Dirk Nowitzki
Das Ende der Loyalität?
Am Morgen nach dem erneuten Playoff-Aus der Dallas Mavericks ist nichts mehr wie es einmal war. Nach zwölf Jahren im Mavs-Jersey könnte Dirk Nowitzkis Zeit in Dallas zu Ende gehen. Steht sein Abschied bevor?
Von Max Selow |
30.04.2010 | |

Als nach 48 Minuten Hoffnung und Bangen im AT&T Center zu San Antonio der Buzzer erklingt und 18.500 Zuschauer den Sensationssieg der Spurs in der ersten Runde der Playoffs 2010 feiern, bleibt Dirk Nowitzki nichts anderes übrig, als seinen Konkurrenten zu gratulieren.
Wieder einmal gingen er und seine Dallas Mavericks mit der optimalen Ausgangssituation eines zweiten Platzes in der Conference, dem Heimvorteil im Rücken und großen Erwartungen in eine Postseason und abermals stürzten alle Pläne, alle Erwartungen und Träume letztendlich doch nur wieder wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
Die 97:87-Schlappe im sechsten Spiel der Serie gegen die Spurs bedeutet für Nowitzki und seine Mavericks das dritte Erstrunden-Aus in den letzten vier Jahren und nach der brutalen Niederlage gegen die seiner Zeit 2007 an Platz Nummer acht gesetzten Golden State Warriors den zweiten überraschenden Abgang in einer Erstrundenserie gegen einen schlechter platzierten Konkurrenten.
Auf ein klares Bekenntnis zu der Franchise, bei der das German Wunderkind seine Karriere vor fast zwölf Jahren begonnen hatte, ließ er Fans und Presse nach dem Spiel vergeblich warten. Enttäuscht teilte er mit, dass die Erlebnisse momentan noch zu frisch seien und er seine persönliche Zukunft bisher noch nicht überdacht habe.
"Ich schätze, dass ich jetzt Zeit haben werde, um über ein paar Dinge nachzudenken", sagte Nowitzki dann vor versammelter Presse und hatte dabei wohl eine bestimmte Klausel in seinem eigentlich noch bis 2011 laufenden Vertrag in Dallas im Sinn. Wo er vor wenigen Wochen noch mit dem Gedanken spielte, seinen Kontrakt in Texas vorzeitig zu verlängern, dürfte für ihn nach der erneuten Enttäuschung nun immer mehr die Möglichkeit in den Vordergrund rücken, die ihm zustehende Vertragsoption nicht zu ziehen und bereits in diesem Sommer die Gewässer der Free Agency auszutesten.
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| Hat Dirk Nowitzki sein letztes Spiel für Dallas bestritten? (Photo by Keith Allison (License: Attribution-Share Alike 2.0 Generic)) |
Der Deutsche steht nun, in den kommenden Monaten, am Scheidepunkt seiner Karriere. Mit seinen 31 Jahren befindet er sich zwar noch im besten Basketballalter, doch die biologische Uhr läuft mittlerweile gegen ihn. Für den einstigen MVP geht es nicht mehr nur darum, die Franchise zum Ruhm zu führen, für die er in den letzten Jahren alles gegeben hat, sondern auch um seinen persönlichen Platz in den Annalen der besten Basketballliga der Welt und darum, endlich einen NBA Championship-Ring sein Eigen nennen zu können.
Inwiefern er dieses Ziel in den nächsten Jahren mit den Mavericks erreichen kann, ist fragwürdig. Dallas-Besitzer Mark Cuban versucht seit Jahren, das zweitteuerste Team der Liga als echten Titelanwärter zu etablieren, holte in den letzten Jahren Legenden wie Jason Kidd, All-Stars wie Shawn Marion und versuchte das Team im Februar mit einem Trade für Caron Butler und Brendan Haywood abermals aufzuwerten, doch wieder schlugen alle Versuche fehl.
Wechsel in die Eastern Conference?
