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Die besten Franchise-Player aller Zeiten (5)

Nach über einem Monat wird nun das Geheimnis endlich gelüftet: Wer ist der größte Franchise-Player aller Zeiten? Auf den Plätzen zehn bis eins findet sich die "Crème de la crème" der NBA-Geschichte.

Von Christian Guse und Thomas Käckenmeister
 26.08.2007 |

Die Top50 im Überblick: 50-41 | 40-31 | 30-21 | 20-11 | 10-1

Über jeden der nachfolgend genannten Spieler hätte man einzelne Artikel, wenn nicht sogar Serien oder Bücher schreiben können. Die zehn besten Franchise-Player aller Zeiten werden in diesem Beitrag veröffentlicht. Wir haben uns bemüht, die wichtigsten Eckdaten, Erfolge und Auszeichnungen der Spielerkarrieren in die kurzen Portraits einzuarbeiten, damit jeder Leser noch einmal den beeindruckenden Weg jedes einzelnen NBA-Profis nachgehen kann.


10. Hakeem Olajuwon (Houston Rockets)

 

PV: 27,7 TV: 10,9 AV: 7,4 MV: 16,6 PFV: 62,7

PER: 23,9
Team Bilanz: 783?579 (57,5%), NBA Champion: 1994,1995 Finals: 1986
Awards: MVP: 1-mal, Finals MVP: 2-mal, All NBA 1st: 6-mal, 2nd: 3-mal
Spielzeit: 17 Jahre, 1.177 Spiele, 42.844 Minuten
von 1984 bis 2001


Durchschnittlich 35,3 Punkte, 12,5 Rebounds, fünf Assists und 4,2 Blocks standen 1995 für die sechs Spiele in den Conference Finals zwischen den Houston Rockets und den San Antonio Spurs auf der Habenseite Hakeem Olajuwons. Der frisch gekührte MVP David Robinson musste machtlos zusehen, wie er vom agilen Center der Rockets vorgeführt wurde. Auf die Frage, welches Team denn Hakeem "The Dream" Olajuwon stoppen könne, antwortete er anschließend: "Niemand kann Olajuwon stoppen." Diese schmerzliche Erfahrung sollte der junge Shaquille O'Neal in den Finals 1995 dann auch machen.

Geboren wurde Akeem Abdul Olajuwon 1963 in Nigeria. Noch bis zu seinem 15. Lebensjahr war er nur als Torwart im Fußball und im Handball aktiv. Beides half ihm allerdings sehr bei der Entwicklung seiner herausragenden Körperkontrolle und Fußarbeit. Als er 1978 zum ersten Mal an einem Basketballspiel teilnahm, wusste er sofort, dass dies sein Spiel ist. Zwei Jahre später erhielt Olajuwon ein Sportstipendium der University of Houston. Dreimal führte er zusammen mit Clyde Drexler die "Phi Slama Jama", wie das Basketballteam der Universität in dieser Zeit aufgrund der Spielweise genannt wurde, in das Final Four. Zweimal war man im Finale unterlegen. Als All-American wurde Hakeem Olajuwon 1984 an erster Stelle von den Houston Rockets im NBA Draft gezogen. Schon zwei Jahre später stand er zusammen mit Ralph Sampson, dem ersten Pick des 1983er Drafts, mit dem er die Original-"Twin Towers" bildete, in den NBA Finals. Dort unterlagen die Rockets aber den Boston Celtics in sechs Spielen. Trotz hervorragenden Leistungen ihres Centers konnten die Rockets an diesen Erfolg erst wieder 1994 anknüpfen. In der Zwischenzeit wurde "The Dream", der zwölfmal in einem All-Star-Spiel auflief und neunmal im All-Defense Team zu finden war, zweimal Reboundchamp der NBA sowie dreimal bester Shotblocker der Liga. In der Saison 1989/90 gelang Hakeem Olajuwon gleich zweimal ein Quadruple Double mit jeweils mehr als zehn Blocks (gegen Golden State: 29/18/10/11, gegen Milwaukee: 18/16/10/11). Seine überragenden Defensivfähigkeiten wurden 1993 erstmals mit dem Award für den besten Defensivspieler der NBA (DPOY) gewürdigt. Ein Jahr darauf konnte man in Houston nach sieben Spielen gegen die New York Knicks nicht nur die erste Meisterschaft überhaupt feiern, sondern Olajuwon gelang das Künststück, als erster Spieler in der Geschichte der NBA den MVP Award, den DPOY und den Finals MVP in einem Jahr zu erhalten. Obwohl die Rockets die reguläre Saison 1995 mit "nur" 47 Siegen auf dem sechsten Tabellenplatz der Western Conference beendeten, konnte der NBA-Titel mit einem 4-0 im Finale gegen die Orlando Magic verteidigt werden. Olajuwon wurde wiederum als Finals MVP ausgezeichnet. Mittlerweile in den USA eingebürgert, gewann er 1996 olympisches Gold. Mit den Rockets konnte Olajuwon, der die All Time-Liste in Blocks mit 3.830 anführt und dritter bei den Blocks je Spiel (3,1) ist, nur noch 1997 ähnlich erfolgreich agieren, als man im Halbfinale gegen die Utah Jazz in sechs Spielen den Kürzeren zog. In insgesamt 1.177 Spielen für die Houston Rockets erzielte "The Dream", der 1996 zu einem der besten 50 Spieler ernannt wurde, 22,5 PpG, schnappte sich 11,4 RpG und spielte im Schnitt 2,5 Vorlagen pro Partie.


9. John Havlicek (Boston Celtics)

PV: 20,3 TV: 21,6 AV: 5,4 MV: 16,8 PFV: 64,1

PER: 17,5
Team Bilanz: 843?460 (64,7%), NBA Champion: 1963-1966, 1968, 1969, 1974, 1976
Awards: Finals MVP: 2-mal, All NBA 1st: 4-mal, 2nd: 7-mal
Spielzeit: 16 Jahre, 1.270 Spiele, 46.471 Minuten
von 1962 bis 1978


Dass aus John Havlicek, der 1940 in Martin Ferry, Ohio, als Sohn eines tschechischen Einwanderers das Licht der Welt erblickte, kein Profi-Footballer wurde, verdankt die Basketballwelt dem Trainergespann der Cleveland Browns (Team der NFL) des Jahres 1962, das ihn nach dem Sommertrainingscamp aus dem Kader strich. Die Boston Celtics nahmen den siebten Pick des NBA Draft 1962 danach sofort unter Vertrag. Er sollte 16 Jahre lang das grünweiße Trikot mit der Nummer 17 tragen.

Schon in der High School machte sich John Havlicek in drei verschiedenen Sportarten einen Namen. Er wurde sowohl im Basketball, Football, als auch im Baseball in das All-State Team berufen. Nach seinem Abschluss bekam er Angebote für Sportstipendien von 45 verschiedenen Colleges, sowohl im Football als auch im Basketball. "Hondo", den Spitznamen bekam Havlicek von einem Mitschüler in Anlehnung an einen Western mit John Wayne, entschied sich für die Ohio State University, spielte dort allerdings nur Basketball und Baseball. An der Seite von Jerry Lucas kam er dreimal in Folge ins NCAA-Finale, das die Ohio State Buckeyes aber nur 1960 gewinnen konnten. Mit insgesamt 78 Siegen in 84 Spielen und durchschnittlich 14,6 PpG und 8,6 RpG verabschiedete sich Havlicek dann Richtung Boston. Bekannt für seine enorme Ausdauer und Defensivstärke übernahm er die Rolle des sechsten Mannes. Schon in seiner ersten NBA-Saison konnte John Havlicek einen Championship-Ring in Empfang nehmen. In seiner zweiten Spielzeit wurde er mit 19,9 PpG zum besten Schützen der Celtics, die wiederum den Titel gewannen. Eingesetzt als Guard bzw. Forward überzeugte "Hondo" so sehr, dass er ins All-NBA Second Team gewählt wurde. Ein Jahr später war er es, der mit einem der bekanntesten Clutch-Plays der NBA-Geschichte gegen die Philadelphia 76ers im siebten Spiel der Division Finals die Celtics in das NBA-Finale brachte. Fünf Sekunden vor Schluss lagen die Celtics mit 110:109 vorn, als Havlicek einen Einwurf von Hal Greer abfing, um den Ball zu Sam Jones zu spielen, der die restlichen Sekunden herunterspielen konnte. Wiederum gewannen die Celtics später den Titel. Bis zur Saison 1969/70 kamen noch drei Meisterschaften hinzu. Havlicek, der bis dahin kein einziges Spiel startete, wurde nach dem Karriereende von Sam Jones und Bill Russell Starter der Celtics und alleiniger Führungsspieler. War er anfänglich noch ein Spieler, der mehr von seiner körperlichen Fitness lebte, erarbeite er sich im Laufe der Jahre immer mehr Fähigkeiten im Umgang mit dem Ball. Von der Saison 1967/68 bis 1973/74 spielte "Hondo" in jeder Saison die meisten Vorlagen bei den Celtics. Der 13-malige All-Star und achtmalige All-Defense Teamer hatte 1971 seine statistisch beste Saison, als er 28,9 PpG, 9,0 RpG und 7,5 ApG verbuchen konnte. 1974 erhielt Havlicek nach dem Titelgewinn im siebten Spiel gegen die Milwaukee Bucks den Finals MVP Award. Zwei Jahre später kam ein weiterer Titel hinzu, als die Boston Celtics mit 4-2 gegen die Phoenix Suns erfolgreich waren. Mit insgesamt 26.395 Punkten ist John Havlicek All-Time Leader der Celtics. Ebenso ganz vorn stehen seine 1.270 absolvierten Spiele, in denen er durchschnittlich 20,8 PpG, 6,3 RpG und 4,8 ApG erreichte. 1984 wurde Havlicek in die Hall of Fame aufgenommen und zwölf Jahre später zu einem der 50 besten Spieler der NBA Geschichte gekürt.


8. Shaquille O'Neal (Los Angeles Lakers)

PV: 33,5 TV: 16,3 AV: 7,6 MV: 8,9 PFV: 66,3

PER: 28,9
Team Bilanz: 435?189 (69,7%), NBA Champion: 2000-2002, Finals: 2004
Awards: MVP: 1-mal, Finals MVP: 3-mal, All NBA 1st: 6-mal, 2nd: 1-mal
Spielzeit: 8 Jahre, 514 Spiele, 19.930 Minuten
von 1996 bis 2004


Es geschah irgendwann im Jahre 1987, als Soldat Philip O'Neal mit seiner Familie in einer amerikanischen Militärsiedlung in Deutschland wohnte. Sein Sohnemann, der einen Sport namens Basketball entdeckt hatte, wurde von seinem späteren College-Coach Dale Brown gefragt, wie lange er denn schon in der Armee diene. Als Shaquille O'Neal ihm verriet, dass er erst 13 Jahre alt sei, kontaktierte Brown umgehend O'Neals Eltern.

