Back in Time

Legenden unter sich

Vor einem Jahr gab Crossover die 50 besten Franchise Player aller Zeiten bekannt. Eine Saison später ist die Rangfolge etwas verändert. Der Grund: Vier aktive NBA-Stars haben mit ihren Teams für Aufsehen gesorgt. Neu dabei ist Paul Pierce, Kobe Bryant macht Plätze gut.

Von Thomas Käckenmeister
 21.09.2008 |

Die Saison 2007/08 war eine der besten Spielzeiten der jüngeren Vergangenheit: Eine starke Western Conference, wiedererwachte Boston Celtics und die Vergabe der MVP-Trophäe an den herausragenden Spieler der Liga: Kobe Bryant.


Kobe Bryant (Los Angeles Lakers)

PV: 27,4 TV: 15,6 AV: 6,0 MV: 11,8 PFV: 60,8

PER: 23,6
Teambilanz: 613?339 (64,4%), NBA Champion: 2000-02, Finals: 2004, 2008
Awards: All NBA 1st: 6-mal, 2nd: 2-mal
Spielzeit: 12 Jahre, 866 Spiele, 31.572 Minuten
von 1996 bis heute


Im zwölften Jahr seiner Profikarriere gelang Bryant die fünfte Finalteilnahme und die Würdigung seiner individuellen Klasse, die in der Auszeichnung als wertvollster Profi des Jahres seine Anerkennung fand. Hinzu kamen Nominierungen für die Startaufstellung des NBA All-Defense First-Teams und des All-NBA First-Teams. In der Spielzeit 2007/08 lief Bryant in allen 82 Spielen der regulären Saison auf ? trotz kleinerer Wehwehchen wie z.B. eines Bänderrisses in einem Finger seiner Wurfhand. Als zweitbester Punktesammler der Liga (28,3 PpG) gelang KB24 zudem an der Seite des spanischen Weltmeister Pau Gasol die erste Final-Teilnahme seiner Laufbahn ohne Shaquille O?Neal. Dort unterlag er jedoch den Boston Celtics um deren drei Superstars Kevin Garnett, Ray Allen und Paul Pierce. Nichtsdestotrotz katapultierte Kobe Bryant sich mit seinen Leistungen in der Saison 2007/08 in der Liste der besten Franchise Player aller Zeiten vom 19. auf den zwölften Rang.


Paul Pierce (Boston Celtics)

PV: 24,8 TV: 6,7 AV: 0,7 MV: 10,5 PFV: 42,7

PER: 21,4
Teambilanz: 387-401 (49,1%), NBA Champion: 2008
Awards: -
Spielzeit: 10 Jahre, 732 Spiele, 27.490 Minuten
von 1998 bis heute



Den Sprung in die Top50 hat (endlich auch) das Inventar der Boston Celtics, Paul Pierce, geschafft. Im Schatten der NBA-Superstars des letzten Jahrzehnts hat Pierce alles durchlebt, was einem Spieler in der besten Basketballliga der Welt bei einem Team überhaupt passieren kann.

Der gebürtige Kalifornier war bereits ein Star im Team der Inglewood High School, obwohl er es in den ersten beiden Jahren nicht in die Mannschaft schaffte. 1995 wurden seine Leistungen mit der Teilnahme am McDonald's All-American Game gewürdigt. Ein Jahr später wechselte der Swingman an die University of Kansas. Neben einem Abschluss in Kriminalwissenschaften erzielte Pierce in drei Spielzeiten durchschnittlich 16,4 Punkte und 6,3 Rebounds. 1997 und 1998 wurden P² MVP-Ehren im Big-12-Conference-Turnier zuteil.

Nachdem die Boston Celtics den kräftigen 2,01-Meter-Mann im NBA-Draft 1998 an zehnter Stelle gewählt hatten, brauchten sie vier Spielzeiten, um erstmals die Playoffs zu erreichen. An der Seite von Antoine Walker gelang Pierce mit der Truppe aus Massachusetts zweimal der Sprung über die erste Playoff-Runde hinaus (2002 Conference-Finale, 2003 Conference-Halbfinale), ehe der in den Dreipunktewurf verliebte Power Forward das Team verließ. Pierce führte die Celtics daraufhin in den nächsten beiden Jahren in die Postseason, doch unterlag jeweils in der ersten Runde.

