MVP Watch
LeBron James, MVP 2010
LeBron James war in jeder Ausgabe der MVP. Auch bis zum Schluss ließ er keine Zweifel aufkommen, dass er in dieser Saison der wertvollste Spieler der NBA ist. Der Rest der Topstars kämpft nur um die nachfolgenden Plätze. Zusätzlich seien in dieser Ausgabe noch die All-NBA Teams vorgestellt.
Von Christian Guse |
11.04.2010 | |
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LeBron James und die Cleveland Cavaliers haben sich erneut das Heimrecht für die gesamten Playoffs gesichert. Zuletzt gelang den Utah Jazz 1998 (zusammen mit den Chicago Bulls) und 1999 (zusammen mit den San Antonio Spurs), in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die beste Bilanz der Liga aufzuweisen. Den Jazz blieb jedoch in beiden Jahren der Titel verwehrt. Die Enttäuschung in Cleveland wäre sicherlich groß, wenn es den Cavs da genauso ergehen würde. Bis zum Ende der regulären Saison darf sich LeBron James erst einmal ausruhen. Im ersten Spiel ohne ihn unterlagen die Mannen aus Cleveland sodann den Chicago Bulls.
Hinter James (Foto) entwickelte sich über die Saison im MVP-Watch derweil ein recht spannendes Rennen um Platz zwei. War anfangs
Kobe Bryant der beste Kandidat, fiel er, u.a. verletzungsbedingt, im Saisonverlauf weiter zurück. Die Los Angeles Lakers zeigten aber auch, dass sie ohne ihren besten und wertvollsten Spieler stark genug sind. Am Ende überholten ihn
Kevin Durant, der mit Sicherheit als Aufsteiger der Saison anzusehen ist,
Dwyane Wade und
Dwight Howard. Allesamt sind deutlich jünger als Bryant. Es sieht ganz danach aus, als ob die nächste Generation die NBA übernimmt. Dagegen wehren sich noch die altbekannten Superstars und ehemaligen MVP-Gewinner; neben Bryant wären dies
Dirk Nowitzki,
Steve Nash und
Tim Duncan.
Aus den Top-Ten gefallen ist Chris Bosh, der wieder einmal nach der All-Star-Pause nicht an seine bisherigen Leistungen anknüpfen konnte. Waren es vor dem All-Star Weekend in Dallas noch 24,4 Punkte und 11,4 Rebounds pro Partie mit einer TS-Quote von 59,8% (Erklärung unten), konnte er in den folgenden Monaten nur noch 22,8 Punkte und 9,1 Rebounds bei 57,4 TS% vorweisen. Sicherlich war dieser statistische Rückgang auch durch Verletzungen bedingt. Seinem Status als Top-Free-Agent in diesem Sommer nach LeBron James und Dwyane Wade dürfte das dennoch keinen Abbruch getan haben. An Boshs Stelle ist erstmals der Point Guard der Utah Jazz, Deron Williams, dabei, der Bosh letztlich mit einem Zehntel Punkt Vorsprung schlägt.
Hier nun aber die zehn wertvollsten Spieler der Spielzeit 2009/10, wie sie sich aus dem schon in der ersten Ausgabe in dieser Saison erklärten Verfahren ergeben. Natürlich beruht das "nur" auf ein paar Zahlen und erhebt nicht den Anspruch, komplett fehlerfrei zu sein. Auch wenn wir natürlich davon überzeugt sind, dass dies die beste und objektivste Methode ist, sollte das dabei immer im Hinterkopf bleiben.
