Hill wurden ein NBA-tauglicher Körper und eine ausgeprägte Athletik in die Wiege gelegt, deshalb wird man von ihm erwarten können, dass er sich schnell dem körperbetonteren Spiel der NBA anpassen wird. In der NCAA ließ er diese Athletik jedenfalls schon ein ums andere Mal aufblitzen, sehr zum Leidwesen der gegnerischen Forwards.
In seinem Reboundverhalten zeigt Hill dieses Jahr eine große Steigerung noch zum Vorjahr, die sich in ca. vier zusätzlich gefangenen Abprallern pro Spiel äußert. Hierbei setzt der 2,06 Meter große Hill auf beiden Seiten des Feldes seinen guten Instinkt und seine Athletik ein, um vier Offensivrebounds und sieben Defensivrebounds in seinen durchschnittlichen 35,5 Minuten pro Spiel abzugreifen.
Auch an seinem Offense-Verhalten offenbart der Musterprofi Hill ungeahntes Potential. Punktete der Junior in seiner Freshman-Saison fast ausschließlich durch seine Athletik in Korbnähe, legte Hill sich in diesem Jahr bereits einige Post-Moves zu.
Schwächen:
Hills größte Schwäche bleibt sein Wurf, hier zeigt er sich zwar verbessert, aber Luft nach oben ist hier allemal. So nahm Hill in seiner gesamten NCAA Karriere nicht einen Dreier und auch sein Freiwurfwert von 64,4 % ist sicherlich verbesserungswürdig.
Hill spielt erst seit wenigen Jahren überhaupt Basketball und das sieht man. Weder hat er eine wurffähige linke Hand, noch einen ausgeprägten Basketball-IQ. Auch an seinen Passfähigkeiten muss Hill noch arbeiten. 2,9 Ballverluste auf 1,4 Assists sprechen da eine deutliche Sprache.
NBA-Vergleich:
Optimistischer Vergleich: Kenyon Martin. Athletischer, spektakulärer Power Forward mit einer Menge Potential. Wenn Hill sich jedoch genauso weiterentwickelt wie in seinen Collegejahren, wird es vielleicht bis zum All-Star reichen.
Realistischer Vergleich: Chris Wilcox. Athletisch ist Hill allemal, wenn er jedoch aufhört sich zu entwickeln wird er zwar oft in den Highlights, aber selten auf dem Spielfeld zu sehen sein.
Pessimistischer Vergleich: Ronny Turiaf. Wenig Spielzeit und noch weniger Aufsehen durch gute Statistiken. Im schlechtesten Fall könnte Hill als Bankspieler enden, der nur für verletzte Center und Power Forwards einspringen darf.
Besonderheiten:
Jordan Hill begann erst sehr spät mit dem Basketball. So stand er als Highschool-Junior nicht einmal in der Schulmannschaft. Bei einem Turnier im Frühjahr 2005 wurden die Arizona Wildacts jedoch auf den athletischen Hill aufmerksam und boten ihm trotz fehlender Spielerfahrung ein Stipendium an.
In seinem Senior-Jahr führte er die Patterson Highschool schließlich zu einer 43-4-Bilanz und bestätigte die in ihn gesetzten Hoffnungen. Dennoch schaffte er es mangels Erfahrung nicht unter die Top-100 der Recruiting-Experten von Scout.com.
Draft-Ausblick:
Aufgrund seiner rasanten Entwicklung und seines neu gezeigten Potentials ist Hill ein Kandidat auf die Top-5; ein Platz unter den ersten Zehn scheint sicher.