Jul
07
1. Amorbacher Basketball Challenge
12:00 Uhr Parzival Sporthalle, Amorbach




NBA-Saisonvorschau

Aufgerüstet

Ob Trevor Ariza, Allen Iverson, Richard Jefferson, Shawn Marion (Foto) oder Emeka Okafor. Jede Mannschaft der Southwest Division vermeldete über den Sommer mal mehr, mal weniger prominente Neuzugänge. Während die Teams aus Dallas, New Orleans und San Antonio wieder an Erfolge der jüngeren Vergangenheit anknüpfen wollen, geht Houston in ein Übergangsjahr. Und wohin die Memphis Grizzlies gehen, wissen sie wohl selbst nicht so recht.

Von Manuel Baraniak (mb), Christian Guse (cgu), David Lorenz (dl), Maximilian Selow (ms)
 22.10.2009 |

Dallas Mavericks: Veteranen-Truppe plant Großangriff

Vergangene Saison: 50-32; zweite Playoff-Runde

(dl). Die Dallas Mavericks haben den langen Sommer dazu genutzt, ihren Kader für die kommende Saison kräftig durcheinander zu wirbeln. Spieler wie Brandon Bass, Ryan Hollins, Antoine Wright, Devean George oder Jerry Stackhouse haben Texas verlassen. Im Gegenzug verstärken namhafte Akteure wie Shawn Marion, Drew Gooden oder Tim Thomas das Team von Head Coach Rick Carlisle. Zudem wurden mit Rookie Rodrigue Beaubois, Energiepaket Kris Humphries und Defensivspezialist Quinton Ross vielversprechende Rollenspieler verpflichtet.

Darüber hinaus gelang es dem Management der Mavs, Spielmacher und Anführer Jason Kidd für weitere drei Jahre an Dallas zu binden, was vergangenen Sommer oberste Priorität in den Planungsspielen der Führungsstrategen genoss. Lediglich der missglückte Versuch, Marcin Gortat von den Orlando Magic loszueisen, trübte leicht die ansonsten erfolgreiche Offseason auf dem Transfermarkt. Mavericks-Besitzer Mark Cuban lies sich ob den vielen Verstärkungen bereits zu der Bemerkung hinreißen, es hätte seit Beginn seiner Inhaberschaft der Franchise im Jahre 2000 noch keine bessere Dallas-Mannschaft gegeben.

Doch bei aller Euphorie hat der Vizemeister der Saison 2005/2006 mit nicht zu unterschätzenden Risiken für die anstehende Spielzeit zu kämpfen. Zu nennen sind dabei drei Faktoren: die Gesundheit der zum Teil verletzungsanfälligen Spieler, das hohe Durchschnittsalter der Mannschaft und offene Fragen zur Rollenverteilung und Chemie innerhalb der Truppe.

Josh Howard (Foto), Leistungs- und Hoffnungsträger in Dallas, unterzog sich während der Sommerpause einer Operation am Sprunggelenk. Der Small Forward hatte die komplette abgelaufene Saison mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Ein Eingriff war unumgänglich. Aufgrund des langwierigen Heilungsprozesses verpasste Howard einen Großteil der Saisonvorbereitung und konnte erst in der vergangenen Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Währenddessen verletzte sich Marion, der starke Leistungen während den Offseason-Partien der Mavs abliefern konnte, an der Wade, wird aber bald wieder zurück erwartet. Noch härter erwischte es Tim Thomas, der sich am Knie verletzte und operiert werden musste. Wann Thomas wieder aufs Parkett zurückkehren kann, ist derzeit noch nicht bekannt.

Da die Mavericks eines der ältesten Teams der Liga stellen (fast jeder Leistungsträger ist über 30 Jahre alt), könnten sich solche oder ähnliche Verletzungssorgen im Laufe der Saison wiederholen. Auf der anderen Seite ist aber zu erwähnen, dass die Mannschaft in gesunden Zustand aufgrund ihrer großen individuellen Erfahrung zu einem Geheimfavoriten in der äußerst stark besetzten Western Conference avancieren könnte.

Dazu muss Rick Carlisle allerdings den richtigen Mix an Einsatzzeiten und Spielanteilen für die Akteure seiner Mannschaft finden. Potenzial und Talent ist massenhaft vorhanden. Mit Dirk Nowitzki (Foto), Kidd, Marion und Howard stehen Carlisle vier (ehemalige) All-Stars zur Verfügung. Dazu kann er auf die Dienste des amtierenden „Sixth Man of the Year“ bauen: Jason Terry. Doch noch längst ist nicht klar, welcher Spieler auf welcher Position aufläuft und wer im Angriff wie viele Freiheiten erhält.

Während der Vorbereitung zeichnete sich zumindest ab, dass Terry auch in der kommenden Saison als sechster Mann der Mavs agieren wird – trotz personeller Probleme auf der Position des Shooting Guards. Sind Howard und Marion körperlich fit, könnte Carlisle mit Howard auf der Zwei und Marion auf der Drei beginnen lassen. Ansonsten wäre Quinton Ross eine Alternative auf der Position des startenden Shooting Guards, was zumindest auch die Defensive stabilisieren dürfte. Keine Probleme hat Dallas hingegen auf der Eins und der Vier. Jason Kidd ist als Spielmacher gesetzt, dahinter werden Jose Barea und Beaubois um die Minuten als Backup-Point-Guard kämpfen.

Während sich Barea in der vergangenen Saison als solider Vertreter von Kidd etablierte, und auch vermehrt mit ihm zusammen auf dem Feld stand, konnte Beaubois zuletzt in der Summer League überzeugen. Dank eines guten Wurfes von außen und überdurchschnittlichen Qualitäten als Verteidiger avancierte der Franzose zur positiven Überraschung in Las Vegas.

Photo by Keith Allison (License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Am stärksten ist Dallas jedoch auf der Position des Power Forwards besetzt – nicht nur dank Dirk Nowitzki. Marion (Foto) kann neben der Drei auch auf der Vier auflaufen, und im Zusammenspiel mit Kidd, den er noch aus vergangenen Tagen in Phoenix kennt, für Tempobasketball und Fastbreaks en masse sorgen. Darüber hinaus hat sich überraschenderweise Kris Humphries während der Preseason als echte Alternative unter den Brettern angeboten. Dank seines energiegeladenen Spiels bot sich der 24-Jährige mit zahlreichen Rebounds und hart erarbeiteten Punkten als echte Alternative zu Nowitzki an. In James Singleton, mit dem Dallas jüngst verlängern konnte, hat Carlisle zudem einen ähnlichen Spielertypus wie Humphries auf der Bank, der ebenfalls solide Statistiken abzuliefern vermag. Darüber hinaus könnte Tim Thomas, sofern denn wieder gesund, die Mavericks mit seinen Distanzwürfen auch von außen wieder etwas gefährlicher machen, nachdem Dallas in der vergangenen Saison von „Downtown“ zu den schlechtesten Teams der Liga zählte (35,0% 3FG, 25. Platz).

Und dann ist da ja noch Drew Gooden. Der gelernte Power Forward, zuletzt in Diensten der San Antonio Spurs, wird in Dallas voraussichtlich eher auf der Position des Centers zum Einsatz kommen, der großen Problemzone im Spiel der Mavs. Gooden hat mit 2,08 Metern Körpergröße zwar nicht die nötigen Zentimeter für die Fünf im Gepäck, doch verfügt er über ein sehr solides Reboundspiel und ein breit gefächertes Repertoire an Postup-Moves – was Erick Dampier, bisher der startende Center der Mavericks, nicht gerade von sich behaupten kann. Dallas würde mit Gooden an Stelle von Dampier körperlich zwar relativ klein besetzt sein, könnte dafür jedoch um einiges schneller agieren und auch dank Kidd und Marion einen Großteil der Punkte im Fastbreak einfahren.

Wie Rick Carlisle die einzelnen, hochkarätigen Komponenten seiner Mannschaft zu einem großen Ganzen zusammenfügen wird, dürfte eine der spannendsten Fragen der anstehenden NBA-Saison werden. Die Qualität, im Westen unter die vier besten Teams zu kommen, ist sicherlich vorhanden. Jetzt liegt es an der Mannschaft, schnell zueinander zu finden und dem Mitspieler zu vertrauen.

