NBA-Wochenrückblick
Von Niederlagen und Niederschlägen
Ein ereignisreiches Jahr 2008 neigte sich auch in der NBA dem Ende. In der letzten Woche des Jahres mussten dabei mehrere Teams mehr oder weniger große Niederlagen einstecken, während es für einige Spieler handfeste Niederschläge gab.
Von Christian Gerne |
02.01.2009 | |
Einen ziemlich miesen Tag erwischten dabei die Dallas Mavericks bei ihrem Auswärtsspiel bei den Utah Jazz am 26. Dezember. Für das Team um Dirk Nowitzki begann das Debakel schon bei der Anreise: Ein Schneesturm über Salt Lake City legte den Flugbetrieb teilweise komplett lahm, so dass die Mavericks erst am frühen Freitagmorgen anreisen konnten. Eigentlich wollten die Texaner bereits Donnerstagabend, direkt nach dem Spiel bei den Portland Trail Blazers, im Mormonenstaat landen.
Trotz der späten Anreise waren die Vorzeichen jedoch für die Mavericks mehr als günstig. Die Jazz mussten auf ihre Topscorer und ihr Big-Men-Trio Carlos Boozer, Paul Millsap und Mehmet Okur verzichten, die alle drei verletzungsbedingt ausfielen. Doch von Anfang an wirkte das Spiel der Texaner zerfahren und mitunter auch etwas lustlos. Während Andrei Kirilenko in der Defensive fleißig Rebounds (14 Stück) sammelte, nahmen in der Offensive Rookie-Center Kosta Koufus (Karrierebestleistung von 18 Zählern), Ronnie Brewer (21 Punkte) und Deron Williams (17 Zähler,elf Assists) das Steuer in die Hand und führten die Utah Jazz zu einem 97:88-Erfolg über die Mavericks.
Neben der Niederlage hatte das Spiel für Dirk Nowitzki (Foto) einen weiteren faden Beigeschmack. Das „German Wunderkind“ ließ sich nach einer Rangelei unter dem Korb mit Matt Harping dazu hinreißen, einmal kurz nach hinten auszuschlagen. Da dies mit geschlossener Faust geschah, war die Entscheidung der Schiedsrichter, ihm ein „Flagrant 2 Foul“ zu geben, durchaus nachvollziehbar. Neben einem sofortigen Feldverweis hatte diese Aktion noch eine Sperre über ein Spiel zur Folge, die Nowitzki gegen die Los Angeles Clippers absitzen musste.
Neben dieser offiziellen Version und Betrachtung des Sachverhalts, die aus mancher Kameraperspektive eindeutig erschien, eröffnete die Kamera hinter dem Korb ganz andere Perspektiven auf das Geschehen. Eine schöne Analyse der Aktion in Zeitlupe und mit Kommentar dazu ist im folgenden Video zu sehen.
Abgesehen von diesem Spiel lief die restliche Woche für Dallas durchaus positiv: Nach einem Sieg bei den schwachen Clippers, folgte ein 107:100-Erfolg gegen die Minnesota Timberwolves. Obwohl Dallas zeitweise mit 29 Punkten zurücklag, drehten die Mavericks dank eines starken Jason Terry die Partie und legten das größte Comeback der Franchise-Geschichte hin. Somit gehen die Mavericks in der Western Conference auf einem siebten Platz (19 Siege, zwölf Niederlagen) in das neue Jahr.
Einen ähnlich positiven Jahresabschluss hätten sich auch die Boston Celtics gewünscht. Doch manchmal kommt es eben anders: Nachdem die Siegesserie der Celtics von 19 ungeschlagenen Partien in Folge vergangene Woche durch die Niederlage bei den Los Angeles Lakers beendet wurde, ging es mit den Pleiten für die Kelten weiter.
Bei den Golden State Warriors, die ohne die Verletzten Monta Ellis, Corey Maggette und Jamal Crawford antreten mussten, war für das Team aus Beantown nichts zu holen. Ein starker Stephen Jackson (28 Punkte, sieben Rebounds) und Marco Belinelli (22 Punkte, 4/11 3FG) sorgten dafür, dass Boston, die ohne den verletzten Kendick Perkins antraten, im letzten Viertel unter die Räder kam.
