NBA Power Rankings

NBA Power Rankings - 22.11.2009

Von Christian Guse
 22.11.2009 |

Willkommen zur zweiten Ausgabe der NBA Power Rankings für die Saison 2009/10. Natürlich sollte die aktuelle Saison im Vordergrund stehen, allerdings ergab sich eine Diskussion vor allen Dingen um die Anzahl der prognostizierten Siege, auf die ich hier etwas ausführlicher eingehen möchte. Zuerst aber gibt es die Rangliste für diese Woche, in der ausschließlich alle Spiele bis zum 21.11. berücksichtigt sind. Um Irrtümer auszuschließen, sei darauf verwiesen, dass es sich nur um ein Abbild der momentanen Situation handelt. Erneut sind die Siegprognosen mit einem Fehler von +/- 7 Siege versehen, was einfach bedeutet, dass bei einer Angabe von 50 Siegen Werte zwischen 43 und 57 immer noch innerhalb der Fehlertoleranz des Modells liegen. Sortiert sind die Teams nach ihrer aktuellen Stärke (dritte Spalte). Die Zahlen in den Klammern geben die Platzierung in der Vorwoche an.

 

NBA Power Rankings (22.11.2009)
Rang Team Power Siegprognose
1. (1.) Atlanta Hawks 110.5 61
2. (2.) Los Angeles Lakers 109.8 49
3. (4.) Phoenix Suns 107.7 59
4. (3.) Denver Nuggets 107.5 57
5. (14.) Dallas Mavericks 106.8 58
6. (5.) Boston Celtics 105.0 59
7. (11.) Houston Rockets 104.8 46
8. (12.) Orlando Magic 103.8 52
9. (8.) Cleveland Cavaliers 102.8 53
10. (7.) Portland Trail Blazers 102.7 52
11. (13.) Toronto Raptors 102.2 46
12. (21.) New Orleans Hornets 102.0 40
13. (20.) Utah Jazz 102.0 44
14. (9.) Oklahoma City Thunder 101.9 42
15. (6.) Miami Heat 101.3 41
16. (16.) San Antonio Spurs 100.8 45
17. (10.) Chicago Bulls 100.8 30
18. (17.) Sacramento Kings 99.3 38
19. (19.) Milwaukee Bucks 99.2 44
20. (18.) Detroit Pistons 98.0 34
21. (15.) Indiana Pacers 97.2 36
22. (25.) Golden State Warriors 95.8 40
23. (26.) Los Angeles Clippers 95.7 32
24. (22.) Philadelphia 76ers 95.2 37
25. (27.) Memphis Grizzlies 94.1 33
26. (23.) Washington Wizards 93.9 26
27. (24.) Charlotte Bobcats 92.8 22
28. (28.) New York Knicks 91.7 26
29. (29.) Minnesota Timberwolves 86.8 8
30. (30.) New Jersey Nets 84.3 8

 

Wie in der Vorwoche belegen die Atlanta Hawks die Spitzenposition. Momentan haben die Hawks auch die beste Bilanz der Liga inne, wobei nur fünf Teams einen schwereren Spielplan vorweisen können. Die Los Angeles Lakers sind eines dieser fünf Teams (zweitschwerstes Programm bisher) und sind deshalb trotz durchwachsenen Vorstellungen wiederum auf Position zwei zu finden. Die Rückkehr von Pau Gasol dürfte sich positiv in den kommenden Wochen auswirken. Überraschend, auch wenn es weniger mit diesem Ranking zu tun hat, ist der doch erhebliche positive Einfluss Ron Artests, der den bisher besten +/- Wert bei den Lakers aufweist. Die Dallas Mavericks machen zusammen mit den New Orleans Hornets den größten Sprung nach vorn. Durch die Siege gegen Milwaukee, San Antonio und Sacramento verbessern sie ihre Bilanz auf 10-3 (zweitbeste der Liga). Entgegen aller Vorhersagen gewinnen die Hornets plötzlich ihre Spiele, auch wenn sie auf ihren besten und eigentlich wichtigsten Spieler Chris Paul verletzungsbedingt verzichten müssen. Drei Siege gegen die Clippers, die Suns und gegen die aktuell ganz oben stehenden Hawks ließen die Hornets von Position 21 auf 12 aufsteigen. Da wirkt ein Trainerwechsel wohl Wunder. Zwar ist die Bilanz mit 6-8 nicht sonderlich gut, allerdings hatten die Hornissen auch den bisher schwersten Spielplan aller Teams.

Den entgegengesetzten Weg nahmen die Miami Heat. Nachdem sie in der Vorwoche noch auf der sechs rangierten, ging es für sie nach drei Niederlagen gegen die Oklahoma City Thunder, die Atlanta Hawks und die Toronto Raptors um neun Positionen nach unten. Ähnlich tief fielen die Chicago Bulls, die momentan auf ihrem alljährlichen Zirkus-Trip sind. Einmal im Jahr gehen die Bulls auf einen zweiwöchigen Auswärtstrip, da während dieser Zeit der Bailey Circus im United Center gastiert (dasselbe gilt für das Eishockey-Team Chicago Blackhawks, nebenbei bemerkt). Seitdem Michael Jordan nicht mehr für die Bulls die Sneaker schnürt, haben die Bulls eine 6-54 Bilanz während dieses "Road-Trips". Ich würde mein Geld also nicht unbedingt auf einen Sieg für die Bulls in der nächsten Woche setzen.

Ganz unten gab es keine Veränderung. Die New York Knicks, auch wenn sie sich durch zwei Auswärtssiege näher an die anderen Teams heran schoben, die Minnesota Timberwolves und die New Jersey Nets sind immer noch die letzten drei. Die Nets nehmen dabei sogar den bisherigen Negativ-Startrekord der Los Angeles Clippers aus dem Jahr 1999, die Lockout-Saison begann erst im Februar 1999, und der Miami Heat aus dem Jahr 1988-89, dem ersten Jahr der Heat-Franchise, mit 17 Niederlagen in Folge in Visier. Aktuell sind sie bei 13 angekommen.

Siegprognose?

Kommen wir also nun zum zweiten Teil, in dem es speziell um die Siegprognose und deren Nutzen geht. Vorweg sei noch mal betont, dass die Siegprognose nicht auf dem aktuellen Power Ranking basiert, sondern dass dieser eine eigenständige Rechnung zugrunde liegt, die keine Rücksicht auf eine sich eventuell verändernde Schwere des Spielplans nimmt. Auch sind Verletzungen oder womögliche Trades darin nicht enthalten. Die Grundlage dafür sind die bisher absolvierten Spiele und die darin gezeigten Leistungen der Spieler. Die ist natürlich Schwankungen unterworfen, kein Spieler bringt tatsächlich konstant immer dieselbe Leistung in jedem Spiel. Umso geringer die Datenbasis ist, desto größer wirken sich solche Schwankungen auch letztendlich auf das Resultat aus. Dieses wird durch die Angabe des Fehlerintervalls (also momentan +/- 7) teilweise abgefangen, dennoch ist das auf keinen Fall hundertprozentig exakt. Die Zahlen sind also dementsprechend zu interpretieren. Als Beispiel können wir die Los Angeles Lakers nehmen. Sollten die Lakers für den Rest der Saison genauso spielen, wie sie es bisher taten, und der Spielplan ebenso schwer bleiben, dann gewinnen sie am Ende der Saison sehr wahrscheinlich "nur" 49 +/- 7 Spiele. Das Modell behält also auch dann Recht, wenn es dann letztendlich 56 Siege werden, oder gar nur 42. Daran lässt sich gut ablesen, wie schwach die eigentliche Datenbasis aktuell ist.

Warum präsentiere ich die Zahlen dann dennoch? Weil sich daran zwei Dinge gut aufzeigen lassen. Zum einen muss die aktuelle Bilanz eines Teams nicht viel über zukünftigen Erfolg oder momentaner Stärke aussagen, zum anderen kann daran abgelesen werden, welche Teams auf einem guten Weg sind, und welche Teams auf jeden Fall noch zulegen müssen. Wirklich spannend ist auch, dass momentan von den 16 besten Teams im Power Ranking zehn aus dem Westen kommen. Eine schlechtere Siegbilanz im Westen kann also primär eine Folge des schwereren Spielplans sein. Solcherlei Dinge können sich (oder werden sich wahrscheinlich) im Laufe der Saison angleichen, und die Prognose wird immer genauer werden.