Sollte sich Nowitzki für die Vertragsauflösung entscheiden, würde er zu einer elitären Gruppe stoßen, die mit LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh, Joe Johnson, David Lee und Ray Allen bereits mit einigen Hochkarätern besetzt ist. Zahlreiche Franchises, darunter ehemalige Champions wie die Chicago Bulls und die New York Knicks, haben in Erwartung dieser Marktsituation bereits für Platz unter ihrem Gehaltslimit gesorgt.
Wird das, was für viele Mavericks-Fans vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar schien, in diesem Sommer zur bitteren Realität, dürfte das Interesse an Nowitzki gewaltig sein. Chris Bosh und Dirk Nowitzki zusammen im Jersey der New York Knicks? Oder bleibt Dwyane Wade in Miami und lotst den Deutschen in den Sonnenstaat Florida? Die Möglichkeiten sind nicht nur vielfach, sondern teilweise auch vielversprechend.
In Chicago beispielsweise könnte Nowitzki zum entscheidenden Puzzle-Stück werden, dass die einst glorreiche Franchise aus der Windy City wieder zum alljährlichen Titelanwärter werden lässt. Denn während der junge Stamm der Bullen um Derrick Rose, Kirk Hinrich, Joakim Noah und Luol Deng im Sommer intakt bleiben wird, wird die Franchise die Verträge von Brad Miller, Jerome James und Tim Thomas los, die zuvor einen Großteil der Salary Cap eingenommen hatten, und schafft damit den Platz für einen weiteren Star-Spieler. In der Eastern Conference, in der die Leistungsdichte unter den Teams traditionell niedriger ist als im Westen der Liga, könnte Nowitzkis Erfahrung den Bulls helfen, sich wieder in der Spitze zu etablieren.
Oder nehmen wir das Szenario eines Wechsels zu den New Jersey Nets an, die im Sommer wohl nicht nur an erster Stelle des NBA-Drafts den Spielmacher John Wall verpflichten werden, sondern mit dem russischen Milliardär Mikhail Prokhorov auch einen neuen Besitzer bekommen werden, der bereit ist, das nötige Geld zu investieren, um die Nets in ihrem neuen, wohl 2012 fertigen eine Milliarde Dollar teuren Barcley's Center auch sportlich wieder zu einem Gewinner zu machen. Mit nur 22 Millionen Dollar auf der fixen Gehaltsliste hätte Prokhorov theoretisch die Möglichkeit, gleich zwei Superstars nach Brooklyn zu locken und könnte somit der Gewinner im Kampf um die Dienste von LeBron James werden, falls die Cavaliers auch in diesem Jahr vorzeitig aus den Playoffs ausscheiden sollten. Die Kombination aus John Wall, Devin Harris, Dirk Nowitzki und LeBron James würde ein Gerüst darstellen, das mit der sinnvollen Ergänzung von Rollenspielern wohl in den nächsten fünf oder sechs Jahren um einen Titel mitspielen würde.
Bis zum 1. Juli wird Nowitzki nun Zeit haben, sich nicht nur das Szenario eines Verbleibs in Dallas durch den Kopf gehen zu lassen, sondern sich auch Gedanken darüber zu machen, ob das Gras auf der anderen Seite nicht tatsächlich grüner ist, als in der Einöde der texanischen Wüste. Fest steht, dass der nächste Vertrag, den er unterschreiben wird, wohl zugleich auch sein letzter in der NBA sein wird. Der Frage, ob er bei einem Team bleiben möchte, dass in den letzten zwölf Jahren vergeblich versuchte, sich als echter Titelanwärter zu etablieren, muss er sich deswegen stellen. Trotz aller Verbundenheit zur Franchise, trotz aller Verbundenheit zu Besitzer und Freund Mark Cuban, die Frage drängt sich auf, ob Nowitzki auf der Jagd nach seinem Traum nicht woanders besser postiert wäre.
Nicht nur, um erneut enttäuschende Auftritte in den Playoffs in Zukunft zu minimieren, sondern auch um dafür zu sorgen, dass der Großteil seiner Konkurrenten demnächst ihm zum Erreichen der nächsten Runde gratulieren wird.
