an den Club aus Colorado gebunden. Konstanz, gepaart mit einer klaren Führungsrolle, die Anthony ausfüllen wird und muss, besitzen eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Zukunft.

Detroit hingegen hat durch den Erwerb Iversons, der im letzten Jahr seines Vertrag steht, zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Nicht nur die Aufrüstung für die diesjährige Titeljagd ist geglückt, sondern auch in Sachen finanzieller Flexibilität im kommenden Sommer - zusätzlich läuft auch der Vertrag von Rasheed Wallace aus - konnte Joe Dumars die Fesseln der Franchise lockern. 2009 ist zum Beispiel Carlos Boozer (Utah Jazz), falls er eine Option wahrnimmt, zu haben oder auch Marvin Williams (Atlanta Hawks). Die Spekulationen können auch bis in den Sommer 2010 reichen, wenn die große Jagd auf LeBron James (Cleveland Cavaliers), Dwyane Wade (Miami Heat), Chris Bosh (Toronto Raptors) oder Amare Stoudemire (Phoenix Suns) beginnt.




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Kommentare

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von xax 04.11.08 um 23:28:13


Habe d. ganzen Tag auf diesen Artikel gewartet:

- Detroits Verteidigung wird schwächer werden mit AI.
- Die Offensive wird aber nicht mehr so statisch sein
- Mehr Minuten für Rodney Stuckey
-denke AI wird auf PG starten, als 6 man wäre er aber auf jeden auch eine Macht
- in d. Playoffs ist Iverson die personifizierte Pest -für den Gegner-->er weiss das es wohl seine letzte Chance auf den Ring ist...
- Der Abgang v. Mc D. wiegt schwer, WENN er zurück kommt war der Deal Bombe

Denver:

- Melo wird jetzt mehr Verantwortung tragen , ich hoffe er ist ihr gewachsen.
- mehr Schüsse=mehr Punkte aber normalerweise schlechtere Quoten
- Wie motiviert ist Billups-->statts Ost-Finals früher Sommerurlaub oder ne Packung in Runde 1, dass wir ihm nicht gefallen
- Mc D. hat schon mal gar keinen Bock auf Denver

Fazit: Win-Win Situation, Detroit wird mit Iverson unberechenbar u. erhält neues Feuer welches das Team dringend brauchte, in Boston werden schon Pläne geschmiedet wie ma AI- in den Playoffs- stoppen soll. Genug Zeit zum einspielen ist bis zu den Playoffs auch--> sehr guter Deal!!
(im Sommer haben sie auch genug Kohle frei für nen jüngeren PF und/oder neuen PG)

Denver-->guter Deal. Auch ohne Mc. D, Denver braucht nen Playmaker. Die Defense wird auch besser werden. Aber WIRKLICH nachhaltig verbessert haben sie sich nicht. Statt geplanter Sommerurlaub können sie jetzt um den 8 Platz fighten ok, mehr aber nicht.
Und der Salary-Cap ist für die nächsten 3 Jahre dicht, dass könnte schmerzen wenn Boozer oder ähnliches zu haben sind.

@ magic Marco
ich wette du bekommst feuchte Augen wenn du daran denkst das Mc. D deine Spurs verbessert, mit ihm auf 4 und Duncan als Center... wäre kein sehr schlechter Frontcourt!



von Mr. Rejector 05.11.08 um 09:26:25


Denver:

braucht einen General und Playmaker wie Chauncey, er kann scorer und highflyer wie martin und anthony gut bedienen und er bringt die richtige ordnung in deren angriffsspiel, welches ja vorher ziemlich stark aufs scoren ausgelegt war. Aber der alte Spruch "Offense wins game, Defense wins Championship" hat sich bei den nuggets in den letzten beiden jahren wirklich bewahrheitet.

Detroit: ab jetzt unberechenbar! AI hat immer seine Leistung gebracht, Chauncey konnte an die guten Leistungen nach den Finals 2004 nie so richtig anknüpfen, vor allem wenn man es in den conference finals der letzten jahre gebraucht hätte. und auch AI kann "Big Shots" nehmen.

mein Fazit: Denver übersteht die erste mal die erste Runde, Detroit hat jetzt bessere Chancen es ins Finale zu schaffen.



von El Duque 05.11.08 um 11:02:21


Ach, ich liebe Blockbuster....
und als solcher ist dieser sicher anzusehen, auch wenn (ohne Füllmaterial Samb) Spieler im Alter von schon 33 Jahren den Verein wechselten!