Nachdem Shaquille O'Neal mit dem Cole High School Team aus San Antonio, Texas in 69 Spielen nur eine Niederlage hatte hinnehmen müssen, wechselte er aufs nächsthöhere Level. An der Lousiana State University sorgte er unter seinem Entdecker Brown für Furore und stellte unzählige Rekorde auf. Nichtsdestotrotz konnte der Dominator nicht verhindern, dass seine Tigers regelmäßig beim NCAA-Turnier frühzeitig ausschieden. 1992 zogen ihn die Orlando Magic im Draft an erster Stelle. O'Neal wurde mit 23,4 PpG, 13,8 RpG und 3,5 BpG Rookie des Jahres. Vier Jahre lang spielte der "Diesel" mit einem jungen Team in Orlando. 1996 landete man gar in den NBA Finals, wo jedoch gegen die übermachtigen Houston Rockets um Hakeem Olajuwon in vier Spielen nichts zu holen war. Im Sommer 1996 verließ dann "The Big Aristotle" Florida und unterschrieb als Free Agent bei den Los Angeles Lakers. Jerry West, General Manager der Lakers, holte O'Neal an die Westküste, nachdem er kurz zuvor schon Kobe Bryant via Trade von den Charlotte Hornets (heute New Orleans Hornets) verpflichtet hatte. Diese zwei sollten die Grundpfeiler für die erfolgreiche Lakers-Franchise zu Beginn des 21. Jahrhunderts sein. Im Jahre 1999 kam mit Phil Jackson ein erfolgreicher Head Coach nach Kalifornien, der das richtige Spielsystem für die Titelgewinne mitbrachte. Mit Shaquille O'Neal als Führungsspieler gewannen die Lakers drei Meisterschaften in Folge - und "Shaq" erhielt dreimal den Finals MVP Award. Im ersten Titeljahr wurde O'Neal, der nie sonderlich gut von der Freiwurflinie traf, außerdem sowohl mit dem MVP-Award der regulären Saison als auch mit dem Co-MVP-Titel (gemeinsam mit Tim Duncan) des All-Star-Spiels ausgezeichnet. Zweifelsohne bedeutete das Spieljahr 1999/2000 den Höhepunkt in O'Neals Karriere. Besonders an den 6. März 2000 wird sich O'Neal noch lange erinnern. An seinem Geburtstag schenkte er den LA Clippers eine Karrierebestleistung von 61 Punkten ein. Nachdem die Lakers 2003 in der zweiten Runde der Playoffs an den San Antonio Spurs scheiterten, holten sie sich Verstärkung in Form zweier zukünftiger Hall of Fame-Spieler. Gary Payton und Karl Malone wollten im Spätherbst ihrer Laufbahn noch einmal um den Titel mitspielen. In den Playoffs 2004 zog LA zwar wieder in die Finals ein, verlor jedoch gegen die Detroit Pistons in fünf Spielen. Interne Zwistigkeiten und Machtkämpfe zwischen Kobe Bryant und Shaquille O'Neal beendeten die Dynastie der Los Angeles Lakers.

Bei den Lakers stand Shaquille O'Neal in 514 Partien auf dem Parkett. Während dieser Zeit brachte es der zweimalige Goldmedaillengewinner mit dem US Team (WM 1994, Olympia 1996) auf durchschnittlich 27 Punkte, 11,8 Rebounds und 3,1 Assists je Spiel. Shaquille O'Neal war bei den Lakers die fleischgewordene Dominanz in der besten Basketballliga der Welt. Bisher war er 14-mal in seiner Laufbahn All-Star; nach 2000 gewann er 2004 erneut die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler des Show-Spektakels. Im Sommer 2004 wurde O'Neal für vier Spieler nach Miami zu den Heat getradet. An der Seite von Dwyane Wade holte er 2006 gegen die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki in sechs Spielen seine vierte Meisterschaft. Der achtbeste Shotblocker und zwölfbeste Punktesammler aller Zeiten belegt mit einem Karrierewert von über 58 Prozent aus dem Feld den dritten Platz in der All-Time-Statistik. 1996 zeigte sich die Basketballwelt noch entsetzt, dass er nach erst vier Jahren in der NBA zu einem der 50 besten Spieler aller Zeiten gekürt wurde. Mittlerweile hat sich Shaquille O'Neal diesen Platz in der Geschichte wohl mehr als verdient.


7. Karl Malone (Utah Jazz)

PV: 27,9 TV: 9,2 AV: 10,1 MV: 20,0 PFV: 67,2

PER: 24,1
Team Bilanz: 993?615 (61,8%), Finals: 1997,1998
Awards: MVP: 2-mal, All NBA 1st: 11-mal, 2nd: 1-mal
Spielzeit: 18 Jahre, 1.434 Spiele, 53.479 Minuten
von 1985 bis 2003


18 Jahre lang spielte Karl Malone an der Seite von John Stockton bei den Utah Jazz, bevor er seine Karriere bei den Los Angeles Lakers ohne NBA-Titel beendete. Der 2,06 m große Modellathlet wird heute als einer der besten Power Forwards aller Zeiten angesehen.

Im Draft 1985 zogen die Utah Jazz den leidenschaftlichen Trucker und Hobbyangler erst an 13. Stelle. Grund für das Durchreichen in der jährlichen Talentwahl waren sicherlich nicht seine statistischen Werte, die er am College bei Louisiana Tech aufwies. Während Karl Malone in seinen letzten drei Campus-Jahren im Schnitt 18,7 Punkte (bei 56,6% FG) und 9,3 Boards aufs Parkett legte, durfte er im ersten Unijahr wegen schlechter Noten nicht für die Bulldogs auflaufen. Ohnehin begann Malone erst im Alter von 20 Jahren ernsthaft mit dem Basketballsport. Nach dem Draft weigerte er sich zunächst, im Mormonenstaat zu spielen. Um seiner Heimat näher zu sein, wollte Karl Malone, der 1963 in Bernice, Louisiana, geboren wurde, unbedingt nach Dallas. Dennoch war er seit seinem siebten Lebensjahr Fan der Jazz, die einst in New Orleans, Louisiana, beheimatet waren. Da aber der sportliche Ehrgeiz das Heimweh überragte, zog er sich das Trikot der Jazz über und begann eine der beeindruckendsten NBA-Karrieren überhaupt. In 1.434 NBA-Partien für Utah erzielte Malone im Schnitt 25,4 PpG, 10,2 RpG und 3,5 ApG. Aus seiner miserablen Freiwurfquote als Rookie (48,1%) wurde in 19 Spielzeiten ein Karriereschnitt von 74,2%. Mit 9.787 verwandelten Freiwürfen steht Malone in der Bestenliste auf Platz eins. Im Scoring insgesamt (36.928 Punkte) steht nur Kareem Abdul-Jabbar vor ihm, und bei den Rebounds findet man Malone mit 14.968 gefangengen Abprallern auf Platz sechs gelistet. In der Kategorie Defensiv-Rebounds ist er wiederum der beste aller Zeiten. Aufgrund dieser Konstanz, jeden Abend zuverlässig - wie ein Postbote - seine Leistung abzuliefern, bekam er schnell den Namen "Mailman" verpasst.

Des Weiteren stehen in Malones Personalakte zwei MVP-Auszeichnungen (1997 und 1999), elf Nominierungen für das All-NBA First Team (1989-99), zwei Platzierungen im All-NBA Second Team (1988 und 2000) und eine Ernennung in das dritte All-NBA Team (2001). Drei Jahre in Folge (1997-99) fand man seinen Namen auch im Team der besten Verteidiger wieder; 1988 reichte es bereits für die zweite Mannschaft. Die Nummer 32 der Jazz kann auf 14 Nomierungen ins All-Star Team zurückblicken, aber nur auf zwölf Einsätze, da er 1990 wegen einer Verletzung und 2002 wegen familiärer Probleme nicht auflaufen konnte. 1989 und 1993 wurde er zum besten Spieler des Star-Spiels gewählt; 1993 sogar zusammen mit seinem Teamkollegen und Freund John Stockton. In elf Spielzeiten in Folge (1988-98) konnte er mindestens 2.000 Punkte sammeln; damit teilt er sich den Rekord mit Michael Jordan. Gegen ihn und dessen Bulls unterlag der "Mailman" mit seinen Jazz sowohl 1997 als auch 1998 im NBA-Finale. Eine letzte Chance auf den Titel sollte Malone in seiner Abschiedssaison 2003/04 bei den Lakers erhalten. Leider reichte es auch im Finale gegen die Detroit Pistons nicht, und so steht einer der besten Power Forwards der NBA-Geschichte am Ende seiner Karriere ohne Championship da. Auch die zwei Goldmedaillen, die er bei den Olympischen Spielen (1992 und 1996) gewann und die Nominierung als einer der 50 besten Spieler der NBA Geschichte 1996 sind sicher kein Trost für den Geschäftsmann mit Cowboy-Hut.


6. Larry Bird (Boston Celtics)

PV: 27,2 TV: 16,8 AV: 10,3 MV: 13,1 PFV: 67,5

PER: 23,5
Team Bilanz: 751?315 (70,5%), NBA Champion: 1981, 1984, 1986, Finals: 1985,1987
Awards: MVP: 3-mal, Finals MVP: 2-mal, All NBA 1st: 8-mal, 2nd: 1-mal
Spielzeit: 13 Jahre, 897 Spiele, 34.443 Minuten
von 1979 bis 1992


"Ich habe genug Schaden angerichtet. Warum sollte ich mehr tun, wenn wir mit 30 Punkten führen?" So antwortete Larry Bird nach einem 110:94-Sieg gegen die Utah Jazz im Februar 1985 auf die Frage eines Reporters, weshalb er das letzte Viertel komplett auf der Bank verbachte, obwohl er doch nur noch einen Steal für ein Quadruple Double benötigt hatte. Am Ende standen 30 Punkte, zwölf Rebounds, zehn Assists und eben "nur" neun Steals hinter Birds Namen im Box Score. "Larry Legend" war nie jemand, der für den Statistikbogen spielte, sondern immer für den Erfolg des Teams.

1956 wurde Larry Bird in West Baden, Indiana, geboren. In ärmlichen Verhältnisse aufgewachsen, wurde er zu einer stadtbekannten Berühmtheit, die dafür sorgte, dass sich zu seinem letzten Basketballspiel in der High School etwa 4.000 Zuschauer in der kleine Halle in French Lick, Indiana, einfanden. Bird erhielt 1974 ein Stipendium der berühmten Indiana University. Allerdings verließ er aufgrund von Heimweh die Universität schon nach einem Monat; er empfand den Campus als zu groß und hektisch. Neun Monate später schrieb er sich an der wesentlich kleineren Indiana State University (ISU) ein. Mit dem dortigen Basketballteam (Indiana State Sycamores) erreichte Bird, der in seinen drei Jahren am College in 94 Spielen 30,3 PpG, 13,3 RpG und 4,6 ApG verbuchen konnte, 1979 ungeschlagen (33-0) das NCAA-Finale. Hier unterlag man dann aber den Spartans der Michigan State University um Earvin "Magic" Johnson mit 64:75. Larry Bird, der schon ein Jahr vorher von den Boston Celtics im NBA Draft an siebter Position gezogen wurde, sich aber dann entschied, noch ein Jahr an der ISU zu verbringen, erhielt die Auszeichnung für den College-Spieler des Jahres und unterschrieb einen Vertrag in Boston. Kaum bei den Kelten angekommen, wurde Larry Bird auch gleich mit 21,3 PpG, 10,4 RpG und 4,5 ApG zum Mittelpunkt einer der größten Kehrtwenden der NBA-Geschichte. Das Team verbesserte sich vom vorletzten Platz der Vorsaison mit 29 Siegen auf 61 Siege und der besten Bilanz der gesamten Liga. Bird bekam den Rookie of the Year Award und landete, wie auch in den nächsten acht Jahren, im All-NBA First Team. In den Playoffs 1980 war allerdings schon in der zweiten Runde gegen die Philadelphia 76ers Endstation. Ein Jahr später konnten aber auch diese, ebenso wie die Houston Rockets im Finale, die Celtics nicht auf dem Weg zum Titel stoppen. 1982 wurde der 2,06 Meter große zwölfmalige All-Star MVP des All-Star Spiels. Larry Bird entwickelte sich immer mehr zu einem der vielseitigsten Flügelspieler aller Zeiten, was er durch insgesamt 69 Triple Doubles unterstrich. Im NBA-Finale 1984 traf er dann auf einen alten Bekannten aus College-Tagen. Diesmal konnte Bird sich aber den Titel in sieben Spielen erobern, und "Magic" Johnson, mittlerweile im Trikot der Los Angeles Lakers spielte, musste zuschauen, wie "Larry Legend" nach dem MVP Award auch den Finals MVP Award erhielt. Die Lakers revanchierten sich in den Finals 1985 und 1987. Die Celtics gewannen 1986 erneut die Meisterschaft gegen die Houston Rockets. Bird, der zwischenzeitlich als einer von nur drei Spielern überhaupt seinen dritten MVP-Titel in Folge erhielt, wurde erneut mit dem Finals MVP geehrt, was in Anbetracht von durchschnittlich 24,0 PpG, 9,7 RpG und 9,5 ApG in den sechs Partien mehr als berechtigt war. Auch wenn Larry Bird in den nächsten zwei Jahren als erster Spieler überhaupt jeweils mehr als 50 Prozent aus dem Feld, 40 Prozent aus der Distanz und über 90 Prozent von der Freiwurflinie traf, konnten die Celtics keinen Titel mehr gewinnen. 1988 war gar im Conference Finale gegen die Detroit Pistons Schluss. In der darauffolgenden Saison war Bird, der für Boston durchschnittlich 24,3 PpG erzielte, sich zehn Rebounds schnappte und 6,3 ApG austeilte, durch eine Fersenverletztung gezwungen, 76 Spiele auszusetzen. Er konnte danach nie wieder konstant an seine vorher gezeigten Leistungen anknüpfen. Nach dem Gewinn der Goldmedaille 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona, hängte Bird als neunbester Freiwerfer aller Zeiten (88,6%) seine Basketballstiefel an den Nagel. 1996 wurde Larry Bird zu einem der 50 größten NBA-Spieler aller Zeiten ernannt. Zwei Jahre später nahm auch die Hall of Fame den dreimaligen All-Defense Teamer auf.


