Draft 2004
Draft News 22/06
In der letzten Woche musstet ihr leider auf unsere Draft-News verzichten, dafür sind wir aber am heutigen Dienstag, nur zwei Tage vor dem am Donnerstag stattfindenden NBA-Draft, zurück mit den letzten Berichten und Ereignissen...
Von Maximilian Selow |
22.06.2004 | |
Was macht Orlando mit dem ersten Pick? (von Stefan Lorenz)
John Weisbrod hat es nicht leicht. Nicht nur dass sich sein Name geradezu perfekt für jedes noch so plumpe Wortspiel eignet, der General Manager der Orlando Magic steht auch noch vor der schwierigen Wahl des ersten Picks im kommenden Draft. Wäre die Wahl doch nur so einfach wie 1992, wird sich der GM derzeit sicherlich wünschen, als den Magic ebenfalls das Los-Glück hold war und schon am Tag der Lottery die Produktion der Shaquille-O'Neal-Trikots startete.
Doch dieses Jahr sind zwei Spieler in der engeren Auswahl, Emeka Okafor und Dwight Howard, zwei, die sich eigentlich ähnlich sind und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. Beide sind Musterschüler, Kirchengänger und Arbeitstiere - kurzum der Traum eines jeden Trainers. Sie sind ungefähr gleich groß und daher beide als PF vorgesehen. Was sie unterscheidet, ist ihr Werdegang. Der eine ist ein bewährter und verdienter College-Veteran, der andere ein junger HS-Star mit allem Talent der Welt. Der eine gilt als "money in the bank", der andere als "diamond in the rough".
Mit Emeka Okafor, so sind sich die Scouts sicher, bekämen die Magic genau das, was sie brauchen: einen "Difference-Maker" für die Defense. Seine Spezialität bei UConn waren Rebounds und Blocks, und, so weiß John Weisbrod, "wenn man am College gut rebounden und blocken kann, geht das meistens auch in der NBA." Die Sache scheint klar, wäre da nicht Okafors Rückenverletzung. In Orlando hat man bereits einen Sportinvaliden im Kader (Grant Hill), ein zweiter brächte selbst den treuesten Magic-Fan zum Heulen.
"Meinem Rücken geht?s wieder gut", meinte Okafor vor kurzem. Also alles halb so schlimm, möchte man meinen.
Und selbst die New Jersey Nets ließen sich 2000 nicht von Kenyon Martins Beinbruch abschrecken, warum dann also Orlando? Doch ein weiterer Aspekt lässt Weisbrod wanken - das neue NBA-Modewort "Potential". Denn auch wenn Okafor als momentan bester Spieler im Draft und wahrscheinlichster Kandidat für einen "Impact" in der nächsten Saison gilt, in zehn Jahren könnten es die Magic bereuen, ihn Dwight Howard vorgezogen zu haben. In den Augen vieler NBA-Scouts wird der College-Star ein zukünftiger NBA-Role-Player, Blazers-Scout Mark Warkentien hält ihn für den "Shane Battier dieses Drafts". Dwight Howard dagegen ist ein potentieller Franchiseplayer. Die Frage ist nur, wann wird er das sein? Die Antwort darauf bringt John Weisbrod in die Bredouille. Zum einen will er natürlich mit dem ersten Pick auch das beste Talent im Draft wählen, zum anderen muss er dafür sorgen, dass die Magic schon nächstes Jahr in die Playoffs einziehen, denn sonst könnte der eigentliche Star des Teams ? Tracy McGrady ? das Weite suchen. Zwar ist Dwight Howard, dessen Selbstvertrauen seinem Talent durchaus ebenbürtig ist, fest davon überzeugt, nächste Saison ähnlich einzuschlagen wie LeBron James im letzten Jahr, doch die meisten Experten sind sich einig, dass weder er noch Okafor den Magic den erhofften Aufschwung bringen kann. Und so hofft Tracy McGrady auf einen Trade des Draftpicks, der einen erfahrenen Spieler zu den Magic bringt. "Ich denke, es wäre das Beste, ein Spieler zu holen, der seinen Teil zum Teamerfolg beitragen kann", so der Allstar.
