NBA Playoffs

Ein Klassiker

Die Erstrunden-Serie zwischen den Chicago Bulls und den Boston Celtics war etwas ganz Besonderes. Die Serie hatte alles, wovon die Playoffs leben. In sieben spannenden Spielen setzten sich am Ende die Celtics durch.

Von Johannes Hübner
 04.05.2009 |

Boston Celtics gegen Chicago Bulls (4-3)
(103:105, 118:115, 107:86, 118:121, 106:104, 127:128, 109:99)

In der ersten Runde der Playoffs mussten die Celtics, als amtierender Meister, gegen ein junges aufstrebendes Bulls-Team antreten. Es wurde eine deutliche Serie erwartet, doch kurz vor der Postseason wurde bekannt, dass Kevin Garnett, der Motor und Verteidigungsanker des Meisters, verletzt nicht dabei sein konnte. Dies machte aus einem Duell Davids gegen Goliath ein Aufeinandertreffen zwischen dem Außenseiter und einem sehr angeschlagen Favoriten. Was diese unglaubliche Serie dann zu bieten hatte, überbot jegliche Superlative. Es gab alles, was das Basketballherz begehrt. Es wurde um jeden Zentimeter gekämpft, es gab enge Spiele und es wurde ein neuer NBA-Superstar geboren. Es war ein Drama in sieben Akten.

Erster Akt

Das allererste Spiel der NBA-Playoffs 2009 war die erste Begegnung zwischen den Chicago Bulls und den Boston Celtics. Für die Celtics der Beginn, ihren Titel zu verteidigen. Die Bulls wollten als Außenseiter den großen Favorit ärgern. Dieses erste Spiel sollte gleich ein echter Kracher sein und eine gute Vorschau liefern, was für eine atemberaubende Serie bevorstand. Zudem war es das erste Spiel des Super-Rookies in Reihen der Bulls: Derrick Rose (Foto) gab im Garden zu Boston sein Debüt in den Playoffs.

Als Elite-Neuling in Reihen dieser Franchise lässt der Jordan-Vergleich im ersten Playoff-Spiel natürlich nicht lange auf sich warten. Rose schien von all dem unbeeindruckt und bastelte an seiner ganz eigenen Geschichte. Schon von Beginn an war Spiel eins das Duell zweier junger Aufbauspieler: der Bulls-Rookie auf der einen und Rajon Rondo auf der anderen Seite. Beide lieferten sich ein heiße Schlacht und gingen immer wieder im eins gegen eins gegeneinander zu Werke. Es war die große Rose-Rondo-Show im ersten Aufeinandertreffen. Punktete Rondo für die Celtics, hatte Rose auf der anderen Seite schon fast immer die Antwort parat. An diesem Abend war der Point Guard der Bulls nicht zu stoppen und sicherte seinem Team zur Halbzeit eine Neun-Punkte-Führung. Die Kelten wirkten alle noch recht verschlafen. Doch in den zweiten 24 Minuten wachte der Champion auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. In den Schlusssekunden hatte dann die Auswärtsmannschaft eine Ein-Punkt-Führung inne, doch mit 2,6 Sekunden auf der Uhr foulte Joakim Noah Paul Pierce beim Wurf, was in den fälligen zwei Freiwürfe resultierte. Pierce verwandelt den ersten sicher. Der zweite aber rollte wieder raus und es ging in die Verlängerung.

In der Extra-Spielzeit war dann die Zeit des Tyrus Thomas gekommen. Mit seinem stark verbesserten Wurf netzte er drei Mal aus der Mitteldistanz ein und ebnete damit den Weg zum 105:103-Erfolg der Bulls. Der Hauptgarant für den Sieg war aber eindeutig Rose. Der Rookie stellte selbst „MJ" in den Schatten. Ein Sieg gegen die Celtics in den Playoffs war nicht einmal dem großen Meister gelungen. Mit 36 Punkten egalisierte Rose zudem den Rekord von Kareem Abdul-Jabbar für die meisten Zähler im Playoff-Debüt, dazu verteilte er elf Assists. Rondo überzeugte mit 29 Punkten, neun Rebounds und sieben Vorlagen bei den Celtics, während Ray Allen einen rabenschwarzen Tag erwischte. Nur magere vier Punkte (1/12 FG) erzielte der Shooting Guard. „Er ist seinem Alter deutlich voraus. Er agiert bereits wie ein Veteran und hatte das Spiel heute immer unter Kontrolle. Er hatte heute eine phänomenale Partie", meinte Ben Gordon über Rose nach der Begegnung.