5. Tim Duncan (San Antonio Spurs)

PV: 29,2 TV: 17,9 AV: 11,0 MV: 10,6 PFV: 68,8

PER: 25,2
Team Bilanz: 559?229 (70,9%), NBA Champion: 1999, 2003, 2005, 2007
Awards: MVP: 2-mal, Finals MVP: 3-mal, All NBA 1st: 9-mal, 2nd: 1-mal
Spielzeit: 10 Jahre, 746 Spiele, 27.964 Minuten
von 1997 bis heute


Als 14-Jähriger war Tim Duncans Traum, einmal Olympiasieger im Schwimmen zu werden. Hurrikan Hugo zerstörte 1989 das einzige Trainingsbecken auf St. Croix, der größten der Jungferninseln, auf der Duncan 1976 geboren wurde, und damit auch seine Ambitionen fürs Schwimmen. Sein Schwager spielte zu dem Zeitpunkt Basketball, eine Sportart, für die sich dann auch "TD" begeistern konnte.

Vier Jahre später erhielt Tim Duncan von der Wake Forest University ein Stipendium, um für die Demon Deacons auf Korbjagd zu gehen. Anfangs tat er sich schwer, blieb gar im ersten Spiel ohne Punkte, aber er steigerte sich zunehmend. In seiner zweiten Saison wurde er zum Defensivspieler des Jahres ernannt und galt als Top-Pick im 1995er NBA Draft. Weil er seiner Mutter, die früh an Brustkrebs verstarb, versprochen hatte, einen College-Abschluss zu erreichen, blieb er in Wake Forest. Duncan wurde sowohl 1996 als auch 1997 wiederum als Defensivspieler des Jahres ausgezeichnet. Mit einem Abschluss in Psychologie in der Tasche und als Collegespieler des Jahres meldete er sich zum NBA Draft 1997 an. Das Rennen um den ersten Pick hatten die San Antonio Spurs gewonnen, die selbstverständlich den 2,13 Meter großen Power Forward, der allerdings eher wie ein Center spielt, auswählten. Mit Tim Duncan und einem wiedergenesenen David Robinson, der in der Vorsaison wegen eines Fußbruches pausieren musste, gelang den Spurs der Sprung von 20 auf 56 Siege und der Einzug in die zweite Playoff-Runde. Tim Duncan, der aufgrund seines fast kompletten Spiels unterm Korb als "The Big Fundamental" bezeichnet wird, bekam mit 21,1 PpG und 11,9 RpG die Auszeichnung für den Neuling des Jahres. Zudem wurde er als jüngster Spieler überhaupt für das All-NBA First Team nominiert und landete im All-Defense Second Team. Im darauffolgenden Jahr führte Tim Duncan die Spurs mit einer beeindruckenden 15-2-Bilanz in den Playoffs zum Titelgewinn. Er bekam ob seiner 27,4 PpG und 14 RpG in den fünf Spielen gegen die New York Knicks den Finals MVP überreicht. Im Jahre 2000 teilte sich Duncan mit Shaquille O'Neal die Trophäe für den MVP des All-Star-Spiels. Zwar wurde er wie im Vorjahr ins All-NBA- und All-Defense First Team gewählt, aber er verletzte sich kurz vor Saisonende am Meniskus, sodass er nicht für die Playoffs zur Verfügung stand. Aus diesem Grund war für das Team aus Texas schon in der ersten Runde gegen die Phoenix Suns Schluss. Die Spurs schlossen die reguläre Saison in den nächsten beiden Jahren jeweils mit 58 Siegen ab; allerdings fanden sie auch in beiden Jahren in den Playoffs ihren Meister in den Los Angeles Lakers. Duncan erhielt 2002 zum ersten Mal die Auszeichnung als wertvollster Spieler (MVP), ein Titel, den er auch ein Jahr später verteidigen konnten. Nachdem die Lakers in der zweiten Runde der Playoffs 2003 keine unüberwindbare Hürde mehr darstellten, lieferte Tim Duncan sein Glanzstück dann im sechsten Spiel der Finals gegen die New Jersey Nets ab. Mit 21 Punkten, 20 Rebounds, zehn Assists und acht Blocks verpasste er nur knapp ein Quadruple Double, heimste dafür aber seinen zweiten Championship-Ring und erneut den Finals MVP Award ein. Waren im folgenden Jahr wieder einmal die Lakers der Stolperstein in den Playoffs, musste sich im Jahr 2005 der Titelverteidiger - die Detroit Pistons - dem Kollektiv um Tim Duncan nach sieben Spielen geschlagen geben. Duncan, der für die Spurs in seiner bisherigen Karriere im Schnitt 21,8 PpG, 11,9 RpG, 3,2 ApG und 2,9 BpG auflegte, bekam als dritter Spieler nach Michael Jordan und Shaquille O'Neal zum dritten Mal die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Finalserie. Leider blieb den Spurs eine Titelverteidigung 2006 versagt. Man verlor denkbar knapp in einer der besten Playoff-Serien der letzten Jahre gegen die Dallas Mavericks zu Hause im siebten Spiel nach Verlängerung. Auch Duncans 32,3 PpG und 11,7 RpG konnten dies nicht verhindern. In der Saison 2006/07 gewannen die Spurs mit Duncan ihre vierte Meisterschaft, nachdem sie die Cleveland Cavaliers klar mit 4-0 besiegen konnten. Der neunmalige All-Star, der bis jetzt in 746 Spielen für die Spurs auflief, ist der einzige Spieler in der Geschichte der NBA, der in jeder seiner ersten zehn Spielzeiten in einem All-NBA Team und in einem All-Defense Team gelandet ist.


4. Kareem Abdul-Jabbar (Los Angeles Lakers)

PV: 27,1 TV: 20,4 AV: 9,2 MV: 13,4 PFV: 70,1

PER: 23,4
Team Bilanz: 776?372 (67,6%), NBA Champion: 1980, 1982, 1985, 1987, 1988, Finals: 1983, 1984, 1989
Awards: MVP: 3-mal, Finals MVP: 1-mal, All NBA 1st: 6-mal, 2nd: 2-mal
Spielzeit: 14 Jahre, 1.093 Spiele, 37.492 Minuten
von 1975 bis 1989


Am 16. Juni 1975 wurde Kareem Abdul-Jabbar von den Milwaukee Bucks zu den Los Angeles Lakers getradet. Hatte der 2,18 Meter große Centerspieler bis zu diesem Zeitpunkt schon die Erfahrung von zwei Finalteilnahmen mit dem Team aus Wisconsin vorzuweisen, sollte er in Kalifornien in acht weiteren Endspielserien auflaufen. Am 13. Juni 1989 stand er zum letzten Mal für die Lakers auf einem NBA-Parkett, denen er zuvor zu fünf Meisterschaften verholfen hatte. Dabei sah es nach seinem Wechsel an die Westküste zunächst nicht sehr erfolgsversprechend aus. Die Franchise aus Inglewood sehnte sich nach den Erfolgen vergangener Jahre, trauerte den Zeiten von George Mikan und Wilt Chamberlain nach, die der Franchise Ansehen und Erfolge einbrachten. Die Bürde, als dominierender Center den Mittelpunkt eines neuen Meisterschaftsteams zu bilden, oblag fortan Abdul-Jabbar, dessen furchterregendste Waffe nach wie vor der Sky Hook, ein einhändiger Hakenwurf, war. Bereits in seinem ersten Jahr bei den Lakers wurde er mit 27,7 PpG, 16,9 und 5,0 ApG zum MVP der Liga gewählt. Die Bilanz des Teams verbesserte sich jedoch im Vergleich zur Vorsaison kaum. Mit lediglich zehn Siegen mehr verpassten die LA Lakers gar die Playoffs. Erst 1976/77 - Abdul-Jabbar gewann zum wiederholten Male die Auszeichnung als wertvollster Spieler - beendeten die Lakers die Saison mit 53 Siegen als beste Mannschaft der Liga. In den Playoffs scheiterte man jedoch an den übermächtigen Portland Trail Blazers mit dem ihrerseits überragenden Bigman Bill Walton nach vier Spielen. Gleich zu Beginn des folgenden Spieljahres reduzierte Abdul-Jabbar die Playoff-Chancen seines Teams, als er in der Partie gegen die Milwaukee Bucks deren Center Kent Benson schlug, der sich infolgedessen die Hand brach. Der Lakers-Center wurde daraufhin für 20 Spiele gesperrt und musste 5.000 Dollar Strafe zahlen. Dennoch qualifizierten sich die Lakers für die Postseason, in der sie jedoch gegen den späteren Finalisten aus Seattle bereits in der ersten Runde die Segel streichen mussten. Auch in den Playoffs 1979 konnten sich die Lakers nicht gegen Seattle durchsetzen. Die Wende sollte mit Earvin "Magic" Johnson kommen, der 1979 von den Lakers gedraftet wurde. Fortan bekam Abdul-Jabbar die Pässe serviert, die er in Punkte und schließlich auch Erfolge für die Lakers ummünzte. Der ersten Meisterschaft, die er mit den Lakers 1980 gewann, ließ er vier weitere folgen. Seinen bemerkenswertesten Auftritt hatte die Nummer 33 der Showtime-Basketballer in den Finals 1985. Legte er in der Auftaktpartie nur magere zwölf Punkte und drei Rebounds im legendären "Boston Massaker" (148:114 für die Celtics) auf, explodierte Abdul-Jabbar in den nächsten fünf Spielen. Der 38-Jährige brannte sich im zweiten Spiel mit 30 Punkten, 17 Rebounds, acht Assists und drei Blocks in die Hirnwindungen der Grünweißen ein, denen er im dritten Spiel 26 Zähler und 14 Boards folgen ließ. Plötzlich führten die Lakers mit 2-1. Nachdem die Truppe von Head Coach Pat Riley die vierte Partie mit 105:107 abgab, trumpfte der alte Mann mit der Brille im fünften Aufeinandertreffen mit 36 Zählern erneut auf. Obwohl Abdul-Jabbar in der sechsten Begegnung mit Foulproblemen nur begrenzte Einsatzzeit sah, kam er am Ende dennoch auf 29 Punkte, 18 davon in der zweiten Hälfte. Dank ihm gewannen die Lakers den Titel nach sechs Spielen und "Mister Skyhook" den zweiten Finals MVP Award seiner Karriere. Sechs Jahre lang erzielte er bei den Lakers mindestens 20 Zähler im Schnitt. In 1.093 Spielen, die er für die Franchise aus Los Angeles auflief, kam Abdul-Jabbar auf 22,1 PpG, 9,4 RpG und 3,3 ApG. 19-mal wurde Kareem Abdul-Jabbar für das All-Star-Game nominiert, zehnmal stand er im All-NBA First Team und fünfmal im Second Team. Doch nicht nur seine offensiven Qualitäten, die ihn zum besten Punktesammler aller Zeiten (38.387) machten, zeichneten ihn aus. Elfmal schaffte er entweder den Sprung ins erste oder zweite All-Defensive Team der Liga. 1995 bekam Kareem Abdul-Jabbar einen Platz in der Hall of Fame, 1996 wurde er zu einem der 50 größten Spieler aller Zeiten gewählt.