Optimum: Carlisle findet den richtigen Mix zwischen Starting Five und seinen Bankspielern, sodass Dallas über 48 Minuten einer Partie im Angriff größte Gefahr ausstrahlt und offensiv zu den vielseitigsten Teams der Liga zählt. Zudem gelingt es dank Quinton Ross und Rodrigue Beaubois, endlich schnelle gegnerische Backcourts effektiv zu verteidigen. Durch Marion und Gooden wird Nowitzki darüber hinaus in der Defensive entlastet, um sich voll auf das Angriffsspiel zu konzentrieren. Die Mavericks mischen die Western Conference mit einem unorthodoxen Spiel auf und ziehen ins Conference-Finale ein.

Floptimum: Marion und Howard kommen auf dem Spielfeld überhaupt nicht miteinander klar, was sich auch negativ auf die Stimmung innerhalb der Mannschaft ausschlägt. Die große Zahl an Offensivspielern wird unzufrieden, da keiner für sich die nötige Anzahl an Würfen bekommt. Zudem verletzen sich Leistungsträger; Dallas rettet sich mit Ach und Krach in die Playoffs, die für die Texaner bereits nach der ersten Runde beendet sind.

Jeder rechnet damit, dass Dirk Nowitzki beim All-Star-Game 2010 zuhause in Dallas auflaufen und dort mehr als 25 Minuten Einsatzzeit bekommen wird.

US-Managerspiel-Tipp: Shawn Marion (6,88 Mio.), ehemaliger Fantasy-League-Liebling, profitiert enorm von Zusammenspiel mit Jason Kidd und sollte wieder Allround-Statistiken abliefern, die an seine Zeit in Phoenix bei den Suns erinnern. Geheimtipp: Kris Humphries (1,03 Mio.), der in wenigen Minuten Einsatzzeit massig Rebounds einsammelt.




Artikel-Funktionen

Bewerte diesen Artikel:
5.00
(6 Bewertungen bisher)
 

Speichere diesen Artikel:


Kommentare

(14 Kommentare bisher)

von Lionman 22.10.09 um 18:07:19


Im Crunchtime-Blog redet ihr Euch noch mit der Nennung von bis zu 150 Spielern raus. Hier werden im Schnitt nur die beiden heißesten Kandidaten genannt. Wo bitte bleibt denn dann noch der Reiz, wenn jeder nachher dieselben Spieler im Team hat.
Spart Euch das doch bitte mal den "Tip fürs FG", ansonsten muss ich mich fragen, warum ich mich überhaupt damit beschäftige und ob ich nicht einfach was sinnvolleres tun sollte.
Ich wette morgen lese ich dann in der neuen Ausgabe der F*** die allergeheimsten Tipps für FG.
WAS SOLL DAS!?!

Recht herzlichen Dank!



von jeans270 22.10.09 um 18:42:26


joa is schon ein bischen scheiße...



von KingCrunch 22.10.09 um 18:45:38


Sorry Jungs, aber wer sein Team ausschließlich aus den hier erwähnten "Tips fürs FG" und denen aus dem Podcast zusammenstellt, wird definitiv nicht in den Top-Regionen landen. ;)

Und das wissen die erfahrenen Manager auch...



von Hurricane 22.10.09 um 20:33:11


So ich finde jetzt ist auch mal wieder was positives fällig wieder eine super Vorschau macht weiter so



von sorcera 22.10.09 um 23:01:47


ich finds aber auch ganz schön nervig dass immer irgendwelche geheim-tipps verraten werden...soll sich doch jeder selber die mühe machen und etwas recherche betreigen!!!



von nie-gewinn-kickers 23.10.09 um 09:12:12


ich findes es auch nicht so toll. (schaut mal was ich alles weiß bla bla bla....)



von Smokey2020 23.10.09 um 10:09:10


Die Tipps hier sind ja jetzt auch nicht so mega geheim, sondern eigentlich kann man sie sich durchaus denken.......
Weiß gar nicht was hier das rumgeheule soll. Ein guter Start ist eh nicht halb so wichtig wie gutes Traden......



