NBA-Wochenrückblick
Weihnachtliche NBA
Ein Highlight jeder NBA-Saison ist unter anderem das Christmas-Special. Während die Miami Heat (LeBron James, Foto) Grund zum Feiern hatten, fiel die Bescherung für die Los Angeles Lakers aus. Auch Orlando und New York waren erfolgreich.
Von Florian Lindemann |
31.12.2010 | |
Eines der schönsten Weihnachtsgeschenke ist für viele jedes Jahr das große NBA-Christmas-Special. Alljährlich präsentiert Commissioner David Stern am ersten Weihnachtstag mindestens drei Top-Spiele, die einem Basketballfan das Fest immer noch ein bisschen mehr versüßen. Die Crossover-Redaktion und -Leser verfolgten das Spektakel gemeinsam im Live-Blog.
Dieses Jahr begann der weihnachtliche Showdown mit dem Spieler der New York Knicks gegen die Chicago Bulls. Die Partie war schön anzusehen und leitete den Abend gut ein. Auf Seiten der Bulls glänzte deren Starduo aus Derrick Rose und Carlos Boozer mit zusammen 51 Punkten. Jedoch trugen die Knicks dank einer starken Teamleistung (alle Spieler der Starting Five mit mindestens 14 Punkten) und einer guten Defensivleistung von Amare Stoudemire (Foto, sechs Blocks) den Sieg davon.
Im zweiten Spiel des Abends sah man wenig offensiven Glanz, dafür aber reichlich Spannung. Trotz Dwight Howards offensiven Totalausfalls (nur sechs Punkte) bezwangen die Orlando Magic die Boston Celtics. Orlando hat nun fünf Spiele in Serie gewonnen und scheint mit den Trades einiges richtig gemacht zu haben. Die Kelten dagegen haben mit zwei Niederlagen und einem Sieg eine schwache Woche hinter sich. Zu allem Übel verletzte sich nun Kevin Garnett erneut. Er wird mit einer Muskelverletzung am rechten Fuß rund zwei Wochen ausfallen.
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| Das Tandem aus Dwyane Wade und LeBron James kommt immer besser zurecht. Photo by Keith Allison (License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic) |
Einen Schock mussten die Dallas Mavericks verkraften. Dirk Nowitzki verletzte sich am rechten Knie, das ihm bereits vorher Probleme bereitete. Die Verletzung scheint aber nicht so schlimm, die Mavs werden von Tag zu Tag entscheiden, ob der Deutsche wieder ins Geschehen eingreift. Auch ohne ihren Topscorer lieferten die Texaner gegen ihren Erzrivalen aus San Antonio eine gute Partie ab, die sie aber knapp verloren. Brian Cardinal ist eben doch kein gleichwertiger Ersatz für Nowitzki.
Die Indiana Pacers, Phoenix Suns, Milwaukee Bucks, New Jersey Nets und Cleveland Cavaliers können mit der vergangenen Woche nicht zufrieden sein. Alle Teams verloren ihre gesamten Partien. Perfekt brachten dagegen die Spurs, Magic, Heat und die Charlotte Bobcats die Woche hinter sich.
Randnotizen
Der Sohn von Ex-NBA-Star Nick Van Exel, Nickey van Exel, befindet sich momentan in Polizeigewahrsam. Er wird verdächtigt, seinen Freund und Nachbarn ermordet zu haben.
Zum zweiten Mal sind die Zwischenstände bei der Wahl der All-Star-Teams veröffentlicht worden. Die Startformationen würden derzeit wie folgt aussehen:
Osten: Dwight Howard (Orlando Magic, 988.572 Stimmen); LeBron James (Miami Heat, 969.459); Dwyane Wade (Miami Heat, 938,402; Rajon Rondo (Boston Celtics, 777.310); Kevin Garnett (Boston Celtics, 712,555).
Westen: Kobe Bryant (Los Angeles Lakers, 1.153.694); Kevin Durant (Oklahoma City Thunder, 735.521); Yao Ming (Houston Rockets, 637.527); Carmelo Anthony (Denver Nuggets, 602.516); Chris Paul (New Orleans Hornets, 585.690).
Statistiken der Woche
Mit 40 Punkten (zudem neun Rebounds) gegen New York und sogar 45 Zählern (7 Reb) in Houston explodierte Dwyane Wade in der vergangenen Woche und löste so auch LeBron James als Topscorer der Miami Heat ab.
32 Punkte (13/21 FG) und elf Rebounds bedeuteten für Dorell Wright (Foto) eine Karrierebestleistung, aber das war für die Golden State Warriors gegen die Atlanta Hawks nicht genug. Wright spielte komplett durch und hatte am Ende des Spiels genau 48 Minuten auf dem Konto.
Letztes Jahr führte Stephen Jackson nach seinem Trade zu den Bobcats diese in die Playoffs. Mit 38 Punkten (13/15 FT), sechs Rebounds und vier Assists knüpfte er im Spiel gegen die Cavaliers an diese Leistung an. Wenn die Bobcats die Endrunde erreichen wollen, muss Jackson wohl noch öfter solche Leistungen abrufen.
In einem spannenden Spiel (siehe Buzzerbeater der Woche) waren 35 Punkte und 17 Rebounds von Zach Randolph nur fast genug für die Memphis Grizzlies.
Bei der knappen Niederlage der Mavericks gegen die Spurs legte Jason Kidd mit zwölf Punkten, 13 Assists und zehn Rebounds das 106. Triple-Double seiner Karriere auf.
Buzzerbeater der Woche
Die Memphis Grizzlies sahen nach O.J Mayos Wurf schon wie der sichere Sieger aus, doch mit 1,5 Sekunden auf der Uhr bewies ihnen Tyreke Evans das Gegenteil.
Zitat der Woche
„Er ist auf jeden Fall körperlich ein Musterbeispiel unten im Post. Er ist ein exzellenter Defensivspieler. Offensiv ist er aber limitiert, also werden wir das zu unserem Vorteil nutzen.“ (Amare Stoudemire über Dwight Howard vor dem Spiel der Knicks gegen die Magic, das die Knicks verloren)







von MavsFan 01.01.11 um 11:06:15
Kann man die Randnotiz über Van Exels Sohn nicht einfach weglassen? Es hat mit Basketball absolut nichts zu tun, und man sollte das Privatleben der Familie respektieren. Ihr seid nicht die Bild-Zeitung...
Die Mavs haben ein Backup-PF Problem. Marion ist da einfach zu klein..