| PRA: 17,1 |
NetWins: 8,7 |
Bilanz: 52-28 |
SOS: 0.506 |
| MpG: 37,0 |
PpG: 18,7 |
RpG: 4,0 |
ApG: 10,6 |
TS%: 57,6 |
TO%: 16,7 |
 |
Dass Deron Williams auch ordentlich punkten kann, bewies er zuletzt in einem Shootout mit Kevin Durant. Zwar waren es am Ende drei Zähler weniger als beim aktuellen Scoring-Leader, aber dennoch waren die 42 Punkte inklusive des Siegtreffers eine Sekunde vor Ablauf der Nachspielzeit genug, um die Chance für die Jazz auf den zweiten Platz in der Western Conference am Leben zu erhalten. Neben den Punkten verteilte Williams wieder einmal zehn Assists; eine Marke, die er in dieser Spielzeit 48 Mal knackte. Dennoch reicht es mit 10,6 ApG nur für den dritten Rang hinter Steve Nash und Chris Paul (10,7 ApG). Insgesamt hat der Guard aus dem Mormonenstaat einige Karrierebestwerte in dieser Saison vorzuweisen. Noch nie in seiner Karriere hat er in einer Saison mehr Dreier getroffen (93), sich mehr Rebounds geschnappt (293) und mehr Steals (93) geholt. Am Ende belegt Williams so den zehnten Platz im MVP-Race. |
| PRA: 15,2 |
NetWins: 9,4 |
Bilanz: 52-28 |
SOS: 0.505 |
| MpG: 38,3 |
PpG: 28,3 |
RpG: 6,6 |
ApG: 3,3 |
TS%: 54,9 |
TO%: 10,7 |
 |
Bei Carmelo Anthony ist wie bei Chris Bosh die Tendenz zu verzeichnen, dass er im Laufe der Saison abbaut. Hatte er bis zum All-Star Spiel noch 29,2 PpG, 6,4 RpG und 3,4 ApG bei Quoten von 46% FG, 38% 3FG und 86% FT hinter seinem Namen stehen, sind es seitdem 26,9 PpG, 6,9 RpG und 3,1 ApG bei 45% FG, 22% 3FG und 79% FT. Der gesunkene Punkteschnitt ist also vor allem auf seine schlechteren Wurfquoten zurückzuführen. In Anbetracht dessen, dass die Playoffs vor der Tür stehen und die Nuggets eigentlich um den zweiten Platz im Westen kämpfen, verlautet das nichts Gutes. Auch wenn seine Freiwurfquote zuletzt nicht mehr so gut aussah, kann er in jener Kategorie eine neue Karrierebestleistung (83,% FT) verzeichnen. Damit liegt er ca. drei Prozent-Punkte über seinem Karriereschnitt. Nichtsdestotrotz reicht es für den drittbesten Scorer der NBA-Saison nur für den neunten Platz im MVP-Rennen. |
| PRA: 17,3 |
NetWins: 8,1 |
Bilanz: 49-31 |
SOS: 0.508 |
| MpG: 31,4 |
PpG: 17,9 |
RpG: 10,2 |
ApG: 3,2 |
TS%: 55,7 |
TO%: 10,2 |
 |
Ein Sieg fehlt den San Antonio Spurs noch, um in der elften Saison in Folge 50 oder mehr Siege einzufahren. Betrachtet man dabei allerdings die Siegquote, die dafür notwendig ist (61%), dann wäre es die 13. Saison. In der Saison 1998/99, die durch den Lookout auf 50 Spiele verkürzt wurde, gelang es den Spurs, 74 Prozent ihrer Partien zu gewinnen. Mit diesen 13 Spielzeiten in Folge wären sie alleiniger Rekordhalter; denn bisher müssen sie sich dies mit den Boston Celtics (56/57 bis 67/68) und den Los Angeles Lakers (79/80 bis 90/91) teilen. Und Tim Duncan war dabei, in jedem Jahr inklusive seiner Rookie-Saison. Und er war nicht nur irgendwie dabei, sondern mit einem Double-Double im Schnitt. In dieser Saison waren es in etwa 18 Punkte und zehn Rebounds pro Partie. Zwar sind dies Karrieretiefstwerte, allerdings beruht das primär auf der gesunkenen Einsatzzeit. Diese Zahlen auf 36 Minuten normiert ergeben einen Schnitt von 20,5 PpG und 11,6 RpG (im Vergleich dazu sein Karriereschnitt: 20,9 PpG und 11,5 RpG). Tim Duncan ist der Meister der Konstanz, auch wenn das Alter vor allen Dingen in der Defensive doch an ihm nagt. |
| PRA: 16,7 |
NetWins: 9,1 |
Bilanz: 51-28 |
SOS: 0.497 |
| MpG: 32,9 |
PpG: 16,5 |
RpG: 3,4 |
ApG: 11,0 |
TS%: 61,3 |
TO%: 21,5 |
 |