3. Earvin "Magic" Johnson (Los Angeles Lakers)

PV: 27,9 TV: 22,1 AV: 11,6 MV: 12,6 PFV: 74,2

PER: 24,1
Team Bilanz: 734?282 (72,2%), NBA Champion: 1980, 1982, 1985, 1987, 1988, Finals: 1983, 1984, 1989, 1991
Awards: MVP: 3-mal, Finals MVP: 3-mal, All NBA 1st: 9-mal, 2nd: 1-mal
Spielzeit: 13 Jahre, 906 Spiele, 33.245 Minuten
von 1979 bis 1991 und 1996


Sein Mannschaftskollege Michael Cooper beschrieb Earvin Johnson als "[Albert] Einstein in kurzen Hosen und Sneakers", sein langjähriger Coach Pat Riley sah in ihm ein Genie, und für viele Basketballfans weltweit war "Magic" nicht nur der größte, sondern vor allem der spektakulärste Aufbauspieler aller Zeiten.

Als Johnson 1979 an erster Stelle von den Los Angeles Lakers gedraftet wurde, erfüllte sich für den frisch gebackenen College-Champion ein Traum. Sein Wunsch, in der Millionenmetropole an der Westküste eine Karriere als Profibasketballer zu starten, hing an einem Münzwurf zwischen den Chicago Bulls und den Utah Jazz. Da die Jazz ihren Pick allerdings bereits 1976 an die Lakers abgetreten hatten, hoffte der damals 19-Jährige, an der Seite des Star-Centers Kareem Abdul-Jabbar spielen zu dürfen. Das Schicksal meinte es gut mit Johnson. Fortan wurde er nicht nur zum Superstar und besten Aufbauspieler der achtziger Jahre, sondern auch zum erfolgreichen Aushängeschild der NBA. Seinen Durchbruch feierte Magic, der den Spitznamen von einem Reporter in seiner Highschool-Zeit nach einem Spiel, in dem er 36 Punkte, 18 Rebounds und 16 Assists erzielte, verliehen bekam, im sechsten Spiel der NBA Finals 1980. Die Lakers führten gegen die Philadelphia 76ers mit 3-2, als Kareem Abdul-Jabbar verletzt zuschauen musste. Johnson, damals Rookie bei den Lakers, sprang in die Bresche und erledigte die Aufgabe des Verletzten dermaßen gut, dass er nach der Partie neben 42 Punkten, 16 Rebounds und sieben Vorlagen auch seine erste Meisterschaft feierte. Die Auszeichnung zum MVP der Endspielserie gab es außerdem. In den folgenden zwei Spielzeiten durchlief Johnson dann ein Tal persönlicher Probleme und Verletzungssorgen. Da kam zum einen die Geburt seines unehelichen Kindes in seinem Heimatort Lansing ans Tageslicht, zum anderen eine Knieverletzung, die ihn zu einer dreimonatigen Spielpause zwang und infolgedessen er den Anschluss an die Mannschaft verpasste. Doch Lakers-Inhaber Jerry Buss sprach seinem Schützling das Vertrauen aus, indem er ihm im Juni 1981 einen 25-Jahres-Vertrag über 25 Millionen Dollar - der an den Gehälteranstieg in der Liga angepasst wurde - anbot. Die Fans der Lakers hießen dieses Entgegenkommen gar nicht gut und pfiffen ihren Point Guard während der Heimspiele teilweise aus. Doch durch kontinuierlich gute Leistungen und mannschaftlichen Erfolg verstummten die Stimmen der Kritiker. Als Johnson schließlich mit Lakers Coach Paul Westhead aneinander geriet und dessen Entlassung forderte, war der Beginn der Lakers-Showtime nicht mehr aufzuhalten. Mit den neuen Head Coach Pat Riley und weiteren Leistungsträgern an Johnsons Seite (z.B. Byron Scott oder James Worthy) kam der Fastbreak-Express ins Rollen. Bereits 1982 feierten die Lakers einen weiteren Titel. Johnson schaffte es in seiner Karriere neunmal in die Finals, fünfmal gewann er das letzte Spiel der Saison - und dreimal beendete er die Meisterschaftsspiele als wertvollster Spieler (1980, 1982 und 1987). Aber auch in der regulären Saison wusste er zu überzeugen. Für die Lakers erzielte er in 906 Spielen im Schnitt 19,5 Punkte, 7,2 Rebounds und 11,2 Assists. Viermal führte Magic die Liga als bester Vorlagengeber in einer Saison an, zweimal als bester Balldieb. Seit 1983 fand man seinen Namen neun Jahre lang im All-NBA First Team. 1987, 1989 und 1990 wählte man ihn zum Liga-MVP. Im All-Star Game, in das er zwölfmal berufen wurde, erhielt er 1990 und 1992 die Trophäe als wertvollster Akteur. Besonders das All-Star Game von 1992, das in Orlando stattfand, weckt bei vielen Fans noch heute Erinnerungen. Obwohl Magic Johnson am 11. Juli 1991 auf einer Pressekonferenz seinen Rücktritt bekannt gab, da er sich mit HIV infiziert hatte, wählten ihn die Fans ein letztes Mal in die erste Fünf des All-Star-Spektakels. Im darauffolgenden August nahm er von der internationalen Basketballbühne Abschied, als er mit dem Dream Team in Barcelona die Freude am Spiel in die ganze Welt verbreitete. Am 29. Januar 1996 kehrte Johnson noch einmal für 32 Spiele zu den LA Lakers zurück, beendete aber nach der Saison 1995/96 endgültig seine Spielerkarriere. 1996 trug man seinen Namen in die Liste der 50 größten Spieler aller Zeiten ein, 2002 erhielt er einen Platz in der Hall of Fame.


2. Bill Russell (Boston Celtics)

PV: 21,9 TV: 28,0 AV: 12,8 MV: 14,9 PFV: 77,6

PER: 18,9
Team Bilanz: 716?299 (70,5%), NBA Champion: 1957, 1959-1966, 1968, 1969, Finals: 1958
Awards: MVP: 5-mal, Finals MVP: 7-mal, All NBA 1st: 3-mal, 2nd: 8-mal
Spielzeit: 13 Jahre, 963 Spiele, 40.726 Minuten
von 1956 bis 1969


Bill Russell gehört zu denjenigen, die in jungen Jahren keine sonderlichen Fähigkeiten im Basketball besaßen. Er schaffte es weder im ersten noch im zweiten Jahr ins Basketballteam der High School. Erst als Junior durfte Russell dann im Team der McClymonds High School in Oakland, Kalifornien, mitwirken. Es war der Beginn einer mit Siegen und Auszeichnungen dekorierten Karriere.

Geboren wurde William Felton Russell 1934 in Monroe, Louisiana. Als Russell acht Jahre alt war, zwang offener Rassismus gegenüber Schwarzen die Familie zum Umzug nach Detroit, Michigan. Von dort aus ging es kurze Zeit später in den Westen nach Oakland, Kalifornien, wo Russell dann auch die High School besuchte. Eigentlich wollte der Scout der University of San Francisco im Frühjahr 1952 einen Spieler des Gegners der McClymonds High School besichtigen, aber der bis dahin eher unauffällig agierende Bill Russell machte in diesem Spiel so viel Eindruck, dass er das Sportstipendium angeboten bekam. Bill Russell nahm die Chance an und führte zusammen mit K.C. Jones, seinem späteren Teamkollegen bei den Boston Celtics, die San Francisco Dons zu zwei College-Titeln (1955 und 1956). Sie gewannen zwischen 1954 und 1956 insgesamt 55 Spiele in Folge. Nach 79 Spielen mit durchschnittlich 20,7 Punkten und 20,3 Rebounds verließ Russell, der nebenbei noch ein sehr guter Hochspringer (1956 siebtbester der Welt mit einer Höhe von 2,06 Meter) war, das College. Im Draft 1956 wurde er danach an zweiter Stelle von den St. Louis Hawks (heute Atlanta Hawks) gezogen. Red Auerbach, der Head Coach der Boston Celtics, war aber so sehr an dem 2,06 Meter großen Center interessiert, dass er den Starting Center Ed Macauley und Cliff Hagan für die Rechte an Russell nach St. Louis schickte. Erst im Dezember 1956 absolvierte Bill Russell sein erstes Spiel für die Celtics, da er sich entschied, mit dem US Team an den Olympischen Spielen in Melbourne teilzunehmen. Die USA gewannen Gold und schlugen ihre Gegner mit durchschnittlich 53,5 Punkten. Wäre Russell nicht in das Basketballteam berufen worden, hätte er versucht, sich für den Hochsprungwettbewerb zu qualifizieren, um an den Olympischen Spielen teilzunehmen.

Als Russell dann zu den Celtics stieß, fügte er sich schnell ein und stand mit 19,6 RpG am Saisonende in der NBA ganz vorn. Ihre erste Meisterschaft gewannen die Kelten, nachdem sie die St. Louis Hawks um Bob Pettit mit 125:123 im siebten Spiel der Finals nach der zweiten Verlängerung schlagen konnten. Ein Jahr später führte Russell mit 16,6 PpG und 22,7 RpG die Celtics zur besten Bilanz der Liga. Er bekam den MVP Award überreicht, spielte, wie in den darauffolgenden elf Jahren, im All-Star Spiel und wurde für das All-NBA Second Team nominiert. Im Finale, erneut gegen die St. Louis Hawks, stand es 1-1, als sich Bill Russell im dritten Spiel den Knöchel verletzte. Ohne ihren defensivstarken Center, der seine Rebounds mehr durch Schnelligkeit und Antizipation einsammelte als durch Kraft, verloren die Celtics in sechs Spielen. Es sollte die einzige Finalniederlage ins Russells Karriere bleiben. Von 1959 bis 1966 gewannen die Boston Celtics acht Titel in Folge, eine Serie, die im US-Profisport unerreicht ist. Bill Russell zeigte speziell in siebten Spielen in dieser Zeit weit überdurchschnittliche Leistungen, wie beispielsweise 1960, als er gegen die St. Louis Hawks im Finale 22 Punkte erzielte und sich 35 Rebounds schnappte. Ebenso legendär ist seine Leistung 1963 im Finale gegen die Los Angeles Lakers, als er mit 30 Punkten und 40 Rebounds deren Titelträume zerstörte. Insgesamt vier weitere MVP Titel (1961, 1962, 1963 und 1965) kamen für den starken Shotblocker hinzu. Nachdem Red Auerbach 1966 als Head Coach zurücktrat, übernahm Russell diese Position und konnte dann noch zwei weitere Titel als Spielertrainer gewinnen (1968, 1969).