In der Diskussion unter der Woche wurde nachgefragt, ob ich nicht mal aufzeigen kann, wie gut die Prognose im Verhältnis zur Realität in der Vorsaison war. Nach langer Suche in meinem Archiv konnte ich leider nur eine Tabelle mit einer Prognose aus der Saison 2007/08 finden, allerdings auch da schon vom 22.12.2007, also einem Monat weiter, als wir momentan sind. Eine Anfrage, ob die Rohdaten für die ersten paar Wochen bis Ende November des letzten Jahres bei einer anderen Webseite noch vorhanden wären, blieb leider bisher unbeantwortet. Daher nehme ich den Vergleich jetzt an den mir zur Verfügung stehenden Daten vor, auch wenn die Saison 2007/08 durch einige Besonderheiten gekennzeichnet war, auf die ich später noch eingehen werde.

Prognose vs. Realität
Team Prognose Min Max Real Abw. Intervall
Atlanta Hawks 40 35 44 37 3 ja
Boston Celtics 71 66 77 66 5 ja
Charlotte Bobcats 28 22 32 32 4 ja
Chicago Bulls 24 20 28 33 9 nein
Cleveland Cavaliers 32 27 36 45 13 nein
Dallas Mavericks 55 51 60 51 4 ja
Denver Nuggets 48 43 53 50 2 ja
Detroit Pistons 59 55 64 59 0 ja
Golden State Warriors 44 39 48 48 4 ja
Houston Rockets 39 35 43 55 16 nein
Indiana Pacers 39 35 43 36 3 ja
Los Angeles Clippers 27 23 32 23 4 ja
Los Angeles Lakers 54 49 59 57 3 ja
Memphis Grizzlies 35 31 40 22 13 nein
Miami Heat 30 26 35 15 15 nein
Milwaukee Bucks 32 28 37 26 6 nein
Minnesota Timberwolves 17 13 21 22 5 nein
New Jersey Nets 28 24 32 34 6 nein
New Orleans Hornets 49 44 54 56 7 nein
New York Knicks 25 20 29 23 2 ja
Orlando Magic 52 47 56 52 0 ja
Philadelphia 76ers 35 31 39 40 5 nein
Phoenix Suns 62 57 67 55 7 nein
Portland Trail Blazers 43 38 47 41 2 ja
Sacramento Kings 36 31 40 38 2 ja
San Antonio Spurs 60 55 65 56 4 ja
Seattle Supersonics 26 22 30 20 6 nein
Toronto Raptors 47 43 52 41 6 nein
Utah Jazz 46 41 50 54 8 nein
Washington Wizards 44 40 50 43 1 ja

 

Auf den ersten Blick sieht das nicht sonderlich gut aus. Nur 16 Teams hatten am Ende der Saison eine Siegbilanz, die innerhalb des prognostizierten Intervalls lag. Die durchschnittliche Abweichung liegt allerdings bei "guten" 5.5, also knapp außerhalb der zu dem Zeitpunkt errechneten Fehlertoleranz. Das Ergebnis ist also knapper, als es den Anschein macht.

Wie vorher schon angekündigt, sind die Geschehnisse während der Saison 2007/08 nicht unbedingt typisch. Auffällig sind vor allen Dingen die großen Abweichungen bei den Cleveland Cavaliers, Houston Rockets, Chicago Bulls, Miami Heat und Memphis Grizzlies. Grizzlies? Da war doch was? Richtig, am 01.02.2008 wurde Pau Gasol zu den Los Angeles Lakers getradet. Die Folge davon waren Trades der Phoenix Suns (Shawn Marion zu den Heat für Shaquille O'Neal) und den Dallas Mavericks (Jason Kidd für Devin Harris mit den New Jersey Nets). Dadurch veränderten sich schlagartig die Kräfteverhältnisse im Westen. Die vorher noch zu den Top-Teams zählenden Dallas Mavericks (35-18 Bilanz vor dem Kidd-Trade) und Phoenix Suns (34-14 vor dem Shaq-Trade) schwächten sich selbst, was gut daran abzulesen ist, dass die Mavericks die prognostizierten Siege um vier und die Suns gar um sieben verfehlten. Den Grizzlies und den Heat ging es am Ende wahrscheinlich eher darum, die bestmögliche Chance auf den höchsten Draftpick zu haben, wobei die Heat noch auf Dwyane Wade aufgrund einer Verletzung verzichten mussten. Beide Teams verfehlten die Prognose deutlich. Diese Entwicklung war nun im Dezember kaum vorherzusehen. Dass ab und an Trades vorkommen, ist durchaus normal, aber dass diese die Stärke von Teams so stark und in dieser Anzahl verändern, ist dann doch eher selten. Profitiert haben davon auch die Gegner, die plötzlich gegen "leichtere" Mannschaften antreten durften.