Steve Nash ist ebenso ein Phänomen für sich. Erst gewinnt er mit 31 bzw. 32 Jahren zweimal den MVP-Award (nur Hakeem Olajuwon (ein paar Tage) und Karl Malone (ca. 2,5 Jahre) waren beim Gewinn ihres ersten MVP-Awards älter als Nash). Und nun holt er sich im gesetzten Alter von 36 Jahren die Krone als bester Vorlagengeber der Liga zurück. Noch nie in der Ligageschichte hat ein so "alter" Spieler diesen Titel erringen können. Der vorherige Rekordhalter war John Stockton mit 34 Jahren in der Saison 1995/96. Die elf Assists im Schnitt sind natürlich auch ein Altersrekord; Nummer zwei ist der jetzt 37-jährige Jason Kidd mit 9,1 ApG. Kaum mehr abwenden kann er seine Karrierebestleistung von der Freiwurflinie. Unglaubliche 93,5% seiner Versuche verwertete er bisher. Selbstverständlich ist das auch die Spitzenposition in der NBA. Erwähnenswert wäre da noch seine fünfte "50/40/90"-Saison (Wurfquoten aus dem Feld, von der Drei-Punkte-Linie und der Freiwurflinie) in Folge. Nash scheint irgendwie das Wundermittel gegen das Altern gefunden zu haben. |
| PRA: 16,2 |
NetWins: 11,1 |
Bilanz: 53-27 |
SOS: 0.501 |
| MpG: 37,8 |
PpG: 25,1 |
RpG: 7,7 |
ApG: 2,7 |
TS%: 57,8 |
TO%: 7,9 |
 |
Anthony und Bosh bauen ab, wenn sich die Saison dem Ende neigt; Dirk Nowitzki ist das Gegenteil davon. Seit dem All-Star-Break legt er im Schnitt 26 Punkte bei Quoten von 49/ 51/ 95 auf. Davor waren es 25 PpG bei 48/ 36/ 90. Zuletzt traf der Deutsche 68 Freiwürfe in Folge (neuer Rekord für die Mavericks) und verbesserte seine Freiwurfquote für die Saison auf 91,4% (Karrierebestwert), was der dritte Platz deutlich hinter Steve Nash und knapp hinter Ray Allen bedeutet. Seit dem Spiel gegen Denver vor ca. zwei Wochen, bei dem er sein zweites Triple-Double (34/ 10/ 10) markierte, erzielt Nowitzki im Schnitt 31 Punkte. Dass er nur einen Freiwurf in den Spielen nicht traf (72 von 73 getroffen, 98,6%) ist die eine Sache; allerings versenkte er dazu noch elf seiner 17 Dreierversuche (ca. 65 %). Das bringt seine Dreierquote für die Saison auf 40,5%; nur 2006 und 2007 war Nowitzki aus der Distanz treffsicherer. |
| PRA: 15,9 |
NetWins: 11,7 |
Bilanz: 56-23 |
SOS: 0.508 |
| MpG: 38,8 |
PpG: 27,1 |
RpG: 5,4 |
ApG: 5,0 |
TS%: 54,7 |
TO%: 11,5 |
 |
Wie schon in der Einleitung erwähnt, sind die Lakers auch ohne Kobe Bryant kein Fallobst. In den sieben Spielen ohne Bryant gingen sie fünf Mal als Sieger vom Feld. Die Lakers verloren nur mit einem Punkt gegen die Celtics und mit zwei gegen die Nuggets. Die Punktdifferenz von +8,6 in diesen sieben Spielen wäre die Spitzenposition in der NBA. Dabei konnte Pau Gasol mit 21 PpG, 13 RpG und 4 ApG Bryant am besten vertreten. Damit sollten die Gründe klar sein, warum Bryant nicht weiter vorne im MVP-Rennen aufgeführt ist. Seine Werte von 27 PpG, 5 RpG und 5 ApG wurden über eine Saison nur von sieben anderen Guards in der NBA-Geschichte erreicht, für Bryant selbst ist es das fünfte Mal. Nebenbei kletterte er weiter in der All-Time Scoring-Liste nach oben. Mittlerweile ist Bryant bei 25.770 Punkten angelangt, womit er sich in dieser Saison an Allen Iverson, Patrick Ewing, Jerry West, Reggie Miller und Alex English vorbei auf Platz zwölf schob. Eine ähnliche Punkteausbeute wie in dieser Saison würde Bryant nach der Spielzeit 2010/11 wohl auf Position sechs genau hinter Shaquille O'Neal schieben. |
| PRA: 18,0 |
NetWins: 11,8 |
Bilanz: 56-23 |
SOS: 0.497 |
| MpG: 34,8 |
PpG: 18,4 |
RpG: 13,2 |
ApG: 1,7 |
TS%: 62,9 |
TO%: 18,8 |
 |
