NBA Playoffs
Playoff-Rodeo im Westen
Die San Antonio Spurs (Foto) gehen zwar mit dem Heimvorteil in die Western Conference Playoffs; aber das auch nicht ohne Verletzungssorgen. Zudem warten mit dem amtierenden Meister, den Los Angeles Lakers, und den Dallas Mavericks sowie Oklahoma City Thunder potentielle schwere Gegner. Ein Ausblick auf die Erstrunden-Paarungen sowie Chancen der acht Mannschaften.
Von Manuel Baraniak (mb), Johannes Hübner (jh), Thomas Käckenmeister (tk), Dennis Klammer (dk), Florian Lindemann (fl), Maximilian Selow (ms) |
16.04.2011 | |
San Antonio Spurs (1) gegen Memphis Grizzlies (8) [Bilanz 10/11: 2-2]
Spiel 1: Sonntag, 17.04.11 in San Antonio
Spiel 2: Mittwoch, 20.04.11 in San Antonio
Spiel 3: Freitag, 22.04.11 in Memphis
Spiel 4: Samstag, 23.04.11 in Memphis
Spiel 5: Montag, 25.04.11 in San Antonio*
Spiel 6: Mittwoch, 27.04.11 in Memphis*
Spiel 7: Freitag, 29.04.11 in San Antonio*
* falls notwendig
San Antonio Spurs (61-21): Happy End der Duncan-Ära?

(tk). Das texanische Team um Legende Tim Duncan (Foto oben rechts) hat die 14. Saison* mit mindestens 50 Siegen hinter sich. Und genauso lange spielte die Nummer 21 dort unter Coach Gregg Popovich. Vier Titel gab es in dieser Zeit, und Duncan meißelte Jahr für Jahr an seinem Denkmal für die Ewigkeit: Ein Double-Double im Schnitt in über 1.000 NBA-Partien sprechen eine deutliche Sprache.
Doch nach zuletzt drei Spielzeiten ohne Finalteilnahme neigt sich die erfolgreiche Duncan-Ära dem Ende entgegen. Mit 34 Jahren ist das Zentralgestirn des Spurs-Spiels allmählich am Verglühen. Trotz 61 Siegen lieferte „The Big Fundamental“ mit 13,4 Punkten und 8,9 Rebounds pro Spiel die schlechtesten Werte seiner Karriere.
Andere Kollege sprangen dafür in die Bresche, um die dritte 60-Siege-Saison des vergangenen Jahrzehnts zu besiegeln. Die Saison wurde mit einem Blitzstart von 13 Siegen in den ersten 14 Partien begonnen. Zum Ende hin hagelte es sechs Pleiten in Folge – Negativrekord in der Duncan-Epoche. Aber das lag vor allem daran, weil die Leistungsträger für die Meisterschaftsschlachten geschont wurden.
Vor allem das Guard-Gespann um Tony Parker (Foto oben links) und Manu Ginobili (Foto links) schulterte die Hauptlast in der Offensive; beide zeichneten für ein Drittel der Punkteausbeute verantwortlich und brachten beinahe die Hälfte aller gespielten Team-Assists an den Mitspieler. Neben den drei Stars punkteten George Hill und Richard Jefferson zweistellig, Rookie Gary Neal kratzte mit 9,8 Punkten pro Begegnung am zweistelligen Schnitt.
In Sachen Tiefe (acht Spieler mit mindestens 7 PpG), Erfahrung (vier Spieler haben bereits 507 Playoff-Spiele beschritten) und Unberechenbarkeit (vier Spurs-Schützen verwandeln mindestens 40 Prozent ihrer Dreipunktewürfe) muss San Antonio keine Angst vor dem Erstrundengegner Memphis Grizzlies haben. Die Braunbären aus Tennessee konnten in bislang drei Playoff-Teilnahmen noch nie ein Spiel für sich entscheiden. Warum sollte es also diesmal anders sein? Vielleicht wegen der Dominanz im Lowpost, denn die Brecher um Zach Randolph und Marc Gasol sammelten über 50 Punkte im Schnitt. Die Spurs können aber von der Physis in Person von DeJuan Blair, Duncan, Antonio McDyess, Tiago Splitter locker dagegen halten.
