Manute Bol schwer erkrankt
Von Jens Möller |
19.05.2010 |
Eine außer Kontrolle geratene Nierenerkrankung hat Manute Bol, der längste Spieler in der Geschichte der NBA, beinahe das Leben gekostet. Der 2,31 Meter große Bol wurde aus seinem Heimatland Sudan in die USA geflogen und direkt in ein Krankenhaus in Washington D.C. gebracht. Die Nieren des 47-Jährigen haben versagt. Nur eine Dialyse rettete ihm das Leben. "Ich denke, wenn er zwei Tage länger im Sudan geblieben wäre, hätte er nicht überlebt", sagte Tom Prichard, der Chef einer Hilfsorganisation, mit der Bol im Sudan zusammengearbeitet hat.
Bol wusste von seiner Nierenerkrankung und nahm Medikamente. Doch die Therapie schlug fehl und löste außerdem schwere Nebenwirkungen aus. Bol leidet unter schmerzhaften Entzündungen auf der Haut, dem so genannten Stevens-Johnson-Syndrom. Da auch der Mund von Blasen, ähnlich wie bei einer Verbrennung, betroffen sei, habe Bol elf Tage nichts gegessen, sagte Tom Prichard.
Bol war im Sudan, um unter anderem den Bau einer Schule zu unterstützen. Der Sudanese hat den Großteil des Geldes, das er in zehn NBA-Spielzeiten verdiente, für wohltätige Zwecke in seinem Heimatland gespendet. Bol lebt heute in den USA. Während seiner Spielerkarriere von 1985 bis 1994 war der spindedürre Center vor allem als Blockspezialist bekannt. In einem Spiel 1985 gelangen ihm elf Blocks in einer Halbzeit. Legendär wurde die Szene in folgendem Video:


