Cleveland Cavaliers

Mit Forke und Fackel

In Cleveland entlädt sich weiter die Wut auf LeBron James. Schon ein falsches Trikot kann zum Verhängnis werden. James’ Abgang gilt nicht nur als Verrat an der Stadt, sondern auch an seiner Bestimmung.

Von Jens Möller
 07.08.2010 |

Teer und Federn hatten die Zuschauer im „Progressive Field“, dem Baseballstadion der Cleveland Indians, immerhin noch nicht geholt. Aber es fehlte nicht mehr viel, als die Zuschauer unter sich einen Mann in einem weiß-roten Basketballtrikot entdeckten. Vorne auf dem brandneuen Leibchen des Tollkühnen prangte das Logo der Miami Heat, hinten der Schriftzug „James“.

Unbeliebter kann man sich wohl nur machen, wenn man im Trikot von Borussia Dortmund in eine Schalker Eckkneipe geht und in die Runde fragt: „Na, wer lebt hier nicht von Hartz IV?“ Beim Baseball-Spiel geleiteten Sicherheitskräfte den renitenten James-Anhänger vorsichtshalber aus dem Stadion, ehe der Mob mit Forke und Fackel zur Lynchjustiz überschreiten konnte.

Auch die alten Cavs-Trikots mit der 23 sind nicht mehr gern gesehen. In einem Restaurant in Cleveland konnten enttäuschte Fans alte LeBron-Shirts abgeben. Sie sollen jetzt per Post nach Miami geschickt werden – allerdings nicht an James' neue Adresse sondern an Obdachenloseneinrichtungen. Die Enttäuschung über den einst berühmtesten Sohn der Stadt ist riesig. Mit seiner landesweit übertragenen „Decision“ auf dem Sportsender ESPN riss der „King“ nicht nur seinen Untertanen in Cleveland das Herz heraus, er verdammte die Stadt auch zum Rückfall in die landesweite Bedeutungslosigkeit. Freiwillig hierher kommen wird wieder niemand, auch nicht ESPN und die anderen TV-Riesen, deren NBA-Übertragungen Aufmerksamkeit und Werbegelder bedeuten.

Ein Alptraum-Sommer

Denn wer will schon jeden Abend Ramon Sessions sehen, den bislang bekanntesten – wenn man das so sagen kann – Neuzugang des Sommers? Der Point Guard hatte mal ein gutes halbes Jahr bei den Milwaukee Bucks, woraufhin die Minnesota Timberwolves zu viel Geld für ihn ausgaben. Nur zu gern ließen die Wolves ihn nun nach Cleveland ziehen, wo er neben mit seinem alten Kumpel aus Bucks-Zeiten, Mo Williams, spielen soll.

Joey Graham, ein weiterer Neuzugang, kann zwar fast so hoch springen wie James, aber nicht, wenn er dabei noch etwas Kluges mit dem Ball anfangen soll. Am Boden verbieten sich dann ohnehin alle Vergleiche. Andere Free Agents konnte nicht einmal das Geld nach Cleveland locken, so wie Matt Barnes, dem die Lakers nur halb so viel Gehalt zahlen wollten wie die Cavaliers, den es aber trotzdem nach L.A. zog.

Bis James hat das Team zwar keine bedeutenden Abgänge zu verkraften. Zydrunas Ilgauskas und Shaquille O’Neal bekommen wie alte Schlachtrösser auf anderen Wiesen ihr Gnadenbrot. Delonte West sorgte mehr für Ärger mit der Polizei als für Punkte. Mit Williams und Antawn Jamison bleiben die beiden Ex-Sidekicks von James. Doch zu sagen, dass Cleveland noch ein Kandidat für die Playoffs ist, weil nur ein wichtiger Spieler weg ist, wäre, als ob man denken würde, dass man mit einem Rennwagen ohne Motor noch Siege holen könnte, weil die Reifen noch ganz gut aussehen. Die Cavaliers sind zu klein im Backcourt, ohne Scorer am Brett, und Jamison ist mit 34 Jahren über seine All-Star-Jahre hinaus.