Dirk Nowitzki befindet sich im besten Basketballalter. Zeit also, endlich seinen Traum zu verwirklichen.







von xax 30.04.10 um 14:52:46
der autor bezieht hier klar Stellung, ich mag den Artikel.
Das problem für Dirk ist folgendes: wechselt er, dann muss das neue Team auf Anhieb besser sein als Dallas jetzt, sonst macht es keinen Sinn.
Also dabei auf ein neu strukturiertes NJ oder NY zu setzen ist schwierig. 2 Jahre Aufbau sind für Dirk wohl zu lang.
Das mit den Bulls ist vielversprechend, doch ist der Bulls Kader besser als der in Dallas?Und wären die Bulls mit Nowe auf einem level mit den Cavs o. Magic... Viele Fragen...
Respekt an die Spurs, die sind nicht tot zu kriegen
von nachtmuffel 30.04.10 um 14:59:27
im Moment einfach noch viel zu viel spekulationen, bestimmt nur ein bericht von vielen in den nächsten wochen ...
trotzdem gut verfasst und viele seiten gut beleuchtet ;-)
von Treffnix 30.04.10 um 15:05:30
Dirk hat jede Menge Optionen, die schlechteste wäre in meinen Augen weiter in Dallas zu bleiben.Je nachdem was sich im Sommer sonst noch so bei der großen Free-Agency tut, sollte Dirk sich entscheiden in welche Richtung er Dallas verlässt.
Unter den aktuellen Gegebenheiten sehe ich auch die Bulls als attraktivste Option. Ein tolles Team, mit einem zukünftigen All-Star PG, einem Fighter auf der 5 den Dirk in Dallas nie wirklich hatte. Dazu Deng, Hinrich.....Dirk wäre klar der Franchise Player und selbst wenn er diese Rolle eines Tages an Rose abgeben würde, würde er in meinen Augen auf Jahre hin bei einem ernstzunehmenden Favoriten spielen und müsste sich nicht mit abgehalfterten All-Stars wie Marion oder Kidd rumschlagen, die diese Playoffs wieder einmal bewiesen haben, das ihre Zeit vorbei ist.
von eightch 30.04.10 um 15:07:09
da gebe ich xax hundertprozentig recht... gleiches kann man auch für den ein oder anderen der kommenden free-agent klasse sagen...
und dirk ist bei aller liebe nicht einer der spieler die ein ganzes team tragen können - vielleicht gelingt den mavs ja ein trade (damps nicht garantierter vertrag + marion/butler) um einen brecher ans brett zu bringen...
ich sehe dirk allerdings nicht in einer anderen stadt spielen.
von almaen 30.04.10 um 15:09:37
Tim Thomas steht noch auf dem Salary Cap von Chicago?
von almaen 30.04.10 um 15:21:22
Dirk wird nicht wechseln, dafür war er - so komisch das klingt - jetzt zu nah dran. Die Western Conference ist derartig eng, dass Verletzungspech über Wohl und Wehe einiger Clubs entscheidet - bzw. die Muffensausen bei allen Mavs außer 2,5. Und was hilft ein Wechsel, wenn andere Clubeigner nicht so locker mit dem Geld umgehen. Genau das gilt vielleicht nicht für New Jersey, aber bitte... New Jersey? Außerdem machen es die NBA-Regularien nicht einfach, einen teuren Kader hinzustellen, denn um über das Salary Cap hinaus zu kommen, muss man schon ein bisschen Historie haben, ein paar Bird-Rights und dergleichen, ansonsten ist mit der Verpflichtung zweier Max-Player und der MLE erstmal Schluss. Und da fehlt NJ dann noch eine komplette konkurenzfähige Bank.