Das umgekehrte Phänomen war bei den Utah Jazz zu beobachten. Diese hatten irgendwann festgestellt, dass ihnen ein konstanter Shooter fehlte, sodass sie Ende Dezember aktiv wurden und Kyle Korver von den Philadelphia 76ers loseisten. Anschließend gewannen sie 38 ihrer letzten 50 Spiele. Allerdings gab es die größte "positive" Abweichung für die Houston Rockets, die zwischendurch eine 22 Spiele anhaltende Siegesserie hinlegten. Bei den Rockets war es sicherlich der Spielplan, der einen großen Einfluss hatte. Zudem hatten sie das Glück, während dieser Siegesserie gegen einige Teams antreten zu dürfen, die auf wichtige Spieler verzichten mussten. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Prognose durch eine bessere Abschätzung für die kommende Schwere des Spielplans verbessert werden sollte. Das lässt sich aber leichter sagen, als es dann schlussendlich getan werden kann, denn solche Zahlen sind nicht einfach verfügbar. Ein weiteres Beispiel dafür sind die Chicago Bulls, die auch deutlich mehr Spiele gewannen, auch wenn da sicherlich das "Tanken" einiger Teams eine Rolle spielte.

Bleiben noch die Cleveland Cavaliers, die zwar auch im Februar noch mal das Team umbauten, allerdings hatte bei ihnen der schwere Spielplan (14 der ersten 23 Spiele waren Auswärtsspiele) und der Ausfall Lebron James' zwischen Ende November und Mitte Dezember einen größeren Einfluss. Solche Verletzungen von Starspielern können natürlich nicht durch Zahlen aufgefangen werden, oder können mitunter, wie die letzten Woche der New Orleans Hornets zeigte, sich nicht mal negativ auf die Resultate auswirken.

Schlussendlich bleibt mir nur noch mal darauf zu verweisen, dass der Siegprognose bestimmte Annahmen zu Grunde liegen. Werden diese Annahmen durch Trades, Verletzungen, Verbesserung der Chancen in der Draft-Lottery ad absurdum geführt, wird auch die Realität stark von der Prognose abweichen. Zudem gilt, dass mit zunehmender Anzahl von Spielen die Prognosen besser werden. Die so genannte Stichprobengröße ist dabei mitentscheidend. Bei wenigen Spielen wirken sich Ausreißer nach oben oder unten selbstverständlich stärker aus, als bei einer größeren Anzahl von Spielen. Auf keinen Fall sind diese Zahlen in Stein gemeißelt.

Ich werde die Prognose auch weiterhin anbieten. Am Ende der Saison sind dann ein Vergleich und auch eine genauere Analyse der Entwicklung möglich. Kritik ist natürlich erwünscht, allerdings hoffe ich auf eine sachlichere Art und Weise als das anfänglich nach der letzten Ausgabe der Fall war.



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Kommentare

(18 Kommentare bisher)

von Carter87 23.11.09 um 19:56:08


Das ist der größte Schmand den ich je gelesen habe!!!
Houston ist im Power Ranking besser als Orlando und Cleveland?!!Der LUI der das verfasst hat hat ja ma keine Ahnung von nichts!Schmeißt ihn raus oder lasst ihn nie wieder so einen Artikel Schreiben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



von CaptainBBN 23.11.09 um 20:05:32


Schmeisst Carter87 raus, er hats nicht kapiert.



von tamarindenpulpe 23.11.09 um 22:57:14


der hat sich doch sowieso nur die tabelle angeguckt ohne die anderen infos und meint dann rumheulen zu müssen...