Als alleiniges Zugpferd der Traditions-Franchise ging es zurück in den Ligakeller, wo Pierce als Anführer einer nur durchschnittlichen Truppe zwei Spielzeiten lang nur Dienst nach Vorschrift ablieferte. In der Saison 2005/06 spielte Pierce sein statistisch gesehen bestes Jahr, als er 26,8 Punkte pro Partie bei 47,1 Prozent aus dem Feld erreichte. Dass Pierce zu den korbgefährlichsten Small Forwards der Liga zählt, unterstrich er bereits in der Spielzeit 2001/02, als er die NBA bei erzielten Punkten (2.144) anführte und mit 26,1 PpG drittbester Scorer überhaupt war.

Der von Shaquille O?Neal als "The Truth" betitelte Führungsspieler der Kleeblätter ist nach der Saison 2007/08 einer der neun besten Punktesammler unter den aktiven Spielern. Das zehnte Ligajahr bedeutete für Pierce zugleich das erfolgreichste seiner bisherigen Profi-Laufbahn. An der Seite von Ray Allen und Kevin Garnett (in unserem Ranking als Minnesota Timberwolf in diesem Jahr auf dem 30. Platz, letztes Jahr noch auf Rang 29) gewann er 42 Spiele mehr als in der Vorsaison und letztendlich die 17. Meisterschaft der Teamgeschichte der Boston Celtics. Als Finals-MVP zeichnete sich der sechsmalige All-Star besonders in der ersten Finals-Partie aus, als er trotz einer Knieverletzung zurückkehrte und seine Mannschaft mit 22 Punkten zum Auftakterfolg verhalf. In den NBA Finals 2008 erzielte er durchschnittlich 21,8 PpG, 4,5 RpG und 6,3 ApG. Auch wenn er für seine starke Spielzeit im vergangenen Jahr einen Platz im All-NBA Third-Team erhielt, fällt dies nicht in die Wertung für unsere Liste, ganz einfach weil die drittbeste Truppe der Liga erstmals im Jahr 1989 mit einer Nominierung geehrt wurde. Dennoch gelang Pierce ein Riesensprung um 13 Positionen vom 61. auf den 48. Platz. Damit verdrängte er Paul Arizin, den Erfinder des Sprungwurfs, aus den Top-50.


Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks)

PV: 27,7 TV: 8,9 AV: 4,3 MV: 10,4 PFV: 51,3

PER: 23,9
Teambilanz: 517-271 (65,6%), Finals: 2006
Awards: All NBA 1st: 3-mal, 2nd: 3-mal
Spielzeit: 10 Jahre, 758 Spiele, 27.644 Minuten
von 1998 bis heute



Um zwei Plätze verbessern konnte sich Deutschlands Vorzeigebasketballer Dirk Nowitzki (nun auf dem 26. Platz). Zwar gelang ihm mit seinen Dallas Mavericks erneut nicht das Vordringen in die zweite Playoff-Runde, aber sein Können war den Experten in der abgelaufenen Saison immerhin ein Platz im All-NBA Second-Team wert. Damit überholte Nowitzki Forward-Größe Dolph Schayes (Philadelphia 76ers) und ist nun gleichauf mit Celtics-Legende Kevin McHale (ebenfalls ein Gesamtwert von 51,3). In der kommenden Saison wird er dann sogar die Möglichkeit haben, in der Franchise-Player-Wertung an anderen ehemaligen Superstars wie Robert Parish (Boston Celtics), Oscar Robertson (Milwaukee Bucks) oder Julius Erving (Philadelphia 76ers) vorbeizuziehen.


Tim Duncan (San Antonio Spurs)

PV: 29,1 TV: 17,9 AV: 11,3 MV: 11,3 PFV: 69,6

PER: 25,1
Teambilanz: 615-255 (70,7%), NBA-Champion: 1999, 2003, 2005, 2007
Awards: All NBA 1st: 9-mal, 2nd: 2-mal
Spielzeit: 11 Jahre, 824 Spiele, 30.616 Minuten
von 1997 bis heute


Der fünfte Platz bleibt auch weiterhin im Besitz von Tim Duncan. Der Siegesgarant der San Antonio Spurs gehörte auch im Spieljahr 2007/08 zur obersten Riege der Liga. Duncans Name stand erneut in der Aufstellung der besten Verteidigungsmannschaft und des All-NBA Second-Teams ? kein aktiver Spieler hat ein längeres Abonnement auf beide Teams (unabhängig ob First- oder Second-Team) laufen. Sollte Duncan auch im kommenden Jahr an seine konstanten Leistungen anknüpfen können, wird er problemlos Kareem Abdul-Jabbar (L.A. Lakers) überholen und den vierten Platz einnehmen.

