NBA-Saisonrückblick
Feinabstimmung oder Generalüberholung?
Die Minnesota Timberwolves waren in der jüngeren Vergangenheit eine der aktivsten Franchises auf dem Transfermarkt. Doch bisher haben die vielen Wechsel (Michael Beasley, Foto) nicht gefruchtet. Im Gegenteil: Die Wolves stellten in der abgeschlossenen regulären Saison das Schlusslicht der Liga.
Von Manuel Baraniak |
24.04.2011 | |

Bilanz 2010/11: 17 Siege, 65 Niederlagen (Siegquote: 20,7 Prozent)
5. der Northwest Division; 15. der Western Conference; keine Playoffs
Auch wenn eine Spielzeit auf Grund einer Nicht-Playoff-Teilnahme schon frühzeitig den Reiz verlieren mag, so ist es gerade für solche Mannschaften in unteren Tabellengefilden von Bedeutung, durch Erfolgserlebnisse die Saison nicht ganz trostlos zu beenden und mit positivem Ende den Urlaub anzutreten.
Für die Minnesota Timberwolves traf das in dieser Spielzeit allerdings nicht zu. Mit 15 Schlappen in Folge hob sich die Franchise die längste Niederlagenserie für den Saisonabschluss auf; als Resultat weisen sie die schlechteste Bilanz aller 30 Teams auf.
Doch zum Anfang der Spielzeit: Gemäß der Prämisse, im Draft stets Spieler der gleichen Position zu ziehen (2009: drei Point Guards), wählten die Wolves mit Wesley Johnson, Lazar Hayward und Nemanja Bjelica (Caja Laboral, Spanien) drei Small Forwards aus. Die Neuzugänge Michael Beasley (Foto oben) und Martell Webster können zudem ebenso auf der Drei aushelfen.
Dennoch hatte Head Coach Kurt Rambis seine Formation gefunden und ließ den neu zum Team dazu gestoßenen Luke Ridnour, Johnson, Beasley, Kevin Love und Darko Milicic, der seinen Vertrag verlängert hatte, über die meiste Zeit von Beginn an auflaufen. Die Konstanz bei der Starting Five sollte eines der wenigen guten Dinge sein, die Rambis vollbrachte. Mit 132 Niederlagen in seinen ersten beiden Jahren ist es nicht unwahrscheinlich, dass er zur kommenden Saison nicht mehr auf dem Coaching-Stuhl sitzen wird. Sein Offensivsystem, das er aus Los Angeles mitgebracht hat, ist für eine unerfahrene, junge Mannschaft wohl nicht das geeignete. Nur ein Akteur (Ridnour) ist älter als 25 Jahre. Die Wolves generierten weiterhin zwar die meisten Ballbesitze der Liga, doch wussten damit nicht wirklich umzugehen. Prozentual fabrizierten sie nämlich die meisten Ballverluste und verteilten die wenigsten Assists.
Die Position des Point Guards bleibt also vakant. Auch, da Jonny Flynn keinen Schritt nach vorne, sondern eher zwei zurück machte. So geht das Warten auf Ricky Rubio weiter. Anlässlich des bevorstehenden Lockouts könnte sich die Ankunft des (möglichen) Heilsbringers noch hinziehen.
Für David Kahn, Oberhaupt der Personalentscheidungen, sollen nämlich nur noch Feinheiten am Kader unternommen werden. „Wir sind fertig mit dem Umwälzen. Ohne Zweifel müssen wir diesen Sommer einiges an Fine-Tuning durchführen. Aber eine Feinabstimmung ist nicht mit einer Generalüberholung zu verwechseln. Es gibt einige Spieler in diesem Kader, die wir alle sehr mögen“, gab Kahn auf der Abschlusskonferenz bekannt.
Allen voran werden dies wohl Kevin Love (Foto links), Michael Beasley und Wesley Johnson sein. Während es sowohl Beasley (19,2 PpG) als auch Johnson (9,0 RpG) zwar ab und an an Konstanz vermissen ließen, absolvierte Love eine rekordgeschwängerte Saison. Die Double-Double-Maschine spielte sich in die Sphären eines Moses Malone, führte die Liga bei den Rebounds an (15,2 RpG) und versenkte ganze 41,7 Prozent seiner Distanzwürfe. Der erste All-Star in Reihen der Wolves seit Kevin Garnett wird sicherlich seinen Enkeln noch von seinem „30/30“-Spiel erzählen.