Dirk wird bleiben. Aber er wird Druck aufbauen. Und ich denke, das im Sommer für Dallas gilt: Alle außer Dirk sind ersetzbar. (Insbesondere Terry, Barea, Dampier.) Gelingt es, einen brauchbaren 2er mit Drive und Range (gibt's wie Sand am Meer ;-) zu holen und wird Roddy stärker eingebunden (ich erwarte von ihm nicht weniger als von San Antonios George Hill), ist Butler erstmal ein Jahr eingespielt, Haywood der unumstrittene Center (wenn er bleibt?), dann geht vielleicht was. Aber eins ist klar: Den Tiel wollen 30 Teams, mal eben "ein Team titelreif zusammen stellen", wenn das so einfach ginge. Fragt mal LeBron...
Ach ja: Die Serie gegen die Spurs hat Rick Carlisle klar vercoacht. Sorry, habe mir eben als Saisonausstand Dirks Dreier zum 57:56 letzte Nacht angesehen (dann gleich wieder ausgemacht :-) und kurz davor hat Roddy den Ball an Duncan vorbei in den Korb gelegt. Sorry, unverständlich, dass der Junge so wenig gespielt hat. Also wenn ich Dirk wäre, würde ich Cuban mal dezent die Trainerfrage stellen... was hilft die tolle Defense, wenn Dallas jetzt ein Offense-Problem hat. Sorry, aber 13 Punkte von Nicht-Nowe-Butler-Roddy??? Im entscheidenden Spiel???
von Kobe 8 30.04.10 um 16:13:19
kurzer Einwurf zur "Tim Thomas"-Frage:
Der steht auf der Payroll der Bulls, weil er 2009 aus seinem Vertrag dort herausgekauft wurde. Laut CBA bliebt dann eine Teilsumme der ursprünglichen Vertragssumme weiter auf der Payroll stehen. Das hängt von der Höhe des Buyout ab.
von KingCrunch 30.04.10 um 17:10:40
Ich denke, Dirk sollte sich vor allem erstmal Zeit lassen. Er sollte Cuban klarmachen, dass er es dieses Jahr ernst meint und wirklich weg ist, wenn sich nichts tut. Er sollte sich mit den anderen FAs kurzschließen, wie die sich so ihre neuen Teams vorstellen.
Auch kann ich mir bei ihm am ehesten vorstellen, dass er für den Erfolg in einem Team das ihm zusagt, auf ne gehörige Menge Kohle verzichten könnte. Ich glaube, das würde sein bescheidener (?) Lebensstil vertragen!
Und wenn es nicht möglich sein wird, Joe Johnson oder ähnliches Kaliber nach Dallas zu kriegen, dann sollte er wirklich die Reißleine ziehen. Noch kann er bei einem anderen Team die gleichwertige Nr. 1 im Team geben, ohne als "Ring-Whore" a la Payton abgestempelt zu werden, aber nicht mehr ewig lange.
Nutze die Chance, Dirk! Auch andere Städte haben tolle Franchises!
Und an die Bastler: Bosh zusammen mit Dirk gefällt mir aus den bekannten und naheliegenden Gründen gar nicht gut. Al Jefferson mag Defense auch nicht gern, zwei Alternativen fallen also schonmal raus.
Das wird ein laaaaaaanger Sommer werden! ;)
von RedWater 30.04.10 um 17:49:42
Ich glaube nicht, das Nowitzki jetzt noch Lust hat bei NY oder NJ zwei bis drei Jahre zu warten, bis eines der Teams für die Meisterschaft eingespielt ist. Ebenso vermute ich, dass solche Teams ihre Augen mehr auf jüngere PF wie Boozer oder Bosh richten werden. Gleiches gilt für Chicago.
Nowitzki muss warscheinlich auch nicht aus dem Vertrag aussteigen, wenn Dallas selbst erkennt, dass ein Neuaufbau fällig ist und man für Nowitzki noch für ein paar Perspektivspieler plus auslaufende Verträge als Gegenwert bekommt, bevor man im nächsten Sommer mit leeren Händen da steht.
