NBA Playoffs
Doppelter Abschied?
Wie schon in den Playoffs 2008 stehen die Boston Celtics nach einem Seriengewinn über die Cleveland Cavaliers in den Eastern Conference Finals. Neben dem Abschied aus der Endrunde fragt man sich in Cleveland derweil auch, ob LeBron James (Foto) aus Ohio Abschied nehmen wird.
Von Manuel Baraniak |
15.05.2010 | |
Cleveland Cavaliers (1) gegen Boston Celtics (4) 2-4
(101:93, 86:104, 124:95, 87:97, 88:120, 85:94)
Die letzten zwei Minuten der Halbfinal-Serie der Eastern Conference zwischen Cleveland und Boston hatten Symbolcharakter. Mit 85:92 in Rückstand liegend und den Sommerurlaub vor Augen, zeigten die Cavs nicht wirklich den Willen und Ansporn, die Partie noch einmal zu drehen. Zwei Offensiv-Rebounds in Folge der Celtics und ein weiterer Ballverlust von LeBron James später, sah sich die Mannschaft von Head Coach Mike Brown nicht gezwungen, die Celtics zu foulen oder überhaupt intensiv zu verteidigen. Der Übungsleiter der Cavs sprach nach der vierten Partie wahre Worte, als er meinte: „Wir sprechen die ganze Zeit darüber. Das Team, das am aggressivsten ist, wird gewinnen.“ Und dies waren über den Verlauf der Serie nunmal die Celtics.
Stellenweise reichte die Leistung der keltischen Verteidigungslinie schon an deren Vorstellungen aus der Meistersaison 2008 heran. Die folgenden Statistiken Clevelands während deren vier Niederlagen verdeutlichen, wie schwer sich die Cavs in der Offensive taten: 39,9 Prozent aus dem Feld, 24,3 Prozent jenseits der Drei-Punkte-Linie, 17,8 Ballverluste und 86,5 Zähler. Doch dies ist nicht nur auf die Arbeit von Assistant Coach Tom Thibodeau und Co. zurückzuführen, auch hatte es den Anschein, als dass die Cavs teilweise recht planlos agierten.
Auch tat sich Coach Brown (Foto) schwer, eine feste Rotation zu installieren. So stand beispielsweise Zydrunas Ilgauskas in den ersten vier Partien insgesamt nur fünf Minuten auf dem Parkett, ehe er in den letzten beiden Spielen 14 bzw. 15 Minuten sah. Anders verlief die Serie für J.J. Hickson, der in den letzten drei Spielen kaum seinen Platz auf der Bank verlassen durfte.
Was die Bank betrifft, konnte sich Bostons Head Coach Doc Rivers weit mehr auf seine Akteure verlassen als Mike Brown. Ob Tony Allen (14 Zähler in der vierten Begegnung), Glen Davis (15 Punkte in Spiel fünf) oder Rasheed Wallace (17 Zähler in der zweiten Partie), immer wieder fand sich ein Ersatzspieler, der für die Starting Five in die Bresche sprang. Dies war auch nötig, da vor allem Paul Pierce nie so wirklich einen Wurfrhythmus finden konnte. Der Small Forward traf über die sechs Spiele äußerst bescheidene 34,5 Prozent aus dem Feld.
Da auch Ray Allen nicht konstant an seine Leistungen aus der ersten Runde anknüpfen konnte, lief das Offensivspiel der Celtics über weite Strecken über Kevin Garnett und Rajon Rondo. Schon vor der Serie plante Rivers, Garnett (18,8 PpG, 8,0 RpG) einen Großteil an Wurfmöglichkeiten zu verschaffen. Ob nun gegen Antawn Jamison oder wie zu Beginn der sechsten Begegnung gegen Shaquille O'Neal, der 33-Jährige wusste aus der Mitteldistanz oder nach dem Auf-posten immer wieder erfolgreich den Abschluss zu finden.