Zu den Wolves passt es dann auch wieder, dass Beasley, Love und der im Laufe der Saison verpflichtete Anthony Randolph jeweils auf den Forward-Positionen beheimatet sind. So muss man abwarten, inwiefern die Wolves ihr Spielergefährt fein abstimmen oder doch noch mehr überholen müssen. Immerhin wiegt die Gehaltsliste nach dem Abgang Al Jeffersons nicht mehr schwer. In den Träumen David Kahns werden dann wohl demnächst ein überdurchschnittlicher Free Agent, der Nummer-eins-Pick des kommenden Drafts sowie Ricky Rubio in Minneapolis auflaufen.
Team-MVP: Kevin Love (20,2 PpG, 15,2 RpG, 2,5 ApG, 41,7% 3FG)






von rosi.bo 24.04.11 um 10:56:14
wenn rubio kommt + top draft könnte was gehen. (ich sach nur okc läßt grüßen)
von Sweet Minny 24.04.11 um 15:21:23
Ein richtig guter Point Guard und ein Trainer mit Defensiv-Taktiken fehlt. Ansonsten sieht es gar nicht so übel aus.
von RedWater 24.04.11 um 17:02:35
den Wolves fehlt noch eine Menge. Eine tiefere Bank und ein guter Shooting Guard. Wenn Flynn und Johnson auf dem derzeitigen Level stangieren, dann wird das nichts mit der Verbesseung. Auf den Forward Position haben sie All-Star Potenzial. Rubio ist, wenn er sich je bei den Wolves durchsetzen wird, ein guter Mann. Milicic reicht als Starter ebenfalls aus.
von Philo 24.04.11 um 23:10:19
wenn rubio kommt dann brauchen sie nur noch 1 guten center (hinter milicic ist eine große lücke) und 1 shooting guard. damit hätten sie schonmal in gutes kader dann fehlt nur noch eine simple tatktik und schon sind sie ein playoff kandidat. genug trade-matrial haben sie ja.
10man rotation:
rubio/flynn
johnson/???
beasley/webster
love/randolph
milicic/???
für ridnour, tolliver, telfair und ellington sollte man es schaffen einen sg und center zu traden
von durant35 25.04.11 um 08:14:00
Hört sich ja ganz gut an für die T-Wolves, aber für mich klingts nach einem wenn bzw. nur noch zu viel.
Denke schon, dass sie nächste Saison das Potenzial haben ca. 35 Spiele zu gewinnen (falls es 82 gibt) aber die Playoffs trau ich den Wolves nicht zu.
Selbst wenn Rubio in die NBA kommt wird er einige Zeit benötigen, um das Team deutlich stärker zu machen.
Dafür ist er (NOCH) ein zu schwacher Scorer/Schütze. Damit er seine wahre stärke als Playmaker ausspielen kann, braucht er ein starkes Team (ähnlich wie Rondo). Wenn jemand die Wolves deutlich Stärker machen könnte, dann Irving. Er ist als Playmaker ähnlich talentiert wie RR, kann jedoch ne Mannschaft auch als scorer tragen. Und dann könnten sie ja die anderen Lücken mit dem Rubio-Trade stopfen.
Aber da waren die vielen wenns ja wieder.
von pilo86 25.04.11 um 08:49:54
Ich denke auch, dass die Wolves kein so schlechtes Gerüst haben mit Love, Beasley (wenn er sich weiter professionell verhält, Flynn (wenn er sich weiter entwickelt), Randolph und Milicic. Dann sollten sie ja einen einigermaßen passablen Draft Pick bekommen, der sie verstärkt. Mal schauen was mit Rubio ist, ob der jemals für die Wolves auflaufen wird ist ziemlich fraglich, großen bock auf die Minnesota hat er ja nicht gerade.
Denke schon dass die T-Wolves auf dem richtigen Weg sind, wenn das Team so zusammen gehalten wird. Doch glaube dass die Playoffs frühestens in 2 Jahren kommen.
Die Fans im kalten Minneapolis müssen sich wohl noch etwas gedulden.
von Philo 25.04.11 um 10:24:52
dallas ist intressiert an rubio und wenn die wölfe sich den irving holen, könnten sie rubio (und x) für haywood und x tauschen.
playoff team sind sie frühstens in 3 jahren, wenn sie sich weiter entwickeln und einen guten coach holen
von durant35 25.04.11 um 11:46:21
Kann mir nicht vorstellen, dass Minnesota Rubio gegen Haywood tauscht. Das wäre nicht gut für die Salary und würde die Mannschaft langfristig nicht nach vorn bringen.