Zwei Tage später folgte mit den Sacramento Kings ein Aufbaugegner. Mit einem Kantersieg (108:63) gegen die schwachen Kalifornier meldeten sich die „Fab Four“ (Rajon Rondo (Foto) ist mittlerweile mehr als nur ein Nebendarsteller der „Big Three“) zurück. Ob es an der guten Verteidigung der Celtics oder am mangelnden Wurfglück der Kings lag, darüber ließe sich streiten, doch eine Feldwurfquote von 28 Prozent (19 Körbe aus dem Feld) Sacramentos markierte deutlich den Klassenunterschied zwischen den beiden Teams.
Doch wer gedacht hätte, dass die Boston Celtics damit ihre Niederlagenserie beendet hätten, sollte zwei Tage später gegen die Portland Trail Blazers eines Besseren belehrt werden. Obwohl Portland auf seinen Go-to-Guy Brandon Roy verletzungsbedingt verzichten musste, gelang es dem Team aus Oregon, dessen Ausfall adäquat zu kompensieren. Angeführt von Point Guard Steve Blake, LaMarcus Aldridge und einem gut aufgelegten Greg Oden verdarben die Blazers dem amtierenden Champion mit 91:86 einen zufriedenstellenden Jahresausklang.
Das durchweg kurzweilige Spiel sorgte zudem für einigen Diskussionsstoff: Beim letzten Blazers-Angriff vor der Halbzeit befanden sich in Reihen Portlands sechs Akteure auf dem Platz. Diese Aktion wurde zwar mit einem technischen Foul geahndet, der erzielte Korb von Travis Outlaw jedoch trotzdem gewertet. Für den zweiten Aufreger des Spiels sorgte Kevin Garnett, der nach einem Freiwurf Aldridge einen Ellbogenschlag gegen den Kopf versetzte. Dieser wiederum reagierte mit einem Schlag in Richtung Garnetts Kopf, was ein doppeltes technisches Foul zur Folge hatte. Garnett fiel diese Saison zum wiederholten Mal durch solche unsportlichen Aktionen negativ auf. Sollte ihm noch ein guter Vorsatz für das kommende Jahr fehlen, wäre sportliche Fairness schon mal ein guter Anfang.
Ein weiteres Highlight der vergangenen Woche war das zweimalige Aufeinandertreffen der beiden führenden Scorer, und MVP-Kandidaten, dieser Saison: Dwyane Wade (Foto) und LeBron James. Während die Cleveland Cavaliers mit einer Bilanz von 26 Siegen bei fünf Niederlangen nur knapp hinter Boston auf Platz zwei der Eastern Conference stehen, kann man die bisherige Saison der Miami Heat auch als durchaus positiv bezeichnen, auch wenn sie im Vergleich zu Cleveland um einiges hinten anstehen (17-13).
Das erste Duell der beiden Teams am 28. Dezember konnte Cleveland dank eines überragenden LeBron James (33 Punkte, neun Rebounds, sechs Assists) mit 93:86 für sich entscheiden. Die Cavaliers können somit aktuell auf eine 16-0-Heimbilanz zurückblicken. Damit ist die Franchise aus Ohio das einzige Team der NBA, das zuhause noch ungeschlagen ist. Das zweite Aufeinandertreffen ging trotz einer weiteren überragenden Vorstellung des „Kings“ (38 Punkte, sieben Assists) zugunsten der ausgeglichener wirkenden Miami Heat aus. Bis auf das dritte Viertel konnte das Team von Coach Eric Spoelstra alle anderen Abschnitte für sich entscheiden und wirkte vor allem im Abschluss deutlich ambitionierter als die Cavaliers.
Obwohl im Duell um die Scorer-Krone LeBron James beide Spiele zu seinen Gunsten entscheiden konnte, war es ihm nicht möglich, die Negativserie seines Teams an seinen Geburtstagen zu beenden. James, der am vergangenen Dienstag seinen 24. Geburtstag feierte, erlebte an jedem seiner Ehrentage während seiner Profikarriere eine Niederlage und muss somit auf eine Geburtstags-Bilanz von 0-3 zurückblicken. Von den Reportern mit dieser Bilanz konfrontiert, antworte James mit einem Lachen: „Es ist traurig. Ich muss gleich weinen.“
Wie sah der Jahresabschluss bei anderen Teams aus?