Der neue Head Coach Byron Scott kam nach Cleveland, um mit James die Meisterschaft zu holen. Jetzt bekommt er ihn erst zu Gesicht, wenn die Heat Anfang Dezember in Cleveland zu Gast sind. Bis dahin muss sich Scott etwas einfallen lassen, um den freien Fall zu vermeiden. Ob er dafür noch Verstärkung für den Kader bekommt? Chris Grant, der neue General Manager, will keine teuren Verträge abschließen. „Wir müssen uns in eine Lage bringen, in der wir die nächste sich bietende Gelegenheit ergreifen können“, sagt er. Das klingt nach Rebuild. Der Free-Agent-Sommer 2010 könnte die Cavs direkt zum Draft 2011 führen.

Verrat an der Bestimmung

Der Weggang von LeBron James ist mehr als die Karriereentscheidung eines einzelnen Spielers. Sieben Jahre lebten die Menschen in Cleveland einen Traum, in dem zumindest der Sport dem Alltag ein wenig Glanz verlieh. Jeden Tag verkündeten die Zeitungen, wie ein Junge aus Ohio die beste Basketballliga der Welt eroberte. Wie die Cavaliers mit James zur Macht in der NBA wurden. Dies sollte eine der großen Geschichte aus dem Mythen-Schatz der NBA werden, so wie die Fabeln von Magic und den Lakers, Bird und den Celtics oder Jordan und den Bulls. Mehr noch, das Märchen von King James und den Cavs sollte sich über alle anderen Geschichten erheben. Denn Magic Johnson und Larry Bird wuchsen nicht in L.A. und Boston auf, sondern in Michigan und Indiana. Michael Jordan stammte nicht aus Chicago, sondern aus North Carolina. Sie bekamen nach den geschäftstüchtigen Spielregeln der NBA ihre Trikots zugewiesen.

Bei LeBron James war das anders. Für die Menschen in Cleveland war er einer von ihnen. Er wuchs nur 60 Kilometer entfernt im Städtchen Akron, von dem kaum jemand Notiz nahm, bis die ersten Sportjournalisten ins nördliche Ohio reisten, um einen schmächtigen Jungen zu sehen, der als „Auserwählter“, „The Chosen One“, galt. Dass James früher oder später die erfolglosen Cavaliers zum ersten NBA-Titel führen würde, war nicht dem Glück bei der Draft-Auslosung geschuldet. Es war Schicksal.

Nun gilt James als Verräter, an den Menschen von Cleveland, an seiner Bestimmung. Zum Mythen-Schatz der NBA gehört nicht nur die Treue zu einer Franchise und ihrer Stadt. Dazu gehört auch, dass sich die Superstars beim Gedanken an ihre ärgsten Rivalen schlaflos im Bett wälzen, anstatt sich mit ihnen zu verbrüdern. So wie bei Magic gegen Bird: Da ging es um die Ehre, um das Wechselspiel von Triumph und Rache. Beide wurden erst Freunde, nachdem sie ihre Schlachten geschlagen hatten. Kevin Garnett musste sich erst jahrelang wie Sisyphos in Minnesota abrackern, ehe er bei den Celtics seine Erlösung finden sollte.

Es gibt zwei Wege zum Erfolg in der NBA: den harten und den falschen. Das ist die herbe Romantik des „American Dream“. Dass sich James nun mit seinen Kumpels Dwyane Wade und Chris Bosh in Miami zusammentut, sehen Traditionalisten als Verrat und der Rest als surreale Fiktion, als hätte ein Teenie an der Konsole bei „NBA 2k“ einen feuchten Traum zusammen getradet. Was wird man in 20 Jahren über LeBron James’ Entscheidung sagen? Dass er damals den leichtesten Weg gewählt hat?

Dank an Akron, kein Wort an Cleveland

Die Zeitungen in Cleveland verfassen jedenfalls keine Hofberichterstattung mehr über den „König“, sondern versuchen das Entsetzen in Schlagzeilen zu fassen. Und die Wut, die erst vor wenigen Tagen wieder hoch kochte, als James in der Lokalzeitung seiner Heimatstadt per ganzseitiger Anzeige seinen Dank an „Familie, Freunden und allen Fans in Akron“ richtete. Ein Wort über Cleveland verlor er nicht.

„Das hat nichts mit Cleveland und den Cavaliers zu tun“, sagte James’ Pressesprecher. James hänge eben sehr an Akron. Und nicht so sehr an Cleveland, dachte dort jeder bitter. Fraglich, wann sich James wieder zeigen wird, wo sie nach seinem Abschied via TV vereinzelt sein Trikot auf den Straßen verbrannten. Am heutigen Samstag ist der Star zumindest in Akron, wo er wie jedes Jahr bei seiner Benefizveranstaltung „Bike-athon“ Fahrräder an Kinder und Jugendliche ausgibt und mit ihnen durch die Stadt radelt.

