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Draft-Profil: Brandon Jennings

?. Pick:

Brandon Jennings

Pick:
 
 
Team: Lottomatica Roma (Italien)
Position: Point Guard
Grösse: 185cm
Gewicht: 77kg
Geburtstag: 23.09.1989
Klasse: 1989
Statistiken: 7,7 PpG, 1,3 ApG, 1,2 SpG, 26,35 3FG (Euroleague)
Vergleich: Kenny Anderson
 

Stärken


Schnelligkeit, Übersicht, Sprungkraft

Schwächen


Erfahrung, Kraft

Jennings lieferte an der High School fabelhafte Statistiken ab. Er war der Star der Oak Hill Academy, wo bereits NBA-Spieler wie Josh Smith, Carmelo Anthony und Stephen Jackson den Feinschliff für die NBA bekamen. Jetzt geht er aber nicht etwa am College sondern in Europa auf Korbjagd. Wo liegen seine Stärken und Schwächen?

Stärken:

Brandon Jennings ist Linkshänder und weiß diesen kleinen Vorteil auch geschickt einzusetzen. Seine größte Stärke ist allerdings ein furchteinflößendes Paket aus Schnelligkeit und Athletik. So verwertet Jennings oft einen Pass nach einem Backdoorcut mit einem Alley-Oop. Des Weiteren gilt er als zäher Kämpfer, der vor keiner Herausforderung zurückweicht.

Darüber hinaus verfügt Jennings über eine außergewöhnliche Spielübersicht. Dies kommt vor allem dann zum Vorschein, wenn er seine Schnelligkeit nutzt, um zum Korb zu ziehen und seine freien Mitspieler mit guten Pässen füttert. Er kreiert damit für seine Mitspieler oft sehr gute Würfe und macht alle um sich herum besser. Dazu besitz er schon jetzt die Fähigkeit, den Ballvortrag unter einer enorm schnellen Spielgeschwindigkeit sicher zu meistern.

Seine Offensive allgemein und seine Fähigkeit Würfe für sich selber zu kreieren ist eine weitere Stärke des Amerikaners. Er kann seinen Wurf aus dem Dribbling gut erarbeiten und besitzt auch einen schnellen ersten Schritt, der es ihm erlaubt gut zum Korb zu kommen. Dieser schnelle erste Schritt gepaart mit einem soliden Mitteldistanzwurf macht ihn für jede Verteidigung gefährlich.

Schwächen:

Brandon Jennings muss dringend an Muskelmasse zulegen, um auf NBA-Niveau mit den stärkeren Guards mithalten zu können. Besonders beim Zug zum Korb muss er auch mit Kontakt abschließen können. Für Jennings könnte es schwer werden, mehr Muskelmasse zu erarbeiten, da er wie zum Beispiel Chris Bosh ein von Natur aus sehr dünner Spieler ist.

Dazu kommt bei dem 18-Jährige das Problem, dass er sich auf dem internationalen Level noch beweisen muss. Vor allem sein Jump-Shot und seine Entscheidungen auf dem Feld sind zwar schon gut, aber können mit mehr Erfahrung noch an Qualität gewinnen.

NBA-Vergleich:

Optimistischer Vergleich: Tony Parker. Ein pfeilschneller Top-Point-Guard und NBA-All-Star.

Realistischer Vergleich: Kenny Anderson. Ein guter Starter und Borderline-All-Star.

Pessimistischer Vergleich: Sebastian Telfair. Jennings ist dem Hype nicht gewachsen und entwickelt sich nicht wie erhofft zu einem Star-Spieler.

Karriereprognose:

Noch schwerer als der Draftausblick bei Brandon Jennings ist die Karriereprognose. Der junge Aufbau hat alles um die NBA auf dieser Position eines Tages zu dominieren. Es wird viel davon abhängen, wie sich sein Experiment in Italien entwickelt. Eins scheint bei Jennings jedoch sicher: Der US-Boy wird sich 2009 für den Draft anmelden. Welche Chancen er dann bei dem NBA-Team bekommen wird, wird spannend zu beobachten sein. Auf jeden Fall hat er das Potenzial, eine langjährige NBA-Karriere zu haben, ein Team zu führen und auch Einladungen zum All-Star-Wochende zu erhalten.

Besonderheiten:

Brandon Jennings ist Linkshänder und der Cousin von Marcus Williams, der in der kommenden Spielzeit für die Golden State Warriors auflaufen wird, und genau wie Jennings Linkshänder ist.

Die große Besonderheit an Brandon Jennings ist aber, dass auch sein Weg (wie bekanntlich alle) nach Rom führt. Der Point Guard ist nämlich für die Spielzeit bei Lottomatica Rom unter Vertrag. Dies ist die neueste Variante, die Altersbegrenzung der NBA zu umgehen. Anstatt als Go-to-Guy an einem College in den USA zu spielen, geht Jennings also das Risiko ein nach Europa zu gehen.

Doch sein Wechsel hat auch Vorteile und könnte somit - wenn sein Weg einen erfolgreichen Verlauf nimmt - zum Trend für amerikanische Highschool-Stars werden. Denn auf dem alten Kontinent verdienen sie schon gutes Geld und können nebenher auch noch Profi-Erfahrung sammeln und sich nicht nur mit gleich alter Konkurrenz messen. Ob es allerdings ein Trend wird, hängt stark von Brandon Jennings? Entwicklung und letztendlicher Draftposition ab.

Drafausblick:

Ein Draftausblick bei Brandon Jennings ist sehr schwer, denn dass ein Highschool-Star den Weg nach Europa dem zu einem College vorzieht, gab es noch nie. Wie gehen die Manager und Trainer der NBA-Welt damit um? Bisher gilt der Point Guard allerdings als relativ sicherer Lottery-Pick mit guten Chancen auf Platz fünf bis zehn.

Autor: Johannes Hübner

 
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