Im Osten können vor allem die Detroit Pistons und die Atlanta Hawks zufrieden das Jahr 2008 abschließen.
Die Pistons konnten trotz Verletzungsproblemen (Richard Hamilton, Antonio McDyess und Rasheed Wallace) fünf Sieg in Folge einfahren, darunter auch ein wichtiger Erfolg gegen die zuletzt starken Orlando Magic. Vor allem auf Rodney Stuckey, Allen Iverson und Tayshaun Prince konnte Head Coach Michael Curry zuletzt immer wieder bauen. Dank der größeren Rotation, welche das Team seit dem Transfer von Iverson immer wieder praktiziert, konnten die jungen (Bank-)Spieler den Ausfall ihrer zwei erfahrenen Big Men und ihres Topscorers relativ problemlos kompensieren.
Noch positiver sieht die Bilanz der Hawks aus. Nachdem die Habichte im Dezember ihre Heimstärke bewiesen hatten – in acht Partien gewann Atlanta sieben Begegnungen, darunter gegen Detroit und Cleveland –, konnten die Hawks auch das letzte Spiel der Saison auswärts bei den Indiana Pacers für sich entscheiden. Überragender Spieler war dabei wieder einmal Joe Johnson (Foto), der von Coach Mike Woodson am letzten Spieltag geadelt wurde, in dem dieser ihn in eine Liga mit Kobe Bryant und LeBron James setzte.
Auch die Orlando Magic können mit den letzte Tagen des Jahres, abgesehen von der Niederlage gegen Detroit, durchaus zufrieden sein und auf eine Bilanz von acht Siegen bei zwei Niederlagen während der letzten zehn Spiele zurückblicken. Besonders positiv zu erwähnen waren die extrem starken Leistungen von Hedo Turkoglu, Rashard Lewis und Jameer Nelson. Zumindest einer von ihnen dürfte neben Dwight Howard durchaus ein Kandidat für das All-Star Game 2009 sein.
Im Westen zeigte in der vergangenen Woche ein „alter Mann“, dass er durchaus noch nicht zum alten Eisen des Basketballs gehört.
Da Steve Nash in der Partie bei den Oklahoma City Thunder am vergangene Montag mit Rückenproblemen bereits nach neun Minuten das Feld verlassen musste und Amare Stoudemire früh mit Foul-Problemen zu kämpfen hatte, warf Shaquille O'Neal (Foto) in Reihen der Phoenix Suns mal wieder den Diesel an und führte die Suns mit 28 Punkten und zwölf Rebounds zu einem 110:102-Sieg. Durch diese Leistung schob sich Shaq in der Liste der besten Punktesammler aller Zeiten vorbei an Dominique Wilkins auf Platz neun. Mit einer erneuten Kraftleistung beim darauffolgenden Sieg gegen die Memphis Grizzlies gelang es O'Neal sogar, vorbei an Oscar Robertson auf den achten Rang zu klettern. Zu diesem Ereignis befragt, antwortete der „Diesel“ im Interview wie folgt: „Ich bin über mich selbst wirklich verärgert. Ich habe etwa 5.000 Freiwürfe verworfen. Wenn ich nur halb so viele verwandelt hätte, dann wäre ich wahrscheinlich jetzt die Nummer drei.“
Ein besonderes Augenmerk galt vergangene Woche auch noch der Leistung der Denver Nuggets beim Spiel gegen die Toronto Raptors, welches Denver mit 114:107 für sich entscheiden konnte. Weniger das Spiel selbst stand im Vordergrund, als die Tatsache, dass mit diesem Sieg George Karl seinen 900. Sieg als Profi-Coach markieren konnte.
Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen
Fragwürdige Entscheidungen gibt es immer wieder, keine Frage, und ohne sie wäre die NBA wohl auch nur halb so spannend. Noch Jahre später erinnert man sich an diverse „Calls“ und gerät darüber ins Diskutieren.