Für diesen Fall muss ein ähnlicher Trade her, wie der von Gasol oder Garnett. Nowitzki als Co-Star für einen bereits etablierten Star in einem PO-Team. Die Heat wären die vielleicht beste Option, wenn Wade bleibt. Aber auch andere gutbesetzte Playoff-Teams die im guten Alter sind, um in den nächsten 2-3 Jahren eine Meisterschaft zu gewinnen, würden passen. Warum also nicht Denver, Utah, Orlando, Atlanta oder Portland?
von nate the great 12 30.04.10 um 18:39:24
ich frag mich wieso okc hier so verschmäht wird
also ich denk dirk würde top zu durant und vorallem westbrook passen und da hätte er auch noch in 5 Jahren als reiner shooter ne gute chance auf den titel
müsste sich halt nur durant unterordnen
von BerlinAir 30.04.10 um 18:54:35
Dirk braucht einen Pass-first Guard, der aber auch selber gefahr ausstrahlt, um seine Faehigkeiten voll ausreizen zu koennen. So lange, wie Kidd und Terry diese Rolle ausgefueltl haben, war Dallas kaum zu schlagen. Konsequenterweise haben sie dann voll abgestunken, als die beiden abgetaucht sind (Barea mal aussn vor, der nervt mich ohnehin nur). Insofern sehe ich nicht, dass Dirk zu nem Team geht, das bereits um einen Forward oder Center gruppierrt ist. Fuer mich wuerde New Orleans am besten passen, aber auch Charlotte und Miami oder - falls Amare geht - Phoenix.
Der Einschaetzung, dass die PO's furchtbar vercoacht wurden, kann ich mich nur anschliessen. Das bisschen Einflussnahme, das von der Bank kam, war einfach nur furchtbar.
von almaen 30.04.10 um 19:08:27
Thunder: Ich weiß nicht, ob ich an deren Stelle soviel Talent weggeben würde, um Nowitzki zu holen. (Oder Nowe unterschriebt da für billig Geld?) Die sind auch ohne ihn schon stark genug, um die Lakers zum Wackeln zu bringen. DAs Tempo, mit dem sie sich entwickeln ist beneidenswert. (Jeff Green den Platz wegnehmen?) In zwei drei Jahren als Roleplayer: okay.
Denver, New Orleans, Utah: Das sind nicht gerade Franchises, die um jeden Preis Champion werden wollen. Die Hornets sparen lieber Geld als Playoff-Kaliber zu haben. Utah wirft Ronny Brewer weg. Die Nuggets haben mal Camby verschenkt. Siegeswillen sieht anders aus. Wenn Billups altert (Kidd-Niveau?) und sich aus dem Frontcourt wieder einer verletzt (Nene halte ich für nicht stabil genug, Martin müsste Dirk weichen?), dann sind die nicht mehr konkurrenzfähig.
Miami: Wo bleibt Beasley? Außerdem haben die auch "keinen Center", das kennt Nowe schon von Dallas. Und Tiefe von der Bank fehlt denen auch. Außer schönem Wetter sieht es da in meinen Augen mau aus. Eher geht Wade zu den Mavs...
Orlando: Die Paarung mit Dwight unterm Korb ist natürlich der best fit überhaupt. Keine Ahnung wie realistisch diese Option ist, aber vermutlich ist das die einzige, die 2011 sofort championship-reif wäre. Ich glaube aber nicht dran, ich sehe da den passenden Trade nicht. Und Nowe geht nicht nach Orlando mit weniger Gehalt als Brandon Bass und Marcin Gortat, aber er macht die ganze Arbeit. Nicht mal er.
von PPP 30.04.10 um 19:41:08
Dirk sollte aus seinem Vertrag aussteigen und den Markt testen. Wärewohl einer der wenigen Spieler, die auf Geld verzichten würden. Hat ja auch keine Großfamilie zu ernähren ;-)
Dallas hätte dann etwas Spielraum und wenn sie dazu dann auch Erika loswerden, könnten sie sich gut verstärken. Und Dirk kann dann auch für weniger bei Dallas unterschreiben.