Derweil untermauerte Rondo (Foto) erneut und umso stärker, dass der Begriff der „Big Three“ in Boston schon lang nicht mehr aktuell sei. Herausragend war dabei seine Vorstellung in Spiel vier, als der Aufbauspieler ein Triple-Double (29 Pkt, 18 Reb, 13 Ast), erzielte, das so erst zwei weitere Spieler in der Playoff-Geschichte aufgestellt hatten. Der 24-Jährige brachte nicht nur immer wieder seine Mitspieler gekonnt in Szene (11,8 ApG), sondern übernahm auch verstärkt das Kommando in der Offensive, um selbst zu punkten (20,7 PpG).
In Cleveland kam derweil wieder die Frage nach der Unterstützung für LeBron James ans Tageslicht. Mit Sicherheit hatte das Management gedacht, mit Spielern wie Antawn Jamison, Shaquille O'Neal oder Maurice Williams dem König genügend Adjutanten an die Seite gestellt zu haben, um die Meisterschaft zu spielen. Doch als wirkliche zweite Option konnte sich keiner etablieren. Zwar hatten alle Drei starke Auftritte, diese waren letztlich aber in der Minderheit. So war O'Neal mit 13,5 Zählern auch zweitbester Punktesammler – und das, obwohl das Oldtimer-Modell des „Diesel“ nur durchschnittlich 23 Minuten über das Feld rollen durfte.
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| Herrscht in Cleveland bald ein kollektives Köpfe-senken, wenn LeBron James die Franchise verlassen sollte? Photo by Keith Allison (License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic) |
Schon vor der entscheidenden Partie war in den Medien fast nur ein Thema zu vernehmen: die Zukunft von LeBron James und ob er nach dieser Enttäuschung als Free Agent im Sommer die Franchise verlassen würde. Damit wurde auch der Status des königlichen Ellenbogens aus den Schlagzeilen verdrängt. Die Abschied in Cleveland könnten sich noch potenzieren: Neben der Zukunft James’ ist nämlich auch die von Head Coach Mike Brown ungewiss. Schon einen Tag nach dem Ausscheiden gab es erste Gerüchte ob einer Entlassung; das Front Office wolle sich aber erst zusammensetzen und sich beraten. Zudem wird neben O'Neal auch der General Manager, Danny Ferry, ein Free Agent.
Entgegen der letzten Jahre beglückwünschte James nach Abpfiff die Sieger, unter anderem auch Garnett. Dieser würde einen Abschied James’ wohl nachvollziehen können, nachdem er nach der sechsten Partie, auch in Bezug auf sich selbst, meinte: „Loyalität kann dir hin und wieder auch schaden, da man seine Jugend nicht zurück bekommt.“ Die reguläre Saison zeigte dies zwar auch bei Garnett, doch die Serie gegen Cleveland macht die Verantwortlichen und Fans in Massachusetts sicherlich Hoffnung, im nun anstehenden Conference-Finale gegen die Orlando Magic gerüstet zu sein.
Die Bilanz der regulären Saison spricht zwar für die Magic (3-1), doch dass dieses Team aus Boston nicht mehr mit dem aus der Hauptrunde zu vergleichen ist, sollte allen klar sein. Für Boston wird es zum einen darum gehen, Dwigt Howard unter den Körben einzuschränken, was Kendrick Perkins und Co. zuletzt doch ziemlich gut gelungen war. Zum anderen muss sich in der Offensive die Punktelaste wieder auf mehreren Schultern verteilen. Vor allem Paul Pierce sollte die Zeit bis Sonntag nutzen, wenn sich beide Teams zur Auftaktbegegnung in Florida treffen, seinen Wurf zu finden. Doch selbst, wenn sich die Suche länger gestalten sollte, weiß Kevin Garnett, worauf er und seine Mannschaftskollegen bauen können: „Was uns nicht fehlt, ist Selbstvertrauen. Das war auch der Fall, als wir wie Mist gespielt und versucht haben, unsere Probleme bezüglich der Team-Chemie in Griff zu kriegen. Ich glaube, wir haben zur richtigen Zeit einen großen Schritt nach vorne gemacht.“







von criscross 15.05.10 um 13:56:14
Ja geil, ich find es echt super das Boston die Caverliers rausgekickt hat. Hoffentlich geht Lebron jetzt mal zu einem richtigen NBA-Team das Tradition hat, dann muss man nicht ständig die hässlichen Caverliers Trikos sehen.
von Mantewka 15.05.10 um 14:02:41
Guter Artikel erstmal - obwohl ich etwas mehr an Informationen vermisse, aber Schwamm rüber.
