Darko Milicic

Trauer und Freude

Der meistgehypte Europäer aller Zeiten wird schon in seiner dritten Saison getradet. Ein herber Rückschlag für das Wunderkind? Von Wegen! Darko Milicic plant in Orlando jetzt etwas ganz Großes.

Von Peter Bieg, Björn Lehmkühler
 01.05.2006 |

Juni 2006: Darko Milicic hat gut lachen, doch das war nicht immer so.

Nach einem Trade am 15. Februar 2006 landet er mit zusammen mit Teamkollege Carlos Arroyo im Austausch für Center Kelvin Cato und einen zukünftigen Erstrundenpick in Orlando.

 Nach zweieinhalb Jahren in Detroit bei den Pistons gehört der zweite Pick des 2003er Drafts nun zum Roster eines der vielversprechendsten jungen Teams der Liga. Hier soll der 2,13 Meter große Serbe (20 Jahre) zusammen mit Dwight Howard (ebenfalls erst 20 Jahre), dem 2,11 Meter großen Power-Player und ersten Pick des 2004er Drafts, den Frontcourt der Zukunft bilden.

Schon unmittelbar nach dem Trade findet sich Milicic in der festen Rotation Orlandos wieder. Obwohl er weder die offensiven noch die defensiven Rotationen der Magic beherrscht, beweist er, welches Potenzial ihn zu einem Nummer-zwei-Pick machte. Er beeindruckt besonders durch seine zuvor unbekannten Fähigkeiten als Shotblocker, Rebounder und in der Offensive mit seiner außergewöhnlichen Beweglichkeit, seiner guten Fußarbeit und einem aufkeimenden Sprungwurf. Milicic und die Magic schließen die Saison als Dritte der Southeast Division ab (36 Siege bei 46 Niederlagen); Milicic produziert für sein neues Team 7,6 Punkte pro Spiel (PpG), 4,1 Rebounds pro Spiel (RpG), 1,1 Assists pro Spiel (ApG) und 2,1 Blocks pro Spiel (BpG) in durchschnittlich 20,9 Minuten.

Die Magic-Verantwortlichen schwärmen von ihrem jungen Team und dessen großer Zukunft: Mit dem bereits erwähnten Carlos Arroyo, dem aus New York per Trade gekommenen Trevor Ariza und dem stark aufspielenden Point Guard Jameer Nelson, sowie den beiden Big Men Milicic und Howard verfügen die Magic über den vielleicht besten jungen Kern der Liga. Hinzu kommen erfahrene Ergänzungen wie Small Forward Hedo Turkoglu, der verletzungsgeplagte Grant Hill und Center Tony Battie.

Darko Milicic ist nach dem Trade in seiner dritten NBA-Saison endlich in der Liga angekommen und hat gezeigt, wozu er fähig ist. In Orlando hat der trotz seinen drei NBA-Spielzeiten erst 20-Jährige das Umfeld gefunden, um aufzublühen; hier hat er Raum für Fehler, junge Teamkameraden und in Brian Hill einen Coach, der ihm vertraut. Die Experten und Analytiker, die Milicic während seiner zweieinhalb Saisons in Detroit zu einem der größten Draftflops aller Zeiten erklärten, horchen auf. Sollte sich Milicic entsprechend weiterentwickeln, dürften einige der Kritiker ihren Status als ?Experten? die längste Zeit gehabt haben.

Heute kann Darko lächeln, doch wieso musste er dazu erst getradet werden? Was war so anders gewesen in Detroit?

Um diese Frage zu beantworten, muss man seine Geschichte kennen: die Jugend im damaligen Jugoslawien, die Aussicht auf eine große Karriere, die Hoffnungen der Pistons und die bittere Realität in Detroit.

Milicic und Joe Dumars

Rückblick: Es laufen die NBA-Playoffs 2003. Detroit spielt in der Conference-Finals-Serie gegen die New Jersey Nets, und die Pistons zeigen ? trotz der späteren Niederlage gegen Jason Kidd und Co. ? eine Vorschau auf all das, was noch kommen würde. Zu verdanken war dies nicht zuletzt General Manager Joe Dumars; war er es doch, der in der Offseason 2000 per Trade den späteren All-Star ?Big Ben? Wallace nach Michigan holte, im Draft 2002 an 23. Stelle den schlaksigen Tayshaun Prince von der Universität von Kentucky verpflichtete und im selben Sommer den Backcourt der Zukunft ? Rip Hamilton und Chauncey Billups ? einführte.

Per Zufall wurde Dumars während der Serie (vor dem dritten Spiel in New Jersey) Zeuge eines Ereignisses, das bleibenden Einfluss bei ihm hinterließ: In einer kleinen Halle sah er einen 17-jährigen Jungen aus Serbien spielen, der sich blitzartig in Dumars? Notizbuch verewigen sollte ? Darko Milicic. Die Notiz könnte wie folgt ausgesehen haben: Seven-Footer mit einer seltenen Kombination aus Wurfgefühl, Technik und Athletik. Oder einfach: Verdammt, ich will diesen Jungen!

Das Wunderkind

Leider war die Möglichkeit, den talentierten Linkshänder in der nächsten Draft-Lotterie zu ziehen, so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto; war Detroit doch ein Top-Team mit niedrigem Pick und Milicic bereits seit seinem 15. Lebensjahr ein Name, den die europäischen Talentscouts im Traum vor sich hin murmelten. ?Darko ist das größte NBA-Talent in Europa, egal in welcher Altersklasse. Er spielt im Eins-gegen-eins wie ein Guard, kann passen und blocken. Ich habe noch nie einen 16-Jährigen wie ihn gesehen!?, berichtete beispielsweise ein europäischer Scout. Neben seinen hervorstechenden körperlichen und technischen Fähigkeiten lobten die Experten vor allem seine Aggressivität, die ihn von anderen Europäern abgrenze. Hinzu komme auch noch die Erfahrung aus zwei Jahren im Herren-Team von Hemofarm Vrsac.

Auch Milicic selbst war von sich überzeugt. In einem Interview gab er von sich, dass er keine große sportliche Umstellung beim Sprung von Europa in die NBA sehe. Auch Vergleiche mit LeBron James verstehe er nicht, da ?King James? nie gegen so gute Gegner gespielt habe wie er. Dennoch war klar, dass eben diese beiden Ausnahmespieler und ein gewisser Small Forward namens Carmelo Anthony, der jüngst als Freshman die Syracuse Orangemen zum NCAA-Titel geführt hatte, die NBA als ?die großen Drei? des Drafts 2003 in ein neues Zeitalter führen sollten.

Sechser im Lotto

Doch dieser Draft hatte nicht nur drei außergewöhnliche Talente und einen Haufen starker College-Youngsters zu bieten, sondern auch den schon oben erwähnten Sechser im Lotto. So klein diese Chance auch war - Detroit hatte Glück und bekam in der Lottery den zweiten Pick zugelost. Die Chance dazu hatte sich allerdings nicht wegen einer schlechten Pistons-Bilanz ergeben, sondern durch einen Trade mit den Memphis Grizzlies einige Zeit zuvor, der den Pistons deren Draft-Pick eingebracht hatte. Nachdem schnell klar wurde, dass Cleveland an Nummer 1 den lokalen Wunderjungen James nehmen würde, konnten sich in der ?Mo-Town? alle auf die ?Mischung aus Nowitzki, Duncan und Wallace? (Basket-Magazin) freuen. Besonders Dumars zählte wohl die Tage bis zum Saisonstart rückwärts.

Wie alles begann

Doch nicht nur Dumars war froh; auch für Milicic selbst ergab sich eine Chance, die nicht viele Leute seines Alters haben. Er wurde von einem Top-Team der besten Liga der Welt verfolgt. Milicic war obenauf.

Das war beileibe nicht immer so. In seiner Jugend im ehemaligen Jugoslawien hatte der mobile Forward-Center nur selten Anlass zur Freude. Basketball gehört zu den wenigen Auswegen und Ablenkungen aus einem zerbombten, perspektivlosen Land. Milicic, der Sohn eines Polizisten und einer Angestellten, begann als 15-jähriger und damit jüngster Spieler aller Zeiten seine Profikarriere beim Club KK Hemofarm Vrsac. Bereits im Alter von 14 Jahren trainierte er mehrere Stunden am Tag. Außerhalb der Basketballhalle war Milicic nur selten anzutreffen; das Leben hatte ihm dort ohnehin nur wenig zu bieten.