Vor sieben Spielzeiten trafen sich die Spurs und Grizzlies schon einmal in der Postseason. Damals machten die Texaner kurzen Prozess und gewannen drei der vier Spiele mit mindestens 13 Zählern Differenz. Der einzige Wermutstropfen für San Antonio könnte diesmal die Mobilität von Ginobili sein. Der Argentinier überdehnte seinen Ellbogen im letzten Saisonspiel und könnte dadurch etwas eingeschränkt sein und die Auftaktbegegnung verpassen. Dennoch ist den San Antonio Spurs anno 2011 ein tiefer Ritt in die Playoffs zuzutrauen.
* In der Saison 1998/1999 hatten die Spurs eine Bilanz von 37 Siegen gegenüber 13 Niederlagen wegen der verkürzten Lockout-Saison. Hochgerechnet auf 82 Hauptrundenspiele wären sie 50 Siege locker drin gewesen.
| Erste Fünf | Bank | Bank | |
| PG: | T.Parker | G.Hill | |
| SG: | M.Ginobili* | G.Neal | |
| SF: | R.Jefferson | J.Anderson | S.Novak |
| PF: | D.Blair | M.Bonner | |
| C: | T.Duncan | A.McDyess | T.Splitter |
Erweiterter Kader: Danny Green (G/F), Chris Quinn (PG), Da'Sean Butler (F)
Memphis Grizzlies (46-36): Hungrige Bären

(mb). Es ist an der Zeit. Jahre des Fastens sind in Tennessee vorüber gezogen, die an den Bären zehrten. Nun wollen die Memphis Grizzlies zuschlagen und den ersten Playoff-Sieg in ihrer Franchise-Geschichte reißen. Zuletzt gab es vor fünf Jahren Nachschlag in Form einer Playoff-Teilnahme. Doch in den bisher drei Auftritten in der Postseason gelang der Franchise kein einziger Erfolg. Warum sollte sich dies gerade jetzt ändern?
Vor allem, wenn man sich vergegenwärtigt, dass das Alphatier Rudy Gay mit einer Schulterverletzung seine Saison vorzeitig beenden musste. Doch das Kollektiv von Vaterbär Lionel Hollins schien gerade nach diesem Verlust noch mehr zusammenzuwachsen. Nicht anders ist es zu erklären, dass die Grizzlies in den 24 Partien ohne Gay eine Siegquote von 62,5 Prozent aufweisen können.
Denn die Swingmen-Positionen sind keinstenfalls zu Schwachstellen geworden, im Gegenteil: Tony Allen und Sam Young, die beide von Beginn an auflaufen, konnten sich in dieser Saison extrem steigern. Vor allem Allen scheint seine Rolle als defensiver Kettenbär zu verinnerlichen. Vom ESPN-Blog True Hoop als „Scrappiest Player“ der NBA nominiert, gibt er den Grizzlies zusammen mit dem zur Tradining Deadline hinzu gestoßenem Shane Battier eines der besten Verteidigungsduos auf dem Flügel.
Doch diese harte Spielweise lässt sich auch generell auf die Mannschaft übertragen. Mit eher offensiv orientierten Akteuren wie O.J. Mayo – der seine Bankrolle mittlerweile akzeptiert hat – oder Zach Randolph ausgestattet, die achtbeste Verteidigung der Liga zu stellen, ist aller Ehren wert. Und vor allem ein Verdienst von Lionel Hollins.
Neben einer soliden Verteidigung ist auch eine Low-Post-Option in den Playoffs unabdingbar. Dies ist bei den Grizzlies vor allem Zach Randolph (Foto links), der nach Gays Ausfall noch mehr (offensive) Verantwortung übernehmen muss. Der Power Forward überzeugt nicht nur als Topscorer (20,1 PpG), sondern weist mit durchschnittlich 12,2 Rebounds und 2,2 Korbvorlagen auch persönliche Karrierebestleistungen auf.
Eine Karrierensaison liefert auch Aufbauspieler Mike Conley (Foto oben), der endlich seine Rolle in der Liga und den Grizzlies gefunden hat und das elfbeste Assist-Turnover-Verhältnis aller Ligaakteure aufweist. Spieler wie Marc Gasol (in seiner dritten Spielzeit), Darrell Arthur (3.), Leon Powe (5.) sowie Rookie Greivis Vasquez (1.) komplettieren die junge Rotation der Grizzlies.