von Sebastian Otto 23.11.09 um 23:37:55


Das war mal ein interessanter Beitrag! Jetzt wuerde mich nur noch interessieren, wie der Loewendompteur im Bailey Circus heisst, damit ich auch das wieder so schnell vergessen kann, wie alle anderen Pseudoinformatinen. Trotzdem ein grosses Lob dem Autoren: Im vorletzten Absatz bemerkt er selbst, dass seine Prognose nur ein auf Sand gebautes Kartenhaus ist (das er ungluecklicherweise
nicht verklebt und vertackert hat), welches beim ersten Windhauch von so unerwarteten Ereignissen wie Trades oder Verletzungen in sich zusammenfaellt. Damit stoesst der Schreiber dieser ueberfluessigen (Exkurs: Wenn es denn wenigstens fluessig geschrieben waere, ... und dann diese
Neuschoepfung "durchwachsend", liest das vielleicht mal jemand gegen?) Zeilen seinem eigenen Text das Messer in den Ruecken und schon ist dieses ohnehin wenig lebensfaehige Elaborat gekillt. Nicht wirklich schade drum, aber soviel sei noch gesagt, dass eine Vorhersage eine Vorhersage ist, die man nicht jeden neuen Tag umstricken muss, auf dass sie stimmen moege.
Kleiner Tipp: Mit der naechsten Prognose wurde ich bis Anfang April warten! Ich lach dann im Mai.



von Sebastian Otto 24.11.09 um 00:37:06


Es sollte "Pseudoinformationen" heissen! Sorry, gegenlesen, besser ist das!



von Treffnix 24.11.09 um 09:54:18


Also, um unseren Autor einmal zu verteidigen (ich fasse jetzt mal Sebastian Ottos Beispiel auf):

Eine Prognose ist immer ein Kartenhaus, nur mit dem Unterschied, dass seine Prognose nicht auf Sand sondern auf Stein gebaut ist. Der Sand wäre eine veränderbare Datenbasis, da die Datenbasis aber vergangenheitsbezogen ist (zumindest das Powerranking), ist dieser Teil nicht mehr veränderbar. Das Fundament dieser Statistik ist also aus Stein(fest). Das mit dem Wind hast Du richtig gesehen, kommt ein starker Windhauch (Trade, Verletzung Schlüsselspieler, etc.) kann das Kartenhaus ins wanken geraten.

Eine exakte Prognose, wie am Ende die Tabelle aussehen wird, wird weder ESPN, noch die NBA, noch jemand von Crossover geben können(wir arbeiten eben nicht mit der chinesischen Sportwettenmafia zusammen).

Du kannst mit so einer Statistik lediglich prognostizieren, welche Teams unter den GEGEBENEN UMSTÄNDEN wohl am Ende der Saison vorne mitspielen würden (wenn sich nichts ändert). Ob da jetzt Houston gerade vor Orlando ist, spielt so gesehen nicht wirklich ne Rolle, weil ja immer auch gewisser Spielraum da ist.

Nehme ich z.B. das aktuelle ESPN Powerranking, sind die Bucks vor den Spurs, Heat, Houston, Jazz....in meinen Augen auch ziemlich unrealistisch.

@Carter87: anstatt zu meckern, könntest Du uns ja auch ein fundiertes Powerranking hier posten. Vielleicht findet das ja mehr Anklang.



von MagicFrank 24.11.09 um 22:13:51


Sorry, aber das Powerranking ist meiner Meinung nach Rubbish! Lieber ein völlig subjektives Ranking und der Autor lässt sein Bauchgefühl sprechen, als eine Prognose mit einer Fehlertoleranz von /- 7. Geht man von der besten und schlechtesten Siegbilanz aus (9/72) erhält man einen Spannweite von 63 und da in einem Korridor von 14 (-7 zu 7)zu liegen ist nun wirklich dürftig. Mathestudium ist ja schön, aber man muss die richtigen Zahlen auswerten.