Milicics Talent wurde allerdings schon früh erkennbar. Recht bald fanden sich die ersten Scouts in Vrsac ein, und ihm wurde eine interessante Perspektive eröffnet. Immer mehr Talentsucher wurden auf ihn aufmerksam; auch die amerikanische SLAM widmete ihm Artikel (zum Beispiel SLAM Nr.69, Mai 2003). In seiner letzten Saison in Vrsac lieferte er 9,5 PpG, 4,6 RpG und 1,6 BpG in durchschnittlich 20 Minuten Einsatzzeit.

Fortan lebte Milicic, der bis zu einem Wachstumsschub Point Guard gespielt hatte, zwar noch in Serbien, war in Gedanken jedoch allzu oft schon in den USA. Es kam zu Reibereien mit Coaches und Mitspielern - verständlich, wenn ein Teenager den medialen Fokus einer Profitruppe bildet. Während die Mannschaftskameraden um Punkte und Gehalt kämpften, wirkte der Youngster hin und wieder extrem arrogant und provozierte selbst die heimischen Fans. Nach der Saison ging es für ihn sofort in Richtung USA zur Vorbereitung auf den NBA-Draft. Serbien, seine Heimat und seine Wurzeln ließ er hinter sich; Milicic wollte raus: Raus aus der Zwickmühle zwischen trister Gegenwart und NBA-Zukunft. Raus aus dem Elend Serbiens und hinein in die Glamourwelt der NBA. Hier sah Milicic seine Zukunft ? und viele Anlässe zur Freude.

Die bittere Wirklichkeit: Darko Milicics Rookie-Saison

Doch die Realität lag woanders. Anstatt mit Big Ben und Prince den Monster-Frontcourt zu bilden und in diesem historischen Draft um den Titel als ?Rookie of the Year? zu kämpfen, sah Milicics Arbeitsbeschreibung wie folgt aus: Bankwärmer und Handtuchschwenker mit Gelegenheitsauftritten in der wenig glamourösen Garbage Time, also wenn das Spiel schon entschieden war. Und auch dort schaffte er es nur, den Spott der Öffentlichkeit zu ernten. So zum Beispiel im Spiel bei den Cleveland Cavaliers am 11. Dezember 2003: Während James dominierte und 23 Punkten und neun Assists auflegte, brachte es Milicic in ganzen 49 Sekunden auf zwei Würfe. Einmal wurde er geblockt, und einmal vergab er völlig freistehend einen Dunk ? autsch!

Zwar wurde er 2004 sogar NBA-Champion, spielte in den Finals allerdings keine Minute und bekam den wenig schmeichelhaften Spitznamen ?Human Victory Cigar? ("menschliche Siegeszigarre") verpasst. Am Ende der Saison standen für Milicic in 34 Einsätzen 1,4 Punkte und 1,3 Rebounds in lediglich 4,7 Minuten pro Spiel zu Buche; all das bei einer miserablen Quote von 26,2% aus dem Feld.

Wo war nur das Jahrhunderttalent geblieben? Überall begannen die Leute zu reden. War er einer der größten Draft-Fehler der Geschichte, da er Carmelo Anthony, Chris Bosh, Dwyane Wade und auch T.J. Ford oder Kirk Hinrich vorgezogen worden war? Oder waren es schlicht und einfach andere Gründe, fernab von ?keine Einstellung? oder ?nicht geeignet für die NBA?? Coach Larry Brown, der nicht als Fan von Rookies bekannt ist, sein zartes Alter von 18 Jahren, die Sprachbarriere, sein schwacher Körper, der tiefe Pistons-Frontcourt, die zu hohen Erwartungen ? viele Gründe wurden gefunden, um die Brandmarkung als Draft-Bust zu vermeiden. Vor allem Dumars war bemüht, Milicics Leistung zu relativieren; war er doch verantwortlich für die Entscheidung, Milicic vor Anthony und den anderen Youngsters zu draften: Sicherlich, die Pistons gewannen den Titel und Dumars hatte mit der Verpflichtung von Rasheed Wallace als fehlendem Stück im Detroiter Championship-Puzzle einmal mehr seine Genialität unter Beweis gestellt.

