NBA-Saisonvorschau

Monate des Donners

In der Northwest Division scheinen die Oklahoma City Thunder um Kevin Durant (Foto) nach ihrer Conference-Finals-Teilnahme im letzten Jahr das Team der Zukunft zu sein. Während Portland und Denver einige Abgänge zu verkraften haben, werden in Utah und Minnesota interessante Rookies debütieren.

Von Johannes Goedeking (jg), Johannes Hübner (jh), Dennis Klammer (dk), Christian Mannsbart (cm), Jens Nolting (jn)
 14.12.2011 |


Minnesota Timberwolves: neuer Schwung

Vergangene Saison: 17 Siege, 65 Niederlagen (Siegquote: 20,7%); keine Playoffs

(jg). Zwei Jahre lang mussten die Minnesota Timberwolves auf Ricky Rubio (Foto oben) warten. Als der Aufbauspieler dann endlich im Juni 2011 seine Wechselabsichten gen NBA bekannt gegeben hatte, musste nun der Hoffnungsträger auf Grund des Lockouts auf den Wechsel zu seinem neuen Team warten. Nach 30 Monaten voller Wechsel- und Ablösegerüchten sind Rubio und die Wolves nun endlich vereint, um 2012 einen Weg aus dem Tabellenkeller zu finden.

Ein wilder Traum aller Fans des hohen Nordens ist dies nun nicht mehr. Diese Saison könnte nicht nur unterhaltsame Spiele bieten – was schon letztes Jahr oft der Fall war –, sondern auch einige Siege abwerfen. Eine Playoff-Teilnahme, vor allem im starken Westen, ist zwar unrealistisch, doch der Weg zu diesem Ziel scheint gefunden zu sein.

Neben dem spanischen Jungstar wird auch der zweite Pick des diesjährigen Drafts, Forward Derrick Williams, in seiner ersten Saison für Minnesota auf Korbjagd gehen. Ungeklärt allerdings ist die Rolle der beiden Rookies: Wird Rubio direkt ins kalte Wasser geworfen oder langsam in eine Starterrolle eingeführt? Und was ist mit Williams? Würde er auf der Vier spielen, müsste er sich wohl All-Star Kevin Love unterordnen. Wenn er auf der Drei agiert, muss er schon beim Saisonauftakt gegen die Oklahoma City Thunder zeigen, dass er Gegner wie Kevin Durant verteidigen kann.

Auf den dritten namhaften Neuzugang, Head Coach Rick Adelman, kommen also knifflige Aufgaben zu. Doch der 65-Jährige hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass er Probleme mit Geduld und Sachverstand bewältigen und aus einer Ansammlung an Individuen ein Kollektiv formen kann. Er scheint also die richtige Lösung für die Timberwolves zu sein.

Bester Spieler wird voraussichtlich erneut Reboundmagnet Kevin Love sein. Der 23-Jährige hofft, an seine von Rekorden gefüllte All-Star-Saison anschließen zu können und sich eine Vertragsverlängerung zu verdienen. General Manager David Kahn hat diese Vertragsverlängerung zu seiner Priorität erklärt und erwartet, dass der 2,09 Meter große Forward „für viele weitere Jahre ein großer Teil dieses Teams“ sein wird. In der langen Offseason hat Love zehn Kilo abgenommen und wird wohl mit der neuen Leichtigkeit häufig auf der Center-Position aushelfen müssen. Derrick Williams und Forward Michael Beasley sind zu schade für die Bank; außerdem könnte sich Coach Adelman eine Aufstellung mit diesen drei im Frontcourt durchaus vorstellen.

Auch Guard Luke Ridnour, Sophomore Wesley Johnson und Serbe Darko Milicic können sich genauso auf einen wichtigen Platz in der Rotation verlassen und werden jeweils um einen Platz in der Ersten Fünf kämpfen. Die bisherige Offseason der Wolves beinhaltet zudem die Verpflichtung vom erfahrenen Brad Miller (im Trade für Jonny Flynn) und von Free Agent-Wirbelwind Jose Barea, der vom amtierenden Meister Dallas samt Karrierenjahr nach Minneapolis stößt.

Prognose: Mit diesem jungen Kader und einem angriffslustigen Head Coach sollte es den Wolves in dieser Saison verwehrt bleiben, erneut das Schlusslicht der Liga zu geben. Die Playoffs sind wegen mangelnder Erfahrung nach wie vor unerreichbar, doch ein Lehrjahr auf dem Weg dorthin kann nicht schaden.

US-Managerspiel-Tipp: Neben dem offensichtlich effektiven Kevin Love, der jeden Abend einige Fantasy-Punkte sammeln wird, könnte Wesley Johnson, derzeit für 2,88 Millionen Dollar zu haben, dieses Jahr ein echter Steal werden. Im berühmten zweiten Jahr, das für so viele Spieler eine Leistungssteigerung birgt, könnte der Forward ein großartiges Jahr haben.

Depth Chart (Stand: 14. Dezember 2011):

Erste Fünf Bank Bank
PG: L.Ridnour R.Rubio J.Barea
SG: W.Johnson M.Webster  
SF: M.Beasley D.Williams  
PF: K.Love A.Randolph A.Tolliver
C: D.Milicic N.Pekovic  

Erweiterter Kader: Brad Miller (C), Malcolm Lee (SG), Wayne Ellington (SG), Robert Vaden* (G/F)

* Spieler mit nicht-garantiertem Vertrag




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Kommentare

(1 Kommentar bisher)

von limbushkit 21.12.11 um 15:43:01


Kurz meine Meinung zu den Mannschaften:
- Thunder: sind heuer für mich absolute Titelfavoriten. Sie sind wieder ein Jahr älter, haben in den letzten Playoffs viel Erfahrung gesammelt und sind ein ausgeglichenes Team mit 2 Topstars und vielen sehr guten Ergänzungsspielern. Zudem scheint Perkins fit zu sein und ich denke, dass er der Schlüssel sein könnte, denn offensiv zählen sie zu den stärksten Mannschaften und mit ihm in der Mitte sind sie nun auch defensiv absolut dabei.
- Denver kann ich nicht wirklich einschätzen. Hätte mir letztes Jahr nach dem Trade einen Leistungsabfall erwartet, aber Karl hat die Mannschaft perfekt aufeinander eingestimmt. Könnte auch heuer wieder so sein, aber ich glaube nicht, dass sie ein ernstes Wörtchen mitreden können.
- Für Portland wird es sehr schwer werden. Die Starting Five finde ich ganz ok, aber die Bank wird ziemlich schnell ziemlich dünn. Dazu sind viele Spieler verletzungsanfällig. Werden um Platz 8 kämpfen müssen.
- Utah ist ebenso schwer einzuschätzen. Im Frontcourt sind sie sehr stark und wenn Harris wieder sein Form findet, dann traue ich ihnen einiges zu. In der ersten Playoffrunde ist aber Schluss, außer sie können sich mit einem guten Trade noch verstärken.
- Minnesota braucht wohl noch einige Jahre. Mal sehen, ob Rubio dem Druck standhält und tatsächlich so stark ist, wie es in den Medien gepriesen wird. Aber, das Team ist jung, wird heuer wieder dazulernen und mit Adelman haben sie einen der besten Trainer an Land gezogen. Ich ehe der Zukunft positiv entgegen



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