Ich hab noch keine Meinung darüber ob LeBron geht oder nicht.
Fakt ist das die Cavs im vergleich zu Saison, schlecht gespielt haben.
Auch James wirkte "ängstlich" und ratlos ...
Die größte Enttäuschung der Playoffs Cavs + LeBron.
Boston wird an Orlando scheitern 4:2 Magic
von KHB1988 15.05.10 um 14:35:06
Also ich würde erstmal sagen das Lebron auf jeden fall in cleveland bleiben sollte. wenn er das nicht tun sollte geht es ihm nur ums geld und um ruhm. beides hat er bereits zu genüge. ich finde es auch schwachsinnig zu sagend das die cavs kein traditionas team sind. die knicks sind nur endpeinlich seit den 80ern bis auf eine ausnahme mit pat ewing in den neunzigern. in den 2000ern waren sie nur scheisse, zudem kommt das dantoni kein plan von gewinnen hat sondern immernoch an seinem erfolglosen offensebball festhält.
die nets sind viel zu schlecht und müssten ersteinmal noch einen anderen star klarmachen. insgesamt glaube ich das er in cleveland bleibt. und garnetts these hier anzuwenden ist auch völliger schwachsinn weil die timberwolves mit garnett viel schlechter waren als die cavs die immer die erste runde überlebt haben seit sie in den playoffs sind.
peace
von Mt.Mutombo 15.05.10 um 16:08:41
"Also ich würde erstmal sagen das Lebron auf jeden fall in cleveland bleiben sollte. wenn er das nicht tun sollte geht es ihm nur ums geld und um ruhm. beides hat er bereits zu genüge"
Ist irgendwie ein Widerspruch. Er hat beides schon, wenn er aber geht, geht es ihm nur um Ruhm und Geld?...
Also meiner Meinung nach sollte er aus dem Grund bei Cleveland bleiben, als dass es alle "Göttlichen" da oben so gemacht haben. Kobe, Michael (bis auf seine Abwrack-Tour), die haben auch gelernt worum es geht.
Was Cleveland fehlt sind wirklich gute Rollenspieler. Jamison ist zwar ein guter, aber was kommt dann? Hickson durfte ja nie spielen, Shaq und Ilgauskas, also bitte, beide uralt und lange nicht mehr gut. Delonte West ist nur streaky, Mo Williams in den Playoffs immer mega schwankend von der Leistung her. Varejao bringt nur Energie aber sonst fast nix... ganz ehrlich, verglichen mit den Magic wären sie dieses Jahr spätestens im Conference Finale rausgeflogen. Und der Coach ist ja wohl auch nicht der aller beste, ganz ehrlich, Brown hat die Serie doch teils vercoacht.
Also m.M. nach kann es Lebron, wenn er wechselt, nur um den Titel gehen. Wenn dies der Fall ist dürfte er nur zu einem Team wechseln, dass bessere Perspektiven bietet als die Cavs. Also ein großes Team der Westküste oder eins mit einem schon guten Kader mit Perspektive (Golden State und Sacramento mit ihren super Rookies, evt. LA Clippers mit eigtl. gutem Kader). Chicago, was man immer hört, fände ich gerade wegen des MJ Erbes doch arg zweifelhaft, damit kann er sich ordentlich die Karriere vergeigen.
Summa summarum gibt es entweder nen massiven Overhaul bei den Cavs oder Lebron wechselt total genervt zu einem Club mit Perspektive, da sehe ich allerdings die NYK, NJ oder Chicago nicht. Meine Meinung :-)
von KHB1988 15.05.10 um 18:38:41
jojo meinte auch noch mehr ruhm und noch mehr geld ;-)
von AirNils 15.05.10 um 19:21:21
Ihr wisst schon, dass Lebron das meiste Geld in Cleveland bekommen kann. Deswegen stimmt es nicht, dass wenn er wechselt ihm es nur um Geld geht. Wenn er wechselt würde er keinen Maximalvertrag bekommen der so hoch ist wie er in Cleveland ihn bekommen kann, außer es gibt den Sign- and Trade- Deal mit irgendeinem anderen Team.