Diese damit einhergehende Unerfahrenheit könnte eventuell zu einer Schwachstelle in den Playoffs werden. Jedoch stehen mit Powe und Allen sowie Battier und Randolph Finals- respektive Playoff-erfahrene Akteure in den Reihen, die ihre Mannschaftskollegen positiv zu beeinflussen wissen. „Durch sie bereiten wir uns auf Spiele anders vor, als wir es in der Vergangenheit getan haben. Wir sichtigen häufiger Videos und sind fokussierter. […] Sie gaben uns einen weiteren Aspekt des Basketballs, den wir bisher nicht eingesetzt hatten“, weiß Mike Conley um die Bedeutung der erfahrenen Akteure.
Und somit ist der erste, lang ersehnte Playoff-Sieg in der Franchise-Geschichte auch im Bereich des möglichen. Zu mehr wird es allerdings letztlich gegen die San Antonio Spurs nicht reichen. Doch die (absichtlich) verlorenen beiden letzten Saisonspiele und die letzten beiden Aufeinandertreffen gegen die Texaner (1.3.: 109:93; 27.3.: 111:104) zeigen, dass die Grizzlies frohen Mutes sind, gegen die Spurs ihren Hunger stillen zu können.
| Erste Fünf | Bank | Bank | |
| PG: | M.Conley | G.Vasquez | I.Smith |
| SG: | T.Allen | O.J.Mayo | |
| SF: | S.Young | S.Battier | |
| PF: | Z.Randolph | D.Arthur | L.Powe |
| C: | M.Gasol | H.Haddadi |
Erweiterter Kader: Xavier Henry* (G), Jason Williams* (PG - Saisonende), Rudy Gay* (SF - Saisonende)
| Teil 1: Playoff-Rodeo im Westen |
| Teil 2: Los Angeles Lakers gegen New Orleans Hornets |
| Teil 3: Dallas Mavericks gegen Portland Trail Blazers |
| Teil 4: Oklahoma City Thunder gegen Denver Nuggets |






von xax 16.04.11 um 17:13:49
puuh, der westen ist enger als der osten, aber da hier ja nur ich ahnung habe :-), hier die ultimativen endergebnisse:
dallas -Blazers 4-2 (Dirk ist viel zu gut)
lakers- n´oleans 4-0 (Free c. Paul)
OKC-Denver 4-2 (sorry denver, ich mag euch trotzdem)
spurs- grizzlies 4-1 (einen bekommen sie, einmal wirds eng für die spurs)
von Indiana 16.04.11 um 18:00:00
@xax
New Orleans nicht mal ein Spiel commooon wenigstens 4-1 give Paul some love will ya
von KB-24 16.04.11 um 18:04:54
eins werden die Lakers abgeben,weil sie einfach die lakers sind.
und ich denke eher das Memphis 2 spiele klaut,und wenns dann ersmal läuft wer weiß?playoffs eben...
von xax 16.04.11 um 18:38:59
@ indiana
okok, weil dus bist
laker-chris paul 4-1
von xax 16.04.11 um 18:42:51
gleich gehts los: bulls pacers, mein erstes live po-spiel seid jahren, gesegnet sei david stern für den leauge pass und verdammt für den lockout :-)
von sitte 16.04.11 um 19:24:47
Kleiner Fehler: Die Lockout Saison war 98/99
von xax 16.04.11 um 21:42:29
alter, hat jemand bulls-pacers gesehen?die pacers waren zu grün, sonst würden jetzt sie führen. aber noah hat energie und am ende die bigblays in der defense.
ach ja, an eightch und konsorten: wer ist der mvp?ROSE
von KB-24 16.04.11 um 21:57:05
naja ick versteh die frage nich...-.-
"nee der nich,is noch zu jung und ähh nee"...BULLshit
von Indiana 17.04.11 um 19:34:15
Also ich würde mal sagen Howard war der MVP der Nacht und da gibts nix zu debattieren
von KB-24 17.04.11 um 19:53:00
zwischen einer mvp performance bzw mvp teamleading in ausgerufener crunchtime und einem sahneabend als star weils beim eig team nicht läuft(bis auf den PG) besteht immernoch nen unterschied.
