Baron Davis
Das Hick-Hack um Baron Davis
Baron Davis ist sauer auf die momentane Situation in New Orleans. Keine spektakulären Neuverpflichtungen, und teaminterne Probleme lassen sogar das Wort "Trade" in diesem Zusammenhang fallen.
Von Christian Burmeister |
05.09.2004 | |
Schon seit Jahren sind die New Orleans Hornets nie sonderlich aktiv während einer Offseason - jetzt könnten sie eventuell die Quittung dafür erhalten. All-Star-Guard Baron Davis ist nämlich mit der momentanen Situation in New Orleans mehr als unzufrieden und erwägt sogar, das Team zu verlassen. Crossover bringt Euch das ganze Hick-Hack um seine Person und die Hornets näher.
Es könnte alles so schön sein in New Orleans. Die Hornets haben einen neuen General Manager, einen neuen Coach, und trotzdem hängt der Haussegen schief. Schuld an allem ist Todd Ramasar, seinerseits Manager von Hornets-Guard Baron Davis. Nachdem die Hornets nun in die Western Conference umgezogen sind, sieht Ramasar das Team nicht mehr als potentiellen Kandidaten für die Playoffs, schon gar nicht mit dem momentanen Roster, und hat deshalb seinem Schützling verschiedene Optionen aufgezählt, unter anderem auch die Möglichkeit, dass er die Hornets um einen Trade bitten würde.
Diese Nachricht schlug natürlich ein wie eine Bombe in New Orleans, denn es geht ja immerhin um ihren Franchise-Player. Am Donnerstag ließ Ramasar jedoch verlauten, dass Davis noch keine Forderung gestellt hätte.
?Es fällt mir nicht leicht, mich zu dieser Sache zu äußern?, sagte Davis ?aber ich vertraue in dieser Sache meinem Agent voll und ganz. Ich fühle mich wohl in New Orleans, ich bin nur darauf erpicht, in der NBA gut zu spielen und rechtzeitig für die neue Saison fit zu werden!?
?Baron fordert keinen Trade; das einzige, was er möchte, ist mehr Verantwortung und vor allem ein Partner, der ihn in der kommenden Spielzeit besonders in der Offensive unterstützen kann?, sagte Ramasar dem Times-Picayune.
Allan Bristow, General Manager der Hornets, und Ramasar trafen sich in der letzten Woche zu Gesprächen. Bristow verkündete am Ende, dass Ramasar sehr unzufrieden gewesen sei im Hinblick auf die Entscheidungen, die die Hornets in der bisherigen Offseason getroffen hatten. Auch eine vernünftige Aussprache zwischen Davis und dem Rest des Teams fand bisher nicht statt.
Während der momentanen Offseason verpflichteten die Hornets lediglich Rodney Rogers von den New Jersey Nets und Chris Andersen von den Denver Nuggets, jedoch versäumten sie es, Morris Peterson und Stephen Jackson unter Vertrag zu nehmen. Peterson unterschrieb zwar ein Offer Sheet über 15 Millionen Dollar, doch die Toronto Raptors übertrumpften das Angebot der Hornets. Auch bei Stephen Jackson hatten die Hornets kein Glück. Sie boten ihm einen Vertrag über sechs Jahre und 36 Millionen Dollar an, doch Jackson unterschrieb wieder in Atlanta und wurde letztendlich zu den Pacers getradet.
In einer Woche beginnen die Trainingscamps für die neue Saison und die Hornets haben es immer noch nicht geschafft, eine spektakuläre Neuverpflichtung zu präsentieren, ergo, Baron Davis hat nach wie vor keine Entlastung, zumal wohl Jamal Mashburn wieder die ganze Saison aussetzen wird.
Am letzten Freitag hieß es dann aus offiziellen Kreisen, dass die Hornets Baron Davis auf keinen Fall traden werden. Ginge es nach dem Management der Hornets, könnte die momentane Situation eigentlich gar nicht besser sein. ?Wir haben dieses Team um Baron gebaut und sind sehr zufrieden mit unseren neuen Spielern und natürlich dem neuen Trainer?, sagte Hornets-General-Manager Allan Bristow. ?Deshalb sind wir von Baron jetzt natürlich enttäuscht, weil er die Dinge anders sieht!?
Davis hingegen äußerte sich wie folgt: ?Momentan kann ich die Situation nicht kontrollieren, es liegt alles in den Händen meines Managers. Ich glaube nicht, dass wir mit diesem Team die Playoffs erreichen können. Ich habe auch noch nicht mit den Offiziellen gesprochen, deshalb ist es schwer, jetzt schon eine Entscheidung zu treffen. Ich kann nur immer wieder betonen, dass es nichts mit den Fans und der Stadt New Orleans zu tun hat.?
Eine weitere Enttäuschung erfuhr Davis, als die Hornets die Verträge von Stacey Augmon und Courtney Alexander nicht verlängerten. Augmon unterschrieb wenig später in Orlando, während Alexander immer noch auf ein Angebot nach seiner überstandenen Achillessehnenverletzung wartet. ?Sie haben zwei Spieler ziehen lassen, die mir sehr nahe standen?, so Davis. ?Das ist auch der Grund, warum ich Courtneys ?32? auf meinem Handgelenksschoner trage!?
Wenn die Hornets Baron Davis die kommende Saison noch schmackhaft machen wollen, sollten sie einiges an Klärungsarbeit leisten, ansonsten schneiden sie sich damit ins eigene Fleisch. Ohne Baron Davis sind die Hornets nämlich nur halb so viel wert.



von Crossover 30.05.2012 um 10:43:39
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