Für DENVER ist der Trade die Chance, mittelfristig wieder um sichere PlayOff-Teilnahmen zu spielen. Die Starting Five steht, ist auch im Westen sehr beachtenswert, auch wenn in der Verletzungsanfälligkeit besonders des Frontcourts ein gewisses Risiko besteht. Durchweg gute bis sehr gute Scorer, die nun auch besser eingesetzt werden, auch wenn CHAUNSEY BILLUPS nicht der Typus pass first ist, sondern eher ein floor coach, der die richtigen Spielzüge ansagt und die defense organisiert. Dennoch werden puristische scorer wie MELO und J.R. häufiger den Ball in den Händen haben, ihre Punktausbeute erhöhen. Billups wird sich im punkten zurücknehmen, ich sehe ihn gar als nr 4 noch hinter NENE.
Probleme sind die dünne bank, der SAMB nicht viel geben wird und der hintere Teil des Spielfeldes. Billups ist nicht mehr der deluxe Verteidiger, der er war, lebte viel vom Defense-System der Pistons, mit KENYON MARTIN und Nene stehen aber solide Abräumer hinter dem Torero-Backcourt der Nuggets.
Wenn Denver sich schnell findet, sehe ich sie auf einer Leistungsstufe mit Dallas, Phoenix und New Orleans, vor allem, weil Carmelo Anthony sich endlich zum franchise-spieler a la Lebron und CP entwickeln kann. Und mit der Zeit bringt der Kern um ihn, JR Smith und Nene sichere playoff-apperances.

DETROIT ist wieder Meisterfavorit!!!
Der Wechsel bringt - einen Quantensprung an Qualität auf der Eins, wo IVERSON das eingeschlafende Scoring der Kolben reanimieren wird, - bringt neue Motivation in selbstzufriedene Altherren-Spieler wie RASHEED WALLACE, der sich wieder mehr auf das Verteidigen verlegen kann und wird, was auch eher seinem Naturell entspricht, - birgt ein überschaubares Risiko für die Defense, da alle in Detroit die Verteidigungs-Systeme aus fem effeff kennen und Iverson die Passwege attackieren kann, - gibt den Pistons Flexibilität in der Rotation, da Iverson auch twoguard spielen wird und RODNEY STUCKEY den point übernehmen kann!
Der Abgang von DICE nervt, aber nur so lange, bis er wieder in der Autostadt anheuert.

Wie genial der Deal ist, wird sich im Sommer herausstellen, wenn die Monsterverträge von Wallace und A.I. auslaufen und den Pistons knapp 30 $ Gehalt ersparen!
Mit Flexibilität unter dem SalaryCup, jungen Granaten wie Stuckey oder Afflalo, Johnson und Maxiell und vielleicht dem Titel im Rücken, sieht die Zukunft ( und Gegenwart ) der Fort Wayne Kolben doch super aus.

Und Joe Dumars wird der zweite Farbige im weißen Haus sein!



von basketballfan 05.11.08 um 11:41:03


Naja, das beste an dem Trade sind die Namen der beteiligten Spieler. Ein Billups war imo nur so stark, weil die Pistons allgemein eine sehr gut eingespielte Truppe war. Kein Star, keine Allüren. One for all and all for one, war hier angesagt. Mit dem Championship haben sie ihr Ziel erreicht. Meiner meinung nach finde ich es auch vermessen von Dumas nach den letzten jahren die mangelnden Erfolge anzukreiden. Sicher war Billups nicht mehr der aus dem Championsjahr, aber wenn es nach dieser Begründung geht, müsste ja jedes Team was 2 mal in folge nicht in den finals steht trade bis der arzt kommt.
Wie kommt man darauf, dass Sheed satt ist?

Und die pistons sind für mich nachdem Trade noch lange kein Meisterschaftsfavorit. Und Denver sehr ich auch nicht in den Playoffs. Überheblich finde ich es sogar, dass man Denver sogar das überstehen der ersten Runde zutraut.



von wowa81nrw 05.11.08 um 16:13:02


glaube das es für beide teams ein guter tausch ist in denver knn endlich smith starten
und detroit hat einen richtigen scorer der nicht so leicht auszurechnen ist



von all eyez on me 05.11.08 um 17:04:01


für der denver war der trade, zumindestens was die etwicklung von spielern wie melo oder j.r. betrifft, sicherlich eine gute sache.
jedoch längerfristig glaube ich nicht, dass sie einen besoders guten deal gemacht haben, da BILLUPS nicht jünger und besser wird, aber noch 3 jahre einen fetten vertrag hat...
trotzdem, watch out j.r. smith ich denke er wird am meisten davon profitieren, da er nun auf der 2 starten kann und seine scorer qualitäten unter beweis stellen kann....ich gehe davon aus, dass sein punkteschnitt deutlich steigen wird.