 


 

Alle Informationen zur kompletten Crossover Franchise-Player-Wertung gibt es in sechs Teilen, die im Sommer 2007 erschienen sind:

1. Teil: Erklärung der Methode, Plätze 50 bis 41 (Arizin, Cunningham, Dumars, Cowens, Hayes, Gervin, Unseld, K. Johnson, Johnston, Reed)

2. Teil: Plätze 40 bis 31 (Wilkins, Drexler, Barry, Miller, Frazier, Iverson, Payton, Thomas, Barkley, Worthy) 

3. Teil: Plätze 30 bis 21 (Ewing, Garnett, Nowitzki, Schayes, McHale, Parish, Robertson, Erving, Heinsohn, Chamberlain)

4. Teil: Plätze 20 bis 11 (Stockton, Bryant, Baylor, Pettit, Jones, Pippen, Alcindor / Abdul-Jabbar, Robinson, Cousy, West)

5. Teil: Plätze 10 bis 1 (Olajuwon, Havlicek, O?Neal, Malone, Bird, Duncan, Abdul-Jabbar, E. Johnson, Russell, Jordan)

6. Teil: Zusammenfassung

Die komplette Liste aller 103 Franchise-Spieler (nach den Crossover-Kriterien) kann hier eingesehen werden (Stand: Sommer 2008).




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Kommentare

(19 Kommentare bisher)

von boykinz 21.09.08 um 13:44:23


sollte dirk nowitzki nächstes jahr an oscar robertson und an julius erving vorbeiziehen,hat diese liste keine wertung mehr für mich.
Wieso kann ein spieler der nie einen titel gewonnen hat und nicht als führungsspieler bekannt ist,an dem mann vorbeiziehen der über eine ganze saison einen triple-double erzielte und einen titel gewann?



von Sevent 21.09.08 um 14:04:29


Angenommen, Dirk gewinnt diese Saison den Titel, was dann? Außerdem: Ginge es hierbei ausschließlich um Statistiken, könnte man auch das ganze Fehlen von Spielern wie McAdoo beklagen.



von rodman10 21.09.08 um 14:05:29


@boykinz
is klar. Dirk kann ja auch nix. er ist weiss, unspektakulär, kann keine Titel vorweisen, is kein Führungsspieler und ist dummerweise auch noch deutsch!!! Is jetzt ein bisschen überspitzt dargestellt, aber warum haben soviele was gegen den Dirk??? Ich verstehs net.



von Suck My Diktiergerät 21.09.08 um 15:19:31


ohh...und malone ist in der top 10. hat aber nie nen titel gewonnen und spektakulär hat er auch nicht gedunkt!! argh!! raus mit ihm, hat ja nix vorzuweisen der alte mann!!!

-.-
bin zwar nie ein großer fan von nowitzki gewesen, aber er hat so weit vorn schon seine daseinsberechtigung



von Suck My Diktiergerät 21.09.08 um 15:20:26


achja, und der weißeste schwarze in der nba is er ja sowieso ;)
countrymusik und jagen ;)



von PPP 21.09.08 um 15:38:17


was ich schon letztes mal nicht verstanden habe und immer noch nicht versteh ist, dass zwei spieleraus dem selben team und der selben dekade als franchise-player geführt werden. bestes beispiel jordan und pippen. für mich persönlich gibt es in einem gewissen zeitraum nur einen franchiseplayer pro team und bei den bulls war es in den 80/90 eindeutig jordan.



von boykinz 21.09.08 um 17:58:06


ich sagte nicht dass der spektkulärste spieler in die liste gehört sondern``wahre`` franchise player.ihr müsst nicht etwas in meinen Kommentar hineindeuten was da nich steht und darauf dann eure antworten aufbauen.ausserdem ist dirk erst seit den abgängen von nash und finley franchiseplayer!
@rodman10 ich finde es nicht in ordnung ohne begründung oder beweise zu behaupten ich hätte was gegen deutsche.ausserdem behauptest du,ich stelle dirk nowitkis können als basketballer in Frage und das ist nicht richtig.ich stelle Nowitzkis qualität als führungsspieler in frage.



von Magic-Marco8 21.09.08 um 21:15:24


moinsen
gebe meinem homie boykinz mal sofort recht!nowo is zwar ne große nummer,aber nie mit mister 3 mal 10 oder dem herrn dr. auf eine stufe zu stellen...



