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Die besten Franchise-Player aller Zeiten (6)
Im letzten Monat haben wir eine Liste mit 50 NBA-Spielern und ihren Erfolgen veröffentlicht. Zum Abschluss dieser Artikelserie folgen noch einige Statistiken für diejenigen, die nicht genug bekommen.
Von Christian Guse und Thomas Käckenmeister |
02.09.2007 | |
Das war's. Eine der größten Artikelprojekte in der mittlerweile fast neunjährigen Geschichte von Crossover ist mit diesem Beitrag beendet. Den Umfang eines solchen Werkes kann aber letztlich nur ein Fundament (sprich: NBA) liefern, das mittlerweile seit fast 60 Jahren die besten Basketballer des Planeten hervorbringt. Ihre Karrieren, ihre Wege, ihr Leben waren die Basis für unsere Geschichten. Die Vergangenheit der Besten hat zahlreichen Basketball-Fans in der Gegenwart eine Reihe von Spielern näher gebracht, die vielen vielleicht gar nicht in dem Maße bekannt waren. Die Leistungen, sowohl individuell als auch mit ihrer Mannschaft, über einen längeren Zeitraum hinweg, brachten letztlich diese Artikelreihe über die größten NBA-Franchise-Spieler aller Zeiten hervor.
Nun ist knapp ein Monat seit dem ersten Teil vergangen. Die Plätze 50 bis 1 wurde veröffentlicht. Michael Jordan hat mit leichtem Vorsprung vor Bill Russell das Rennen gemacht. War das etwa zu erwarten? Er ist - zumindest nach den von uns aufgestellten Kriterien und Berechnungen - der größte Franchise-Player aller Zeiten.
Doch in diesem Bonus-Häppchen für alle Freunde des Zahlensalats greifen wir nochmal tief in unseren Statistikvorrat. Wir können euch doch nicht nach dem Hauptmenü einfach wieder gehen lassen, ohne am Dessert genascht zu haben.
Das Gesamtpaket
Die komplette Liste mit allen 99 Spielern, die unserer Rechnung zugrunde lagen, haben wir hinter diesem Link versteckt. Einige werden sich bestimmt fragen, warum denn Jerry Sloan von den Chicago Bulls auf dem 100. und Guy Rogers von den Golden State Warriors auf dem 101. Platz zu finden sind. Die Antwort darauf ist einfach: Kareem Abdul-Jabbar und Elvin Hayes drückten gleich zwei Mannschaften derart ihren Stempel auf, dass sie mit ihren Leistungen zweimal in die Wertung eingegangen sind. Abdul-Jabbar spielte für die Los Angeles Lakers (4. Platz) und die Milwaukee Bucks (14.); Elvin Hayes befindet sich dank seiner Erfolge mit Washington auf dem 46. Platz sowie auf Position 98 ob seiner Taten für die Houston Rockets.
Basketballexperten der Gegenwart werden sich besonders freuen, wenn sie beim Durchlesen der Liste sogleich auf elf noch aktive Profi treffen: Die Laufbahn von Tim Duncan (5. Platz, San Antonio), Shaquille O'Neal (8., LA Lakers), Kobe Bryant (19., LA Lakers), Dirk Nowitzki (28., Dallas), Kevin Garnett (29., Minnesota), Gary Payton (34., Seattle) und Allen Iverson (35., Philadelphia) haben wir in der Serie nachgezeichnet. Dass aber auch Shawn Marion (59., Phoenix), Paul Pierce (61., Boston), Michael Finley (80., Dallas) und Antoine Walker (93., Boston) im Ranking zu finden sind, hat selbst uns ein wenig verwundert.
Die Einzelteile
Weiter geht es mit den Einzelwertungen, aus denen sich der Gesamtindex zusammensetzt. Aufgeschlüsselt nach individueller Leistung (PV), Teamerfolg (TV), Auszeichnungen (AV) und Einsatzzeit (MV) lässt sich einfach ablesen, welche Spieler in den vier Kategorien den größten Einfluß hatten. Beim Zusammenstellen der Listen haben wir darauf geachtet, dass zum einen alle Spieler enthalten sind, die auch in den TopTen stehen. Kareem Abdul-Jabbar haben wir besonders gekennzeichnet: Spielte er bei den Bucks, steht hinter seinem Name nur ein Stern (*); seine Leistungen bei den Lakers sind durch zwei Sterne (**) markiert. Zum anderen tauchen ebenfalls die derzeit noch aktiven Akteure auf, die sich in den Einzelwertungen unter den ersten 50 Positionen befinden.