von eightch 23.10.09 um 10:42:21


jetzt trocknet euch mal wieder die augen - ich denke nicht das zu viel verraten wurde und wer sich da so reinsteigert hat ja wohl eh keinen spaß am spiel und darum gehts ja schließlich oder meint hier jeder tatsächlich den jackpot zu knacken? außerdem belebt die konkurenz ja auch irgendwo die eigenen reservern und macht jeden einzelnen besser... bzw. trennt die spreu vom weizen ;)



von eightch 23.10.09 um 11:06:11


noch ein kleiner nachtrag zu den "supertips" über die sich die taschentuchfraktion so aufregt ;)
... shawn marion hier - im podcast shaq und auch sonst sind einige irrläufer dabei zumindest wenn man das preis-leistungsverhältnis betrachtet



von almaen 23.10.09 um 11:11:09


Ich hab' letztes Jahr das erste Mal beim Managerspiel mitgemacht und bin mit den Tipps aus den Vorschauen ganz gut gefahren. (Hab aber auch meinen eigenen Kopf mit eingebracht, mit durchwachsenem Erfolg.) Dieses Jahr kann ich zwar duchaus erkennen, welche Geheimtipps nicht genannt werden, aber ich kann die Kritik an den Managerspiel-Tipps nachvollziehen. Zumal das US-Spiel weniger Lotto als das BuLi-Spiel ist, wo jedes Jahr komplette Bundesliga-Kader ausgetauscht werden.
Trotdem sind die Vorschau-Artikel natürlich super und es wäre vielleicht subtiler, die Tipps im Fließtext einzustreuen... (alà "xy wird diesjahr mehr Spielzeit sehen"...)



von jeans270 23.10.09 um 17:18:24


ich sagte ja auch is ein BISCHEN scheiße^^ dass man mit diesen tipps nicht fertig ist, ist schon klar... und tatsächlich gabs meiner meinung auch relativ viele irrläufer... aber da die pickzahlen auch in den wert eines spielers mit einlaufen, finde ich, dass man das schon etwas begrenzen sollte... es ist nämlich definitiv eine beeinflußung...



von The Answer #3 23.10.09 um 19:01:18


Dass die Rockets im starken Westen (Lakers, Spurs, Mavs, T-Blazers, Nuggets et.) die Postseason erreichen ist aber sehr sehr optimistisch...
Realistischer wäre: Brooks und Ariza spielen eine Break-Out-Season, 2010 erhalten die Rockets einen der ersten 3 Draft-Picks, und für den auslaufenden Vertrag von T-Mac holen sie sich einen der Top Free Agents.



von Curtis 24.10.09 um 13:30:41


Ich finde auch, dass sich manche hier zu sehr aufregen. Die meisten der Tips sollte eh jeder durch eigene Recherche herausgefunden haben, zumal auch ich an einige der Voraussagen hier nicht glaube.
Kurz gesagt: ca. 3 tips pro Mannschaft = 90 Tips insgesammt tips aus dem blog (teilweise auch zweifelhaft) und sleepern von allen möglichen anderen Seiten, wie sollen da immer die gleichen Teams bei rauskommen?
Gerade weil es sol viele Tips gibt ist es interessant, weil man über so viele Spieler diskutieren kann.
Und am Ende bleibt: 15 Spieler, 60mio Budget.
Ich lese die Artikel immer sehr gerne und freue mich jedesmal wieder auf den Tip am Ende
lg



von Gnarf 01.11.09 um 23:47:14


Ich finde die Managerspieltipps toll!!!

Nicht jeder hat die Zeit stundenlang Recherche zu betreiben, um zu ermitteln wie viel Geld jeder einzelne Spieler kostet. Ich sehe die Tipps eher als kleine Hilfen und nicht als Verraten von Spielern, die man sonst niemals entdeckt hätte.

Ich wollte mich nur mal zu Wort melden, um aufzuzeigen, dass es durchaus auch Leute gibt, denen etwas an den Tipps liegt.



Du benötigst einen myCrossover-Account um Artikel kommentieren zu können!

 Registrieren oder  Einloggen

 





Du bist nicht eingeloggt. Jetzt bei myCrossover registrieren.
  •  
    Passwort vergessen?