Interessenten für den ersten Draftpick gäbe es genug, und möglicherweise wird Orlando durch einen solchen Trade auch den millionenschweren Vertrag von Grant Hill los, der dem Team seit Jahren auf dem Free-Agent-Markt die Hände knebelt. Fünfmal bereits tauschten Teams ihren Number-One-Pick vor dem Draft, doch leider erweist es sich meistens als Fehler. So erwarben die Lakers zwei First-Picks in den Jahren 1979 und 1982 und gaben dafür lediglich Gail Goodrich und Don Ford ab. Gedraftet haben sie Magic Johnson und James Worthy, die Eckpfeiler der Showtime-Lakers. 1986 tauschten die Philadelphia 76ers ihren Draftpick für einen Role-Player namens Roy Hinson, und verpassten somit die Chance auf Brad Daugherty, einen mehrfachen Allstar.
Was er auch tut, John Weisbrod steht vor einer folgenschweren Entscheidung für die Magic. Der Mann hat es wirklich nicht leicht.
The Rise and Fall
Das diesjährige Pre-Draft-Camp in Chicago mag zwar, wie auch der diesjährige NBA-Draft, von der Besetzung her der schlechteste seit Jahren gewesen sein, nichtsdestotrotz schafften es einige wenige Spieler, dort ihren Draft-Wert stark aufzubessern.
Vor allem der Slowene Beno Udrih, ein 1,94 m großer Point Guard, präsentierte sich in allen Spielen im Camp überraschend stark und katapultierte sich in drei Spielen mit 14 Punkten und 6,5 Assists pro Partie sofort in die Spitze der zweiten Draft-Runde. Zuvor war der 22-Jährige ganz vom Radar der Scouts und General Manager verschwunden und lief Gefahr, überhaupt nicht gedraftet zu werden.
Neben Udrih konnten ebenfalls High-School-Senior Jackie Butler, der sich stark an den Brettern zeigte und in drei Spielen 27 Punkte und 28 Rebounds (17 davon Offensiv-Rebounds) sammelte, und Iowa-State-Student Jackson Vroman, der im Schnitt 14,3 Punkte und 5,7 Rebounds erzielte, überzeugen.
Ein anderer Gewinner des Pre-Draft-Camps hat zwar nicht an den Spielen teilgenommen, aber allein durch die Messwerte bei offiziellen Kraft-, Sprungkraft-, und Schnelligkeitstests ein paar Plätze im Draft gut gemacht. Dieser Gewinner war Minnesota-Freshman Kris Humphries, der sich bei den Tests in exzellenter Verfassung zeigte und die Scouts mit seiner Kraft und Schnelligkeit überzeugte.
Aber auch dank den individuellen Workouts konnten einige Spieler wieder im Mock aufsteigen. Der Aufsteiger überhaupt ist derzeit sicherlich wohl Kirk Snyder. Der College-Junior zeigt sich in so ziemlich jedem seiner Workouts von seiner besten Seite und überzeugt die Teams mit seiner Einstellung und Vielseitigkeit. Zudem scheint Snyders Selbstvertrauen derzeit auch ins Unermessliche zu steigen; nach einem Workout bei den Phoenix Suns versprach er den Kollegen des Daily Herald: "Ich gewinne den ?Rookie of the year?-Award".
Auch Andre Iguodala und Ben Gordon, zwei voraussichtliche Top-10-Picks, zeigten sich stark in ihren Workouts. Während so ziemlich jedes Team Gordons Qualitäten als Scorer und seine College-Erfahrung liebt, zeigt Iguodala allen Mannschaften, wie sehr er sein Spiel seit dem Ende der letzten NCAA-Saison verbessert hat. Dass einer von den beiden an den Phoenix Suns, die an #7 wählen werden, vorbeirutscht, scheint derzeit sehr unwahrscheinlich.
High-Schooler J.R. Smith, der sich in seinen ersten Workouts noch demotiviert zeigte und gegen seine zumeist älteren Konkurrenten nicht einmal den Hauch einer Chance hatte, konnte sich anscheinend wenige Tage vor dem Draft wieder fangen. Sein Jumper fällt wieder und ihm gelingt es nun wesentlich besser, seine grandiose Athletik zum Vorschein zu bringen. Ob er es dennoch schafft, wieder in die Lottery zurückzukehren, bleibt fraglich.