Aber trotzdem: Wo würden die Pistons mit Anthony sein? Oder mit Bosh? Oder mit Wade? Würden sie mit diesen drei Hochkarätern, die in Denver, Miami und Toronto schon als Rookies wie eine Bombe einschlugen, nicht eine Dynastie mit Abonnement auf Meisterschaftsringe sein? Möglich ist es, keine Frage, bei der Reife und den Fähigkeiten, die die Drei mehrfach unter Beweis stellten. Von einer Selbstverständlichkeit zu reden, würde allerdings unfair gegenüber Milicic sein, denn die Situation des jungen Serben war ungleich schwerer und mit der der nachfolgenden Picks absolut nicht zu vergleichen. ?Wir alle wussten von Anfang an, dass seine Situation nicht so ist wie die der anderen Lottery-Picks. Unser Team spielt auf einem ganz anderen Level; wir wollen jeden Abend gewinnen. Deshalb hat Darko nicht die Freiheiten eines James oder Anthony?, versuchte Dumars zu erklären und ermahnte alle zur Geduld: ?Wir werden erst in zwei oder drei Jahren wirklich wissen, was wir an ihm haben. Bis dahin muss er noch eine Menge arbeiten."

The same procedure as last year?

Die Resultate der Arbeit versprachen einiges: Milicics Einstellung wurde von Larry Brown gelobt, und von täglichen Fortschritten war die Rede. Seine Leistungen explodierten folglich, richtig? Falsch! 1,8 Punkte, 1,2 Rebounds, 6,9 Minuten Spielzeit und 32,9% Trefferquote brachte er als Sophomore. Diese Statistiken schrieen nicht gerade ?Next Superstar? in den Detroiter Nachthimmel. Ein Career-High von 16 Punkten gegen die Atlanta Hawks ? in seinem ersten Spiel als Starter ? zeigten zwar, dass er nicht völlig unbegabt ist, aber es wurde klar, dass sich Milicic in einer Sackgasse befand. Wallace, Wallace, Prince, Antonio McDyess ? dieser illustre Frontcourt teilte sich die Minuten im Kampf um die Titelverteidigung. Auf die Entwicklung von Talenten konnte man da keine Rücksicht nehmen. Die Pistons kamen letztendlich in die Finals, wo sie an Tim Duncan und den San Antonio Spurs scheiterten. Wie wäre es wohl mit Wade ausgegangen? Milicics Zweifler wurden immer lauter; seinen Start in die NBA hatte er sich anders vorgestellt.

Aller guten Dinge sind drei

?Egal, aller guten Dinge sind drei!?, muss sich Dumars dann wohl gedacht haben, denn wer erwartete, dass seine Geduld am Ende und die Hoffnung dahin gewesen sei, der hatte sich wohl getäuscht: Milicic wurde gehalten. Immerhin war er immer noch sehr jung, gerade 20 geworden. Es blieb also genug Zeit, um ihn heranreifen zu lassen. Außerdem war da der neue Head Coach, Flip Saunders, vorher als Trainer von Milicics Idol Kevin Garnett bei den Minnesota Timberwolves aktiv. Vielleicht konnte er mehr Spielzeit für den Serben garantieren. Oder Milicic im Sommer einen Leistungssprung.

Aber erneut lief nicht alles wie geplant. Der Sommer wurde zur Katastrophe. Vor heimischem Publikum kam Serbien & Montenegro mit Milicic im Aufgebot nicht mal ins Viertelfinale der Europameisterschaft ? ein Debakel, das Milicics ohnehin stark angeschlagenes Ego nicht gerade verbesserte. Auch die Statistiken in Detroit wurden ? und das ist unglaublich ? nicht besser, sondern schlechter. Diese Situation eines noch vor kurzer Zeit als Jahrhunderttalent geadelten Spielers, von dem nahezu alle NBA-Scouts geschwärmt hatten, rief andere Teams und Manager auf den Plan. Tradeanfragen für den Big Man hatte es immer gegeben; auch sein Agent hatte die Verantwortlichen bereits in Milicics Sophomore-Saison zum Handeln aufgefordert, doch das Management hatte diesen Anfragen stets widerstanden und sein Vertrauen in Milicics Potenzial bekräftigt. Doch auch der Geduldsfaden des besten GMs ist kein massives Stahltau. Im kommenden Sommer würde die Vertragsverlängerung von All-Star Ben Wallace anstehen, und durch den auslaufenden Vertrag von Kelvin Cato würde für die Pistons viel dringend benötigter Cap-Space frei werden.