Wüßte nicht, wen Dallas für Rubio bieten könnte, wenn überhaupt Beaubois.
Falls Phönix nen Neuaufbau wagt und Nash tradet, wie wärs dann mit Rubio gegen Gortat. Dann wär für die Wolves das Centerproblem gelöst und Phönix könnt Nash ohne bedenken traden.
von Hurricane 25.04.11 um 12:14:41
Aber warum soll Phönix Gorat traden, er war noch nicht so alt und hat ne gute Saison dort gespielt und die Suns haben doch auch keinen guten Center neben Gorat.
von durant35 25.04.11 um 19:58:42
Wenn ich aber ein talent wie Rubio haben will, dann muss man auch was dafür bieten. Ich würde eher ein neues Team um Rubio aufbauen als um Gortat.
Entscheident würde ja auch sein, wen Sie für Nash bekommen könnten bzw ob R.Lopez nochmal sein Potenzial abrufen kann.
Den Trade fänd ich im Vergleich zum Haywood-Deal für beide Seiten interessant.
Kann ja auch sein, das die Suns eher auf Brooks setzten, weiß aber nicht, ob er der mann ist um den ich ein "neues" Team aufbauen würde.
von Philo 25.04.11 um 22:37:51
der trade um haywood war auch nur ein beispiel, da die mavericks an ihm intresse haben und die wolves auf gar keinen fall noch einen pg gebrauchen können. dagegn würde der phoenix tausch mehr sinn machen und für beide seiten wäre es ein vorteil. die suns traden dann nach einem lehrer für rubio nash und damit kann man sich evtl einen guten center ins boot holen.
von Hurricane 26.04.11 um 11:15:46
Haben die Suns nicht nen Jungen Pg mit dragic schon?
von pilo86 26.04.11 um 11:43:26
Phoenix hat Dragic für Brooks nach Houston getradet
von Hurricane 26.04.11 um 13:51:57
Ok danke ist mir entgangen
von Raquel 28.04.11 um 11:19:23
Ihr vergesst leider alle, wie es in Minnesota aussieht: Wir haben festgestellt, dass sie einen Point Guard und einen Center brauchen, was holen sie sich also? Richtig, einen PF. Erst einen im Draft, dann einen Free Agent und dann traden sie vielleicht noch einen PF für einen Master Luke oder so. Obwohl, wenn man bedenkt:
2010: Point-Guard-Mania mit Flynn, Rubio, Lawson
2011: gefühlte 10 Forwards im Kader
2012: Ein Armee von Centern? Die sind ja schließlich alle groß, also werden die bestimmt niemals geblockt und machen deshalb voll viele Punkte. Klingt doch logisch...
von Lewis 28.04.11 um 12:55:23
Jo, jetzt gebt den 'Wolves halt noch n bisschen Zeit. N Playoffs-reifes Team auf die Beine zu stellen, das dann auch nicht gleich in der ersten Runde wie n Strohfeuer abbrennt dauert halt so seine Jahre.
Beispiele: Thunder, Pacers, Bulls usw.
Denk, dass die mit den Spielern auf nem ganz guten Weg sind, wenn der Kahn nicht in den kommenden Jahren blind für die gleichen Positionen draftet/tradet.
von durant35 28.04.11 um 16:29:14
Der PG Draft 2009 war ja im nachhinein kein Problem, hätte mit Lawson nur den richtigen behalten sollen :), dann hätt er alles richtig gemacht.
von Indiana 28.04.11 um 22:31:21
Eig war die Draft vor 2 Jahren kompletter Müll wie auch der letzte mit SF ohne ende und nem SG/SF als Free Agent und in nem Trade.
Kahn sollte besser einen Masterplan in der Tasche haben der uns alle schön blöd dastehen lässt im mom sieht er wie der schlechteste GM der NBA aus.
Und mit dem Coach und der Triangle hat er sich eig. auch einen Griff ins Klo geleistet.
Das einzige was er unter seiner Amtszeit bisher vorzeigen kann ist ein All-Star(Love) und einen Steal bei nem Trade(Beasley den er sich aber nicht ans Rever hängen kann weil er seinen Gegenüber ja nicht übertrumft hat sondern der Beasley für Lebron getauscht hat)