Aber überall wo Gewinner sind, muss es allerdings auch Verlierer geben. Hier wären vor allem Luol Deng, Andris Biedrins und Devin Harris zu nennen. Deng untermauerte in seinen Workouts nur noch einmal das, was viele Teams schon wussten: Er ist noch lange nicht bereit für die NBA. Hinzu kommt, dass der Duke-Frosh bei den Tests in Chicago absolut unterdurchschnittlich abschnitt.
Andris Biedrins und Devin Harris zeigten sich in ihren Workouts mal in guter, mal in schlechter Form. Biedrins verpasste die Tests in Chicago und ein wichtiges Workout vor zahlreichen General Managern aufgrund einer mysteriösen Verletzung, während Harris im Eins-gegen-Eins gegen Roko Leni-Ukic, der seine Draft-Teilnahme zurückgezogen hat, absolut versagte und vom Kroaten praktisch dominiert wurde. Auch seine restlichen Workouts waren nicht gerade beeindruckend.
Im folgenden findet ihr nun die Testergebnisse des Pre-Draft-Camps in Chicago:
| Name | Bankdrücken (84 kg) | Sprungkraft | Schnelligkeitstest |
| Josh Childress | 11-mal | 91 cm | 11,95 s |
| Luol Deng | 5-mal | 79 cm | 11,46 s |
| Ben Gordon | 12-mal | 94 cm | 11,28 s |
| Devin Harris | 5-mal | 94 cm | 11,03 s |
| Dwight Howard | 7-mal | 89 cm | 11,21 s |
| Kris Humphries | 22-mal | 91 cm | 11,33 s |
| Andre Iguodala | 4-mal | 86 cm | 11,17 s |
| Luke Jackson | 13-mal | 91 cm | 11,10 s |
| Al Jefferson | 3-mal | 76 cm | 13,08 s |
| Shaun Livingston | 0-mal | 76 cm | 10,72 s |
| Jameer Nelson | 15-mal | 84 cm | 10,95 s |
| Emeka Okafor | 22-mal | 86 cm | 12,32 s |
| Peter John Ramos | 2-mal | 66 cm | 12,61 s |
| J.R. Smith | 5-mal | 89 cm | 10,93 s |
| Josh Smith | 12-mal | 99 cm | 11,43 s |
| Kirk Snyder | 19-mal | 89 cm | 10,79 s |
(Quelle: espn insider)
Update: Misan Nikagbatse
Misan Nikagbatse kann nach vier erfolgreichen Tagen im Pre-Draft-Camp von Chicago ruhigen Gewissens behaupten, alles für sein Ziel, gedraftet zu werden, getan zu haben.
An der Seite von Camp-MVP Beno Udrih zeigte sich Nikagbatse bei drei Spielen gegen andere Teams von Draft-Anwärtern in guter Verfassung und bewies den Scouts ein ums andere Mal, dass er an den Schwächen, die an ihm am heftigsten kritisiert worden waren, gearbeitet hat.
Dank guten Leistungen in den Trainingseinheiten am ersten Tag konnte sich der Deutsche gleich einen Platz in der Startformation seines Teams sichern, blieb einen Tag später in seinem ersten Spiel allerdings noch relativ blass und kam in 20 Minuten lediglich auf sechs Punkte und einen Assist; auch seine Trefferquote (2 von 6) war nicht gerade berauschend. Einen Tag später konnte sich der Combo-Guard allerdings steigern und belehrte die Scouts, die immer wieder seinen Wurf und dessen Reichweite anzweifelten, eines Besseren, als er alle vier seiner Würfe von der amerikanischen Dreipunktlinie verwandelte und letztendlich mit seinen 16 Punkten maßgeblich am Erfolg seines Teams beteiligt war.
Trotzdem hatte Nikagbatse noch nicht seine Fähigkeiten als Spielgestalter unter Beweis gestellt, der größte Kritikpunkt, der ihm seit Beginn seiner Karriere anlastete. In Spiel 3 sollte Nikagbatse auch dies wiederlegen, als er von der Bank kommend lediglich zwei Würfe nahm, davon auch einen traf, und insgesamt sieben Assists an seine Mitspieler verteilte ? Tagesbestleistung.