Allerdings ist die Route nur eine Meile lang und damit viel kürzer als in den vergangenen Jahren. Die Stadtverwaltung von Akron kann nicht mehr so viele Polizisten für die Absperrungen einsetzen, weil sie sparen muss. Es muss wieder eine Nummer kleiner reichen. In Ohio sind harte Zeiten angebrochen.




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Kommentare

(23 Kommentare bisher)

von Durant44 07.08.10 um 13:12:16


Sehr gelungener Bericht! Mit einigen schönen Vergleichen (als BVB Anhänger finde ich den Hartz 4 Vergleich sehr passend)!!
Man kann es den Einwohnern Clevland irgendwie ja nicht verübeln, dass sie so sauer sind auf James! Da dümpeln die Jahre lang im Niemandsland rum und werden dann zum Titelanwärter und stehen jetzt wieder im Niemansland! Und auch noch ohne irgend einen Nennenswerten Gegenwert bekommen zu haben für James (Abgesehen vom Geld)!!



von nicoquanz 07.08.10 um 14:51:20


man kann dieentäuschungverstehen aber einen fan der ein james trikot hat aus dem baseball stadion zu werfen???? schwachsinn.... allerdings genauso schwachsinnig so eintrikot anzuziehene...... ich wete der typ hatenewette verloren soverrückt kann mansonst nicht sein^^



von Trane One 07.08.10 um 16:20:40


guter artikel, jedoch mit einem inhaltlichen fehler.
michael jordan stammt nicht aus north carolina (war bei den tar heels am college), sondern aus brooklyn, new york.

zum thema selbst: durch diesen wechsel wird lebron james nie auf einer stufe mit mj, magic, bird und mittlerweile auch kobe stehen. er setzt sich ins gemachte nest. klar hatte kobe bei dem threepeat mit shaq den dominantesten center an seiner seite. nur wenn man sich mal kobe's seine entwicklung während seiner karriere betrachtet, hat er sich das alles hart erkämpft und erarbeitet. besonders die letzten beiden championships. einen solchen wechsel des spielstils, wie ihn kobe vollzogen hat, traue ich einem james nicht zu. er lebt einfach davon, dass er ein freak of nature ist. mit seiner mischung aus kraft und schnelligkeit kann im moment kein spieler mithalten und nur davon lebt sein spiel. er überrennt seine gegner einfach nur und spielt nicht einen solch intelligenten ball wie die oben genannten spieler.

bei wade sehe ich es in ein paar jahren übrigens noch düsterer. flash hat ja mal überhaupt keinen wurf und wenn seine athletik im laufe der jahre nachlässt, wird er nicht so scoren, wie im moment.



von Manu Ginobili 07.08.10 um 17:11:21


Das oben gezeigte Video ist einfach nur peinlich für alle Einwohner Cleveland.

Was ich mich jetzt frage ist, was passiert wenn die Heat in Cleveland zu Gast sind? Werden dann die Menschen die ein Heat Trikot tragen nicht ins Stadion gelassen? oder noch vor dem Stadion gelyncht? Was passiert mit den Spielern auf dem Court. Ich denke wir werden irgendwas sehr beänstigendes Erleben, wenn die Heat erstmals in Cleveland zu Gast ist. Da muss im Stadion absolutes Alkoholverbot herrschen, sonst wird da irgendwas ganz schlimmes passieren (können)



von Indiana 07.08.10 um 17:16:27


Sehr guter Artikel(ohne Inhaltliche Fehler Michael Jorden ist in NY geboren, aber in NC aufgewachsen)

Ich denke das James wie Garnett seine Zeit in Clevland "abgesessen" hat. Er hat der Franchise 7 Jahre lang die treue gehalten mehr kann man in diesem Busines nicht erwarten und ich finde es einfach lächerlich zu sagen, dass er nie die Stufe von Bird, Magic und Jordan erreichen wird. Wenn man sich die Kader der Bulls, Celtics und Lakers ansieht dann müsste einem auffallen dass mindestens zwie Hall of Fame Kandidaten in diesen Teams zusammengespielt haben.In Clevland gab es nicht einmal einen 2ten Allstar(in meinen Augen hat Mo Williams einfah nicht die Qualität obwohl er nachnominiert wurde).

