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Draft-Profil: Elias Harris

?. Pick:

Elias Harris

Pick:
 
 
Team: Gonzaga Bulldogs
Position: Small Forward
Grösse: 201cm
Gewicht: 104kg
Geburtstag: 06.07.1989
Klasse: Sophomore
Statistiken: 12,3 PpG, 5,5 RpG, 51,8% FG, 74,6 % FT
Vergleich: Joey Graham
 

Stärken


Spielintelligenz, internationale Erfahrung, Athletik, Explosivität

Schwächen


konstanter Distanzwurf, Größe, linke Hand, Potential

Stärken:

Elias Harris verbindet europäische Spielintelligenz und US-typische Athletik. In seinem ersten Jahr am College ist er eingeschlagen wie eine Bombe. Mit durchschnittlich 15,1 Punkten und 7,4 Rebounds ist er nicht nur Starter bei den Gonzaga Bulldogs, sondern auch der Anführer des jungen Teams.

Harris beeindruckt meist durch seine Explosivität und Sprungkraft. Diese Eigenschaften erlauben es ihm, aggressiv zum Korb zu ziehen und so zu leichten Punkten zu kommen. Doch der deutsche Nationalspieler spielt bei Gonzaga meist auf der Position des Power Forwards und hält sich somit oft unter dem Korb auf. Trotz seiner geringen Größe für diese Position (2,01 Meter) kann er dank Hakenwürfen und anderen guten Lowpostmoves auch gegen größere Spieler punkten. Hier kommt ihm vor allem seine gute Koordinaten und Fußarbeit zur Gute, die es ihm erleichtern, eine gute Position einzunehmen. Auch defensiv muss er sich nicht verstecken. Sowohl gegen größere als auch kleinere Gegenspieler hat er bewiesen, dass er ein guter Verteidiger ist.

Zu Elias Harris' größten Stärken gehört das Rebounden. Sowohl am defensiven als auch am offensiven Brett sammelt er fleißig Abpraller. Durch seine gute Sprungkraft kann er dabei seine Größendefizite locker ausgleichen. Zudem gibt der 22-Jährige keinen Ball verloren und reißt durch seinen Einsatz auch seine Mitspieler mit.

Besonders wichtig für das Spiel der Bulldogs ist Harris' Spielintelligenz. Er trifft fast immer die richtigen Entscheidungen, nimmt keine übertriebenen Würfe und weiß, wann er den Ball passen muss. Hier hilft ihm sicherlich auch seine Erfahrung in der deutschen Nationalmannschaft.

Schwächen:

Harris wird in der NBA, aber auch in Europa Small Forward und nicht Power Forward spielen. Um dort erfolgreich zu sein, muss der Deutsche noch mehr an seinem Sprungwurf arbeiten. Auch sein Wurf aus dem Dribbling muss sich noch stark verbessern. Um vom gern praktizierten Pick-and-Roll zu profitieren, sollte sein Release schneller werden.

Während Harris am College seine schwache linke Hand meist noch durch geschickte Spin-Moves und andere Handwechsel kompensieren kann, werden NBA-Teams diese Schwäche schnell zu nutzen wissen. So sollte er versuchen, diese Schwäche schnellstmöglich auszumerzen, um auch über die linke Seite explosiv an seinem Gegner vorbeiziehen zu können.

Die Tatsache, dass Harris in seiner zweiten Saison einen Rückschritt vollzogen hat, lässt zudem zweifeln wie viel Potential Harris noch verfügt. Zwar sollte Harris das Zeug zum NBA-Rollenspieler haben - dieses Anforderungsprofil überzeugt jedoch eher in der zweiten als in der ersten Draftrunde. NBA-Vergleich:

Realistischen Vergleich: Joey Graham. Der frühere Nummer-16-Pick Graham ist zwar kein Star. Dank seiner Physis, Athletik und Defense hat er sich jedoch in der NBA als wertvoller Rollenspieler etabliert.

Karriereprognose:

Harris hat alle Chancen der nächste deutsche NBA-Spieler zu werden. Zwar wird er wohl kein Franchise-Player werden, jedoch kann er mit seiner Spielweise jedem Team helfen und sich als wichtiger Rollenspieler erweisen.

Draftausblick:

In Sachen Draftwert haben sich die Befürchtungen bestätigt, dass dieser mit einer Rückkehr ans College fällt. Galt Harris vor dem Draft 2010 zwischenzeitlich gar als später Lottery Pick, droht nach einer schwachen zweiten NCAA-Saison ein Platz in der ersten Runde außer Reichweite zu geraten. Diesen gilt es für Harris im dritten Jahr in Gonzaga zurück zu erobern.

Autor: Florian Lindemann


 
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