Meiner Meinung nach wird er gehen, weil er jetzt mehrmals in den Playoffs gesehen hat, dass mit diesem Team er nichts reißen kann. Da Jamison, Williams und andere auch noch Verträge haben, die bis zum Teil 2012,2013 laufen und die Cavs schon überm Salary Cap liegen, wird man auch keine großen Free Agents verpflichten können. Und die Serie hat eindeutig gezeigt, dass ein 2. Star fehlt der konstant punktet.
von schlund 15.05.10 um 23:35:09
bitte mal diesen Artikel lesen, wenn er stimmt is es schon krass [wcwpsports.blogspot.com]
von sev da chef 15.05.10 um 23:41:33
der Link funzt leider nicht
erzähl mal was drin stand
von ChainBlinger 16.05.10 um 01:10:18
bei mir geht der link auch nicht !!! wolltest du mit dem link aufmerksam machen das die mutter von LBJ angegblich in der kiste mit delonte west wahr?? muahahh....net schlecht!!!
von Suck My Diktiergerät 16.05.10 um 01:12:15
glaube schlund meint den hier. mal kucken obs funktioniert.
[wcwpsports.blogspot.com]
und der vielleicht auch
[wcwpsports.blogspot.com]
von Hurricane 16.05.10 um 02:10:16
Lol, klingt irgend wie wie eine daly soap :D
von AirNils 16.05.10 um 02:48:51
Das wäre ja ma richtig krass, sollte sich das als Wahrheit herausstellen. Aber trotzdem finde ich diese Theorie sehr dürftig. Ich glaube eher, dass Lebrons Ellbogen doch eher der Grund war, dass wir nicht den agresssiven Lebron James gesehen haben, der furchtlos zum Korb geht.
von schlund 16.05.10 um 09:48:53
ja war die geschichte mit west und der mum...sorry das der link nich ging...
ansonsten finde ich auch nich den ellbogen als ausrede herzunehmen...das problem is das gleiche wie bei dallas. kein fähiger coach und die co-stars machen sich in den playoffs in die hose (terry; mo williams, jamison). Das ist aber auch ne trainerfrage. MMn sollte lebron zu einem team gehen mit dem er instant erfolg haben kann. Das wären teams wie sac-town, chicago...gerade chicago hat ein team was in den playoffs immer 110% gibt.
von chasen 16.05.10 um 10:24:07
hab letztens auch gelesen, dass die lakers vll im rennen sein könnten.
klingt im ersten augenblick absurd, aber per sign and trade deal für bynum und artest wie´s geschrieben wird wärs möglich.
cleveland würde mit bynum einen zukünftigen 20/10 center bekommen mit dem man bestens ein rebuilt aufbauen könnte.
wenn ihn cleveland nicht ohne gegenwert verlieren will wär des wohl eine sehr gute möglichkeit.
und dann schau mal auf die starting 5 der lakers:
gasol
odom
lebron
kobe
fisher
in den nächsten jahren könnte er dann das team von kobe schritt für schritt übernehmen...
aber is nur eins von vielen gerüchten.
aber muss zugeben eins dass mir sehr gut gefällt ;)
von sev da chef 16.05.10 um 11:39:56
das ist doch aber ähnlich wie das Dallas Gerücht, nachdem der King per Sign and Trade zum Dirkster kommt.
Ist eine Möglichkeit die mir noch besser gefällt.