Auch in der vergangenen Woche gab es wieder einige Highlights unter den Entscheidungen der Referees. Abgesehen von der Entscheidung gegen Dirk Nowitzki gab es im Spiel der Mavericks gegen die Jazz eine weitere strittige Szene, die zu hitzigen Debatten führte, als Andrei Kirilenko sich nach einem „Riechkontakt“ mit Nowitzkis Achselhöhle theatralisch zu Boden fallen ließ. Obwohl die NBA Anfang der Saison zu Protokoll gab, stärker gegen diese sogenannten Flopper vorzugehen, zog Kirilenko das Offensivfoul.
Das auch freundschaftlich gemeinte Körperkontakte technische Fouls nach sich ziehen können, musste Reggie Evans erfahren. Nach einem Zweikampf versetzte er seinem ehemaligen Teamkollegen Kyle Korver einen anerkennenden Klaps auf dessen Hinterteil. Ob es als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder als regelwidriger Körperkontakt gewertet wurde, werden wir wohl nie erfahren, doch die Schiedsrichter entscheiden sich dafür, Evans ein technisches Foul für diese Geste zu geben.
Randnotizen
C.J. Watson gibt sich schon nach zwei starken Würfen gegen Toronto und Boston einen neuen Spitznamen. Er erklärte der anwesenden Presse, dass man ihn in Zukunft „Crunchtime C“ nennen dürfe.
Sage und schreibe ein Wurf aus dem Feld fand im zweiten Viertel beim Spiel der Timberwolves gegen die Grizzlies auf Seiten Minnesotas den Weg in den Korb. Timberwolves-Coach Kevin McHale kommentierte dies mit den folgenden Worten: „Wir haben in diesem zweiten Viertel den Basketball zurück nach 1952 geschickt.“
Technische Probleme gab es beim Duell zwischen den Charlotte Bobcats und den New York Knicks: Sowohl die Anzeigetafel als auch die Uhr und das Signalhorn funktionierten teilweise nicht, was dazu führte, dass man diese zeitweise durch diverse Hilfsmittel (Gasfanfare) ersetzen musste.
Carlos Boozer (Foto) wird den Utah Jazz einen weiteren Monat oder sogar noch länger nicht zur Verfügung stehen. Boozer, bei dem schon spekuliert wurde, ob er Utah verlassen will, wird sich in den kommenden Wochen einem Eingriff am Knie unterziehen müssen.
Nenad Krstic ist mittlerweile bei seinem neuen Team, den Oklahoma City Thunder, eingetroffen, musste aber zunächst noch in Zivil auf der Bank Platz nehmen, da seine Greencard noch nicht neu ausgestellt worden war.
Stat Lines der Woche
Joe Johnson erzielte beim Sieg der Hawks gegen die Chicago Bulls 41 Punkte und verteilte acht Assists. Damit machte der Shooting Guard der Hawks erneut deutlich, warum man ihn mittlerweile zu den besten Spielern der Liga zählen darf.
In der gleichen Partie überzeugte auf Seiten Chicagos Ben Gordon mitt 33 Zählern (6/8 3FG) und sechs Assists. Durch diese erstklassige Ausbeute von jenseits der Dreipunktelinie überholte Gordon Scottie Pippen, was verwandelte Dreier im Trikot der Bulls betrifft.
LeBron James konnte gleich zwei Mal großartige Statistiken auflegen. Bei beiden Spielen gegen Miami erzielte der Small Forward der Cavaliers über 30 Punkte und verteilte durchschnittlich acht Korbvorlagen.
38 Punkte und 16 Rebounds lieferte Al Jefferson beim Sieg seiner Timberwolves gegen die Memphis Grizzlies ab. Dabei verwandelte der Big Man 16 seiner 25 Feldversuche.
Seine Rebound-Qualitäten stellte Marcus Camby (Foto) vergangene Woche gleich zwei Mal unter Beweis: Gegen die Sacramento Kings kam er auf 24 Rebounds, während Camby gegen die Philadelphia 76ers 17 Bälle von den Brettern pflückte.