Russell war der erste afro-amerikanische Head Coach im US-Profisport. Nur 1967 scheiterten die Celtics, trotz 60 Siegen in der regulären Saison, in den Division Finals am späteren Meister, den Philadelphia 76ers um Wilt Chamberlain. Interessant dabei war, dass 76ers Head Coach Alex Hannum auch 1958 auf dem Trainerstuhl der St. Louis Hawks saß, er somit also der einzige Head Coach war, der den Celtics um Russell den NBA-Titel abspenstig machen konnte.

Nach dem Titelgewinn 1969 trat Bill Russell mit 15,1 PpG, 22,5 RpG und 4,3 ApG als Spieler zurück. Er liegt sowohl mit der Gesamtanzahl (21.620) als auch mit den durchschnittlichen Rebounds hinter Wilt Chamberlain auf Position zwei in der All-Time Liste. 1972 kam sein Trikot mit der Nummer 6 unter die Hallendecke im Boston Garden, drei Jahre später wurde Russell in die Hall of Fame aufgenommen. Er blieb beiden Veranstaltungen fern. In Boston fühlte Russell sich nie richtig von den Fans und den Bewohnern der Stadt akzeptiert, nicht selten kam ihm Rassismus entgegen. Dies führte auch zu seinem Ausspruch, er spiele für die Celtics, nicht für Boston. So kehrte er der Stadt, in der so viele Erfolge feiern konnte, den Rücken und zog nach Mercer Island in die Nähe von Seattle, Washington. Bei den Seattle SuperSonics war er später dann als Head Coach tätig (1973-77). 1996 wurde Bill Russell zu einem der 50 besten Spieler der NBA-Geschichte gewählt.


1. Michael Jordan (Chicago Bulls)

PV: 33,7 TV: 20,1 AV: 17,0 MV: 13,4 PFV: 84,2

PER: 29,1
Team Bilanz: 661?340 (66,0%), NBA Champion: 1991-1993, 1996-1998
Awards: MVP: 5-mal, Finals MVP: 6-mal, All NBA 1st: 10-mal, 2nd: 1-mal
Spielzeit: 13 Jahre, 930 Spiele, 35887 Minuten
von 1984 bis 1993 und 1995 bis 1998


Michael Jordan ist für viele der beste Basketballer aller Zeiten. Die Auszeichnung als bester Franchise-Player aller Zeiten untermauert seinen Status als Bulls-Legende und Weltstar, der so gut wie alles erreicht hat in seiner sportlichen Laufbahn. Doch es ist nicht nur die individuelle Klasse, die "His Airness" als Spieler der Chicago Bulls auszeichnete. In 13 Spielzeiten sammelte er im Schnitt 31,5 Punkte, 6,3 Rebounds und 5,4 Assists und gewann sechs Meisterschaften.

Den Ehrgeiz, immer wieder Höchstleistungen abzurufen, entwickelte Michael Jordan schon in Kindertagen. Da gab es zum einen die Hinterhofduelle gegen seinen Bruder Larry, die der junge Jordan immer wieder als Anreiz sah, sich zu verbessern. Auch wenn er als Kind in den Base- und Footballsport vernarrt gewesen war, legten erst die Spiele gegen seinen älteren Bruder den Schalter bei ihm um, sich voll und ganz auf Basketball zu konzentrieren. Eine weitere Motivation, stetig zu wachsen, erfuhr Jordan in der Highschool. Zunächst schaffte er es nicht ins Team, doch ein Jahr später und nach unzähligen Drills stand er nicht nur in der Mannschaft der Laney High School in Wilmington, North Carolina, sondern führte sie zugleich zur Landesmeisterschaft.

Nachdem Jordan 1981 ein Stipendium an der University of North Carolina akzeptierte, überzeugte er bereits als Freshman im Team der Tar Heels. 1982 traf er kurz vor Schluss einen Mitteldistanzwurf im Finale gegen Georgetown und sicherte seiner Uni den ersten NCAA-Titel im Basketball seit 25 Jahren. Nach unzähligen Auszeichnungen verließ er North Carolina, gewann 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Goldmedaille und wechselte in die NBA.

Die Chicago Bulls wählten den athletischen Shooting Guard an dritter Stelle (nach Hakeem Olajuwon (Houston) und Sam Bowie (Portland)). Hatte die Franchise aus "Windy City" zuvor dreimal in Folge die Playoffs verpasst, war das Ticket nun regelmäßig am Ende der Hauptrunde gebucht. Mit Michael Jordan, dem Rookie des Jahres 1985 und neuen Führungsspieler der Franchise, wuchs nach und nach eine Mannschaft zusammen, die Anfang der neuziger Jahre auf dem Höhepunkt ihres Schaffens war. Zuvor standen den Bulls die mehr auf eine mannschaftliche Spielweise ausgelegten Teams wie Boston (mit Larry Bird, Kevin McHale und Robert Parish) oder Detroit (mit Isiah Thomas und Joe Dumars) im Weg. Jordan beeindruckte zwar regelmäßig mit Punktefestivals (unvergessen ist seine 63-Punkte-Gala gegen Boston in den Playoffs 1986, obwohl er zuvor nur 18 Spiele in der Saison 1985/86 nach einem Fußbruch auflaufen konnte), doch der Erfolg mit seinen Bulls blieb regelmäßig ungekrönt. Erst Head Coach Phil Jackson wies Jordan darauf hin, dass Basketball ein Mannschaftssport ist, in dem auch das Einbeziehen der Teamkollegen Früchte tragen kann. Erstmals schafften es die Bulls, nicht zuletzt durch die veränderte Spielweise Jordans, 1991 in die NBA Finals. Drei Jahre in Folge gewannen sie die Meisterschaft, bevor Jordan kurz vor der Saison 1993/94 seinen ersten Rücktritt vom Profibasketball bekanntgab. Grund dafür war zum einen der Mord an seinem Vater James Jordan sowie lauter werdende Stimmen, die ihn des illegalen Wettspiels beschuldigten. Im Baseball versuchte der Dream Teamer von 1992 schließlich, Fuß zu fassen, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Im November 1994 verewigten die Chicago Bulls seine Trikotnummer 23 (1985 wurde Jordans Jersey an die Hallendecke seiner Universität gehängt) und enthüllten eine lebensgroße Statue ihres Superstars vor dem United Center, der Heimhalle der Bulls. Wenige Monate später, genauer gesagt am 18. März 1995, gab der gebürtige New Yorker sein Comeback gegen die Indiana Pacers. Später, in den Playoffs 1995, war bereits in den Eastern Conference Semifinals nach sechs Spielen gegen die Orlando Magic die Saison beendet. Die darauffolgende Spielzeit 1995/96 markierte die wohl beeindruckendste Saison aller Zeiten. Nicht nur, dass die Bulls mit 72 Siegen und zehn Niederlagen die beste Bilanz der Ligageschichte aufstellten und ihren vierten Titel innerhalb von sechs Jahren gewannen, sondern auch die Auszeichnungen, die Jordan einheimste, waren bemerkenswert: Er wurde sowohl zum MVP des All-Star Games als auch zum Liga-MVP ernannt. Seine Auszeichnung als erneuter Finals MVP war da schon fast obligatorisch.

Insgesamt stehen sechs NBA-Titel in der Vita des Michael Jordan. Hinzu kommen zwei olympische Goldmedaillen, fünf MVP-Titel (1988, 1991, 1992, 1996, 1998) sowie sechs Finals MVP Awards. 14-mal wurde "MJ" ins All-Star Game berufen und dort dreimal zum besten Spieler gewählt (1988, 1996, 1998). Der 1996 zu einem der besten Basketballer aller Zeiten ernannte Sport- und Werbestar (u.a. Nike) dominierte aber nicht nur offensiv. Auch als versierter Verteidiger machte sich "Air Jordan" einen Namen: 1988 wurde er zum besten Verteidiger der Liga gewählt. Neunmal fand man den Namen Jordans im All-Defensive First Team. Dem gegenüber standen zehn Berufungen ins All-NBA First Team. Als Michael Jordan 1998 wenige Sekunden vor Ende des sechsten Finalspiels gegen die Utah Jazz den entscheidenden Mitteldistanzwurf zur sechsten Meisterschaft versenkte, war das Hollywood-Ende einer unvergleichlichen Bilderbuchkarriere perfekt.

Der Mythos des Michael Jeffrey Jordan bekam einige Schrammen, als er 2001 für zwei Jahre ein erneutes Comeback bei den Washington Wizards startete. Zuvor versuchte er sich im Management des Hauptstadt-Clubs; Im Jahre 2006 stieg er als Teilinhaber bei den Charlotte Bobcats ein. Michael Jordan ist dem Basketball nach wie vor treu. Auch wenn er nun abseits des Courts das Sagen hat, bleibt er mit 32.292 Punkten der drittbeste Scorer aller Zeiten. Sein Karriereschnitt von 30,12 PpG bleibt wohl auf ewig unerreicht - ebenso wie die Legende, an der der größte Franchise-Player aller Zeiten in 13 Jahren bei den Chicago Bulls arbeitete.


Hinweis: Am nächsten Sonntag werden zahlreiche Statistiken der besten Franchise-Player aller Zeiten in einem Sonderartikel veröffentlicht.




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Kommentare

(64 Kommentare bisher)

von kortac 26.08.07 um 09:15:49


mike also doch vor russel...
alles im allen eine gute liste, bei der man mit kurzen nachdenken auch fast alle namen allein zusammen bekommen hat. man erinnert sich also zu recht an die betreffenden personen!^^
krass sind allerdings die punktabstände in der top10: 10 -1 22%-punkte, in der top3 auch noch mal 10... diese unterschiede hab ich nicht vorausgesehen!

noch mal dickes lob!



von Shoot Da freak 26.08.07 um 12:36:39


DANKE!! für die nummer eins



von The_MVP 26.08.07 um 14:22:21


Magic Johnson
"25-Jahres-Vertrag über 25 Millionen Dollar" ...xDD
ganz schön billig und ausdauernd der jung wa? xD



von flashlu 26.08.07 um 14:48:38


Hach... MJ auf der 1. Das kann nicht sein :P
Bill Russell ist die Nummer 1. Grml... wären die Blocks damals statistisch aufgeführt worden...

Die Nummer 9 hat keiner vorhergeahnt :D

25Millionen ist über 25Jahre nicht soviel. Aber wenn man auf 6-7Jahre rechnet sind das etwa 100Millionen Dollar.



von presidentsamy 26.08.07 um 14:57:40


niemals!
niemals ist jordan auf der 1!
ich protestiere!
noch heute fang ich mit dem drucken der "bill russell - best franchise player ever"-t-shirts an :D

guter letzter artikel der reihe, keine überraschungen mehr dabei wie ich finde (v.a. was die reihenfolge angeht, bis auf die tatsache, dass ihr unabsichtlich den ersten und zweiten platz vertauscht habt :D)



von Tomdawg 26.08.07 um 15:21:35


Ich finde es wunderbar, dass viele von euch Russell auf dem ersten Platz sehen. Er war zweifelsohne ein herausragender Teamplayer, nur individuell konnte eben niemand Jordan das Wasser reichen. Seine zusätzlichen Erfolge mit den Bulls brachten ihm schließlich den ersten Platz - mit 6,6 PFV-Punkten Vorsprung.

Übrigens: Danke nochmal für das viele Lob. Es war wirklich eine Menge Arbeit, solch ein Projekt zu planen und umzusetzen. Aber was tut man nicht alles aus Liebe zum Spiel?!