Obwohl Kobe und LeBron auch nicht schlecht ist.
von sev da chef 16.05.10 um 11:41:21
was ich noch vergessen habe
schön das Verspottungen gegenüber James hier ausbleiben, wie ich sie fast überall gelesen hab
von chasen 16.05.10 um 13:11:01
LA ist vor allem auch ein markt, der für seine sponsoren etc. sehr lukrativ ist und new york nicht viel nachsteht...
die beiden besten werbefiguren von nike vereint in LA ;)
aber muss natürlich clevland auch mitspielen!
naja we´ll see ;)
von KHB1988 16.05.10 um 14:29:17
jo wollte mich nur ebene entschuldigen das ich etwas übertrieben meinen beitrag mit "schwachsinnig" usw geschrieben habe. das tut mir leid und passt so hier nicht ins korrekte forum ;-)
von Suck My Diktiergerät 16.05.10 um 14:43:16
öhm, wie wäre denn in sactown instanterfolg möglich?!
na klar, die haben 2 fabelrookies, aber bei ner loosertruppe gute stats zu liefern ist nicht soooooo schwer. das ist einfach nur ne gruppe von rollenspielern. halte ich für sehr unrealistisch dsas er nach sactown geht.
von stockton's shorts 16.05.10 um 15:02:30
Ja, ich denke auch dass der 2. star gefehlt hat. aber ich gluab es ist neben james, wenn er sein potential ausschöpft auch sehr schwer der 2. star zu sein. und ich denke dass diese rolle einige spieler des kaders hätten einnehmen müssen (z.b. jamison, mo williams oder halt shaq)! Dazu kommt, dass man einen haufen super talentierter und effektiver roleplayers hatte (a.verejao, shaq, a.parker, west, hickson, Z etc.) und auch auf der bank noch der eine und ander fähige spieler hatte (moon, powe).
An der Unterstützung kann es also eigentlich nicht liegen!
BronBron (und auch der coach) täte gut daran die fehler auch bei sich selbst zu suchen. ferry hat ein gutes team zusammengestellt, dass es nicht geklappt hat liegt nicht am kader, sondern an dem was sie daraus gemacht haben.
ich glaub lebron wird aus ohio flüchten, in eine grosse stadt (wegen der besseren vermaktung - es geht also um geld und ruhm), zu einem grottenschlechten team und wieder der beste einzelspieler sein, aber wenn es um titel geht wiederholt scheitern!
von xax 16.05.10 um 16:41:00
"Ringelmann-Efekt":
Ringelmanns elegantes Experiment bestand darin, zwanzig Studenten allein und in Gruppen an einem fünf Meter langen Seil ziehen zu lassen, dessen anderes Ende zu einem Kraftmessgerät führte. Dort zeigte sich die Neigung zum Drückebergertum in nackten Zahlen. Wenn zwei Leute gleichzeitig am Seil zogen, leistete jeder durchschnittlich nur 93 Prozent dessen, was er zuvor allein geschafft hatte. Bei drei Leuten waren es noch 85 Prozent, bei vier 77 Prozent. Und so ging die Spirale der Faulheit weiter, bis in einer Gruppe von acht Personen jeder nur noch durchschnittlich die Hälfte seiner Maximalleistung zeigte. Diesen schäbigen Zug der menschlichen Natur nennen die Psychologen heute Ringelmann-Effekt. Sein Fazit steckt schon im alten Witz über die wahre Bedeutung des Wortes Team: Toll, ein anderer macht’s.
Andersa ausgedrückt: Das "beste Team" hat einfach nicht alles gegeben, während Boston, die ich hier ausdrücklich als geiles Team und würdiger Sieger hervorhebe, clecer gespielt hatte und im richtigen Moment das Maximum herauskitzelte.
von ca$hmoney 16.05.10 um 19:02:33
@xax: Interessante Herleitung von Teammoral. Ich schliess mich gern deinem Schlusswort an was Boston angeht: smartes Teamplay: verdient gewonnen.
Ich hab's ja gesagt, dass Garnett noch effektiv zocken kann, you can't teach heart. Die C's haben anderswo nach nen 6.Mann für die Playoffs gesucht, wozu eigentlich wenn man Tony Allen hat!?-Definitiv ein x-factor der Palyoffs für Beantown.
Lebron und die Cavs - Das Kapitel vom ungekrönten König geht ruhmlos zu Ende. Vielleicht wär's doch keine schlechte Idee mit Wade in einem Team die Liga zu dominieren...
Freu mich auf ne spannende Serie gegen Orlando, Respekt vor den C's, aber die Airforce aus Disneyland wird alle überflügeln;).