von Cabalios 24.11.09 um 23:49:10


danke mystic für die weitreichenden erläuterungen :=)



von mystic 25.11.09 um 00:02:35


Nur kurz: Power Ranking != Siegprognose. Power Ranking soll die momentane Stärke eines Teams widerspiegeln (unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie beispielsweise Schwere des Spielplans), die Siegprognose basiert auf einer Regressionsanalyse, bei der die abhängige Variable die Siegquote ist und die unabhängige ein eigens kreiertes Spielerrating. Datenreihen sind schön normalverteilt, F- und t-Test wurden bestanden und das Ganze hat ein 90% Konfidenzintervall. Real ist die Abweichung für die letzten 25 Jahre /- 3.8, also deutlich kleiner als die /- 7. Besser ist nur die pythagorean expectation mit /- 2.8. Damit sollte dann auch die Vermutung, dass das hier nur auf Sand gebaut wäre, ad acta gelegt sein. Auch sollte klar sein, dass bei einer geänderten Datenlage sich auch die Prognose ändert. So etwas mag für den einen oder anderen frustrierend sein, aber unsere Welt ist nun mal nicht statisch. Dennoch können solche Prognosen interessante Hinweise geben.

Zur nächsten Woche werde ich die Tabelle so umgestalten, dass erkennbar ist, welche Faktoren eingehen. Damit dürften sich dann auch die Aufreger etwas minimieren, die natürlich nicht wissen können, dass die Rockets einen verdammt schweren Spielplan bisher hatten, wohingegen das Programm der Magic deutlich leichter war.

Btw: Tippfehler können passieren, und gerade bei Blogs sollte das bei der Bewertung auch berücksichtigt werden. Zumindest ist das meine Meinung, aber vielleicht sehe ich das auch alles etwas relaxter als so manch anderer Zeitgenosse.



von sonic00 25.11.09 um 08:59:44


8.Platz für das beste Team der NBA nach den Standings? Also ich habe ja kein Problem damit, wenn man 11-3 Team vielleicht an 4 oder 5 einstuft, weil es einen leichten Schedule hatte, jedoch die Magic an 8?
Komischerweise hatten sie auch Ausfälle zu verkraften.
Jameer Nelson verletzt seit 3 Spielen. Anderson war einige SPiele mit Grippe raus.Carter 4 SPiele verletzt verpasst. Rashard Lewis die ersten 10 Spiele sogar gesperrt!
Zudem hatten sie einen durchaus anspruchsvollen Schedule in meinen Augen.
Phoenix, Raptors 2x, Cavs und Celtics sowie 2x Thunder. Immerhin alles Playoffteams nach jetzigem Stand und einige laut Ranking eine ganze Ecke vor den Magic.
Nichts für ungut, aber dieses Ranking ist nen echter Schmarrn.
Da könnt ihr Eure Schreiber gern verteidigen (ist denke cih legitim), aber dieser Zahlensalat ist nicht nachzuvollziehen.
Die Welt lässt sich eben nicht immer über Statistiken erklären, selbst die NBA nicht.

Grüsse



von Cabalios 25.11.09 um 10:44:48


So langsam hab ich das Gefühl dass einige User es hier einfach vom Ansatz her gar nicht verstehen WOLLEN.
Ich find das ne interessante Sache und wüsste nicht warum ich mich jetzt hier aufregen sollte, weil das und das team jetzt weiter vorne steht. Ich kenne die GENAUE Datenlage ja gar nicht auf der das hier aufbaut. Also ihr kleinen Fanboys, machts ma wieder ne Nummer kleiner.



von mystic 25.11.09 um 13:37:26


Die Magic spielten neunmal gegen Teams (davon gar zweimal gegen die New Jersey Nets, auch die Raptors sind bei 7-8), die eine negative Siegbilanz hatten, insgesamt sind die Gegner der Magic momentan bei 0.461% Siegquote. Damit landet Orlando auf Platz 25, was die Schwere des Spielplans angeht. Genau zwei ihrer Gegner stehen im Power Ranking vor ihnen, die Suns und die Celtics, alle anderen sind hinter den Magic platziert.

