NBA-Saisonrückblick
Ungewissheit und ein verlorenes Jahr
Trotz aufopferungsvollem Playoff-Kampf gegen die Los Angeles Lakers müssen die New Orleans Hornets auf eine Saison zurückblicken, die einige Fragezeichen für die Zukunft bereit hält. Franchise-Spieler Chris Paul (Foto) ist dabei nur eines.
Von Maximilian Selow |
07.06.2011 | |

Bilanz 2010/11: 46 Siege, 36 Niederlagen (Siegquote: 56,1 Prozent)
3. der Southwest Division; 7. der Western Conference; erste Playoff-Runde
Eine 80:98-Niederlage im letzten Spiel der Saison bedeutete das Aus in der ersten Runde der Playoffs. Zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Spielzeiten mussten sich die New Orleans Hornets nach der ersten Runde verabschieden. Trotz großem Kampf gegen den amtierenden Meister aus Los Angeles, der dem Team von Head Coach Monty Williams viel positive Press einbrachte, am Ende aber wieder einmal nichts zählbares lieferte. Ernüchterung in der Stadt des Jazz schlich sich ein.
„Ein Sieg ist ein Sieg“, sagte Point Guard Chris Paul (Foto oben) nach dem Playoff-Aus in der Kabine. „Am Ende des Tages haben [die Lakers] vier davon und wir nur zwei. Mir ist egal, was ich geleistet habe. Für mich gehts um Siege und Niederlagen. Und wir haben es nicht geschafft.“
Es war das Ende einer ereignisreichen Saison, die sowohl auf, als auch neben dem Basketballfeld für Aufsehen sorgen sollte.
Dabei hatte die Spielzeit mit einem echten Blitzstart begonnen. Elf der ersten zwölf Spiele beendeten die Hornets siegreich, fegten bewährte und gefürchtete Gegner wie die San Antonio Spurs, die Miami Heat oder die Dallas Mavericks vom Parkett und waren schnell in aller Munde als die Mannschaft, die in die Riege der Großen aufsteigen könnte. Das Formhoch konnte das Team um den One-Two-Punch Chris Paul und David West (Foto) allerdings nur bis Ende November halten. Eine Niederlagenserie brachte die Mannschaft schnell auf den Boden der Tatsachen und damit ins Mittelmaß der Liga zurück.
Hornets-Besitzer George Shinn verkaufte die Franchise im Dezember nicht an einen anderen Investor, sondern an die NBA und sorgte damit für Zündstoff in der Liga. Die Liga als Besitzer eines Teams? Da wetterten viele Fans Wettbewerbsverzerrung. Commissioner David Stern beteuert allerdings, die Hornets nur so lange halten zu wollen, bis ein neuer Investor gefunden sei, der das Team auch möglichst in der krisengebeutelten Stadt belassen soll. Trotz ständig sinkenden Ticketverkäufen und herben finanziellen Verlusten, die die Franchise bis zu dem Zeitpunkt hinnehmen musste.
Sportlich ging die Berg- und Talfahrt weiter. Zehn Spiele andauernden Siegesserien folgten neun Niederlagen in elf Spielen. Franchise-Player Chris Paul spielte höchst unkonstant, Swingman Trevor Ariza brachte nicht immer den erwarteten Schub auf der Flügelposition und Center Emeka Okafor hatte hier und da mit einigen Verletzungen zu kämpfen.
Trotzdem auf Playoff-Kurs liegend, verletzte sich David West Ende März im Spiel gegen die Utah Jazz so schwer, dass die Saison für ihn frühzeitig beendet war. Hoffnungen auf einen letzten Lauf vor Playoff-Beginn so gut wie begraben, sicherten die Hornissen im Spiel gegen die Houston Rockets das Endrundenticket zum Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers, das das frühe Playoff-Aus zur Folge haben sollte.
So stecken die Hornets nun fest im absoluten Mittelmaß der Liga. Ohne einen Besitzer, ohne eine sichere Perspektive in der eigenen Stadt, ohne gute, nennenswerte Chancen im Rookie-Draft, mit einem All-Star Point Guard in Chris Paul, der schon vor einem Jahr verlauten ließ, gerne für ein anderes Team auf Korbjagd gehen zu wollen und einem All-Star-Power Forward in David West, der nach seiner Knieoperation erst wieder frühestens im Oktober ins Training einsteigen wird, sollte er nicht seine Option ziehen und schon in diesem Sommer aus seinem Vertrag aussteigen.
Wie gesagt, Ernüchterung in der Stadt des Jazz. Ernüchterung und eine große Portion Ungewissheit.
Team-MVP: Chris Paul (15,8 PpG, 4,1 RpG, 9,8 ApG, 2,4 SpG)






von TheGlide 08.06.11 um 12:15:52
Chris Paul nach Portland :-)
von Häntschä ALta! 08.06.11 um 13:05:26
Naja, irgendwie sind die Hornets auch selber schuld, denn wenn man nur mal kurz überlegt, haben die Hornets mehrere vielversprechende Spieler ziehen lassen: denn nicht nur Darren Collinson und Marcus Thornton hätten ein vielversprechendes Guard Duo sein können, auch Bayless war mal kurz da, und zu was der im Stande wäre, sieht man immer wieder in Toronto(18/7 als Starter). Zwar ist Jarret Jack kein Schlechter, und auch Carl Landry war eine positive Verstärkung, doch aus meiner Sicht ist das Hauptproblem der Hornets ihr vermeidlicher Führungsspieler Paul, der leider immer weniger Gegenwert für einen Trade mitbringt (auch wenn er in den Playoffs super war)und bald FA wird.
Hoffentlich zahlt sich ein kommender Chris Paul Trade für die Hornets so aus, wie der Melo Trade für Denver => sprich ein paar junge, hungrige Spieler für einen "fast satten" Superstar.
Mein Tip, Paul geht im Sommer nach LA, Orlando, Atlanta oder als RFA 2012 nach NY.
von LindemannTim 09.06.11 um 11:04:04
Orlando wäre gut, aber wie soll das gehen?^^
von superman12 09.06.11 um 11:22:08
Orlando kann ich mir auch nicht vorstellen.
Portland seh ich da mit den besseren Chancen, wenns um einen Trade geht.
von Häntschä ALta! 10.06.11 um 13:45:15
Trade mit Orlando: Nelson,R. Anderson,JJ od. Richardson + (Orton) oder Draft Pick 2013)..... dafür Paul und z.B Jason Smith, Green oder Belinelli nach Orlando.... nur so ne Idee
dafür hätte NOH dann 2 durchschnittlich gute PG (Jack und Nelson (jj. kann das auch)), nen Produktiven PF-Frontcourt (West, Landry, Anderson) und noch n' weiteren Shooter mit JJ/Jason ((+Belinelli), Green), und mit Orton n Rohdiamantenklops ;-)
für Orlando wärs auch nicht schlecht...Paul,Belinelli/Green als SG oder Smith als großer Backup...
naja