Dass die Fans in Clevland enttäuscht sind ist ja klar und die Trennung war so ziemlich das mieseste was ich so in letzter zeit gesehen habe (ist wie mit SMS schluss machen einfach unwürdig) aber in meinen Augen wird in einem Jahr eh kein Mensch mehr danach fragen weil in Amerika alles die öffentlichen Debatten schneller vergessen werden als alles andere.

Auch denke ich nicht dass James nur von seiner einzigartigen Mischung aus Athletik lebt. Er ist bis auf zwei drei Postmoves ein kompletter Spieler und er ist erst 26 also wird er seinen Körperlichen vorteil noch 5-6 jahre besitzen(es sei denn er verletzt sich schwer) was in meinen Augen noch viel Zeit ist sein Spiel zu justieren



von xax 07.08.10 um 18:23:00


also der typ wollte doch nur auffallen mit seinem trikot, hat ja auch geklappt, schaut euch mal an wie er jubelnd rausläuft.

Ausserdem ist er nicht aus dem stadion geflogen wegen dem trikot, sondern weil die ordner ihn vor dem Mob schützen wollten/mussten. wegen einem falschen trikot darf man niemanden aus dem stadion werfen, wenn sicherheitsrisiken entstehen aber schon.

@ manu G.
das sehe ich anders, dass ist eben fanverhalten, hasse es oder lieb es.
ein kumpel von mir ging mal zu MC´D in Liverpool und trug unter seiner Jacke ein Man United Trikot. Kommentar der Servicekraft: We dont serve you. Leave the restaurant." Nicht mal der Chef/Schichtleiter sagte was.

Wenn die Cavs klug sind, dann starten sie jetzt ne Fan-Aktion die auf diesen "Hass" anspielt um mehr Dauerkarten zu verkaufen. Ich wette das würde ihnen
1000 zusätzliche Karten einbringen.



von ca$hmoney 07.08.10 um 18:47:36


@Indiana: Word.
@Trane One: "...flash hat ja mal überhaupt keinen Wurf..." - Schon klar, daher rasten die Heat Fans auch jedes mal aus, die Mitspieler fangen zu heulen und die Gegner lachen sich in's Fäustchen, wenn Wade in der crunchtime den Ball hat...



von Steppender Bär 07.08.10 um 19:21:12


"Doch zu sagen, dass Cleveland noch ein Kandidat für die Playoffs ist, weil nur ein wichtiger Spieler weg ist, wäre, als ob man denken würde, dass man mit einem Rennwagen ohne Motor noch Siege holen könnte, weil die Reifen noch ganz gut aussehen. Die Cavaliers sind zu klein im Backcourt, ohne Scorer am Brett, und Jamison ist mit 34 Jahren über seine All-Star-Jahre hinaus."
Da muß ich dem Autor grundlegend widersprechen. Die Playoffs sind mit dem Talent, was die mannschaft hat allemal Playoff-Kaliber. Der 7 platz ist drin. Es hängt nun an Byron Scott, den jungen spielern genügend einsatzzeit für Leistungssteigerungen zu geben und den erfahrenen Jungs, wie Jamison, Williams, Parker oder Varejao so zu motivieren, dass sie auch als Mannschaft spielen und so die Playoffs erreichen.
@ Indiana: Word! Der Garnett-Vergleich trifft genau ins Schwarze.



von Trane One 07.08.10 um 19:53:21


@cashmoney

ich weiß ja nich, was du unter wurf verstehst. aber mit wurf meine ich nicht flash seine clutchfähigkeiten mit seinem drive oder midrange-jumper. das hat er ohne frage drauf. nur wenn ein guard eine 3er quote von 30 % hat, kann man dabei nicht von einem wurf reden. und selbst außerhalb der zone bis zur 3er linie sind wade seine würfe alles andere als sicher. und das wird sich meiner meinung nach im alter rächen.



von Durant44 07.08.10 um 20:36:56


Ich könnte mir gut vorstellen, dass ganz Cleveland mittlerweile Anthony Tolliver Fan ist!! Nach dessen James-Parodie bei seiner Wechselbotschaft per Video!!
[youtube.com]



von Suck My Diktiergerät 07.08.10 um 21:11:06


das video mit tolliver is ja der hammer xD



von Treffnix 07.08.10 um 23:37:01


Hihi in der League of Balls hat der Typ nen Ehrenplatz verdient......das erinnert mich daran, wie ich auf der Karlsruher Haupteinkaufsstrasse mit nem VfB Schal rumgelaufen bin...;-)



von step 08.08.10 um 03:33:35


@Durant: Nur der BVB ...