Aber bitte: Erika muss endlich weg!!!
von RedWater 30.04.10 um 22:39:36
@almaen
bei Thunder stimme ich dir zu. Ich denke Thunder würden lieber eine junge Mannschaft um Durant aufbauen, statt in einen teuren Superstar zu investieren. Bei den Jazz waren es Finanzgründe weswegen man Brewer weggetauscht hat, auch stagnierte Brewer mit seinen Leistung und für einen künftigen firstrounder. Warum nicht? Mit Matthews und Miles hat man ja ebenwürdiges Material. Bei den Nuggets war die Situation ähnlich. Geld sparen und Nene fördern. New Orleans sollte den Neuafbau um Paul und Okafor wagen, da wäre Dirk auch nicht richtig.
In Miami kann Beasley auch auf die 3 wechseln. Und mit O'Neal hat man einen besseren Center als in Dampier.
Dirk würde zu vielen Mannschaften passen. Die Frage ist nur inwiefern die Mannschaften bereit wären, den Kader auf Dirk einzustellen.
von almaen 30.04.10 um 23:42:19
@Red Water
Das Problem für Dirk ist ja nicht nur, ob er in ein Team passt, sondern ob die dann auch Championship-fähig sind. Da würde ich bei vielen ein dickes Fragezeichen machen.
Jermaine O'Neil baut so schnell ab (fand ihn in der Serie gegen Boston nicht so prall), da hätte ich an Dirks Stelle Sorge, dass der bald auf Erika-Niveau spielt.
Miami habe ich in der RS nicht intensiv verfolgt, hatte aber aufgeschnappt, dass Beasley auf vier besser als auf drei zurecht kommt.
Unabhängig von anderen Teams aber: Ich halte das Gerüst in Dallas für völlig okay. Schaut man sich die PO-Spiele von Butler an, dann sieht man: Einmal mau, einmal gebencht, aber sonst lässig 25 im Schnitt. Das Problem sind weniger die Scoring-Optionen 1 und 2 (mit Roddy auch nicht Option 3?), sondern ob der Supporting Cast in den Playoffs "Eier hat". Kidd hat enttäuscht (kaum Assists, dabei soll er doch andere besser machen, wie damals in NJ), Marion hat enttäuscht (angeblich macht der 15 Punkte, ohne dass ein Play für ihn gelaufen wird ;-), Haywood wackelt (der angeblich softe Dirk rebounded besser), Terry trifft nicht wenns drauf ankommt, Barea ist der klassische "bemühte sich stets" (kann nicht konstant scoren, ist hinten keine Hilfe, zeigt aber Willen). Ericka hatte Normalform. Das reicht aber nur für eine Nische: Timmy im Weg stehen. Und das schlimme ist: Alle fallen gleichzeitig aus.
Die Suche nach dem Co-Star ist erledigt, Butler hat das Zeug dazu und gehört auf die 3. (Dahinter Marion als 6th...) Die 2 und die Backups für 1 und 2 sind das drängende Problem und Roddy ja vielleicht Teil der Lösung. Na ja, ich muss aufhören so viel zu schreiben... Traummodus aus.
von rigobert 01.05.10 um 09:10:59
an Stelle der Thunder würde ich nicht zwingend an Green festhalten, auf dessen Hilfe Durant gegen die Lakers vergeblich gewartet hat.
Wenn die Chance da ist, einen starken PF zu bekommen muss man zuschlagen. Entweder Green auf die Bank setzen oder ihn im Sign n Trade benutzen. Green ist einfach nicht groß genug für die 4 und wird niemals die Klasse eines Amare, Bosh, Boozer oder Dirk haben.
daher halte ich einen Dirk-Wechsel nach OKC für gut möglich, wenn OKC wirklich angreifen möchte.