von eightch 18.04.11 um 14:06:06
@xax - normalerweise lasse ich mich nicht zu kommentaren an laien hinab aber auch für dich soll sich das aufstehen heute gelohnt haben:
der mvp-award wird für die regular-season verliehen... so weiter machen ;)
von xax 18.04.11 um 17:38:21
ach was?
eben, in der saison war er der wertvollste und in der ersten po-partie hat er das bestätigt. ganz klar, nicht das system, nicht der coach und nicht dwight howard. wer in der crunchtime so spielt, der ist würdiger mvp
und er ist auch nicht zu jung, lieber kb-24. sabonis war mit 53 jahren noch rookie. alter spielt bei der bewertung eines spielers keine rolle
@ indiana
sehe ich anders, er ist eben in der crunchtime (aufgrund der freiwürfe) keine option, dass ist für einen mvp (der Nacht) nicht so günstig, er hat eben leider im gegensatz zu shaq keinen kobe , oder noch nicht...
natürlich war seine leistung vom anderern stern, no hate on dwight.
was sagt ihr zu dirk letztem viertel?tja blazers, dass ganze gute verteidigen im 2 u. 3 viertel war umsonst
von KB-24 18.04.11 um 20:54:20
hast meinen entry falsch verstanden...bin auf deiner seite alter...-.- :D
von xax 18.04.11 um 22:50:54
wusst ich doch :-) wollte nur testen ob du es auch weißt
von Bob!!! 18.04.11 um 23:47:46
find den post zu den grizzlies ziemlich schlecht.
man sollte schon erwähnen, dass memphis nr.1 in rebounding, 'points in the paint' und steals (sowie forcieren von TO) ist!
marc gasol ist hinten der fels in der brandung und stellt mit z-bo einen der besten frontcourts der liga dar. letztes jahr wurde gasol hier noch als team-mvp betitelt, jetzt wird er nur kurz in 'nem nebensatz erwähnt?
die grizzlies verteidigen zudem nicht nur gut, sondern spielen auch sehr dreckig, faulen hart und teilen ellbogen aus. das gehört zur idendität der grizz und fehlt leider etwas bei euch. zu den schwächen hingegen zählt eindeutig der 3-punkt-wurf...
von Indiana 19.04.11 um 14:07:43
Also nur um das mal klar zu stellen schön das Rose in der Crunchtime so aufgedreht hat aber Howard hatte einfach keine Hilfe irgendwo, nicht in der Defense und schon gar nicht in der Offense was soll er da machen ??
Howard hier anzukreiden dass sein Team einfach mal im Bus geblieben ist finde ich falsch.
Und das Rose überhaupt in der lage war in der Crunchtime das Spiel so zu dominieren liegt nicht an Rose sondern an den Pacers, dies einfach verkakt haben!!
von Indiana 19.04.11 um 14:14:11
Ach ja und Carmelo hats auch verschissen, was ein Ego 3er gegen zwei anstatt den freien Mann zu finden.
von KB-24 19.04.11 um 19:29:51
also ganz ehrlich,mit leuten wie hedo(der offene jumper immer trifft),einem Richardson(der momentan eigt in diesem jahr seine prime time hat),einem arenas von der bank(crazy hin oder her,als bencher mit meisen zahlen trotzdem der skillbepakteste bencher der nba),einem nelson und schützen wie Q plus reddick kann man schon sagen das die im bus geblieben sind wenn da offensiv NULL kommt.na klar hat orlando in der defense groß niemanden weiter,trotzdem sind die in sachen FG-%,3er-% und ppg jeweils überall in den top 10 vertreten und ich hab dwight jetz noch nie weiter draußen als der zone verteidigen oder blocken gesehen,das mal defensiv und offensiv dazu.
mvp technisch wird das team gerne immer mal auf D12 reduziert,wenn man sich das roster aber mal selber unter die nase reibt fast man sich schon an kopp wat da teilweise so abgeht supportingtechnisch...