Zum Zeitpunkt des Trades standen die Pistons mit einer Bilanz von 42 Siegen und neun Niederlagen an der Spitze der Liga; Milicic war das sprichwörtliche fünfte Rad am Wagen und entbehrlicher denn je. Darko Milicic, der einstige Hoffnungsträger, wurde also aus Salary-Cap-Gründen - und weil er in einem Top-Team einfach keine Nische gefunden hatte - schon in seiner dritten NBA-Spielzeit getradet. Am Mittwoch, den 15. Februar hieß es für Milicic: Florida, ich komme! Eine Zeit des Leidens ihn Detroit ging zu Ende; lediglich sein Rookiegehalt war hier ein Grund, sich zu freuen.

Die Zukunft: Im Jahre 2009?

Darko Milicic strahlt. Der NBA-Champion 2008/2009 heißt: Orlando Magic!
In Orlando ist er aufgeblüht; hier bildet er das technisch ausgereifte Yin zu Dwight Howards kraftvoll-athletischem Yang. Orchestriert wird dieses Gespann von Star-Point-Guard Jameer Nelson. Der Supporting Cast um Defensiv-Künstler Trevor Ariza, die Shooter Hedo Turkoglu und JJ Redick und Point Guard Carlos Arroyo trägt seinen Teil zum Titelgewinn bei.

Zusammen kommen Milicic und Howard regelmäßig auf 55 Punkte, 30 Rebounds und sieben Blocks. Gegnerische Big Men zittern vor Orlandos Reinkarnation der ?Twin Towers?. Rechtshänder Howard ist für Shaq-esque Power-Dunks zuständig, Linkshänder Milicic versetzt Verteidiger mit seiner perfekten Fußarbeit in Schwindelzustände, um dann wahlweise per Hook oder Jumper einzunetzen; beide peinigen Gegner mit Blocks. Kein Team der Welt kann beide Spieler gleichzeitig effektiv verteidigen; Orlando wird das ?team to beat?: NBA-Champion. Und Darko Milicic hat endlich alle Gründe zum Siegerlächeln.

Fazit: Ob es wirklich soweit kommen wird, steht natürlich noch in den Sternen. Fest steht allerdings, dass Darko Milicic mit seinen 20 Jahren, bisher so geringen Einsatzzeiten und Mangel an Erfahrung und Verantwortung noch einiges an Potenzial besitzt. Die Umstände in Florida sind für seine weitere Entwicklung anscheinend ideal; eine Vertragsverlängerung ist wahrscheinlich. In Kombination mit Howard, der auch einiges an Aufmerksamkeit und Druck von Milicic absorbiert, kann hier tatsächlich ein besonderes Gespann entstehen. Eventuell wird Milicic auch in der Summer League spielen. Wenn er erst alle Systeme der Magic beherrscht, dürfte seine Einsatzzeit weiter steigen und die Fehlerquote sinken. Der Job als Starter ist nur eine Frage der Zeit.

Für eine wirkliche Karriereprognose ist es aber definitiv noch zu früh. Man hat - trotz dreier NBA-Spielzeiten - faktisch noch zu wenig von Milicic gesehen. Auch sein Status als zweiter Pick 2003 ist noch immer nicht gerechtfertigt; nach wie vor hat er einiges zu beweisen. Seine weitere Laufbahn wird - vor allem ?dank? den Detroiter Verantwortlichen, die ihm nie eine wirkliche Chance auf dem Parkett gaben - wohl ebenso spannend wie intensiv beobachtet werden. Ein Anfang ist endlich gemacht.




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von Crossover 30.05.2012 um 10:57:37


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