Zweiter Akt

Nach diesem unglaublichen Start in die Playoffs wollten die Celtics vor heimischem Publikum zurückschlagen. Das Spiel fiel übrigens auf den 23. Jahrestag der 63-Punkte-Vorstellung Michael Jordans gegen die Boston Celtics, welches die Bulls damals nach zweifacher Verlängerung mit 131:135 verloren hatten. Die „C´s" legten in Spiel zwei los wie die Feuerwehr und spielten sich eine Sechs-Punkte-Führung nach dem ersten Viertel heraus. Bedingt war dieser gute Start durch Foul-Probleme Derrick Roses, aus denen vor allem Rondo in der ersten Halbzeit (15 Punkte, acht Assists) Kapital schlagen konnte.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann ein unglaublich spannendes Spiel in Boston. Dabei standen vor allem zwei Akteure besonders im Mittelpunkt: Die beiden ehemaligen UConn Huskies Ben Gordon und Ray Allen (Foto) lieferten sich ein Scoring-Duell der Extraklasse. Gordon war bereits die gesamte Partie über gut drauf, Allen aber fand erst in der zweiten Halbzeit seinen Rhythmus. Punktete der eine für seine Mannschaft, hatte der andere bereits die Antwort parat. „Ray Ray" markierte 28 seiner 30 Zähler in den zweiten 24 Minuten. Als es drei Sekunden vor Ende dann 115:115 stand, ging der Ball nach einem Block zu Allen, der eiskalt den Dreier zur Führung versenkte. Es war der spielentscheidende Wurf, der Gordon samt seiner 42 Zähler in den Schatten stellte. Unterstützung erhielt Allen noch von Rondo, bei dem zum Schluss 19 Punkte, zwölf Rebounds, 16 Assists und zwei Steals zu Buche standen.

Dritter Akt

Nach zwei Begegnungen die an Spannung, Dramatik und überragenden Einzelleistungen kaum zu überbieten waren, wechselte die Serie in die „Windy City". Vor dem Spiel wurde Derrick Rose als Rookie des Jahres ausgezeichnet und ihm zu Ehren lagen in der gesamten Halle Rosenblätter auf den Treppen. Die Ehrung des Ausnahme-Rookies blieb das einzige, was die Fans der Bullen an diesem Tag zu feiern hatten. Es entwickelte sich ein Start-Ziel-Sieg der Celtics, die den einzigen deutlichen Sieg in dieser Serie einfuhren. Nach dem ersten Spielabschnitt stand es bereits 32:21 für die Kelten, zur Halbzeit lag die Mannschaft von Head Coach Doc Rivers mit 22 Punkten in Front. Pierce hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 18 Zähler auf der Habenseite. In der zweiten Halbzeit verwaltete die Mannschaft dann souverän das Ergebnis und ging durch einen 107:86-Erfolg mit 2-1 in der Serie in Führung. Rondo (Foto), der mit einem angeschlagenen Knöchel in die Partie ging, erwischte erneut einen Sahntag (20 Punkte, elf Abpraller, sechs Vorlagen und fünf Steals). Am Ende musste der Point Guard wegen Fußschmerzen sogar vom Feld getragen werden.

Vierter Akt

Doch zu Spiel vier war der überragende Akteur der Celtics wieder fit, und die Mannschaft brauchte ihren Aufbau auch in jeder Sekunde einer phänomenalen Partie. In den ersten drei Vierteln konnte sich kein Team einen Vorteil verschaffen. Der amtierende Meister ging mit einer Fünf-Punkte-Führung in den vermeintlich letzten Spielabschnitt. Im vierten Viertel kamen dann einige Emotionen, wie so oft in dieser hitzigen Serie, ins Spiel. Nach einem harten Playoff-Foul von Glen Davis revanchierte sich Brad Miller am Big Man der Celtics. Die Schiedsrichter warfen Miller zuerst aus dem Spiel, doch nachdem sie sich die Szene mit Hilfe der Fernsehbilder abermals anschauten, entschieden die Unparteiischen nur auf ein technisches Foul gegen den Center der Bulls. In der Crunch-Time war es erneut ein enges Spiel. Zehn Sekunden vor Ende war es dann einmal mehr Ray Allen, der per Dreier zum 96:96 ausglich. Die letzte Chance, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden, vergab Rose und es ging abermals in eine Verlängerung.