Zum zweiten Mal in Folge wird Dwight Howard eine NBA-Saison als der Spieler mit den meisten Rebounds und geblockten Würfen beenden. Dieses Künststück schaffte kein Spieler vor ihm. Wobei allerdings angemerkt werden muss, dass zu Zeiten von Bill Russell und Wilt Chamberlain die Blocks noch nicht statistisch erfasst worden sind. Dennoch dürfte Howard seinen zweiten "DPOY"-Award einstreichen. Kein Spieler erscheint so wichtig für die defensive Stabilität seines Teams wie der 24-Jährige. Offensiv weist er zwar die beste Feldwurfquote der Liga auf, dennoch verringerte sich das Punktvolumen gegenüber der Vorsaison um 2,2 Punkte je Spiel. Auch wenn Howard zwischenzeitlich von Ende Januar bis Ende Februar mal richtig aufdrehte (23,5 PpG in 15 Partien), fiel Howard zuletzt wieder durch 155 Punkte über zehn Spiele auf eben jene 18,4 PpG zurück. Durch die unkonstante Offensive ging es auch im MVP-Rennen dann wieder etwas nach unten. Immerhin ist es am Ende Position vier für den besten Spieler der Magic, das Team mit der zweitbesten Bilanz der Liga. |
| PRA: 18,8 |
NetWins: 12,5 |
Bilanz: 44-35 |
SOS: 0.500 |
| MpG: 36,3 |
PpG: 26,4 |
RpG: 4,9 |
ApG: 6,6 |
TS%: 56,1 |
TO%: 12,2 |
 |
Als verletzungsanfällig galt Dwyane Wade, nachdem er 2007 und 2008 jeweils 31 Spiele verpasst hatte. In den letzten beiden Jahren fiel er zusammen gerechnet gerade einmal sieben Mal aus; damit dürfte sich das Thema wohl vorläufig erledigt haben. Und momentan spielt Dwyane Wade wieder den besten Basketball seines Lebens: 28 PpG, 6 RpG und 7 ApG bei 51% aus dem Feld in den letzten 19 Spielen. Die Heat gewannen 15 Begegnungen davon. Die Punktdifferenz betrug +6,5; das ist ein Wert, den sonst ein Team mit einer Siegquote von 76% (62 Siege) aufweist. Natürlich spielte Miami davon nur acht Mal gegen einen Gegner, der momentan in den Playoffs wäre, dennoch ist eindeutig zu sehen, dass sich Wade in der Form des Vorjahres befindet. Hinter James ist Wade die Nummer zwei im PRA. die Beiden sind auch die einzigen Spieler in der NBA mit 26+ Punkten und 6+ Assists pro Begegnung. Alles in allem wird er nur vom besten Spieler der Liga übertroffen und von einem Youngster, der mit seinem Team zu überraschen wusste. |
| PRA: 18,7 |
NetWins: 13,7 |
Bilanz: 49-30 |
SOS: 0.505 |
| MpG: 39,5 |
PpG: 30,0 |
RpG: 7,6 |
ApG: 2,8 |
TS%: 60,5 |
TO%: 11,8 |
 |
Kein Spieler in dieser Saison konnte sich gegenüber der Vorsaison so stark verbessern, wie der 21-jährige Kevin Durant. Insgesamt hat er bisher 2.371 Punkte erzielt; nur drei 21-Jährige kommen überhaupt auf einen ähnlichen Wert (Shaquille O'Neal, LeBron James und Michael Jordan). Und dabei sollte man sich besonders vor Augen führen, dass mit Evan Turner gerade ein Spieler um die Top-Position im Draft kämpft, der im selben Jahrgang wie "KD" ist. Behält er die Spitzenposition, dann wird er der jüngste Scoring-Champ aller Zeiten. Vor dieser Entwicklung muss man einfach seinen Hut ziehen. Nicht jeder hat damit gerechnet, dass sich Durant so schnell an die Spitze der Liga schießen kann. Kritik muss allerdings bezüglich seines Ballhandlings und Passspiels angebracht werden. Nur noch ein weiterer Flügelspieler (Dominique Wilkins, 1986) brachte das Kunststück fertig, so viele Ballbesitze zu haben und dabei mehr Ballverluste als Assists zu produzieren. Das ist nicht unbedingt eine Gruppe, in die ein absoluter Spitzenspieler gehören möchte. Durant muss daran für die Zukunft arbeiten, denn es wird wohl immer mehr Teams geben, die herausfinden, wie er zu limitieren ist. Den Blueprint dafür lieferten die Dallas Mavericks und Portland Trail Blazers in dieser Saison. Flinke Flügelspieler mit großer Spannweite und dabei konstantem Doppeln bringen Durant in Schwierigkeiten. Behält er allerdings das Pensum bei, mit dem er sich bisher verbessern konnte, dann ist das in absehbarer Zeit zumindest teilweise abgestellt. |