Chicago wäre natürlich auch eine gute Adresse.
wobei das traumhafte Szenario natürlich die Magic wären
von realbaum 01.05.10 um 13:38:42
was in dem artikel nicht beachtet wird ist folgender punkt: so wie ich dirk einschätze sind ihm die millionen die er schon verdient hat mehr als genug. daher kann ich mir sogar vorstellen das er, ergeizig wie er ist, sogar für weitaus weniger geld spielen würde(vllt sogar für das minimum). und in diesem fall könnte er sich, wenn er auf eine hauptrolle verzichtet, was ich ihm ebenfalls zutraue, einem absoluten contender wie den lakers oder den cavs anschliessen. er sagt selber immer wieder sein letzter grosser traum ist der titel und das er dafür alles tun will. also warum nicht für das minimum zu solchen teams wechseln.
von rigobert 01.05.10 um 14:46:35
die Cavs wäre eine Option gewesen., wenn sie nicht vor zwei Monaten Jamison geholt hätten.
damit scheiden sie aus,obwohl Dirk ebenso wie Jamison als guter Schütze auf der 4 perfekt zu Lebron passen würde.
Auch einen Trade zu den Lakers halte ich nicht für sinnvoll, da LA gleichfalls tief besetzt ist auf der 4 wie die Cavs.
also mein Traum wäre Chicago:
Rose-Wade-Deng-Dirk-Noah
von realbaum 01.05.10 um 16:30:28
klar da geb ich dir auch vollkommen recht. ich wollte einfach noch dirks charakter mit ins spiel bringen. und dirk ist halt nicht der typ spieler der auf teufel komm raus viel geld oder eine wichtig rolle im team brauch um sich selbst gut zu fühlen. im endeffekt sage ich nur das dirk vermutlich auch jetzt schon fürs minimum spielen würde um bei einem topfavoriten zu spielen. wenn ich so eine eigenschaft einem spieler zuordnen würde dann ihm. er ist halt auf dem boden geblieben und will nur gewinnen. und so einen spieler will doch sicher jedes team haben...
da würde mir auch ne tolle aufstellung in den sinn kommen: Howard, Nowitzki, Lewis, Carter, Nelson.
von Kobe 8 01.05.10 um 21:08:22
So sehr ich Dirks Bodenständigkeit schätze, aber davon zu reden, dass er irgendwo für das Minimum unterschreiben wird, ist eine idealistische Vorstellung und fernab der Realität.
Als Basketballprofi hat Dirk (und auch jeder andere Profi) ungefähr 20 Jahre Zeit, um so viel Geld wie möglich zu verdienen, um danach ein gutes Leben leben zu können. Da wird er also mit seinen 31 Jahren noch keinen Minimum-Vertrag unterschreiben. Wenn er bis zu seinem Karriereende noch keinen Titel gewonnen hat, könnte das dann für ein Jahr passieren, aber noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
Das Dirk auf Geld verzichten würde, um erfolgreich zu sein, denke ich trotzdem. Ob nun bei den Mavericks 21 Millionen und weniger Erfolg, oder bei den Chicago Bulls 16 Millionen und Championship-Contender. Die fünf Millionen würde er in dem Fall vermutlich liegen lassen.
von realbaum 02.05.10 um 14:20:24
ja ich weiss ich hab da eine sehr idealistische vorstellung. und ich weiss das die eher unrealistisch ist. aber wenn dann ist sie bei dirk realistisch :-).
ok aber mal ernsthaft: eingentlich wäre die sinnvollste lösung dass dirk das letzte vertragsjahr durchzieht. er hat ja kein schlechtes team und wer weiss was mit einer saison extraeinspielzeit möglich ist(auch wenn kidd, marion und co. nicht jünger werden). dazu kann er nochmal 20 mio mitnehmen und sollte dann alle geldsorgen für immer los sein(und auch seine ururenkel). dazu kann er dann in ruhe abwarten wie der sommer die liga verändern wird und welche teams in der nächsten saison erfolgreich sind. und mit dem wissen für immer ausgesorgt zu haben und mit dem wissen welche teams ende 2011 contender sind ist ein gering bezahlter vertrag auch gar nicht soo unrealistisch(muss ja nicht das minimum sein). aber ich denke halt er will sicher nicht einen auf karl malone oder charles barkley machen sondern eher gary payton oder glenn robinson.