In der Defensive ist Cole Aldrich ein Arbeitstier und kann sich dank seiner Athletik und seiner langen Arme überdurchschnittlich viele Rebounds sichern. Seine Blockstatistiken, die in der Saison 2008/2009 einen Wert von 2,7 BpG aufzeigten, sprechen für sein gutes Timing. Gegen die Dayton Flyers gelang Aldrich sein erstes Triple-Double, wobei er neben 20 Rebounds noch 10 Blocks zum Sieg beisteuerte.
Für einen Center verfügt Aldrich über ein gutes Auge für seine Mitspieler und ein erstaunlich gutes Passspiel. Wird er in der Offensive gedoppelt, ist er durchaus in der Lage aus dieser Situation einen erfolgreichen Pass zu spielen. Aus der Defensive heraus leitet Aldrich nach erfolgreicher Reboundarbeit mit langen Pässen oftmals die Fastbreaks seines Teams ein.
Schwächen:
Während er sich in der Verteidigung gut behaupten kann, tut er sich im offensiven Positionskampf oftmals unnötig schwer und zeigt auch nicht das nötige Engagement seine Position zu verteidigen. Neben diesem zum Teil mentalen Problem, fehlt es Aldrich für die NBA noch an Muskelmasse, um sich gegen etablierte Center durchsetzen zu können.
Während er seine oftmals im Low Post kritisierte Beinarbeit in der letzten Saison verbessern konnte, bemängeln seine Kritiker weiterhin seinen langsamen Antritt. Dieser verhindert sowohl, dass Aldrich schnellere Gegner adäquat verteidigen kann, als auch die Möglichkeit, sich in der Offensive gute Wurfpositionen aus der Mitteldistanz zu erarbeiten.
Obwohl der Jayhawk eine durchaus solide Wurfquote vorweisen kann, ist seine Wurftechnik alles andere als solide. Seinen Abwurf, der über seinem Hinterkopf erfolgt, konnte Aldrige in den letzten beiden Jahren nicht merklich verbessern.
NBA-Vergleich:
Optimistischer Vergleich: Tyson Chandler. Seine starken Defensiv- und limitierten Offensiv-Fähigkeiten erinnern stark an Tyson Chandler in der Saison 2007/2008. Mit dem richtigen Point Guard an seiner Seite, der ihn entsprechend in Szene setzen kann, wird man auch Aldrich des Öfteren den Ball den Ball durch den Ring dunken sehen. Gelingt es ihm Muskelmasse zuzulegen und an seinem Spiel im Post sowie an seiner Beinarbeit zu feilen, könnte er sich zu einem der besseren Starting-Center entwickeln.
Realistischer Vergleich: Chris Andersen. Der Higflyer ist ein wichtiger Rollenspieler mit offensiven Lichtblicken und defensivem Fokus. Aldrich ist ein anderer (weniger explosiver) Typ Athlet als Andersen, kann aber ein genau so wertvoller Blocker und Rebounder werden.
Pessimistischer Vergleich: Joel Pryzbilla. Aldrich könnte sich zu einem soliden Backup-Center entwickeln, den man bevorzugt unter dem eigenen Korb einsetzt. In der Offensive wird er dank mangelnder Fähigkeiten wenig reißen und eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Karriereprognose:
Aldrich wird es womöglich nie zum All Star schaffen, hat aber durchaus das Potential um langfrsitig in der NBA zu starten. Es wird schwer von seiner Entwicklung in der Offensive abhängig sein, ob er dieses Ziel erreicht oder doch nicht über die Rolle des Defensivspezialisten von der Bank hinaus kommt.
Draftausblick:
Kann er an seine Leistungen aus der Saison 2008/2009 anknüpfen, so bestehen gute Chancen unter den Top-10-Picks zu landen. Sogar die Top-5 scheinen erreichbar.