Hinzu kommt die Tatsache, dass der 22-Jährige bei offiziellen Messungen im Camp bei einer Größe von ungefähr 1,96 m in Schuhen aufgelistet wurde; zuvor hieß es, dass Nikagbatse nicht über die 1,94 m hinauskommen würde und damit keine Chance hätte, in der NBA als Shooting Guard, auf seiner wahren Position, aufzulaufen. Auch seine Armspannweite von 2,08 m ist durchaus positiv anzurechnen.
Zwar konnte Nikagbatse im Camp nicht so überzeugen wie seine europäischer Kollege Beno Udrih, es gelang ihm jedoch trotzdem, einige General Manager davon überzeugen, ihm eine Chance bei individuellen Workouts zu geben. Sein erstes fand am vergangenen Sonntag bereits bei den Denver Nuggets statt.
Rankings: Power Forward
- Dwight Howard (2,08 m / 108 kg, 18 Jahre)
Zwei Power Forwards werden im diesjährigen Draft voraussichtlich an den Positionen 1 und 2 gepickt werden. Derjenige mit dem größeren Potential ist definitiv High-School-Schüler Dwight Howard. Der 19-jährige Power Forward ist davon überzeugt, dass ihn die Orlando Magic mit dem ersten Pick wählen werden und beschreibt sich selbst als den neuen Kevin Garnett; von mangelndem Selbstvertrauen kann man also nicht sprechen. Zuvor wird Howard allerdings noch einige Zeit im Kraftraum verbringen müssen - bei Tests in Chicago schaffte er es beim Bankdrücken nur siebenmal, die 84 kg zu stemmen.
- Emeka Okafor (2,08 m / 116 kg, 21 Jahre)
Emeka Okafor ist der erfahrenere und NBA-bereitere Forward im Vergleich zu Dwight Howard. Er wird seinem Team auf Anhieb helfen können, aber die Scouts sind immer noch nicht davon überzeugt, dass er je zu mehr als einem sehr guten Defensiv-Spieler werden kann. Dank dem schwachen Draft und der Tatsache, dass Okafor in der vergangenen NCAA-Saison mit seinen Connecticut Huskies den Titel holen konnte, wird der College-Junior jedoch trotzdem an erster oder zweiter Stelle von einem Team gewählt werden. Im Gegensatz zu Howard schaffte Okafor es zudem, die 84 kg insgesamt 22-mal zu stemmen.
- Kris Humphries (2,06 m / 108 kg, 19 Jahre)
Der absolute Gewinner der Tests in Chicago ist wohl Kris Humphries. Bei Messungen wurde festgestellt, dass der 19-Jährige im Gegensatz zu früheren Messungen und Einschätzungen mit 2,06 m legitime Größe für einen Power Forward besitzt; zudem schaffte er es, wie auch Emeka Okafor, die 84 kg beim Bankdrücken 22-mal zu stemmen; er stellte seine Sprungkraft unter Beweis und zeigte bei Schnelligkeits-Tests, dass er kaum langsamer als 20 cm kleinere Guards wie Ben Gordon ist.
- Al Jefferson (2,08 m / 119 kg, 19 Jahre)
Auch Al Jefferson konnte in Chicago zumindest teilweise Erfolge feiern. Bei offiziellen Messungen stellte sich heraus, dass der High-Schooler knappe 2,08 m groß ist (zuvor ging man von 2,06 m und weniger aus) und damit wirkliche Power-Forward-Größe besitzt. Jedoch schockte das Kraftpaket die anwesenden Scouts und General Manager bei den Kraft-Tests, als er die 84 kg lediglich drei mal stemmen konnte. Nichtsdestotrotz sind einige Teams im späten Mittelfeld der ersten Runde sehr an dem 19-Jährigen interessiert.
- Anderson Varejao (2,08 m / 104 kg, 21 Jahre)
Für Anderson Varejao ist es in diesem Jahr die letzte Chance, von einem NBA-Team gedraftet zu werden; seine Chancen auf die erste Runde stehen dafür derzeit zumindest recht gut. Der Brasilianer, der in Europa für den FC Barcelona spielt, machte in Workouts solide Eindrücke, was ihm wohl einen Platz in der ersten Draft-Runde einbringen sollte.