von mystic 21.09.08 um 22:51:38


@boykinz & Magic-Marco8

Dieses Ranking ist so konzipiert, dass ausschließlich die Leistungen und Erfolge eines Spielers berücksichtigt sind, die er bei einem Team erbrachte respektive feierte.
Oscar Robertson hatte "nur" 10 Jahre seiner Karriere bei den Cincinnati Royals (heute Sacramento Kings) verbracht. In der Zeit verpassten die Royals gar 4-mal die Playoffs. Er gewann keine Titel, obwohl er beispielsweise auch mit den Hall of Famern Jerry Lucas und Jack Twyman zusammenspielte. Die Siegquote über diesen Zeitraum lag bei 52.2%, dagegen gewannen beispielsweise die Mavericks in den letzten 10 Jahren 65.6% ihrer Spiele. Der Unterschied ist gewaltig. Robertson und Nowitzki erhielten beide den MVP-Award, Nowitzki wird nach der nächsten Saison ein Jahr länger bei den Mavericks verbracht haben und führte sein Team im Gegensatz zu Robertson wenigstens einmal ins Finale. Daher ist es gar nicht so unverständlich, wenn Nowitzki dann unter Umständen an Robertson in der Liste vorbeigeht.
Bei Dr. J sieht die Sache schon etwas anders aus, allerdings muss man dabei bedenken, dass er den einzigen Titel als zweite Option hinter Moses Malone gewann. Der Abstand zwischen Nowitzki und Dr. J ist größer, sodass ich aktuell auch bezweifle, dass Nowitzki an ihm vorbeizieht.

Zur Diskussion darum, was ein Franchisespieler ist, zitiere ich mal einen Stück aus dem ersten Teil der Serie:
"Ein Franchise-Spieler ist nicht zwangsläufig auch der beste Spieler des Teams. Er ist aber ein oder gar das Gesicht der Franchise über einen längeren Zeitraum."
Anschließend listen wir die Kriterien auf, die ein Spieler erfüllen muss. Scottie Pippen war nun einer der Spieler, die sich für das Ranking qualifizierten.
Ich denke, hierbei spielt die falsche Vorstellung eine Rolle, dass ein Franchisespieler jemand sei, der das Team als bester Spieler zum Titel führt. Alle anderen Spieler kämen nicht dafür in Frage. Allerdings ist der Begriff "Franchisespieler" eigentlich dem American Football entnommen und ist genau so definiert, wie wir ihn beschrieben hatten. Dazu hier mal der Link zum Wikipedia-Artikel dazu: [en.wikipedia.org]

Die meisten haben also eine falsche Vorstellung davon, was ein Franchisespieler denn überhaupt ist. Wir haben diesbezüglich eine Definition über die Spielzeit und einen Leistungsindex gewählt, die klar und eindeutig ist.

Nowitzki allerdings abzusprechen, Franchisespieler gewesen zu sein, als Steve Nash und Michael Finley noch bei den Mavericks spielten, grenzt schon ein wenig an Ignoranz. Dirk Nowitzki war der erste Spieler der Mavericks, der jemals für ein All-NBA Team nominiert wurde (2000/01), der jemals im All-NBA 2nd Team aufgestellt wurde (2001/02) und jemals im All-NBA 1st Team landete (2004/05). Die ersten beiden Auszeichnungen erhielt er, als er mit Steve Nash und Michael Finley spielte, bei der letzten war nur Steve Nash kein Maverick mehr.
Seit eben 2000/01 ist Nowitzki in jedem Jahr der beste Scorer und Rebounder der Mavericks gewesen. Seit 8 Jahren hat kein Spieler in einer Saison bei den Mavericks mehr Punkte und Rebounds im Schnitt erzielt, als Dirk Nowitzki. Zu behaupten, Nowitzki sei erst sei 3 Jahren Franchisespieler, ist sogar nach dem Leistungsprinzip ein schlechter Scherz.



von Zeiram 22.09.08 um 03:35:59


Obwohl ich diesmal nicht am Ranking rummäkeln will, wie sonst^^ fällt mir doch auf, dass bei fast jedem eurer Rankings irgendjemand (oft auch ich) kritisiert, dass sie Realitätsfern sind bzw. nach realitätsfremden Regeln zusammengesetzt sind. Jedes mal verteidigt ihr eure Rankings in langen und guten Posts, aber die Frage bleibt: Warum passiert das immer?
Konzipiert ihr eure Rankings absichtlich kontrovers um viele Diskussionen anzuregen oder sind eure Regeln vll doch zu theoretisch und wenig praxisorientiert?



von mystic 22.09.08 um 04:08:44


Bei der Anzahl von Lesern ist es immer klar, dass irgendjemand meint, dass der ein oder andere Spieler nicht richtig gelistet sei. Daher verwundert mich das nicht.