PS. Anbei vielleicht der beste Dunk der Playoffs soweit von Tony kennst ja Allen. Posterized!!!
[youtube.com]
von DanMan 17.05.10 um 13:00:40
@ xax:
Wenn ich den Ringelmann-Effekt richtig verstehe, gibt also jeder Mensch, so bald er Mitmenschen um sich hat weniger. Richtig? Heißt das LeBron hat nicht mit 100% Leistungsfähigkeit gespielt, da er fähige Mitspieler um sich vermutete bzw. hatte. Ich denke nicht, dass man diese These verallgemeinern kann. Natürlich sind 50% von LeBron mehr, als 50% von bsp. Maurice Williams. Aber Ausnahmen bestätigen doch die Regel so wie es Kobe Bryant am laufenden Band tut und auch der King selbst es schon zahlreiche Male bewiesen hat, indem sie in entscheidenen Spielen über sich hinausgewachsen sind und die Verantwortung geschultert haben und sie nicht weitergegegeben haben, trotz eines ansehnlichen Supporting-Casts. Also trotzdem 100% gegeben hatten, auch wenn der Rest weniger gab. Korrigiere mich ruhig, falls ich da jetzt zu viel interpretiere oder es falsch verstanden habe.
von almaen 17.05.10 um 14:45:36
Hab mir die entscheidenden Spiele der Serie angesehen und fand - leider - dass LeBron nicht gerade King-mäßig gespielt hat. Auch wenn seine Stats der Wahnsinn sind, bei dem Team ist er dazu verdammt, weit über 30+x PPG zu machen. Die kamen nicht, also flog er raus. Sorry, aber im 6. Spiel, am Beginn des vierten Viertels bei kritischem Spielstand zwei Pässe auf Varejao zu spielen, die der beide verstolpert, das geht nicht. Wenn es drauf ankommt, muss er übernehmen und die Big Points machen. Dass er daran gemessen wird, daran hat er mit seinem Marketing-Stab selbst Schuld.
Egal, wo LeBron landet, der Coach muss gehen, das gebietet die Logik nach zwei Jahren in Folge mit bester Regular-Season-Statistik aber ohne Finals-Run. Das Boston trotz schwacher Pierce und R.Allen die Serie gewinnt, spricht entweder stark für Boston oder strak gegen Cleveland.
LeBron mit Kobe in einem Team, das wird nicht passieren. Das wäre für Stern der Gau. Der will die beiden in den Finals gegeneinander sehen, und wenn es das WCF ist, aber auf keinen Fall im selben Team...
Er braucht ein Team, das Instant-Titel-reif ist. Da gibt es nicht viele. Dallas (schluck...) wäre da sicher eine Option. Selbstredend per Sign-and-Trade. Denn der King muss auch King-size verdienen. (Genau wie Dirk, aber dem gönne ich es mehr. ;-)
von Hurricane 17.05.10 um 17:12:39
Ich muss hier noch Boston großen respekt Zollen, was die teilweise "alten Säcke" abgeliefert haben ist wahnsin und das erste spiel in Orlando auch noch gewonnen :D. Wäre lustig wenn Boston Meister wird und der totgesagte Garnett Finals-MVP wird :D :D
von xax 17.05.10 um 19:27:57
@DANMAN
Jain.
So wie du kann man es natürlich auch sehen, ich sehe es nur andersherum :-) :
Jeder im Team weiß, dass er mit LBJ den besten Spieler der Welt im Team hat (Einzelspieler) und im besten Team weltweit ist (nach der Saison) und gibt keine 100% mehr, sondern verlässt sich auf LBJ oder die anderen "Stars".