Rankings: Center
- Andris Biedrins (2,11 m / 108 kg, 18 Jahre)
Der Lette Andris Biedrins ist definitv ein Projekt, aber dies ist fast jeder Center im am Donnerstag stattfindenden NBA-Draft. In seinen Workouts ist der 19-Jährige mal heiß, mal kalt. Was aber sicherlich für ihn spricht, ist seine Kondition, seine Kraft und sein Sprungvermögen für einen Spieler seiner Größe. Zudem ist er derzeit wohl der einzige Center mit wahrem Top-10-Potential, und sein Spiel ist definitiv stärker entwickelt als das eines Pavel Podkolzine.
- Peter John Ramos (2,21 m / 117 kg, 19 Jahre)
Peter John Ramos zeigte bereits in der puertorikanischen Liga gute Leistungen gegen nicht zu verachtende Konkurrenz und nun hinterlässt der 19-Jährige auch bei seinen Workouts in den USA gute Eindrücke. Vor allem den Russen Pavel Podkolzine soll er Gerüchten zufolge bei einem Workout in Seattle deklassiert haben. Derzeit steht sogar ein Aufstieg in die Lottery nicht mehr außer Frage.
- Pavel Podkolzine (2,26 m / 136 kg, 19 Jahre)
Pavel Podkolzine ist wahrscheinlich das größte Projekt im gesamten Draft. Nachdem er im Vorfeld des Drafts aufgrund zahlreicher Ursachen auf den Listen der Scouts stark abrutschte, stellte er sein Können vor zwei Wochen beim Big-Man-Camp in Treviso unter Beweis und arbeitet sich damit wieder bis in die Lottery vor. Nun hört man allerdings , dass der Russe in Workouts immer wieder Schwierigkeiten gegen Spieler seiner Größe hat. Eines steht fest: Entweder man liebt den Center und sein Potential, oder man ist davon überzeugt, dass der Russe nie zu einem guten NBA-Spieler heranreifen wird.
- Robert Swift (2,13 m / 110 kg, 18 Jahre)
Paul Pierce ist von High-School-Senior Robert Swift Gerüchten zufolge so beeindruckt, dass er seinen General Manager Danny Ainge sofort darum gebeten haben soll, den 18-Jährigen im kommenden Draft zu verpflichten. Berichten zufolge soll Swift nämlich im vergangenen Sommer bei diversen Camps keine schlechte Figur gegen NBA-Star Jermaine O?Neal gemacht haben; dies sagt zumindest die Legende. Eine Zusicherung der Celtics, den Center mit ihrem 15. Pick zu verpflichten, scheint jedoch trotzdem wahrscheinlich.
- Rafael Araujo (2,11 m / 126 kg, 23 Jahre)
Der erfahrenste der diesjährigen Gruppe von Centern im Draft ist der Brasilianer Rafael Araujo. Der College-Senior machte in der vergangen Saison derartig große Fortschritte, dass er sich von einem späten Zweitrunden-Pick bis in die Mitte der ersten Runde vorarbeiten konnte. Auch eine Garantie der Utah Jazz, ihn an 16. Stelle zu verpflichten, soll der 23-Jährige bereits erhalten haben.
Withdrawal Deadline
Bis zum letzten Donnerstag hatten die zahlreichen Early-Entry-Kandidaten Zeit, ihre Entscheidung, sich zum NBA-Draft anzumelden, noch einmal zu überdenken. Dies taten letztendlich insgesamt auch 53 Spieler, die nun in den nächsten Jahren einen weiteren Anlauf starten werden.