Ich sehe es auch nicht als Verteidigung an, sondern als Erklärung. Das ist ein zusätzlicher Service an den Leser, damit er die Dinge, die eigentlich zumeist schon in den Artikeln erklärt sind (aber dort vielleicht nicht klar genug), dann verstehen kann.

Aber ich finde es schon merkwürdig, dass Du jetzt davon ausgehst, dass unsere Rankings realitätsfern wären. Aus meiner Sicht ist es eher so, dass die meisten gar nicht genau hinschauen wollen. Viele Fans sehen doch eher nur die Highlights, sind davon beeindruckt und entscheiden darüber, wo einzelne Spieler einzuordnen sind. Dass ein Basketballspiel aber nicht über die Anzahl der Dunks oder Blocks entschieden wird, sondern simpel danach, welches Team zusammen nun mal die meisten Punkte erzielt, wird dabei dann zu wenig beachtet.
Unsere Rankings sind so konzipiert, dass sie genau letzteres widerspiegeln, das führt dann zwangsläufig zu Kontroversen. Aber es ist nicht der Grundgedanke dabei, mit einem möglichst unsinnigen Ranking absichtlich Diskussionen herbeizuführen. Man wird es aber nun mal nicht jedem Recht machen können.

Ich will aber noch anmerken, dass vernünftige Kritik und Anregungen immer gern gesehen sind.



von rodman10 22.09.08 um 09:52:27


Ich denk das die Rankings in Ordnung sind, da sie ganz einfach auf Zahlen beruhen. Bei diesen Statistiken kommt es auch nicht darauf an, ob man den Ball spektakulär durch die Reuse zimmert oder langweilig mit Brett zu seinen Punkten kommt. Es geht, wie schon gesagt nach Zahlen. Egal wie populär jemand ist, oder auch nicht.
Und zu dem Thema Franchisespieler:
Was wäre ein Stockton ohne Malone? ein Jordan ohne Pippen und später ohne Rodman? Aktuelles Beispiel ist hier KG. Ein herausragender Spieler, leider bis dieses Jahr ohne Teamerfolg. Individuelle Super-Zahlen bringen keinem was, wenn der Teamerfolg nicht da ist.



von Suck My Diktiergerät 22.09.08 um 15:00:55


hmmm...vorschlag. macht doch mal ne subjektive artikelreihe in der jeder crossover-online redakteur seine top 50 aufstellt ;) wär auch interessant, ob's da jemanden gibt der jordan nicht auf die 1 stellen würde.



von Zeiram 22.09.08 um 16:04:26


Hmm naja es geht mir dabei weniger darum, dass ich die "spektakulären" Spieler vorne sehen will und dies als realistischer einstufen würde, als vielmehr um die zu grundeliegenden Definitionen. So gab es ja hier zum Beispiel eine Diskussion über den Begriff "Franchise-Player", in eurer Erklärung habt ihr richtigerweise darauf hingewiesen, dass die Definition des Franchise-Player von der "landläufigen" Auffassung des Begriffs etwas abweicht. In eurem Ranking über die aktuellen Top50 habt ihr eine starke Gewichtung auf Teamerfolg und Effizienz gelegt und damit einige verwirrt die ein "erweitertes Allstar-team" erwartet haben usw.
Ich will damit ausdrücklich nicht eure statistischen Methoden oder die zugrundeliegenden Definitionen an sich kritisieren, sondern frage mich vielmehr verwundert warum (zumindest für mich) eure Rankings so oft auf erklärungsbedürftigen Definitionen beruhen.
Natürlich ist ein Ranking der 50talentiertesten Spieler oder der 50besten Spieler eines Teams in einer Dekade weder statistisch sinnvoll noch (ob der Eindeutigkeit,bzw. Subjektivität) reizvoll.
Aber Rankings bei denen nicht (sofort) klar ist um was es geht haben ebenfalls ihre Nachteile. Ich glaube einfach, dass viele eurer Rankings zu viele statistische Kenngrößen verbinden und dadurch zu komplex werden, sie sind einfach nicht wirklich nachvollziehbar und daher "realitätsfern". Hoffe habe klargemacht, was ich meine.



von mystic 22.09.08 um 21:31:49


@rodman10

Richtig, kein Spieler kann allein gewinnen, und eine Unterscheidung darin, wer dem Team nun als Leader mehr hilft, ist in den genutzten Stats enthalten.