Das passiert eher unterbewusst und ist ein menschlicher Zug. (Wer hat sich in der Schule nicht gefreut, wenn er mit drei Mädchen in eine Arbeitsgruppe kam, die Girls sind i.d.R. fleißiger und man muss selbst weniger tun)
Durch dieses "Jeder-tut-ein-wenig-WENIGER" wird aber nicht nur der einzelne etwas schlechter (das könnte ein ANDERER kompensieren) sondern das ganze Team (das kann nicht mal LBJ)
Im Basketball z.B. durch weniger agressives ziehen zum Korb (schlechtere Quote/weniger FW) oder nicht mehr so konsequentes ausboxen (weniger rebounds/2 Wurfmöglichkeit für d. Gegner), oder schlechtere Help-Defense (freie Schüsse für den Gegner/Gegner bekommt Momentum)
Ich denke die Lakers hatten wärend der Saison und in der 1 Runde das gleiche Problem, die Bulls in ihrem letzten Championsjahr ebenfalls.
Fazit: sloth is human
von Hurricane 17.05.10 um 21:42:44
Nur mit dem Unterschied, dass die Bulls Meister geworden sind und die Lakers weiter :D :D
von xax 17.05.10 um 22:32:55
@hurricane
Klar, det weß ick.
aber Chicago spielte im letzten Championsjahr nicht mehr so dominant und LA hatte in dieser Saison auch viel Mühe, scheinbar haben sie sich aber gefangen (genau wie die Bulls damals)
Aber denk mal an das Lakers Team mit Payton, Kobe, Fox(?), Malone und Shaq, genau das gleiche. Oder in der Champions Leauge (Fußball): Madrid gegen Lyon.
ZU viel Talent ist kontraproduktiv.
von Hurricane 17.05.10 um 22:37:00
Das war auch eher als Scherz gemeint ^^ und man kann aber auch sagen das Teamlplay klappt siehe Detroit oder Barcelona (wenn du schon mit Fußie kommst :D). Aber ich verstehe schon was du meinst.
von Mt.Mutombo 17.05.10 um 22:46:01
Also ich will auch keine Statistiken wuseln oder so - vielleicht geht er ja nach OKC :-) Oder nach Washington :-) wir sind ja eh alle zum absoluten spekulieren verdammt - Interessant fand ich, dass Shaq und Tony Parker direkt haben verlauten lassen, sie könnten sich vorstellen, bei NY zu spielen. Kooomisch...
Wird auf jeden Fall sehr interessant, was da jetzt noch kommen sollte. M.Meinung nach wird BronBron aus Cleveland abhauen. Dafür ist hier langfristig nix zu machen durch den recht festen Kader, oder die zaubern irgendeinen Superdeal aus der Tasche, was ich auch nicht glaube. Ich hätte schon gedacht dass Jamison was reißt, das war aber scheinbar auch nicht der Trade vorm Herren.
von criscross 18.05.10 um 05:16:39
Ich versteh die ganze Panik, die gemacht wird weil lebron noch keinen Titel gewonnen hat überhaupt nicht. Es wird einfach viel zu viel von ihm erwartet, bevor er in der NBA war haben viele in ihm schon den besten Spieler aller Zeiten gesehen.Auch wenn er es in Zukunft vieleicht sein wird, im Moment ist er, auch wenn das viele anders sehen, noch nicht der beste Spieler der Liga. Er braucht einfach noch mehr Erfahrung. Tim Duncan z.B war zu seiner Hochzeit ein viel besserer Spieler als Lebron James, weil seine Dominanz in der Zone und seine intelligente Defense seinem Team viel mehr geholfen haben wie Lebrons Fabelstats den Cavs.
von sev da chef 18.05.10 um 07:53:44
ich will auch nochmal was zum Ringelmann-Effekt sagen.
So im Großen und Ganzen klingt das ja wirklich plausibel und möglich wenns um die Cavs geht.
Mich wundert dabei nur, dass sich der Rest des Teams nicht nach LeBrons "Verletzung" den Arsch aufgerissen hat.
Entweder der Ellenbogen war nicht wirklich verletzt oder man kommt aus dieser ich-verlass-mich-auf-die-anderen Lethargie einfach nicht so schnell heraus.
Aber für mein Verständnis sollte eine Verletzung meines Stars doch für nen Schub Sorgen.
Dass das klappen kann hat man ja bei den Rockets gesehen letzte Saison. Wahrscheinlich konnten die Cavs einfach nicht obwohl sie gewollt hätten. Deshalb sollte James wechseln.