Mein Kollege Christian Neumann berichtete am vergangenen Freitag bereits über die prominentesten Kandidaten, die ihre Anmeldung zum Draft zurückgezogen haben (LINK). Eine komplette Liste findet ihr hier:
| Name | Schule | Größe/Gewicht | Klasse |
| LaMarcus Aldridge | Seagoville HS | 2,11 m / 102 kg | HS Senior |
| Brandon Bass | LSU | 2,03 m / 109 kg | Freshman |
| Jermaine Bell | Notre Dame Prep | 2,11 m / 93 kg | HS Senior |
| Odartey Blankson | UNLV | 2,01 m / 100 kg | Junior |
| Darren Brooks | Southern Illinois | 1,91 m / 93 kg | Junior |
| Deng Gai | Fairfield | 2,05 m / 113 kg | Junior |
| Ryan Gomes | Providence | 2,01 m / 108 kg | Junior |
| Daryll Hill | St. John?s | 1,78 m / 77 kg | Sophomore |
| Martin Iti | Charlotte | 2,13 m / 107 kg | Freshman |
| Jan Jagla | Penn State | 2,13 m / 105 kg | Junior |
| Marco Killingsworth | Auburn | 2,01 m / 107 kg | Junior |
| Louis McCullough | Francis Marion Uni. | 1,98 m / 100 kg | Junior |
| Jonathan Moore | North Carolina Central | 2,03 m / 100 kg | Junior |
| Kelvin Pena | Southeastern CC | 1,91 m / 86 kg | Sophomore |
| Roger Powell | Illinois | 1,96 m / 100 kg | Junior |
| Lawrence Roberts | Mississippi State | 2,06 m / 104 kg | Junior |
| Nate Robinson | Washington | 1,76 m / 82 kg | Sophomore |
| Robert Rothbart | Natomas HS | 2,16 m / 102 kg | HS Senior |
| Imari Sawyer | DePaul | 1,88 m / 86 kg | Junior |
| Maurice Shaw | Bridgton Academy | 2,06 m / 104 kg | HS Senior |
| Ricky Shields | Rutgers | 1,93 m / 84 kg | Junior |
| David Simon | Indiana-Purdue-FW | 2,08 m / 113 kg | Junior |
| Tremayne Singletary | Southwestern College | 2,08 m / 108 kg | Junior |
| Jay Straight | Wyoming | 1,80 m / 79 kg | Junior |
| Dijon Thompson | UCLA | 2,01 m / 86 kg | Junior |
Internationale Spieler:
| Name | Team / Heimatland | Größe / Gewicht | Geburtsjahr |
| Martynas Andriuskevicius | Zalgiris Kaunas (Litauen) | 2,16 m / 109 kg | 1986 |
| Ender Arslan | Efes Pilsen (Türkei) | 1,91 m / 82 kg | 1983 |
| Luka Bogdanovic | Crvena Zvezda (Serbien-Mon.) | 2,03 m / 97 kg | 1985 |
| Gary Chathuant | Brest (Frankreich) | 1,96 m / ? | 1983 |
| Ivan Chiriaev | St. Thomas Aquinas (Russland) | 2,16 m / 111 kg | 1984 |
| Murilo da Rosas | Corinthians Mogi (Brasilien) | 2,08 m / 113 kg | 1984 |
| Marcus de Souza | Corinthians Mogi (Brasilien) | 2,05 m / ? | 1984 |
| Mickael Gelabale | Cholet Basket (Frankreich) | 2,01 m / 79 kg | 1983 |
| Marcin Gortat | RheinEnergy Cologne (Polen) | 2,13 m / 107 kg | 1984 |
| Marcelo Huertas | Paulistano (Brasilien) | 1,93 m / 84 kg | 1983 |
| Mile Ilic | KK Reflex (Serbien-Mon.) | 2,13 m / 104 kg | 1984 |
| Ivan Koljevic | Boducnost (Serbien-Mon.) | 1,86 m / 79 kg | 1984 |
| Erazem Lorbek | Skipper Bologna (Slovenien) | 2,08 m / 109 kg | 1984 |
| Dirk Mädrich | Energy Braunschweig (Deut.) | 2,11 m / 111 kg | 1983 |
| Miguel Marriaga | Gaiteros (Venezuela) | 2,05 m / 91 kg | 1984 |
| Pavel Mroz | Slask Wroclaw (Polen) | 2,13 m / 100 kg | 1984 |
| Damir Omerhodzic | Cibona Zagreb (Kroatien) | 2,08 m / 102 kg | 1985 |
| Drago Pasalic | KK Split (Kroatien) | 2,08 m / 102 kg | 1984 |
| Kosta Perovic | Partizan Belgrad (Serbien-Mon.) | 2,16 m / 109 kg | 1985 |
| Johan Petro | Pau Orthez (Frankreich) | 2,11 m / 109 kg | 1986 |
| Dusan Sakota | Panathinaikos Athen (Griech.) | 2,08 m / ? | 1986 |
| Predrag Samardziski | Partizan Belgrad (Serbien-Mon.) | 2,11 m / 111 kg | 1986 |
| Armands Skele | Slask Wroclaw (Lettland) | 2,11 m / ? | 1983 |
| Uros Slokar | Benetton Treviso (Slowenien) | 2,08 m / 104 kg | 1983 |
| Tiago Splitter | Tau Ceramica (Brasilien) | 2,11 m / 107 kg | 1985 |
| Marcin Stefanski | Dijon (Frankreich) | 2,01 m / ? | 1983 |
| Marko Tomas | Zagreb (Kroatien) | 1,98 m / ? | 1985 |
| Roko-Leni Ukic | KK Split (Kroatien) | 1,96 m / 84 kg | 1984 |
(Quelle: www.nba.com)
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von A-L 22.06.04 um 18:36:51
Freut mich für Nikagbatse, dass er so einigermaßen überzeugen konnte!