@Suck...

Ja, das ist an sich kein schlechter Vorschlag, vielleicht kann man das mal umsetzen.

@Zeiram

Ich verstehe jetzt, worauf Du hinauswolltest, aber ich kann Dir an sich nicht zustimmen. Die gewählten Methoden sind nicht wirklich kompliziert, da es meist einfache Grundrechenarten sind. Es ist auch immer der Versuch dabei, viele Aspekte in eine Zahl zu packen, damit man die Leute sortieren kann. Dass man die Kenngrößen nicht nachvollziehen kann, sehe ich etwas anders. Beispielsweise ist hier klar beschrieben, aus welchen 4 Teilen sich das gesamte Rating zusammensetzt. Die Methode ist für alle Spieler gleich und berücksichtigt alle verfügbaren Aspekte. Der Grund, auch dann für die notwendigen ausführlichen Erläuterungen, liegt darin, dass wir ein sinnvolles Rating erstellen, sodass man jederzeit auch die Reihenfolge begründen kann.
Natürlich hätte wir einfach eine Liste der aus unserer Sicht besten Spieler abgeben können, aber allein schon wenn ich mich daran erinnere, dass viele den Namen Sam Jones nicht mal kannten, dann ist es gut gewesen, seine Position mit Zahlen begründen zu können.

Um es mal deutlich zu machen, ich lasse mir ungern vorwerfen, ich würde absichtlich kontroverse Rankings produzieren. Allein die Datenassimilation dauert oft Stunden. Im Falle der Franchisespieler habe ich beispielsweise im Schnitt ca. 5 Minuten je Spieler gebraucht, um die Daten aufzunehmen. Bei ca. 100 Spielern sind das allein 500 Minuten (über 8 Stunden). Um ein kontroverses Ranking zu erstellen, braucht es keine 10 Minuten, dafür würde ich nicht einen Arbeitstag allein für die Datensammlung verbrauchen. Dazu kommt dann, um die Artikel fertig zu stellen, noch mal etliche Zeit allein für Recherche und der Suche nach einer guten Formulierung. Nur um Diskussionen zu erzeugen, würde ich mir nicht die Mühe machen.

Hinter all den Sachen steckt wirklich Arbeit, die genutzten Methoden sind immer in mehreren Arbeitsschritten durchdacht, da ist nichts einfach mal aus dem Bauch heraus in zwei Minuten erstellt. Genau letzteres würde ich machen, wenn es mir nur darum ginge, die Leser zu Diskussionen anzuregen.



von Junie 23.09.08 um 08:06:21


Shawn Marion (Phoenix), Rashard Lewis (Sonics) und Antoine Walker (Celtics) als Franchise-Player??? Na ich weiß ja nicht, vielleicht stimmt meine Vorstellung eines Franchise-Players ja nicht. Wenn es nach Leistung geht, dann habe ich da für Marion auch noch das meiste Verständnis, aber gerade Walker ist ja nun fernab davon jemals Franchise-Player zu sein oder auch gewesen zu sein! Meint ihr nicht auch? Aber ansonsten finde ich diesen Arikel wirklich ziemlich gut und interessant. Möchte nicht wissen, wieviele Stunden dafür drauf gegangen sind! Respekt Männer



von karen05 28.09.09 um 11:51:54


wer auch diese liste erstellt hat,derjenige sollte sich mal besser über die spieler informieren...shawn marion,rashard lewis? das sind durchschnittliche spieler die nicht meistens in staring five stehen. Nowitzki besser als Garnett oder Iverson? Garnett war der beste Big-Men in den letzten 10 Jahren! Ich vermisse Spieler wie Ray Allen,McGrady oder Vince Carter in der Liste...



von Tomdawg 28.09.09 um 12:52:20


Die Kritik ist unberechtigt, denn die Gründe für die Spielerauswahl werden in diesem Artikel ([crossover-online.de]) ausführlich erklärt. Kurz gesagt: Franchise-Player bedeutet, dass ein Spieler bei einem Team mindestens 300 Stunden gespielt hat. Der Rest ergibt sich von selbst.



von justuskoch 28.09.09 um 18:54:01


Garnett war der beste Big-Men in den letzten 10 Jahren!????????
tim duncan!!!!!



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