In den fünf Extra-Minuten lagen die Celtics durch Punkte von Allen dann bereits mit 105:100 in Front, die Bulls gaben aber nicht auf und Ben Gordon netzte 4,5 Sekunden vor Ende einen unglaublichen Wurf von „Downtown" zum erneuten Ausgleich ein – noch eine Extraschicht in Chicago. In der zweiten Verlängerung gewannen dann die Bulls leicht die Oberhand und führten kurz vor Schluss mit 121:118. Pierce hatte dann die dreifache Verlängerung auf der Hand, aber vergab. So glichen die Bulls in einem dramatischen Spiel die „Best-of-Seven"-Serie aus. „In den Playoffs muss man lernen, schnell zu vergessen", meinte Head Coach Rivers nach dieser extrem bitteren Niederlage seines Teams. Auch in Spiel vier standen wieder die zwei Point Guards im Mittelpunkt. Den 25 Punkten, elf Rebounds und elf Assists von Rondo standen 23 Zähler, elf Abpraller und neun Vorlagen von Rose gegenüber. „Jeder, mit dem ich rede, sagt, dass dies die interessanteste Serie ist, die sie gerade sehen", meinte Ben Gordon nach der Partie.

Fünfter Akt

Nach diesem Thriller in Spiel vier ging die Serie wieder zurück nach „Beantown". Es entwickelte sich erneut eine hochklassige Partie, die über lange Zeit offen war. Im vierten Spielabschnitt erwischten dann die Bulls einen guten Start. Die Bullen stellten einen 7:0-Lauf auf die Beine, aus dem die erste zweistellige Führung des Abends resultierte. Doch die Celtics mussten einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Im vierten Viertel kassierte Allen sein sechstes Foul und musste gezwungenermaßen auf der Bank platz nehmen. In den Schlussminuten kämpfte sich der amtierende Champ dann, mit Hilfe von Paul Pierce und Rajon Rondo, wieder heran. Kurz vor Ende war es dann Ben „Big Time" Gordon (Foto), der einen fast aussichtslosen Wurf zur Zwei-Punkte-Führung der Bulls versenkte. Doch die Hoffnung der Celtics ging nicht unter. Zu Recht, denn Pierce schickte auch Spiel fünf in die Verlängerung.

In dieser Verlängerung blieb das Spiel spannend, und 16 Sekunden vor Ende lagen die Bulls drei Zähler hinten. Doch die Celtics foulten Gordon beim Dreier-Versuch. Dieser netzte in der Folge ohne Nerven alle drei Versuche von der Wohltätigkeitslinie ein. Pierce ließ an diesem Abend die Franchise aus Boston nicht im Stich. 3,4 Sekunden waren in der Extra-Periode zu spielen, als er aus der Mitteldistanz vollendete und den „C´s" eine Zwei-Punkte-Führung bescherte. Doch die Bulls hatten, in Person von Brad Miller, noch die Chance, durch zwei Freiwürfe auszugleichen. Miller – dessen Mund nach dem Foul von Rondo noch voller Blut war – vergab jedoch beide Würfe und die Celtics gingen damit mit 3-2 in Führung. Kendrick Perkins gelang in diesem Spiel Skuriles: Der Center spielte 48 Minuten und beging kein Foul. Dies war zuvor in der Postseason nur Legenden wie Bill Russel (zwei Mal) und Wilt Chamberlain (fünf Mal) gelungen.

Sechster Akt

Also ging die Serie – die zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei Spielen, die mindesten in eine Verlängerung gingen, Geschichte geschrieben hatte – wieder nach Chicago. „Vielleicht mögen wir Chicago einfach. Die Pizza hier ist extrem gut", sagte Head Coach Rivers, der aus der Nähe Chicagos kommt, bereits nach Spiel vier scherzhaft. Doch nur drei Partien mit Verlängerung waren dieser Serie nicht würdig, und so setzten beide Mannschaften in Spiel sechs der Serie endgültig die Krone auf.