...und wenn ihr Vorschläge für weitere Serien habt, dann schickt uns einfach eine Mail, z.B. über MyCrossover.



von Bratfisch 26.08.07 um 15:37:14


Meines Wissens ist Magic nicht an AIDS erkrankt, sondern trägt nur den HI-Virus. Bis heute ist die Krankheit bei ihm ja nicht ausgebrochen...



von Airwalker 26.08.07 um 16:28:57


der beitrag über Jordan gefällt mir sehr gut. ich bin aber der meinung, dass man seine beiden Slamdunktitel auch erwähnen sollte. trotzdem ein sehr guter artikel.



von Tomdawg 26.08.07 um 16:43:41


@ bratfisch: danke für den hinweis. ich hab es entsprechend geändert.

@ airwalker: tja, da hab ich wirklich die zwei dunk-titel bei mj vergessen. gut, dass du sie noch erwähnt hast.



von CS7 26.08.07 um 17:17:52


ich finde bird sollte weiter nach vorne gehören...
aba dass jordan auf dem 1. ist ist richtig
er ist einfach der beste

jezz fehlen nur noch die 50 besten verteidiger aller zeiten denn:
defense wins championships wie wir alle wissen ;)



von Sincere 26.08.07 um 17:28:21


ich find auch das MJ auf den ersten platz gehört...gar nich auszudenken was passiert wäre wenn er bis 2003 durchgespielt hätte.....das wären....mein gott 13 titel :D:D:D

@ the_mvp
ich kann mir denken das 25millos für 25jahre damals ein absoluter monstervertrag war,
erst in den 90er sind die gehälter ja so derart in die höhe geschossen das 5 millionen pro jahr für einen all-star eine beleidigung sind;)



von Skateboard_P 26.08.07 um 17:37:56


His Airness auf der 1. So gehört es sich in einer richtigen Auflistung. Bin froh, endlich mal Tim Duncan nicht an der "1" zu sehen.

Bin wirklich froh, dass ihr so eine Serie von Artikeln präsentiert habt. Echt klasse. Muss ich euch ein großes Lob aussprechen.

Macht weiter so.



von mystic 26.08.07 um 18:18:17


Der Vertrag fuer Magic war ziemlich heftig fuer die damalige Zeit. Moses Malone war Spitzenverdiener mit etwa $1.5 Mio., Magic uebernahm diese Rolle dann 1983 mit $2.0 Mio., da der Vertrag eben an die Gehaltsteigerung angepasst war.

@Skateboard_P

Ja, Duncan mal nicht ganz vorn, aber immerhin schon auf Rang 5 und er ist der einzige in den Top10, der seine Position noch verbessern kann. ;)

@CS7

Bezueglich der besten Verteidiger ist es leider so, dass ausreichend Daten erst ab Ende der 70er Jahre zur Verfuegung stehen. Die Spieler davor koennten nicht beruecksichtigt werden.



von Hanan 26.08.07 um 19:26:06


wie wäre es eine serie über die besten aktiven spieler zu bringen,z.B. die besten 10 PG,SG,SF...oder so etwas auch vergangenheitsbezogen sodass WILT the STILT der beste center wäre...^^



von Suck My Diktiergerät 26.08.07 um 21:30:23


@mystic man will es eigentlich kaum glauben, aber shaq kann seine position auch noch verbessern ;)


aber am beeindruckensten ist für mich eigentlich Kareem abdul-jabbar...mit "zwei franchises" in die top 20 und top 5 zu stoßen...nicht auszudenken wo er stehen würde, wenn er zeit seines lebens bei einer franchise gespielt hätte....



von Suck My Diktiergerät 26.08.07 um 21:30:54


achja, vergessen....shaq müsste ja schon zurück zu den lakers wechseln um sich zu verbessern ;) sorry



von CS7 27.08.07 um 14:11:48


@hanan
wilt wäre nicht der beste center....das wäre dann wohl russel außer mann sieht ihn als power forward



von Pete Air 27.08.07 um 16:42:50


Hm aber stil ist wohl der dominatere von beiden. Woran will man das auch festmachen wer der besser ist ?? statistisch dann klar stilt. Wie sollte man es sonst festmachen ?



von Chris 27.08.07 um 18:24:05


Chamberlain war Russell individuell deutlich überlegen (u.a. schaffte er den NBA-Rekord von 55 Rebounds gegen ihn), was ihn auch zum besseren Center macht, denn das ist und bleibt ein Einzeltitel, keine Mannschaftswertung, bloß weil Russell mit Boston mehr Meisterschaften gewann.



von Jagger 27.08.07 um 19:12:15


Shaq und Karl Malone vor Hakeem??? Wäre Shaq ohne Bryant und Wade Meister geworden??? Wie oft ist Karl Malone Meister geworden(Trotz Stockton)??? OK Hakeem ist mein Lieblingsspieler aber blanke Zahlen für diese Rangliste zu nehmen ist zu einfach. 1994 hat Olajuwon die Rockets ohne Co-Star zum Titel geführt und die Knicks hatten Ewing,Starks,Mason. Und die Gegenspieler zu Hakeems Zeiten waren stärker als zu Shaqs besten Zeiten.



von mystic 27.08.07 um 19:56:32


@Chris

Offensiv war Wilt Chamberlain sicherlich deutlich staerker als Russell, aber Russells Defensive war eben auch besser. Wenn man die Reboundzahlen mal auf 40 Minuten betrachtet, dann liegt Russell mit 21,2 vor Chamberlain (20,0), was auf eine bessere Rebound-Rate schliessen laesst.
Wenn man nicht davon ausgeht, dass die einzelnen Spieler Einfluss auf das Teamergebnis nehmen, koennte man problemlos sagen, dass Wilt der bessere war, aber so einfach ist das meiner Ansicht nach nicht. Russell hat defensiv dominiert, was zum Erfolg der Celtics erheblich beigetragen hat. Nicht nur ich, sondern auch Russell selbst, sehe Chamberlain auch als staerker an, aber der Unterschied ist wohl geringer, als sich anhand von NBA-Rekorden oder PPG, RPG ablesen laesst.

@Jagger

Shaq hat 3 Titel mit den Lakers geholt und war in der Zeit auch dominanter unterm Korb, als es Hakeem Olajuwon jemals war. Zudem fliessen auch die Anzahl der Spiele mit in die Rechnung ein. Es ist keine Liste, die ueber den besten Spieler entscheidet, sondern eine Liste, in der die Spieler nach ihren Leistungen fuer eine Franchise geordnet sind. Was wir von Olajuwon halten, sollte aus dem Artikel eigentlich hervorgehen.
Bezueglich der Staerke der Gegenspieler gibt es geteilte Meinungen ueber die verschiedenen Zeiten. Letztendlich kann man die Spieler nur im Vergleich zu den jeweiligen Gegenspielern beurteilen. Wenn Shaq da mehr herausragt, ist das nun mal ein Plus nicht ein Minus, weil die Gegenspieler vielleicht schwaecher als zu anderen Zeiten waren.



von V.I.P. 27.08.07 um 21:33:07


Kareem ist meiner meinung nach auf der 3 sein. Ansonsten ist die Liste o.k.



von Pete Air 28.08.07 um 11:18:50


Aber so groß ist der unterschied bei den rebounzahlen ja auch nicht aber hingegen in der offense weit aus mehr. Die stats von chamberlain sind 30,1 PPS, 22,9 REB, 4,4 AS

und die von russel 15,1 PPS, 22,5 REB, 4,3 AS. Dazu kommt noch das russel in einem weitaus besseren team war. Wilt hatte keine spieler wie jones oder cousy. Hatte auch nicht wilt mal einen REB saisonschnitt von 50,3 zählern ?



von Chris 28.08.07 um 12:10:32


Nein, er hatte einen Punkteschnitt von 50,4 (1961/62).

Reden wir doch bitte nicht in Statistiken. Die meisten Quellen - und sogar Bill Russell selbst - sagen aus, dass Chamberlain seinem großen Rivalen im direkten Duell überlegen war - und nur das zählt für eine Center-Rangliste: die Dominanz über seine Kontrahenten. Russell mag der bessere und erfolgreichere Teamspieler gewesen sein, aber dabei spielen zu viele Faktoren mit rein, um dies miteinzubeziehen. Der Beste wird individuell ermittelt, und dabei sieht Russell gegen Chamberlain kein Land.



von sonnycrockett 29.08.07 um 23:45:27


ja noch ein beweis das Michael Jordan der beste basketballer aller Zeiten ist. Er ist der beste und es wird nie einen besseren geben . Solch einen basketballer wird es nie wieder geben, ich schätze mich glücklich seine Spiele Live morgens verfolgt zu haben. I Love Michael Jordan



von Chris 30.08.07 um 00:31:22


"Es wird nie einen besseren geben" - das wurde über andere Spieler auch gesagt, doch dann kam irgendwann ein Besserer daher. Jordan wird es ebenso ergehen. Niemand sollte so naiv sein, zu glauben, er werde für alle Ewigkeit an der Spitze bleiben. Die Wahrscheinlichkeit spricht eindeutig dagegen.



von sonnycrockett 30.08.07 um 10:11:56


Das ist eben der unterschied zwischen Jordan und den anderen. Man muss nicht nur seine statistiken anschauen sondern den Einfluss den er am Spiel gehabt hat, das gibt es nie wieder. Wenn man sogar die besten Spieler aller Zeiten befragen würde , wer der beste aller Zeiten ist , würde es Michael Jordan heissen. Kobe Bryant , Lebron James etc. werden immer mit Jordan verglichen, man ist nicht der beste weil man sehr jung erfolg hat sondern Jordan ist der beste weil er über die ganze Karriere das geleistet hat was es nie weder geben wird.Das ist Tatsache ob man das akzeptiert oder nicht, man wird immer warten und warten es wird keinen besseren geben. Jordan ist nicht nur der beste Basketballer aller zeiten sondern einer der besten Sportler aller Zeiten überhaupt.



von Chris 30.08.07 um 11:34:29


Es ist eine Tatsache, dass es keinen Besseren als Jordan geben wird? Na dann...



von paris_hilton 30.08.07 um 11:34:34


lol gehts noch?? ja klar, jordan ist der tollste, der beste mensch aller zeiten, ach was red ich denn, er ist kein mensch er ist GOTT! wie erklärst du dir es dann, dass er selbst zum jetzigen zeitpunkt in GOAT-diskussionen alles andere als unangetastet ist? selbstverständlich werden bessere kommen, wie chris schon gesagt hat, das ist ganz natürlich. aber geh du nur weiter deinen MJ anhimmeln, nur verschone uns mit solchem geschreibsel.



von sonnycrockett 30.08.07 um 12:04:12


paris_hilton melde dich wieder wenn es einen besseren gibt als Jordan :))



von Chris 30.08.07 um 12:28:24


Den gibt es - je nach Ansicht - bereits: Earvin Johnson, Larry Bird, Wilt Chamberlain, Kareem Abdul-Jabbar haben alle ein Anrecht auf den Titel des Besten und genügend Menschen, die sie für den Besten halten. Jordan sticht nur dadurch heraus, dass er die meisten Fürsprecher hat.

Ist es deshalb eine Tatsache, dass er der Beste ist? Nein. Ist es ein Fakt, dass es nie einen Besseren geben wird? Auf gar keinen Fall, schon gar nicht, wenn man bedenkt, wie lange sich die vorherigen Besten auf dem Thron halten konnten (z.B. Bird vor Jordan keine zehn Jahre).

Man sieht es am besten bei den Centern, deren Entwicklung so aussehen könnte: George Mikan abgelöst von Chamberlain, abgelöst von Jabbar abgelöst von Shaquille O'Neal, dem in Zukunft Greg Oden Konkurrenz machen wird. Und auch auf Oden wird ein Besserer folgen.