Buzzerbeater der Woche
Bei der 92:100-Niederlage der Los Angeles Clippers gegen die 76ers aus Philadelphia gelang Al Thornton weit aus der eigenen Hälfte nach einem Rebound ein Kunstschuss der besonderen Art: Der Ball flog in Richtung des gegnerischen Korbes, landete auf dessen Oberkante, prallte noch ein paar mal am Gestänge ab, bevor er letztendlich in den Korb fiel. Da der Ball jedoch das Gestänge berührt hatte, zählte der Korb nicht. Da das ganze trotzdem absolut sehenswert war, stellt dieser Kunstwurf den Buzzerbeater der Woche dar – auch wenn es keiner war.
Zitat der Woche
„Man kann D-Wade nicht stoppen.“ (LeBron James über seinen Nationalmannschaftskollegen Dwyane Wade, welcher mit seinen Heat James und dessen Cavaliers beim zweiten Aufeinandertreffen besiegen konnte.)






von nicoquanz 02.01.09 um 16:04:33
tolles zitat der woche............ da hättet ihr mal was besseres nehm,en können nur weil der satz von lebrone kommt mich kotzt es eh an das lebrone jede n8 in den nba top 10 ist für sachen die nicht reingehören ab und zu hat er top 10 plays gehabt durch langweilige blocks finde die leute soltlen bei nba.com mal wirklich die guten aktionen und nicht meistens wegen ihren namen die spieler reinbringen ich sage nur shaqs billige punkte wenn er jemandem im all time punkte race überholt kommen da auch rein obwohl sie total langweilig sind
von Treffnix 02.01.09 um 17:02:09
@ nicoquanz: ich habe das zitat sicher nicht gewählt weil es von lebron kommt, wie du im bericht siehst, gab es ja noch viele andere gute zitate, die an dieser stelle hätten stehen können. ich habe es u.a. darum gewählt, weil es die aktuelle form von d-wade würdigt, wenn das lob von einem der besten spieler der liga kommt. (wäre es von kobe gewesen hätte ich es auch genommen).
was die nba top 10 angeht, stimme ich dir zu, die qualität hat bei der auswahl manchmal das nachsehen....
von schsim 02.01.09 um 18:15:36
Der Flop von AK 47 ist ja lächerlich... hätte Nowe mal dem aufs Maul gehauen, der hätte es verdient. Dass ausgerechnet Europäer und Brasilianer (Varejao) den Fußball mitbringen müssen zum B-Ball ist doch scheiße für den Ruf des internationalen Basketballs...
Geiler Buzzer-Beater einfach...
von 23kingjames 02.01.09 um 19:21:33
Alles gehört da vielleicht nicht von ihm rein, aber wenns um die Blocks wie den an Yao Ming geht, dann weiß ich echt nicht was ihr habt...bei jedem anderen Spieler, wärs schon das Play of the Month, bei Lebron läufts unter ferner liefen....
von Mt.Mutombo 02.01.09 um 19:28:21
Also der Flop ist wirklich jämmerlich. Man bekommt auch oft den Eindruck, dass bei spielen in Utah komisch gepfiffen wird.
Hingegen sollte man aber bei der anderen Aktion nicht dieses theatralische Youtube video zu Rate ziehen. Schaut doch mal auf den Mavericks Spieler, der Harpring beidhändig(!) wegpusht und dann dessen rechten Arm runterdrückt. Nowes ausblocken ist auch eher jämmerlich, er spürt gerade mal wo der gegner ist, statt (nach Lehrbuch) Kontakt aufzunehmen und vernünftig auszublocken. Dass man dann bei nem kleinen Push auch noch so wie Dirk nach vorne springt, als sei man gerade angeschossen worden, ist auch nicht hilfreich.
Die Aktion von Harpring danach ist allerdings auch wieder krass unsportlich, warum zum Geier springt der beidhändig zum Ball, der durch die Reuse fliegt? Darf er im Training auch nie an den Ball? :-D
von *Oscar* 02.01.09 um 19:33:02
Ich für meinen Teil finde die Blocks von James , die in den Top 10 gezeigt werden einfach nur spektakulär. Allein wegen der krassen Hangtime sind die gut anzuschauen. Deswegen versteh ich die Kritik an der Auswahl nicht so ganz.