Gibt es eigentlich auch Berichte über Aleksander Capin, der sich glaub auch zum Draft gemeldet hatte?
von Maximilian Selow (x-over) 22.06.04 um 19:29:13
Naja, Capin hat das Turnier sehr stark begonnen, aber seine Leistungen in den nächsten beiden Spielen waren wirklich richtig schwach. Zum Punkten kam er überhaupt nicht und zumeist hatte er auch mehr Turnover als Assists...
Die Scouts hat er damit zumindest nicht überzeugt und Workouts hatte er, soweit ich weiß, in letzter Zeit auch keine mehr. Seine Draft-Chancen sind derzeit sehr, sehr gering, würde ich sagen...
von rotzmotz 22.06.04 um 20:33:04
die zeiten sind 100m zeiten?
von Maximilian Selow (x-over) 22.06.04 um 22:39:49
Das wissen wir auch nicht so genau, aber wir gehen hier von Zeiten beim 100-yard-lauf aus...
von Lil Flip 23.06.04 um 13:04:57
Hmm ich weis net...ich renn auch so um die 12.5 sekunden..kommt das mit nem top atleth hin?
von André Voigt - FIVE Red 23.06.04 um 15:16:54
Hi,
die Zeiten des Schnelligkeitstest sind keine 100-Meter-Werte - das wär ja auch ziemlich schwach :o)
Beim Lane Agility Test müssen die Jungs seitwärts zwischen den Begrenzungen der Zone hin und her gleiten. Ich weiß aber leider nicht wie oft sie die Linien berühren müssen.
Der Test soll messen wie schnell ein Spieler sich seitwärts bewegen kann, denn auch wenn jemand eine bomben 100-Meter-Zeit hat, heißt das nicht, dass er sich gut seitwärts in Verteidigungssteung bewegen kann.
von Christian Neumann (Crossover-online) 23.06.04 um 15:48:58
Was Dré da sagt, macht absolut Sinn, auch wenn ich bisher keinen Link gesehen habe, der diese Zeiten und die "Lane Agility Tests" in Verbindung bringt.
Schnelle Seitwärtsbewegungen sind definitiv wichtiger als das schnelle Rennen über 50 oder gar 100 Meter. Mit ihrer "lateral quickness" verteidigen Guards und Forwards an der Dreierlinie und blockieren so den Weg zum Korb, und die Bigmen hindern ihren direkten Gegenspieler mit schnellen Seitwärtsbewegungen am Vorbeiziehen in Korbnähe.
von Lil Flip 23.06.04 um 23:46:49
Hätt mich auch gewundert...dann hätt ich mich nächstes jahr für den draft angemeldet.
von rotzmotz 24.06.04 um 14:25:43
also ich hätte die zeiten für 100m zeiten teilweise als zu gut gefunden. unter 10,7 sec auf hindert meter.. damit wäre man ein deutscher topsprinter! oder ein 2,08m großer, 116 kg schwerer mann der 12,3 rennt...