Zu glauben, ein Sportler werde in alle Ewigkeit an der Spitze bleiben, ist einfältig. Auch Michael Jordan wird eines Tages abgelöst werden, so wie er einst seine Vorgänger ablöste.



von sonnycrockett 30.08.07 um 12:44:34


Ich habe Respekt vor deiner meinung aber ich denke es gibt eine Limite von Erfolg und Jordan hat diese Limite erreicht. Das ist meine Meinung



von Chris 30.08.07 um 13:08:03


Was du damit - absichtlich oder nicht - behauptest, ist, dass Michael Jordan perfekt war. Allerdings ist kein Mensch perfekt (ein Mensch kann grundsätzlich nicht perfekt sein), weshalb auch Jordan übertroffen werden kann (LeBron James ist auf einem sehr guten Weg, genau das zu tun).



von Pete Air 30.08.07 um 14:25:46


Hm naja aber Jordan ist und bleibt ein Phänomen und wie schon einige ihn als gott in menschenform bezeichneten. Es wird gute spieler geben aber jordan war nicht nur gut. Es kommt auch nicht auf die titel an die einer gewinnen wird. Bei jordan war es einfach alles athletik, defense, siegeswille, gamewinner. Jordan war für mich einfach unglaublich.

Trotzdem kann jordan abgelöst werden z.b haben einige spieler das talent dazu aber ob sie es auch nutzen ist fraglich. So lange das nicht passiert bleibt jordan nun mal g.o.a.t



von Giftpilz 30.08.07 um 15:01:29


Dass Jordan der "g.o.a.t" ist, sehen doch nur viele so, weil sie ihn im Gegensatz zu seinen Konkurrenten um diesen Titel sahen - von Chamberlain und Abdul-Jabbar gibt es dagegen leider viel zu wenig Aufnahmen aus ihren besten Jahren, als sie die Liga nicht weniger dominierten als Jordan die NBA in seiner Zeit.

Und das ist nur die Sicht auf den Einzelspieler, denn wenn man bedenkt, dass Basketball immer noch ein Teamsport ist und Erfolge als Mannschaft erreicht werden (worin sich MJ in der ersten Hälfte seiner Karriere doch etwas schwer tat, teils weil er wirklich zu schlechte Mitspieler hatte und teils weil er den optimalen Weg noch nicht gefunden hatte, wie er dazu beitragen konnte, dass deren Stärken sich entfalten konnten), findet Jordan vor allem in Magic Johnson jemanden, der ihm ebenbürtig ist, denn 5 Meisterschaften und insgesamt 9 (!) NBA-Finals sind wohl mindestens ebenso beeindruckend wie Jordans 2 Threepeats. Von Bill Russell ganz zu schweigen, der aus Teamsicht wohl in allen Sportarten einer der größten Spieler aller Zeiten ist.



von justuskoch 30.08.07 um 16:26:56


Jordan ist meiner Meinung nach auch nicht der beste.
Krass finde ich zwar schon, dass er in einer Saison Topscorer und Defensive Player of the Year war aber Magic hat mehr Erfolge und hat auch genauso dominiert. Für mich ist aber trotzdem Bill Rusell die Nummer 1 weil keiner so viele Ringe hat und er auch der Francise player in Boston und nicht nur Mitläufer war.



von Pete Air 30.08.07 um 20:25:38


Tja wir reden hier aber nicht wer der erfolgreichere war. Und ein Magic hatte ja wohl ein kleinbischen bessere spieler um sich herum oder (Worthy, Jabbar und von Russel ganz zu schweigen). Was die stärke eines spielers auszeichnet sind wohl nicht die titel sondern eher seine mvp awards und wie viele hat jordan nochmal ????



von paris_hilton 30.08.07 um 20:49:41


nun, er hat weniger als kareem und gleich viele wie russell.

wo genau ist jordan der beste? ich habe das im forum schonmal geschrieben. er hat weder die meisten ringe, noch die meisten mvp-titel, er hat nicht den höchsten punkteschnitt und nicht das beste allround-game. meinetwegen kann man ihn als besten basketballer sehen, aber solch eine vergötterung wie sonnycrockett hier zeigt, geht mir zu weit.



von sonnycrockett 30.08.07 um 21:42:30


michael jordan hat den besten Punkteschnitt aller Zeiten. Man sollte sich halt mal informieren bevor man etwas behauptet



von Pete Air 30.08.07 um 21:50:09


Und was ist mit den MVP titeln wie allstar oder finals mvp zählen die nicht ? und wenn man von titeln spricht dann bist du bestimmt der ansicht das sam jones der 2 beste spieler ist oder ??? Klar das er kein Gott ist aber für mich ist er halt der beste. Es waren sein Siegeswille für mich, seine dunks und seine gamewinner. Ich meine welcher spieler aus reed kennt ihr der krank oder verletzt in den playoffs gezockt hat ?? Guck dir doch einmal an wie oft er in all defense team gestanden hat obwohl er topscorer wurde. Nenn mir einen neuzeitigen spieler der das noch schafft mit 25 pts oder mehr ins all defense first team zu kommen. Nenn mir einen topscorer der defense player of the year wurde. Und nenn mir noch jemanden der aus einer loser truppe eine dynastie machte.



von Chris 30.08.07 um 22:16:10


Es ist vollkommen in Ordnung, Jordan als bisher besten Spieler zu bezeichnen. Auch ich halte ihn für den führenden Kandidaten auf diesen Titel. Selbstverständlich ist es aber nicht, doch für manche ist es schon ein Skandal, überhaupt darüber zu reden. Das sollte jedoch nicht so sein. Jordans Name darf gern am Ende, aber nie am Anfang der Diskussion um den besten Spieler stehen.

Wenn man manchen (vor allem sehr jungen) Fans so zuhört, könnte man glauben, es gäbe die NBA nur für Michael Jordan, als wäre alles zwingend auf ihn hinausgelaufen. Man könnte meinen, dass es zwei Gruppen gäbe: in einer Michael Jordan und in der zweiten alle anderen NBA-Spieler, die es je gegeben hat.

So ist es aber nicht. Jordan ist auch nur ein Spieler, jemand mit Vorgängern und Nachfolgern, und selbst er ist nicht unumstritten. Man kann eigentlich jeden Fan nur daran erinnern, vor lauter Jordan-Hype in den Medien das Denken nicht zu vergessen: Michael Jordan schwebt nicht über anderen Basketballern; er verdient keine Sonderbehandlung.



von paris_hilton 31.08.07 um 00:02:52


ok noch ein paar anmerkungen, ansonsten wars das von mir:

1. jordan hat denselben schnitt wie chamberlain über die karriere. my bad. chamberlain hat natürlich nur den rekordschnitt für eine saison.

2. finals-mvp und allstar-mvp?? den finals mvp gibts erst seit 1969, also kann ihn z.b. russell nicht holen. allstar-mvp, ich bitte dich....selbst glen rice war das mal.

3. welcher spieler hat verletzt in den POs gespielt? hmmm wahrscheinlich hunderte.

4. Nenn mir einen neuzeitigen spieler der das noch schafft mit 25 pts oder mehr ins all defense first team zu kommen: tim duncan, kevin garnett, kobe bryant, gary payton....

5. Nenn mir einen topscorer der defense player of the year wurde: den award gibts erst seit 1983. trotzdem waren auch david robinson und hakeem olajuwon schon beides (jedoch nicht im selben jahr)

6. Und nenn mir noch jemanden der aus einer loser truppe eine dynastie machte: bill russell, tim duncan



von PPP 31.08.07 um 09:46:06


Es ist vermessen zu sagen, dass es nie einen besseren spieler als jordan geben wird. in 15 jahren wird man vielleicht von lebron als dem besten spieler aller zeiten reden. vielleicht wirds aber auch länger dauer. aber trotzdem bleibt michael einzigartig auf seine weise, genauso wie russell, big O., chamberlain, magic, bird und all die anderen vor ihm.



von Chris 31.08.07 um 11:14:24


Nur mal zur Erinnerung, wie schnell sich die Dinge ändern können: Als 1980 zum 35-jährigen Jubiläum der NBA ein Legenden-Team zusammengestellt wurde (vergleichbar mit den Top-50 von 1996), nutzten die amerikanischen Sportjournalisten die Gelegenheit und wählten Bill Russell zum bis dahin besten Spieler. Die darauffolgenden Jahre sahen den Aufstieg von Earvin Johnson und Larry Bird, und die Debatte um den besten Spieler aller Zeiten begann von neuem (nicht zu vergessen, dass Wilt Chamberlain, Kareem Abdul-Jabbar u.a. ebenfalls ein Wort mitzureden hatten). Dann setzte die Ära Jordan ein, die bis heute angehalten hat, und nun war Jordan der GOAT (auch wenn man mit Recht behaupten darf, dass Jordan von Shaquille O'Neal oder Tim Duncan abgelöst wurde). In ein paar Jahren könnte die Angelegenheit dank LeBron James, Kevin Durant und Greg Oden dann abermals ganz anders aussehen.

Es gibt in der NBA-Geschichte eine konstante Entwicklung, und bei der steht Michael Jordan nicht außen vor, sondern ist ein Teil von ihr. Wer zu Jordans Glanzzeiten Basketballfan wurde und den Medien seitdem zu sehr ausgesetzt gewesen ist, kann sich unter Umständen gar nicht vorstellen, dass es einen besseren Spieler als Jordan geben könnte. Dasselbe dachten manche Menschen aber einst auch über "Tarzan" Cooper, George Mikan, Bob Cousy, Jerry West, Julius Erving u.a., die (je nach Ansicht) aber alle irgendwann übertroffen wurden. Jordan wird es ebenso ergehen; es ist nur eine Frage der Zeit.



von Giftpilz 31.08.07 um 11:57:21


@Pete_Air: Jordan hatte zu in den 90ern kaum schlechtere Mitspieler als Magic in den 80ern - da wird bei den Lakers oftmals im Vergleich ignoriert, dass Kareem Mitte der 80er bereits deutlich abgebaut hatte (er war immer noch sehr gut, aber man sollte nicht annehmen, dass er mit 35-40 Jahren bei nur 30 Minuten pro Spiel noch ein sehr entscheidender Faktor der Lakers war) und dass Worthy gewiss nicht besser als Pippen war.