Die Bulls erwischten einen guten Start. Allen voran John Salmons war zu Beginn „in the zone". 16 Punkte (3/3 Dreiern) steuerte der Guard im ersten Viertel zu einer 37:26-Führung der Heimmannschaft bei. Doch auch die Celtics kämpften. Rondo nahm dieses Wort zu wörtlich und schickte nach einem Wurf Kirk Hinrich Richtung Anschreibetisch. Die Gemüter erhitzten sich, sodass sich schnell ein Rudel gebildet hatte. Rondo wurde mit einem unsportlichen, Hinrich mit einem technischen Foul bestraft. Ray Allen blieb von dieser Szene unbeeindruckt und lief in der ersten Halbzeit heiß. Mit 29 Punkten – mit denen die Celtics zur Halbzeit wieder auf zwei Punkte heran kamen – ging es für den ehemaligen Huskie zum Pausentee. Im dritten Viertel erspielten sich dann wieder die Bullen einen leichten Vorteil, doch im letzten Spielabschnitt schlugen die Celtics zurück. Es war erneut eine enge Kiste. Brad Miller (Foto) glich 30 Sekunden vor Ende der Partie zum 101:101 aus. Danach hatten Pierce auf der einen und Gordon auf der anderen Seite jeweils die Chance, die Partie zu entscheiden. Es ging aber zum vierten Mal in einer Begegnung der Serie in die Verlängerung.

Im ersten Extra-Viertel hatte dann erneut Pierce die Chance, die Partie zu beenden. Es ging aber in eine doppelte Verlängerung. In der zweiten Extra-Schicht konnten sich die Bulls eine Drei-Punkte-Führung erarbeiten, aber die Kelten haben einen Ray Allen in ihren Reihen, der an diesem Abend fast alles traf. 7,8 Sekunden vor Ende war der Guard wieder einmal erfolgreich und schickte mit seiner Bombe von „Downtown" das Spiel in eine dritte Verlängerung. Dort wurde dann die große Bühne des Derrick Rose geebnet.

Doch zu Beginn der Verlängerung klaute Noah Pierce den Ball und sprintete „Coast-to-Coast" für einen Dunk mit Foul. Die Zuschauer im United Center waren restlos begeistert. Am Ende der dritten Extra-Schicht führten die Bulls mit einem Zähler und die Celtics hatten den Ball für den letzten Angriff in ihren Händen. Acht Sekunden vor Ende suchte Rondo dann im Zurückfallen die Entscheidung, doch Rose blockte den Ball und sicherte so den unglaublichen 128:127-Sieg der Bulls. Für Salmons standen am Ende 35 Punkte im Statistikbogen. Ray Allen markierte überragende 51 Punkte. Rondo schrammte mit acht Punkten, neun Rebounds und 19 Assists am Triple-Double vorbei. Genau wie Rose, der 28 Zähler, acht Abpraller und sieben Vorlagen erzielte. Spiel sechs war übrigens die meist geschaute Begegnung der ersten Runde in der Geschichte der NBA-Playoffs. 5,35 Millionen US-Amerikaner sahen dieses an Dramatik kaum zu überbietende Spiel auf den Bildschirmen.

Siebter Akt

Damit erzwangen die Bulls ein siebtes Spiel, welches diese Serie auf jeden Fall verdient hatte. Spiel sieben fand wieder im TD Banknorth Garden zu Boston statt. Und die jungen Bulls erwischten in dieser entscheidenden Begegnung abermals den deutlichen besseren Start. 11:6 und 30:23 lagen die Bullen zeitweiße in Front. Die Verteidigung der Bulls spielte über weite Strecken der ersten Halbzeit gut, doch dann brachen die Bulls ein. Die Celtics starteten einen Lauf. Vom heimischen Publikum getrieben versenkte Eddie House zwei Drei-Punkte-Würfe in Folge und die Kelten verteidigten plötzlich wieder bärenstark. Damit konnte sich die Mannschaft von Doc Rivers (Foto) eine deutliche 52:38-Führung zur Halbzeitpause sichern. In der zweiten Halbzeit versuchten die Bulls dann alles, um das Spiel wieder offen zu gestalten, doch circa 35 Sekunden vor Ende der Partie vollendete Ray Allen einen Fast Break mit der Chance auf ein Drei-Punkte-Spiel und zog damit den Bulls letzten Endes den Zahn. Die Celtics sicherten sich am Ende durch den 109:99-Erfolg das Weiterkommen. Bei den Kelten konnten in Spiel sieben Perkins (14 Punkte, 13 Rebounds) und Pierce (20 Zähler, neun Abpraller) überzeugen. Damit stehen die Boston Celtics jetzt in Runde zwei der NBA-Playoffs und treffen dort auf die Orlando Magic, die sich mit 4-2 gegen die Philadelphia 76ers durchsetzten.

