NBA-Saisonrückblick

Wenig beängstigend

Entgegen der vergangenen Spielzeit mussten die anderen Mannschaften die Milwaukee Bucks in dieser Saison nicht mehr fürchten. Offensiv zu harmlos, verpasste die Franchise knapp die Playoffs. Was auch an den vielen Verletzungen gelegen haben mag.

Von Manuel Baraniak
 06.05.2011 |



Bilanz 2010/11: 35 Siege, 47 Niederlagen (Siegquote: 42,7 Prozent)
3. der Central Division; 9. der Eastern Conference; keine Playoffs

Von „Fear the Deer“ zu „Deer with Fear“. So könnte man den Wandel der Milwaukee Bucks von der vergangenen Saison, als sie als sechstplatzierte Mannschaft die Atlanta Hawks in der ersten Playoff-Runde zu sieben Spielen gezwungen hatten, zu dieser Spielzeit umschreiben. Erwartungsvoll starteten die Hirschböcke in die Saison. Doch durch Verletzungsprobleme, Inkonstanz und das Unvermögen in einigen knappen Spielen schlug die Stimmung am Ende in Enttäuschung um. Zwar befanden sich die Bucks im April noch im Kampf um den letzten Playoff-Platz mit den Indiana Pacers; doch vor allem die 88:89-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten machte die Träume zunichte.

Albtraumhaft müssen für Head Coach Scott Skiles die vielen Ausfälle gewesen sein. Die Starter Brandon Jennings (Foto oben), Carlos Delfino und Andrew Bogut verpassten zusammen 69 Partien. Auch die Neuzugänge Chris Douglas-Roberts (44 Einsätze), Drew Gooden (35) und Corey Maggette (67) verbrachten fast die Hälfte der Spielzeit auf der Verletztenliste. Als einzig positive Nachricht von dort ist das Comeback von Michael Redd anzusehen, der nach schwerwiegenden Knieverletzungen und -operationen und einer Pause von 14 Monaten Ende März wieder auf das Parkett zurückkehren konnte.

Als Resultat dieses Lazaretts musste Skiles 23 verschiedene Startformationen auf das Feld schicken. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das Offensivspiel Milwaukees über die gesamte Saison hin nicht entfalten konnte. Zwar legten die Bucks schon in der Vorsaison mehr Wert auf die Verteidigung. Doch in dieser Spielzeit bildeten sie bei der offensiven Effizienz und der True Shooting-Quote (die Feld-, Distanz- und Freiwürfe berücksichtigt) gar das Schlusslicht der Liga.

Somit ist es auch der viertbesten Defensive der Liga zu verdanken, dass sich die Bucks noch so lange im Playoff-Kampf befanden. Anker der Verteidigung war erneut Andrew Bogut (Foto links), der bei der Wahl zum besten Verteidiger des Jahres auf dem sechsten Platz landete. Eine schwerwiegende Ellbogenverletzung aus dem vergangenen Jahr machte dem australischen Center aber lange zu schaffen. Seine Wurfquoten (49,5% FG, 44,2% FT) waren folglich die schlechtesten Werte seiner sechsjährigen Karriere.

Statistisch groß verbessern konnte sich Brandon Jennings zwar nicht; der Sophomore machte aber immerhin kleine Schritte nach vorne und zeigte sich auch vielseitiger (ein Triple-Double, sechs Double-Doubles). Enttäuschend war dagegen der Auftritt Jennings’ Backcourt-Kollegen John Salmons. Nach dessen Vertragsverlängerung (39 Millionen Dollar über fünf Jahre) wurde Salmons seinen neuen Vertragsbedingungen nicht wirklich gerecht.

Überhaupt hätten sich die Verantwortlichen vom Trio um Gooden, Maggette und Salmons, das in der kommenden Saison zusammen 25 Millionen Dollar verdienen wird, wohl ein wenig mehr erhofft. Im Kader der Bucks befinden sich zwar einige talentierte Spieler (wie auch Ersan Ilyasova oder Luc Mbah a Moute); dennoch wird sich das Front Office fragen müssen, inwieweit der Kader zusammenpasst und nicht aus zu vielen Rollenspielern besteht. Immerhin bietet ihnen der auslaufende Vertrag Michael Redds zusätzlichen Spielraum. Spielraum, den die Bucks im kleinen Markt in Wisconsin auch benötigen werden, um Zukunft wieder fürchten lehren zu können.

Team-MVP: Andrew Bogut (12,8 PpG, 11,1 RpG, 2,0 ApG, 2,6 BpG)




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Kommentare

(9 Kommentare bisher)

von xax 06.05.11 um 15:05:16


ich hatte die bucks vor den magic in meinen tipps 8vor der saison) gerankt.

und was war?orlando spielt scheisse und die hirsche noch "scheissier".

denke aber dennoch, dass das team potential hat. die haben nen echt guten center (für mich knapp vor bynum die nr. 2 der liga) und einen guten pg. für mich die beiden wichtigsten positionen im (nba) basketball.

einer muss allerdings das superstarlevel (oder knapp dahinter ) erreichen,wenn es wirklich aufwärts gehen soll.



von Hurricane 06.05.11 um 16:09:19


Sry hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun, aber weiß jetzt nicht wo ich das los werden soll. Crossover wurde wieder als atackierende Seite gemeldet.



von xax 06.05.11 um 18:55:36


bei mir nicht



von Hurricane 06.05.11 um 20:00:38


Das ist bei Firefox so war schon einmal, kann man zwar weg machen in dem man bei seiner sicherheiteinstellung das häckchen bei atackierenden seiten weg macht. Aber ist halt nervig



von Indiana 06.05.11 um 21:16:31


Ich benutz Firefox und bei mir ist alles normal



von Hurricane 06.05.11 um 22:04:43


Bei mir jetzt komischer weise auch wieder ^^, aber back to topic. Hat micht schon gewundert das die Buks nicht in die Playofs geschaft haben, weil ich sie nicht unbedingt über die saison verfolgt habe.



von Raquel 06.05.11 um 23:30:05


@xax: Bogut die Nr. 2 vor Bynum. Also die Nummer 1 ist klar, Zaza Pachulia...
Nein aber mal Spaß beiseite. Was hälst du eigentlich so von Al Horford? Nur mal so. Bogut ist zwar mega stark in der Defense und Bynum ist ein Monster und riesen Talent, aber Horford ist meiner Meinung nach doch noch ein Stückchen weiter als die beiden. Eher das Komplettpaket. Und somit auch völlig zurecht Allstar geworden.
Würde höchstens akzeptieren, dass du ihn eher als PF siehst. Aber sonst denke ich ist er die Nr.2.

Zum anderen Thema: Ich benutze Google Chrome und bei mir hat der auch wieder diesen Virus-Alarm angezeigt. Jaja, Crossover ist eine mega unsichere Seite. Die immer mit ihren Viren...



von Raquel 06.05.11 um 23:31:06


Sehe grad, dass ich ja einen super guten Reim gemacht habe:
Die Nr. 1 ist klar,
Zaza Pachulia.

Ich bin sowas von kreativ!



von florian.li 07.05.11 um 18:17:04


Wir hatten ein Problem mit einer paar russischen Hackern. Unser Webmaster hat das aber blitzschnell behoben. Nun ist wieder alles in Ordnung. Für die Nutzer bestand keine Gefahr.



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