| PRA: 23,1 |
NetWins: 20,6 |
Bilanz: 61-19 |
SOS: 0.493 |
| MpG: 39,0 |
PpG: 29,7 |
RpG: 7,3 |
ApG: 8,6 |
TS%: 60,4 |
TO%: 12,3 |
 |
Last but not least, LeBron James. Ganz im Gegenteil ist James erneut der wertvollste Spieler der Liga. Maximal die Miami Heat sind von ihrem Starspieler so abhängig wie die Cleveland Cavaliers. In den letzten beiden Spielen ohne ihn, der "King" brauchte mal eine Pause, verloren die Cavs gleich gegen die Teams aus Chicago und Indiana. Es erscheint für James so leicht, Werte von 30 PpG, 7 RpG und 9 ApG auf das Parkett zu zaubern. Mit beeindruckender Effizienz punktete er und fand mit exzellentem Passspiel immer wieder seine freien Mitspieler. Kein Forward vor ihm konnte so viele Assists verzeichnen, nicht einmal Larry Bird. Überraschend ist am Ende nur, dass er "gerade einmal" vier Triple-Doubles in dieser Saison auflegte. Oftmals verpasste er dies allerdings nur knapp. Ein weiterer MVP-Award für James. Es bleibt abzuwarten, ob es mit der erhofften Meisterschaft in Cleveland diesmal klappt. Noch einmal sollten die Cavs als bestes Team der Liga nicht frühzeitig scheitern. |
Die All-NBA Teams sollen die besten Spieler die Saison auszeichnen. Dabei bestehen sie jeweils aus zwei Guards, zwei Forwards und einem Center. Die Journalisten sind angehalten, ihre Nominierungen so zu gestalten, dass sich die Position, die der jeweilige Spieler am häufigsten in der Saison einnahm, darin wiederspiegelt. Ein Team mit Steve Nash, Dwyane Wade und Kobe Bryant ist demnach nicht möglich, da alle Drei primär als Guard aufliefen. Die Unterscheidung zwischen Point Guard und Shooting Guard oder Small Foward und Power Forward wird hierbei nicht gemacht.
Es wird wohl schwerlich jemand dagegen argumentieren wollen, dass bei den San Antonio Spurs neben Matt Bonner und/oder Antonio McDyess der Center Tim Duncan hieß. Er ist also auch hier als Center aufgeführt. Bei Pau Gasol ist es etwas trickreicher, neben Andrew Bynum war er der Power Forward, aber ansonsten spielte Gasol dann doch Center. Letzteres etwas häufiger, sodass er nur für einen Center-Spot in Frage kommt.
Als Grundlage für die All-NBA Teams wird dieselbe Methode wie für die Bestimmung des MVPs verwendet. Es spiegeln sich also darin die individuelle Stärke eines Spielers ebenso wieder, wie die Bedeutung für sein Team, die Einsatzzeit und der Mannschaftserfolg. Die ersten beiden Teams passen übrigens perfekt zur vorher aufgelisteten Top-Ten.
All-NBA First Team
G - Kobe Bryant
G - Dwyane Wade
F - Kevin Durant
F - LeBron James
C - Dwight Howard
All-NBA Second Team
G - Steve Nash
G - Deron Williams
F - Carmelo Anthony
F - Dirk Nowitzki
C - Tim Duncan
All-NBA Third Team
G - Rajon Rondo
G - Brandon Roy
F - Josh Smith
F - Chris Bosh
C - Pau Gasol
Ein paar kritische Entscheidungen waren im dritten Team zu fällen. Sicher in das Team gehören Brandon Roy, Josh Smith und Chris Bosh. Danach wurde, wie vorher schon erläutert, Pau Gasol als Center nominiert, obwohl mit Carlos Boozer und Zach Randolph am Ende zwei Spieler, die ebenso unterm Korb agieren, vor ihm rangieren. Gasol ist auch eher Center-Forward, als dass er als reiner Center gelten kann. Die Abstände zwischen den drei Spielern ist eher gering. Der nächste "echte" Center wäre Andrew Bogut, der auch nur 0,3 Punkte hinter Pau Gasol liegt. Mitunter wäre Bogut also die bessere Wahl.