@Trane One: Solange Flash am Ring hängt, bevor der zweite Verteidiger auch nur "help" denken kann, lassen wir ihm gerne noch die Zeit an seinem "Wurf" zu arbeiten. Wäre schön, wenn das Miami's größtes Problem wäre!

@treffnix: Das war ja fast so tollkühn, wie Bruce Willis mit dem "I hate nigger"-Schild durch Harlem in "Die Hard 3". Biste auch mit 'nem blauen Auge davongekommen?

However, Simon says: The Heat is on ...



von fraaanz 08.08.10 um 11:10:26


also für einen schalke - dortmund vergleich sind die amerikaner zu friedlich; ich würd vorschlagen du machst mal nen selbstversuch und lädts danach nen foto von dir hoch:-)



von Treffnix 08.08.10 um 12:53:27


@ step: ich habe unverletzt überlebt :-)



von inaccesible 08.08.10 um 14:18:17


Da muss ich mich kurz mal Steppender Bär anschließen und dem Autor widersprechen, mit genügend Einsatzzeit für die jüngeren Talente (JJ, Sessions, Christian Eyenga, Gibson), und wenn sie als TEAM auftreten (bleibt ja nix anderes übrig) könnten die cavs den 3. od 4. platz in der centraldivision schaffen. sessions kann aus meiner Sicht locker 15ppg, 6ass, 4reb 1,4 steals pro spiel bringen, jj hick ist für 18 und 7 gut, eyenga hat das zeug für 8-10 pkt, 5reb von der bank,... mo will kann der neue terell brandon werden(kennt den noch einer?), jamison ist immer noch für 15-19 pkte und 8reb gut (auch von der bank) anderson v. ist glaub nicht viel schlechter als j noah, moon und parker sind defensiv nicht so schlecht, dazu leon powe, gibson, joey graham, hollins... sogesehen könnte eine gute platzierung wie back in the days 1994-1996 (brandon, mills, phills, ferry, t hill, majerle, cage, bob sura als rookie..) möglich sein, als die Cavs als defensiv denkendes TEAM die Playoffs erreichten....wenn alles glatt läuft.

der vergleich mit garnett ist garnet' so schlecht,.. leider haben sich die wolves trotz massig talent bis jetzt nicht erholt.



von xax 08.08.10 um 14:29:57


Mal meine gedanken:

1. Selbst wenn die Cavs die PO schaffen sollten, so gut wie mit LBJ werden sie nicht mehr.
2. Um aber wieder so gut zu werden brauchen sie einen free-Agent der Superklasse oder einen Draft-Pick wie James.
2a. aber welcher Free Agent geht nach Cleveland?
2b. Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit in den nächsten 10 Jahren nochmal einen LBJ zu picken?
2c. würden sie die PO schaffen, dann wäre das extrem kontraproduktiv, denn es würde sie weiter von einem Top-Pick entfernen. Verrückt aber wahr.
2d. das team hat keinen jungen der momentan nach allstar aussieht, dass team wird sich "aus sich selbst heraus" kaum nennenswert verstärken.

So leid es mir tut (habe ein Herz für Underdogs), die Cavs haben ihre Chance LBJ nicht genutzt, ob selbstverschuldet oder nicht.



von Jensen 08.08.10 um 17:06:58


@inaccesible und steppender bär:

Die Cavs haben sich nicht über Nacht in die Nets verwandelt, dafür haben sie in der Tat zu viel Talent, da stimme ich euch zu. Aber im osten sehe ich sieben Teams, die deutlich besser aufgestellt sind (MIA, ORL, BOS, ATL, CHI, CHA, MIL). Bliebe nach dieser Rechnung also ein enger Kampf um Platz Acht.

Wenn ich aber auf den cavs-kader schaue, frage ich mich: Was hat Cleveland, das Teams wie Indiana, New York, Washington, Philadelphia oder auch Detroit nicht haben?

