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Draft-Profil: Jared Sullinger

7. Pick:

Jared Sullinger

Pick: Portland Trail Blazers
 
 
Team: Ohio State Buckeyes
Position: Power Forward
Grösse: 206cm
Gewicht: 126kg
Geburtstag: 04.03.1992
Klasse: Sophomore
Statistiken: 17,2 PpG, 10,2 RpG, 54,1% FG, 70,4% FT (2010-11)
Vergleich: Al Jefferson
 

Stärken


Physis, Post-Game, Basketball-IQ, Rebounding

Schwächen


Größe, Gewicht, Kondition, Athletik, Schnelligkeit

Stärken:

Jared Sullinger war in der vergangenen Spielzweit der effektivste Freshman in der NCAA und hatte keinerlei Probleme mit dem Übergang vom Highschool-Spitzenspieler zum College-Star. Während die Buckeyes von Sieg zu Sieg eilten, etablierte sich Sullinger bereits in seiner ersten Saison als „Go-To-Guy“ in die Mannschaft. Mit durchschnittlich 18 Punkten und 10 Rebounds pro Spiel bewies der heute 19-Jährige, dass die Vorschusslorbeeren berechtigt waren.

Vor allem unter dem Korb, wo er 40% des Spiels verbringt, ist Sullinger wichtig für Ohio State. Dass der Power Forward das Spiel mit dem Rücken zum Korb bevorzugt, zeigte sich, wie zu erwarten, in seinen ersten College-Spielen. Hierbei war der 2,06 Meter große Buckeye für den Großteil der Verteidiger nicht zu stoppen und etablierte sich als einer der effektivsten Postspieler in der NCAA. Aus dem Feld trifft Sullinger über 50% seiner Würfe, welches er einem guten Wurfgefühl und einem, für sein Alter, großen Repertoire an Post-Moves verdankt.

Seine Dominanz am Brett kann häufig nur durch ein Foul gestoppt werden. Jedoch trifft Sullinger, für einen großen Spieler, über 70% von der Linie. Der Schlüssel für diese Dominanz sind seine physischen Voraussetzungen. Mit 127 Kilogramm bei 2,06 Metern und einer großen Entschlossenheit, sich bis zum Ring durchzukämpfen, nutzt Sullinger seine Körperkontrolle um im Post zu einfachen Punkten zu kommen. Hierbei macht er Gebrauch von seiner beidhändigen Vielseitigkeit im Korbabschluss.

Als Antwort auf eine Doppelverteidigung gegen ihn, zeigt Sullinger gute Fähigkeiten, seine offenen Mitspieler in Szene zu setzen. Außerdem zeigt „Sully“ neben den offensiven Stärken eine beeindruckende Agressivität am offensiven und defensiven Brett. Hier nutzt der 19-Jährige seine gute Technik im Box-Out und seiner Antizipation des Balls bei abprallenden Würfen.

Schwächen:

Mit Rückblick auf seine Highschool-Zeit hat der ehemalige Northland Spieler in Sachen Athletik einen Schritt nach vorne gemacht. Er hat ohne Zweifel an seinem Körper gearbeitet, hat aber immer noch nicht das Maximum seines physischen Potentials erreicht.

Viele beschreiben Sullinger als „zu klein für seine Position“, was sich durch Probleme in der Defensive, gegen größere Gegenspieler, äußert. Auch wenn er das Beste aus seiner Kraft macht, fehlt Sullinger, trotz guter Fußarbeit, häufig die Schnelligkeit und Explosivität gegen athletische Power Forwards, da er für die Centerposition zu klein ist. Vor allem im Face-to-Face-Game ist er ein Missmatch und zeigte in dieser Saison bereits häufig defensive Probleme.

In der Offensive sind Sullingers Skills überzeugend, müssen aber für das NBA-Niveau noch erweitert werden. Zum Beispiel muss er häufiger mit dem Gesicht zum Korb spielen und seinen Gegner auch aus dem Dribbling heraus schlagen können, um noch vielseitiger zu werden.

Aus der Mitteldistanz zeigt er gute Fähigkeiten, muss aber noch konstanter werden und sein Mid-Range-Game weiterentwickeln.

NBA Vergleich:

Optimistischer/Realistischer Vergleich: Al Jefferson. Jefferson ist nicht nur ähnlich gebaut wie Sullinger, sondern vor allem einer der besten Low-Post-Scorer und einer der besten NBA-Spieler ohne All-Star-Nominierung. Zwar fehlen Sullinger womöglich einige Zentimeter, um wie Jefferson auch auf der "Fünf" zu spielen. Er besitzt jedoch das Talent, ein ähnlich effektiver Innenspieler zu werden.

Pessimistischer Vergleich: Micheal Sweatney. Wurde trotz seiner geringen Größe und Athletik im Super-Draft 2003 an neunter Stelle gezogen, schaffte es aber nie sein kraftbetontes Low-Post-Spiel in der NBA zu etablieren.

Karriereprognose:

Sullinger ist mit seinen 19 Jahren sicherlich noch kein kompletter Spieler, hat allerdings großes Potential. In der NBA sollte aus ihm ein guter Starter werden.

Besonderheiten:

Jared Sullinger wurde am 4. März 1992 in Columbus (Ohio) geboren und bestreitet nun seine zweite Saison für die dort ansässigen Ohio State Buckeyes. Das Jahr 2010 war für Sullinger ein sehr erfolgreiches Jahr. Er wurde für das „McDonalds All-American Game“ in Columbus ausgewählt, wo er zusammen mit Harrison Barnes zum MVP ernannt wurde und durfte sogar das Pakett des Madison Square Gardens, im Big Apple, in Form des „Jordan Brand Classic“ betreten.

Draftausblick:

Dank seiner spielerischen Fähigkeiten, Siegermentalität und Uneigennützigkeit dürfte Sullinger sehr wahrscheinlich in den Top-10 landen. Derzeit werden ihm sogar Chancen auf einen der fünf ersten Plätze eingeräumt.

Autor: Marc Lehmkühler

 
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