Nach einem beeindruckend selbstbewussten Start in seine Freshman-Saison, konnte der 2,03 Meter große Combo-Forward Terrence Jones zu Saisonbeginn über 18 Punkte pro Spiel vorweisen. Dies verdankte er neben seinen idealen physischen Voraussetzungen auch seiner Vielseitigkeit in der Offensive.
Jones' schneller erster Schritt und sein explosiver Zug zum Korb tragen zu einem sehr guten Allroundpaket in der Offensive bei. Hierbei verlässt sich der Flügelspieler der Kentucky Wildcats neben seiner Größe und Athletik auch auf sein Ballhandling, wobei er beidhändig agiert und sich sogar mit Guards messen kann.
Dank der für sein Alter weit fortgeschrittenen physischen Stärke scheut Jones nicht den Kontakt unterm Korb und schließt dabei auch häufig per Dunk ab. Im Korbabschluss zeigt sich die Vielseitigkeit des Freshman, da er von überall auf dem Feld gefährlich sein kann, wenngleich es noch mechanische Mängel an Jones' Wurftechnik gibt. Zu seinen variablen Abschlussmöglichkeiten bringt Jones auch einen stark ausgeprägten Scoring-Instinkt mit.
Darüber hinaus besitzt Jones trotz seiner erst 19 Jahre bereits einen hohen Basketball-IQ und trifft häufig gute Entscheidungen, was seine niedrige Turnoverrate erklärt. Dieses Spielverständnis spiegelt sich ebenso in seinem Passspiel wieder. Er gilt als hervorragender Passgeber (u.a Kickout aus Double-Team) und zeigt dazu noch gute Ansätze in Sachen Court Vision. In seinem Passverhalten erkennt man ebenfalls die Mitspielerqualität des jungen Talents, da Jones nicht als eigensinniger Spieler bekannt ist.
In der Defensive zeigt er ebenfalls vollen Einsatz und könnte bereits gegen den Großteil der NBA-Small-Forwards bestehen, jedoch Probleme gegen die Elite haben. Hierbei ist ihm neben seiner Kraft eine enorme Spannweite von 2,18 Metern und seine Schnelligkeit von Vorteil.
Schwächen:
Die größte Schwäche liegt bei Terrence Jones trotz seines Allroundtalents im Postspiel, vor allem gegen größere Gegenspieler. Da der Freshman lieber den Zug zum Korb im Face-to-Face Spiel bevorzugt, kommt bei ihm das Spiel mit dem Rücken zum Korb zu kurz, da er außer einfachen Hook-Shots keine große Auswahl an Post Moves besitzt.
Auch wenn Jones ein guter und selbstbewusster Schütze von jenseits der Dreipunktelinie ist, verfällt er nach einer Trefferserie in einen Wurfrausch, wobei seine Würfe nicht immer ihr Ziel finden.
Außerdem muss der Flügelspieler an seiner Emotionalität arbeiten und konstant fokussiert bleiben, auch wenn das Spiel nicht nach seinen Vorstellungen verläuft.
NBA Vergleich:
Marvin Williams. Passables Allroundtalent, das bei einem Playoff-Team starten kann aber nicht zu den Top-Stars der Liga zählt.
Karriereprognose:
Jones' Cousin dürfte Basketballkennern bekannt sein. Es ist kein geringerer als der ehemalige „Rookie of the Year“ Damon Stoudemire. Dass Jones diesen Titel ebenfalls einfahren wird ist extrem unwahrscheinlich, doch sofern er seine Rolle findet sollte er sich in der NBA etablieren könnten.
Besonderheiten
Terrence Jones wurde am 9. Januar 1992 in Portland (Oregon) geboren und gilt als einer der talentiertesten Spieler des Jahrgangs von 2010. Der 19-Jährige führte die Jefferson High School zu drei Oregoner Staatsmeisterschaften in Folge zwischen seinem Sophomore- und Senior-Jahr. Hierbei trug Jones 30 PpG, 16 RpG und 6 ApG bei.
Am 20. Januar 2010 wurde bekannt, dass Jones in die Jugendnationalmannschaft der USA berufen wurde, welches am „Nike Hoop Summit“ in Portland teilnahm. Desweiteren durfte Jones im Jahr 2010 am „Mc Donalds All-American Game“ und am „Jordan Brand Classic“ mit Erfolg mitmischen. Im Folgenden entschied er sich für das Collegeteam der Kentucky Wildcats und erteilte Universitäten wie Kansas, Washington und der UCLA eine Absage.
Draftausblick
Trotz des hochkarätigen Wildcats-Kaders könnte Jones durchaus in der Draft-Lottery landen.