Eine weitere Rangfolge ergibt sich aus der Bilanz, die die Spieler mit ihrem Team während ihrer aktiven Zeit erreicht haben. Die linke Tabelle zeigt deutlich, dass Tom Heinsohn (insgesamt auf dem 22. Platz) von den Boston Celtics am erfolgreichsten war. Magic Johnson führte seine Lakers in den Achtzigern ebenfalls auf die Siegerstraße und Tim Duncan ist vermutlich der Gewinner der NBA-Gegenwart schlechthin. In der rechten Tabelle haben wir noch einmal die Spieler gelistet, die am längsten bei ihrem Team gespielt haben. Das Duo Stockalone belegt die Spitzenpositionen, Michael Jordan belegt in diesem Ranking den verschwörerischen 23. Platz.
Die Mittelwerte
Dominanz hat einen Namen: Wilt Chamberlain. In seiner Zeit bei den Philadelphia Warriors (heute Golden State Warriors) sammelte er nicht nur viele Punkte (41,5 PpG), sondern auch massig abprallende Bälle (25,1 RpG). In den drei verlinkten Tabellen stehen die höchsten durchschnittlichen Einzelwerte der Franchise-Spieler. Erneut wurde darauf geachtet, dass die TopTen-Spieler nicht fehlen und diejenigen Profis, die noch heute der Korbjagd frönen.
Ein Stück Geschichte zum Schluss
Vor 15 Jahren erlebte der Basketballsport seinen globalen Durchbruch. Dank dem legendären Dream Team, das bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona problemlos und mit Leichtigkeit die Goldmedaille gewann, wiederfuhr nicht nur der NBA ein Image-Gewinn, sondern auch die Jugend der damaligen Zeit lag Michael Jordan, Magic Johnson oder Larry Bird zu Füßen. In unserer Liste sind die Helden von damals (natürlich) auch enthalten - bis auf Christian Laettner. Abschließend präsentieren wir die Liste der Dream Team-Mitglieder von 1992, geordnet nach der Position, die sie im Franchise-Player-Ranking eingenommen haben.

Wir hoffen, dass euch die Serie genauso viel Spaß bereitet hat wie uns und bedanken uns noch einmal besonders für die vielen Kommentare, die einerseits in interessanten Diskussionen mündeten, andererseits aber auch Aspekte hervorbrachten, die wir so nicht bedacht hatten.



von kortac 02.09.07 um 09:21:45
sehr spannend, besonders die auffälligkeit mit den dreamteam-spielern, tja hätten sie damals doch nur shaq aus der uni mitgenommen, sähe es noch besser aus!
von rodman10 02.09.07 um 10:24:38
Danke erstmal für die letzten 6 geilen Ausgaben. da steckt wiklich sehr sehr viel liebe zu diesem geilen sport.
hab da noch einen vorschlag. wenn sich zum beispiel aktuelle spieler sich verbessern würden, das man dann vllt die tabelle jedes basketball-halbjahr (allstar game, saisonende) aktualisiert.
von Tomdawg 02.09.07 um 10:46:42
ein interessanter vorschlag, rodman10.
aber nur wegen duncan, nowitzki, bryant, marion und pierce? mal schauen, wie sich das entwickelt.
von Skateboard_P 02.09.07 um 11:00:47
Solch eine Artikel-Reihe ist wirklich, in meinen Augen, einmalig. Wirklich klasse. Finde es wirklich schön, das ihr euch solche Arbeit gemacht habt. Danke. Ich hatte sehr viel Spaß gehabt beim lesen.
Bitte mehr davon, natürlich nur, wenn ihr Zeit habt. :P
von Olli(SV Optik) 07.01.08 um 22:23:43
Warum ist T-Mac nicht drinne wenn sogar Shawn Marion dabei is?
von Suck My Diktiergerät 07.01.08 um 22:43:39
vermutlich weil Marion größeren Erfolg hat, und desweiteren bessere Allroundstatistiken abliefert...