für die detroit war der trade einfach genial, obwohl mit billups und dice zwei, bei spielern und fans äußerst beliebte spieler getradet wurden, und die teamchemie, zumindestens kurzfristig gefährdet ist.

allerdings, denke ich, dass dumars alles richtig gemacht hat. es gibt 2 möglichkeiten, etweder der versuch mit a.i. klappt, iverson schlägt ein wie eine bombe und die pistons werden champs, oder es klappt nicht und selbst dann hätten die pistons gewonnen, den sie können iverson dann ziehen lassen und haben viel platz für erstklassige free agents.
es kann aber auch gut sein, dass wenn detroit champ wird, iverson für weniger als er kriegen könnte verlängert und die pistons es sich leisten könnten 2009 oder 2010 noch einen weiter top free agent an sich zu binden....

in jedem fall ist es ein guter deal für detroit, und obwohl auch denver von diesem deal profitieren wird, denke ich, dass detroit kurz und mittelfristing mehr davon haben wird.



von nicoquanz 05.11.08 um 17:17:09


ich finde beide generel manger haben einen perfekten job gemacht wahsinn ich sehe nur vorteile für beide:
Vorteile Denver: Sie haben jetzt einen Scorer weniger was aber nicht weniger schlimm ist da sie jetzt einen mansnchaftsdienlichen Aufbau haben der die restlichen Scorer füttern kann und dies perfekt tun wird und selber exxellente Clutch Qualitäten hat also in den entscheidneden Situationen ein Team zum Sieg führt



von nicoquanz 05.11.08 um 17:19:16


habe ausversehn meien artikel abgeschickt obwohl ich nciht fertig war:
Vorteile Detroit: Sie haben jetzt auch mal einen Spieler der wirklich ein High Speed Guard ist und für viel Wirbel sorgen wird was der Off der Pistons sehr gut tut da sie jetzt unberechenbarer sind.

Kann es nur nochmal wiederholen perfekter Job der Genreal Manger beide haben ihr Team durch den Trade sehr stark verbessert.



von Mexicano 05.11.08 um 18:25:40


ich glaube das auf lÄngere sicht detroit den bessere deal gemacht hat

da die vertraege von AI und Wallace auslaufen koennen sie in den naechsten jahren auf dem free agent markt zuschlagen

auch wenn sich die jungen weiter entwickeln glaube ich das hier eine neue spitzen manschaft hean wachst und das ohne leistungsabfall respekt

ich auch davon aus falls sie wallace und AI weiter verpflichten solten das diese fuer weniger geld unterschreiben

auch wenn es bei einem anderen team sein sollte grosse vertraege werden diese beiden nicht mehr unterschreiben



von all eyez on me 05.11.08 um 19:59:55


ja für weniger geld als jetzt sowieso, aber ich meinet für weniger geld, als iverson von einem anderen team bekommen könnte und auf das er dann verzichten würde....immerhin hat er ja im laufe seiner karriere schon genug kohle bekommen, deswegen denke ich das, sofern die beziehung mit den pistons gut sein sollte er einschräkungen in kauf nehmen würde, sodass das team 2009 oder 2010 auch um andere top-free agents buhlen können



von flashbang 05.11.08 um 21:50:08


die pistons werden auf jeden fall champ.....nicht



von CoolHandLuke 08.11.08 um 00:06:54


Ich finde, dass Billups ein bisschen überschätzt wird. Er gehört sicher zu den besseren Point Guards der NBA. Aber Denver müsste die Spielweise komplett umstellen, um eine Playoff-Chance zu haben.
Alle reden über New Orleans, Phoenix usw. als Titelfavorit. Aber sorry, nicht mit dieser Spielweise. Und für San Antonio ist es sowieso vorbei. Dass dort ein Micheal Finley oder ein Fabricio Oberto spielen dürfen ist eine Frechheit. Meister wird man mit Willen, solider Defense und Spielern, die zwar keine Superstars sind, aber sich den Arsch aufreißen, um ein Spiel zu gewinnen. Bei Denver habe ich so etwas noch nie gesehen.
Ein J.R. Smith ist ein reiner Ego-Spieler, der das Team nicht besser macht.

Noch etwas: Versteht einer von euch, warum Baron Davis zu den Clippers gegangen ist? Das war für mich die dümmste Aktion des Jahres.

Meister werden die Lakers



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