Borderline-Allstars: IND hat Granger, NY Stoudemire, WAS Wall, PHI Iguodala, Detroit Hamilton/Prince. Und mit den ersten drei, vielleicht auf vier, dieser fünf Teams würden die Cavaliers sofort traden. Mo Williams kann Cleveland nicht tragen, das gleiche gilt für Jamison.

Varejao, Parker und Gibson sind gute Rollenspieler, die findet man in den anderen Teams auch. Ein verstecktes Juwel kann ich bei den Cavs nicht entdecken, vielleicht noch Hickson, aber um ehrlich weiß ich nur zwei Dinge über ihn: Kann stopfen (täglich in den Top10 auf nba.com) und durfte in den POs sieben Minuten im Schnitt aufs Feld.

Als Vorbild für die Cavaliers könnte man die Bucks aus der abgelaufenen Saison nehmen: ohne "echten" Star, viel Teamplay, dazu einen Trainerfuchs an der Seitenlinie. Nur hat man dort über die Jahre eine Einheit zusammengestellt, während die Cavaliers noch eine Idee für sich entwickeln müssen.



von Steppender Bär 08.08.10 um 20:25:18


@ Jensen
Ein kampf wird es sicherlich werden und die playoffs zu erreichen wird für cleveland auf gar keinen Fall ein Selbstläufer. Die ersten sechs Teams der Eastern Conference stehen für mich auch fest. Mia, Orl, Bos, Chi, Atl und Milwaukee. Aber charlotte ohne vernünftigen PointGuard, auch wenn Stephen Jackson als PointForward den Ball gut bringen kann, schätze ich eher schwächer ein als im letzten Jahr. Indiana und NewYork sehe ich nicht in den playoffs. Washington, Philly und cleveland. Das wird ein schöner Kampf, ich seh die Cavs dort dennoch vorn. Außer charlotte gelingt es, Calderon doch noch zu holen. Dann wirds ne enge Kiste um die letzten Playoffplätze. Aber bis April 2011 is noch genügend Zeit.



von nicoquanz 09.08.10 um 14:09:04


ich denke der kampf um die playoffs wird im osten um die plätze 5-8 richtig spannend orlando boston miami atlanta sind die einziegne teams wo man sagen kann das sie außer reichweite sind danach kämpft fast jedes team um die playoffs mit kein team dahinter ist wesentlich stärker als das andere ok alle sind stärker als die nets aber ansonsten kann jeder die playoffs im osten packen..



von Jensen 09.08.10 um 15:37:40


Interessant ist auch, wie sich die Machtverteilung im Osten verschoben hat. Die Central Division (letztes Jahr 3 PO-Teilnehmer) und die Atlantic (1) fallen weiter hinter die Southeast (4) zurück. Was glaubt ihr, schafft es die SE-Division alle fünf Teams in die POs zu schicken (MIA, ORL, ATL, CHA, WAS)?

Und schadet diese Machtkonzentration der Eastern Conference?



von nocke79 09.08.10 um 15:50:40


Kann James wechsel verstehen. Die Art und Weise war zwar nicht glücklich mit dem TV-Interview, aber in Clevland hatte er einfach keine Co-Stars, die ihm in den Playoffs geholfen haben. Dirk z.B. ist zwar Dallas treu geblieben, aber mit dem so wichtigen ersten Titel wirds wohl nichts mehr. Wenn James mit Clevland den Titel geholt hätte, wäre es zwar höher zu bewerten als jetzt in Miami, doch warum sollte ein NBA-Spieler nicht im Laufe seiner Karierre bei 2-3Teams spielen dürfen?



von 23kingjames 09.08.10 um 19:03:03


Ich denke die Po's in Cleveland hängen ganz klar von JJ. Hickson ab! Er wird wahrscheinlich nicht der Topscorer sein, aber wenn er sein Game auf ein neues Level heben kann, dann könnten es die Cavaliers auch schaffen. Nevertheless bleiben jedoch Fragezeichen auf der Centerposition genauso wie für die restlichen Spieler, welche durch den Abgang von LBJ nun keine derart offenen Würfe mehr bekommen werden. Dass das dem Teambasketball helfen wird, steht außer Frage, aber wie sich diese Umstellung auswachsen wird, werden wir wohl erst in der Saison beantworten können.



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