Und Shaques Dunks, enn er mal wieder jemanden auf der All-Time-Scoring Liste überholt gehören auch in die Top 10, weil da Geschichte geschrieben wird. Wie oft passiert das schon mal?
Ich find die Leistungen von Turkoglu nicht Allstar würdig. Naja und Lewis knapp 20 Ppg und 6 Reb. Für einen Max-Deal? Da gibs ne Reihe Forwards im Osten die mehr bringen. Kann sein das hierbei meine persöhnliche Abneigung gegen die beiden meine Bewertung der Leistungen negativ beeinflusst.
von CoolHandLuke 03.01.09 um 01:35:06
Da muss ich *Oscar* rechtgeben: Turkoglu und Lewis schießen beide zusammen die Lichter aus, beide nehmen gerne viele Würfe (Dreier),
treffen aber nicht so überragend.
Aber die beiden deswegen als All-Star-Kandidaten zu titulieren .... ich weiß nicht .....
Sorry, aber einer, der behauptet, Hedo Turkoglu hat eine gute Wurfauswahl heißt wahrscheinlich Don Nelson (jeder Wurf ist ein guter Wurf).
Ansonsten finde ich die Magic aber gar nicht so schlecht, könnten heuer in den Playoffs mal was reißen.
von Noah 03.01.09 um 12:03:17
Also das mit Dirk Nowitzki und Matt Harping ist meiner Meinung unfair bestraft worden. Okay, Nowitzki hat schon übertrieben, warum Harping so nach den Ball "hechtet" obwohl er schon im Korb war, verstehe ich auch nicht.
Das mit AK und dem Flop ist echt ziemlich lächerlich, ich würde mich schämen, wenn ich soetwas mache.
von all eyez on me 03.01.09 um 16:23:09
naja...lewis hat bislang 97 von 236 dreier verwandelt, damit führt er die gesamte liga an und die trefferquote ist mit 41,1 % auch sehr ordentlich für den 3er und die anzahl der würfe...also ich würd schon sagen das ist schon sher gut. dass er soviele 3er wirft, liegt einfach an der spielweise der magic, die die meisten 3er der liga ballern. sie spielen mit howard unterm korb und 4 shootern von außen.
und was seine stats von ca. 20pts und 6 rebs angeht, ich finde das sind schon werte die den all star niveau sehr nahe kommen.
klar. es gibt sicher fowards die besser stats haben, aber erstens sind diese stats ja alles andere als schlecht und zweitens sind stats nicht alles.
lewis ist einer der entscheidenden spieler, bei einem der besten teams der liga.
also ich denke ne all star nomminierung wäre verdient.
naja, aber es stimmt, das hedo schon zuweilen ne fragwürdige wurfauswahl hat, siehe das letzte spiel gegen die heat. 1-14, das ist schon mies.
von Suck My Diktiergerät 03.01.09 um 21:57:32
und wegen "nur" 20 ppg...damit ist er immerhin auf dem 29.platz ligaweit. das ist schon nicht schlecht. dazu verdammt gute dreierquote. er hätte es verdient (hab aber auch seit sonics tagen starke sympathien ;) )
und da bei allstargames spieler von verlierenden mannschaften weniger berücksichtigt werden stehen seine chancen wohl nicht schlecht.
von RUN & GUN 05.01.09 um 16:37:43
ich denke, dass es ein teil der jazz-taktik ist, dirk zu provozieren. wenn einer noch so nach dem ball springt, obwohl er schon drin ist, hat nur das ziel, seinem gegenspieler einen unnötigen rempler zu verpassen. und da sowas i. d. R. von den refs nicht geahndet wird, da ja ein vermeintliches interesse besteht, noch an den ball zu kommen, falls er nicht reingeht, ist das eine gute möglichkeit seinen gegenspieler aus dem spielrythmus zu bringen.
trotzdem find ichs gut, dass dirk die zähne gezeigt hat. das erwarten die leute in dallas von ihm ja auch irgendwo. und das eine spiel sperre haben die mavs ja auch ohne ihn gut rumgebracht :-)