Wie geschrieben, in der nächsten Ausgabe gibt ist solche Infos dazu, das macht es dann mitunter leichter zu erkennen, warum welches Team denn wo platziert ist.



von sonic00 25.11.09 um 14:33:24


@Mystic


Gehen in deine Powerrankings auch Verletzungsprobleme der Teams mit ein? Ich habe echt kein Problem mit solchen Rankings, wenn ich sie nachvollziehen kann.
Die Nets sind zwar derzeit der absolute Kaffeesatz der NBA, jedoch traue ich den auch eine durchaus bessere Bilanz zu, wenn in Bestbesetzung. Yi, Lee und Harris verletzt. Immerhin waren/sind das drei Starter eines der schlechteren NBA-Teams.
Ich warte mal die nächsten Info's zum Powerranking ab. Bin jetzt wirklich mal gespannt drauf.
Vielleicht kann ich ja doch etwas mit anfangen?;)


@Cabalios

Wo ist denn dein Problem? Kritik ist hier ausdrücklich erwünscht, zumindest würde sonst hier nicht Möglichkeit bestehen etwas zu den Artikeln zu posten.
Ich weiss auch nicht wer dir ans Bein gepisst hast, dass du hier gleich beleidigend werden musst?
Ich glaube auch nicht, dass die meisten hier kleine Fanboys sind.



von mystic 25.11.09 um 14:54:44


Verletzungsprobleme gehen nicht ein. Da es sich um eine Momentaufnahme handelt, ist das auch nicht notwendig.

Es können zudem bei fast jedem Team solche Verletzungssorgen gefunden werden. Die Timberwolves müssen auf Kevin Love verzichten, Wizards spielten ohne Antawn Jamison, die Warriors traten gar letzte Nacht nur mit 6 Spielern gegen die Mavericks an, die selbst auf drei Starter in Howard, Dampier und Marion verzichten mussten, usw.

Und ja, Kritik ist ausdrücklich erwünscht, allerdings macht der Ton zumeist die Musik. ;)



von Schuechterling 25.11.09 um 16:20:55


Erstmal glaub ich das viele nicht wissen was eine Prognose ist. Eine Prognose ist kein Fakt!! Es sind mehr oder weniger "Schätzungen" und ich muss sagen, das ich sie recht genau finde.

Bei Powerrankings ist es genauso, sie sind mehr oder weniger ein Indikator. Es heißt nicht das der 2. gegen deen 1. verlieren wird oder das man sie absolut nachvolziehen muss. Würde auch n paar Teams anders postieren. Würde ich aber auch bei dem NBA Powerranking.

Wäre vielleicht cool wenn du wie die NBA nen kleinen Satz pro Team als Begründung schreiben könntest.
Gerade Housten kann ich nicht verstehen. Housten spielt klasse, gewinnt auch erschreckent viel, gegen starke Gegner. Aber absolut unkonstant, wer scored, verteidigt... für mich haben die noch kein System gefunden.



von MagicFrank 25.11.09 um 21:45:50


@ Mystic
Wie gesagt, schön dass Du Mathe studierst, aber leider langweilg zu lesen und nicht nachvollziehbar, da wir ja nicht mal nachrechnen können. Und irgendetwas von "Datenreihen sind schön normalverteilt, F- und t-Test wurden bestanden und das Ganze hat ein 90% Konfidenzintervall. Real ist die Abweichung für die letzten 25 Jahre /- 3.8, also deutlich kleiner als die /- 7. Besser ist nur die pythagorean expectation mit /- 2.8." zu erzählen ist daneben. Sorry für emine harten Worte, aber ich komme auch nicht daher und behaupte mit einem Diplom in BWL und Master in VWL ich mache erkläre Euch zu wem LBJ wechselt mit Hilfe einer Conjoint-Analyse zu eruieren oder mit der Nachfragefunktion im Oligopol zu bestimmen.
Ein Power-Ranking ist für viele Leute eine spannende Lektüre, da sollte eine mathematische Alternative zu einem herkömmlichen Power-Ranking angeboten werden, aber nicht stattdessen. Also bitte ein vernünftiges Ranking von der Redaktion aus dem Bauch or whatever raus!



von the k-man 27.11.09 um 01:17:11


Power Rankings lese ich immer wieder gern, auch wenn mir dieses hier etwas zu technokratisch daher kommt. Zuviel Statistik. Ich persönlich find es witzig und originell spannender, aber das ist wie alles natürlich nur Ansichtssache.

Mein eigenes Power Ranking gibts übrigens ab 30.11. auf [my-basketball-playground.blogage.de] zu lesen. Schaut doch mal vorbei. :-)



von Cabalios 02.12.09 um 16:33:58


@k-man: Cool, wieder n neuer NBA Blog auf deutsch... mal vorbeischauen :-)



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