Diese extrem lange und spannende Serie wird von vielen Experten schon jetzt als Klassiker und eine der beste Serien in der Geschichte der NBA-Playoffs betrachtet. Beide Mannschaften lieferten wirklich unglaubliches. In vier Partien ging es mindesten in eine Verlängerung. Dazu lieferten sich Rajon Rondo und Derrick Rose auf der Point-Guard-Position ein Duell der Extraklasse. Des Weiteren wurde leidenschaftlich um alles gekämpft. Dass sich beide Teams in den entscheidenden Phasen aber auch oftmals Fehler leisteten, sei nur eine Randnotizen. Bei den Bulls fiel auf, dass sie sehr abhängig von ihrem neuen Wunderaufbau sind. Bei Siegen lieferte der Regisseur durchschnittlich 29,0 Punkte pro Spiel, während er bei Niederlagen im Schnitt nur auf 12,7 Zähler kam. Trotz allem spielte sich Rose in viele Herzen der NBA-Fans und lieferte eine exzellente Serie für seine Bulls ab. Aus dem Rookie des Jahres ist in den Playoffs bereits ein Superstar geworden.

Sein Kontrahent auf der anderen Seite lieferte eine ähnlich brillante Leistung in der ersten Rund ab. Rondo verpasste es nur knapp, ein Triple-Double im Schnitt zu erzielen. Während der gesamten „Best-of-Seven"-Serie erzielte der Aufbau durchschnittlich 19,4 Punkte, 9,3 Rebounds und 11,6 Assists. Rondo stand im Schnitt 45,3 Minuten auf dem Parkett. Kendrick Perkins war der Starter der Celtics, der mit durchschnittlich 37,9 Minuten pro Begegnung am kürzesten auf dem Feld agierte. Daraus können sich noch Probleme in der nächsten Runde ergeben. Die ganze Serie wurde auch extrem hart geführt. Nach Partie fünf mussten bei Brad Miller und Kirk Hinrich (Foto) Wunden genäht werden. Zudem gab es den Zwischenfall zwischen Rondo und Hinrich, bei dem Rondo nachträglich nicht gesperrt wurde.

Leon Powe, der in den letztjährigen Finals noch zum X-Faktor der Celtics wurde, konnte übrigens nur an zwei Partien mitwirken und wird in der Endrunde nicht mehr zum Einsatz kommen. Da auch Kevin Garnett für die Playoffs nicht mehr zurückerwartet wird, sieht die Rotation der Kelten unterm Korb recht dünn aus, wenn man bedenkt, dass die Center-Dominanz namens Dwight Howard in der nächsten Runde auf die Celtics wartet. Dazu hat der amtierende Meister wohl nach dieser anstrengenden Serie müde Beine. Für die Bulls endet derweil ihre Saison. Mit ihren Auftritten in der Postseason kann die Mannschaft von Head Coach Vinny Del Negro sicherlich zufrieden sein und in der Zukunft darauf aufbauen. Für den amtierenden Meister geht ihre Mission, den Titel zu verteidigen, weiter. Schade für die Basketball-Welt, dass dieser Klassiker zu Ende gehen musste.




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Kommentare

(2 Kommentare bisher)

von Suck My Diktiergerät 06.05.09 um 03:14:50


oh man...bis auf spiel 3 hab ich alle spiele gesehen...verdammtverdammtverdammt!!!
definitiv die beste playoffserie die ich je verfolgt habe.
rose ist noch rookie?? davon hat man nicht viel gesehen...wie gut wird der denn dann in 1-3 jahren sein?
ben gorden und john salmons sind angeschlagen gewesen bzw laborierten noch an verletzungen rum? wieso waren beide trotzdem so gut,v or allen dingen ben "UNBELIEVABLE SHOT BY" Gordon.
hinrich als backup? luxusbaby!!!
und chicagos 3-köpfiges center/powerforward monster namens noah-miller-thomas war auch nur unglaublich, oder zumindestens weitaus besser als erwartet.
wie gut werden diese bulls mit gesundem gordon, salmons und deng sein? holla, da kriegt man angst.


und boston...wow...rondo im dritten jahr. hat keinen jumper...pfff, dafür hat er ihn aber relativ oft getroffen und fast ein triple double im schnitt...wow. ray allen...der hat ja fast genauso viele verrückte würfe getroffen wie gordon.

irre serie, in der am ende wohl die erfahrung über jugendlichen wahnsinn mit bedacht siegte.



von 23kingjames 06.05.09 um 21:50:31


Wenns nicht um so viel ginge, würde ich glatt sagen, dass eine 4:3 serie bei Boston Methode hat...im letzten Jahr hats ja auch nicht geschadet:D...



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