Und doch, Erfolge im Team sind sehr entscheidend, solange man sie den Spielern recht eindeutig zurechnen kann, wie man zum Beispiel bei Duncan sieht, der sich zugunsten des Spurs-Systems einfügt und teils nicht mal als allererste Option im Angriff agiert (man beachte, dass er im Schnitt nur 16,4 Würfe pro Spiel nimmt und dass seine Usage-Rates - siehe bei basketball-reference.com - im Vergleich mit denen anderer Spieler oft deutlich niedriger sind, was aber nicht heißt, dass er tatenlos auf dem Platz stände, sondern dass er viel ohne Ball arbeitet, was sich in den "normalen" Statistiken nicht widerspiegelt, aber seinem Team letztlich dennoch mindestens ebensoviel bringt). Alleine mit seinen 22/12/3/2,5 landet er jedenfalls nicht hier in der Auflistung auf Platz 5.
Die Anzahl von Titeln sind auch ein zweifelhafter Maßstab, denn vor allem der DPOY wird seltenst an Spieler vergeben, die gleichzeitig auch MVP-Kandidaten sind, und ist meistens für die reinen Spezialisten reserviert (aber wenn es wirklich darauf ankäme, wen würde man lieber den gegnerischen Center verteidigen lassen: Ben Wallace oder doch Tim Duncan? ;) )

Unterm Strich ist es aber tatsächlich so, wie Chris mehrfach betont hat: Jordan gehört unbestritten zu den besten Spielern aller Zeiten, und es ist legitim, ihn als besten zu sehen. Aber man kann darüber streiten, ob seine Leistungen wirklich objektiv über denen aller Alltime-Konkurrenten stehen (da ragt ein Gretzky in der NHL doch weitaus deutlicher heraus), und ob sie nie wieder zu erreichen sein würden, ist nun tatsächlich nicht in Stein gemeißelt. Eins ist klar: Einen zweiten Jordan wird es nicht geben, aber es gab auch keinen zweiten Magic und keinen zweiten Bird, und dennoch gelten diese nicht mehr unbestritten als beste Spieler aller Zeiten. So wird es auch MJ letztlich ergehen.



von sonnycrockett 31.08.07 um 13:08:25


sechs NBA-Titel, fünf Mal MVP , sechs Mal Finals-MVP, zehn Mal All-NBA First Team, NBA Defensive Player of the year 1988 , neun Mal NBA All-Defensive First Team, zehn Mal bester Schütze der Saison, NBA Rekord in aufeinanderfolgenden Spielen mit mind. 10 Punkten: 842 , dreizehn All-Star-Spiele, erzielte als erster Spieler ein ?Triple-Double? in einem All-Star-Spiel , drei Mal All-Star MVP, zweimal Slam Dunk Contest Gewinner, höchster NBA-Karriere-Punkteschnitt aller Zeiten: 30,1 Punkte/Spiel , höchster Playoff-Karriere-Punkteschnitt aller Zeiten: 33,4 Punkte/Spiel , zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen , einziger NBA-Guard mit mindestens 100 Blocks und 200 Steals in einer Saison (1986-87 und 1987-88) , einziger NBA Spieler in der Geschichte, der in einer Saison Scoring Champion und Defensive Player of the Year wurde (1987-88) , NBA Rekord 72-10 Siege, Nicht nur wegen den Statistiken sondern wegen seinem Einfluss auf das Spiel , sein Siegeswille , seine Führungsqualität z.b schaut noch mal das letzte Spiel an gegen Utah Jazz, das ist das beste Beispiel. Darum kann ich es mir nicht vorstellen , das je wieder ein Spieler das Spiel so dominiert und diese Erfolge erreicht.



von Pete Air 31.08.07 um 14:44:26


Also ist ein Allstar MVP eig eine flasche ?? klar ist es nur ein spiel aber trotzdem muss mal zuerst eine flasche ins allstargame kommen oder ?

Ja bestimmt mit einer Magendarmgrippe in den Finals viele ... dann nen mir mal viele.

Ich rede von topscorer und defensplayer of the year in einer saison.

Wann hatte garnett einen schnitt von 25 pts und kamm ins all defense team und wann duncan ?

Naja hier mal die loser truppe der celtics währen russel.
Russell
Cousy
Jones
Heinsohn
Sharman
man waren das alles loser ne.



von paris_hilton 31.08.07 um 15:55:01


ja ein allstar mvp ist eine flasche, genauso hab ich es gesagt :rolleyes:

und ja es haben schon spieler verletzt gespielt, auch in den finals.

duncan hatte 01/02 einen schnitt von über 25 und stand im defense team. garnett hatte 24,2 PPS was ihn natürlich völlig disqualifiziert. dann liefere ich dir eben noch malone, robinson, olajuwon usw usw

was gewannen die celtics vor russells ankunft? nichts, nicht mal einen divisions-titel. andersrum: jordan hat wohl mit chicago alles im alleingang gewonnen? wohl kaum....


ist ja jetzt auch alles haarspalterei. ich sagte doch, wer jordan als besten sehen will, bitte. nur eben nicht übertreiben und sagen er wird es immer sein und er ist meilenweit vorne, weil das stimmt nicht.



von Pete Air 31.08.07 um 16:07:40


Ja aber das sind alles forwards oder ? und ja vor jordan waren die bulls nunmal nichts. Und mit ihm kam nunmal der aufschwung kannst ja mal die zeitungsberichte über jordan und seine mitspieler lesen und als sie interviewed wurden.

Mag sein das die celtics nichts gewannen aber es war auch nicht russell alleine sondern ein team von stars und bei den bulls waren die stars jordan, pippen, rodman und ich denke ohen ihn hätte sie nichts gerissen.

Ja mag sein das man nicht übertreiben sollte aber es ist nunmal so das er als goat gehandelt wird. Von vielen fans und sportlern selber.



von sonnycrockett 31.08.07 um 18:25:17


Jordan ist ja bei diesen Rechnungen hier auch eindeutig der beste aller Zeiten. Paris Hilton möchte das einfach nicht akzeptieren :), das er der beste aller zeiten ist.



von jamalmashburn 31.08.07 um 20:51:27


Ist ja eine weit verbreitete Krankheit, zu denken, dass in der eigenen Generation die besten/der beste spielte. So ist zum Beispiel Tom Heinson davon überzeugt, dass Cousy und West die besten Guards aller Zeiten sind und übergeht mal locker Robertson, Magic und Jordan. Scottie Pippen dagegen glaubt, dass nur in den 90ern (also zu seiner Zeit) echte Defense gespielt wurde. Und NBA Fans, die mit Michael Jordan aufgewachsen sind und ihn hautnah miterleben konnten, glauben, dass ihm in der NBA Geschichte niemand auch nur nahe kam.
Wer glaubt, dass Jordan der einzige mit beeindruckenden Auszeichnungen und Rekorden ist, der soll sich mal Chamberlains Rekorde ansehen...
Wer glaubt, dass nur Jordan krank/verletzt in den Finals spielte, dem sei gesagt, dass das für Reed, Thomas (schwer verstauchter Knöchel), Iverson (unzählige Blessuren 2001), Mikan (gebrochener Arm!) und wahrscheinlich unzählige andere auch gilt.
Er ist auch bei weitem nicht der einzige Spieler, der offensiv wie defensiv herausragte. Nur als spontanes Beispiel: Wilt Chamberlain blockte in seinem ersten (!) NBA Spiel 17 Würfe...

Jordan hat keine Vormachtstellung in der NBA Geschichte. Er ist "nur" einer von ca. 10 Spielern, die den Titel GOAT ausmachen und bei einigen ist er halt die Nummer 1. Aber zweifellos ist der das bestimmt nicht. Dafür gab es einfach zu viele herausragende Leute in dieser Liga.



von sonnycrockett 06.09.07 um 20:21:30


Jordan ist der beste aller zeiten , das sagen ja sogar die besten basketballer aller zeiten. Liest oder schaut euch mal die Kommentare an von Spieler wie Magic Johnson,Bill Russell, Larry Bird oder David Robinson. Es wird keinen besseren mehr geben als Jordan und bis es einen gibt sind das nur behauptungen es kann einen besseren geben etc. aber das wird es nie



von Chris 06.09.07 um 21:30:51


Es stimmt: "nur Behauptungen"...



von sonnycrockett 06.09.07 um 22:12:18


Ja genau die Tatsache ist Jordan ist der beste aller Zeiten



von Chris 07.09.07 um 06:10:28


Wie alt bist du, dass du sowas wirklich als Tatsache bezeichnest?

Du blamierst dich nämlich gerade bis auf die Knochen....



von PPP 07.09.07 um 08:01:06


@sonnycrockett:
deine aussage "jordan ist der beste aller Zeiten" ist keine tatsache, sondern spiegelt deine und die meinung anderer wieder. eine tatsache ist allerdings ein erwiesener Sachverhalt. für solche rankings gibts es so viele verschiedene ansatzmöglichkeiten, dass es auch mehr als nur dieses eine ergebnis geben wird.

ein allgemeiner Kritikpunkt an diesem Ranking:
unter franchise-player versteh ich einen spieler, der einem team über einen längeren zeitraum seinen stempel aufgedrückt hat. für mich kann es in diesem zeitraum dannnur einen franchise-player geben.
Bsp:
bei den Bulls in den 90er Jahren war Jordan der franchise-player, und nicht jordan und pippen. okay, bei stockalone würde ich auch ne ausnahme machen, aber sonst?



von sonnycrockett 07.09.07 um 11:53:34


Chris ich bin genug alt , dass ich mich nicht auf dein Niveauloses Gespräch einlasse. Es muss schon hart sein wenn man gewisse sachen nicht akzeptieren kann :)



von Chris 07.09.07 um 13:10:38


Tatsache!



von Junie 03.11.07 um 17:39:12


Ich denke, es gibt keinen "besten aller Zeiten"! Jeder Spieler ist auf seine Art einzigartig und prägt sein Spiel und den Basketball an sich mit seinem Stil.

Ein Charles Barkley hat nie einen Titel gewonnen, war aber dennoch einer der besten Spieler, den die NBA je hervorgebracht hat. Für Karl Malone, John Stockton und Patrick Ewing gilt das Gleiche. Nur hatten diese Spieler das Problem, in die falsche NBA-Epoche zu stoßen, denn das war die Zeit von Jordan, Olajuwon, Duncan, Shaq und achja die Bad Boys aus Detroit (Laimbeer und co) nicht zu vergessen.

Aus diesem Grund finde ich die Auswertung, mit der sich Tomdawg sicher viele viele Stunden um die Ohren gehauen hat, ganz große Klasse. Sie bewertet zwar den individuellen Erfolg von Einzelspielern, berücksichtigt jedoch auch deren Erfolge mit ihren Teams. Also Hut ab und schauen wir mal, wer die nächste Epoche in der NBA bestimmen wird. Ich hoffe mal, es wir nicht Lebon "kingoftheschrittfehler" James sein! Hoffen wir also auf den diesjährigen Rookie-Jahrgang und dass diese Jungs sich in ihren Teams schnell unverzichtbar machen!



von nicoquanz 20.08.10 um 02:24:56


noch 4 titel der lakers in folge und alle reden über den neuen besten spieleraller zeiten und dieser wird dann auch irgendwann überholt werden sei es auch erst in 200 jahren ..........



von Mr4thQuarter 04.08.11 um 14:06:07


wo ist hedo turkoglu ??? :D



von UNDERKANTER 04.08.11 um 20:03:09


@ Mr4thQuarter
tja eine verschwörung gegn die türkn :D



von Indiana 04.08.11 um 23:23:31


Sehr coole Serie

Ich denke das Russel der unumstoßene Franschise Player ist aber das ist natürlich subjektiv.
Aber wenns um den G.O.A.T. geht dann ist Jorden im mom klare nummer eins.

Er wird es nicht für immer bleiben (ist das Argument, dass die Ewigkit ziemlich lang ist, wirklich so schwer zu verstehen) aber für mich ist die ultimative Frage immer, wie würde der Spieler heute Abschneiden?

Ich denke Jordan wäre auch heute in seiner Prime der beste Spieler auf dem Feld obwohl er mit seinem halfcourt-game probleme hätte( dafür wäre sein Drive gar nicht mehr zu verteidigen).

Wärend Russel, Kareem als schlaksige 208cm Männer eher weniger bis gar nix mehr reißen würden, generell haben die älteren Generationen einen Athletiknachteil und scheiden deswegen meist schon aus, tough luck.

Bei mir ist immer das hier und jetzt der Maßstab. Der heutige Stand des Games denn mal erlich das Spiel entwickelt sich eher weiter als zurück(auch wenn die Herren mit dem lichten Harr immer sagen früher wurde noch Defense gespielt und die 24 sek uhr ist müll)




von realbaum 05.08.11 um 09:16:16


@indiana:

wenn du kareem abdul jabbar meinst, dann hast du gerade 10 cm unterschlagen ;-). aber schlacksig war er allemal mit 102 kg. gegen shaq oder howard wäre er wohl recht chancenlos gewesen.

ansonsten sehr gute rangliste. schön das sie wieder aktualisiert wurde und dirk endlich da ist wo er hingehört.

und nach den titeln 2,3,4,5,6,7 UND 8 wird er da ganz oben stehn :D



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