Rajon Rondo bekommt den Vorzug vor Chris Paul. Letzerer mag eindeutig stärker sein, aber er lief in nur 45 Spielen auf. Rondo verpasste bisher nur eine Begegnung, legt im Schnitt 14 Punkte, zehn Assists und vier Rebounds auf und verteidigt dabei exzellent. Die nächsten beiden Guards in der Liste wären Chauncey Billups und Derrick Rose, für die sich sicherlich Argumente finden lassen, sie über Rondo zu wählen. Aber wie schon zu Beginn erwähnt, ist die Methode nicht völlig fehlerfrei.
Erläuterungen:
TS%: True Shooting Percentage; Wurfquote, die erzielte Drei-Punkte-Würfe und die Genauigkeit bei Freiwürfen berücksichtigt.
TO%: Turnover Percentage; Anfälligkeit für Ballverluste in Abhängigkeit vom Ballbesitz des Spielers.
In Klammern sind die Platzierungen des Vormonats angegeben.
Stand der Statistiken: 10. April 2010.
von Magic-Marco8 12.04.10 um 23:56:34
timmy d.
was soll man sagen?spurs liegen in führung, duncan hat 12,10,5 nach 24 min auf dem bogen.
in großen spielen deutet er an was gehen würde, wenn er mehr zeit von pop aufdem feld bekommen würde. in den po´s sind wieder 22/12/4/3. Ohne Athletik wohl gemerkt.Zudem sollte manu g. auch im Ranking auftauchen. was er bringt merken wir spätestens in den po´s. pop schont ihn einfach für die spiele wo eier gebraucht werden. seine alten knie haben dann vlt 10 % mehr als in der r. seaison. die spurs werden der hass- gegener für alle teams außer für die suns sein. der westen wir ein riesen spaß. dank sky können wir live dabei sein. hoffe mein arbeitgeber wird nicht allzu sauer sein, wenn ich mit augenringen ins büro trabe.
zu king james : ich hasste ihn bis vor dieser saison sehr. aber was er im moment bringt is tatsächlich wahnsinn. verteidiger des jahres darf er allerdings nicht sein. dies muss arbeits- muhlis wie camby vorbehalten sein.
jason kidd spielt z.z. auch einen sehr guten ball. der junge is 37, spielt aber immer noch das run and gun wie kein zweiter (nash holt nicht den rebound).
bei kobe muss ich sagen: kappe ab. total verletzt, aber kein grund nicht dem team zu helfen. der macht mehr als das scoring. er bindet zeitweise drei verteidiger, kein wunder dass die andern glänzen können.
wie larry bird sagte: "manche spieler verrenken sich nen finger und spielen nicht, andere soielen trozdem!"
kobe ist trozdem.
deron williams is für mich auf der 3- 5.
der trägt das team und was immer es braucht, er macht es einfach.
cp3 = chris duhon
von xax 13.04.10 um 02:20:33
ich sehe vieles so wie MM8...
- Kobe ist ein echter anführer, er spielt mit Verletzungen und zeigt seinem Team was an Einstellung nötig ist, um Champ zu werden.
- Was Nash spielt ist unglaublich, der hat doch die Quelle der ewigen Jugend entdeckt, scheint in Phoenix zu stehen, wenn selbst Grant Hill gesund bleibt... Ich erwarte in den PO ein Comeback von Parish bei den Suns mit 15/12/3 und 4 Blocks.
Einmal muss ich dir widersprechen MM8: "die spurs werden der hass- gegener für alle teams außer für die suns sein."
Sorry, deren (Titel)Zug ist schon vor 2 Jahren abgefahren, über Spokane/Washington, Leeds/Alabama und Kingston/Jamaika direkt ins Rentnerparadies Florida. Dort kickt Bruce "Humilation" Bowen alle um, die Duncans Stuhl am Pool beanspruchen.