Al Harrington

Al Harrington - Ein zukünftiger Star?

Al Harrington steht vor einer wichtigen Saison! Kann er sich durchsetzen?

Von reg31
 20.11.2001 |


Harrington will den Durchbruch schaffen
Letztes Preseasongame der Saison: Indiana-Minnesota. Zwei Highschoolkids stehen auf dem Platz und spielen direkt gegeneinander. Der eine ist ein Superstar der NBA, der andere nur Interessierten ein richtiger Begriff. Der eine hat schon etwas erreicht, der andere will noch was erreichen. Der eine ist Teamleader und verdient viele Millionen und der andere ist nur ein Roleplayer und muss sich erst seinen ersten großen Vetrag erspielen. Die Rede ist von Al Harrington und Kevin Garnett. Aber in diesem Spiel dreht Harrington den Spieß um und zeigt gegen den Superstar zu was er fähig ist. Er erzielt 24 Punkte, 10 Rebounds und 3 Assists. Garnett, einer der flexibelsten Spieler überhaupt erreicht ähnliche Werte am Ende des Spiels und auch ihm wird aufgefallen sein, dass Harrington besser geworden ist. Okay es ist nur ein Preseasongame und Garnett weiß, dass man hier als Star noch nicht alles geben und seine Kraft lieber aufsparen sollte, aber macht das nicht Geschmack auf mehr von dem jungen Pacer? Al Harrington, ein neuer Star oder wenigstens ein wichtiger Roleplayer?
Nein, dass ist sicherlich zu voreilig und dazu war es bisher noch zuwenig, was man von dem jungen Mann sah in den Spielen der Pacers. Seine Stats waren eher dürftig und seine Leistungen zu schwanckend, als dass er diesen Ruf schon im Vorraus verdient hätte, aber Al Harrington ist diese Saison auf dem Sprung in die Starting Five der Pacers, nachdem er eine sehr überzeugende Preseason gespielt hat. In der Offesason hat er hart gearbeitet und mehrere Kilo reine Muskelmasse zugelegt und erinnert nun leicht von Größe und Körperbau an den jungen Anthony Mason.
Schon im Laufe der letzten Saison erkämpfte sich "Little Al" mehr Spielanteile und wurde immer wichtiger für die Pacers, so dass er bald mehr als nur 10 Minuten pro Spiel auf dem Feld stand, aber viel mehr als ein kleiner Rollenspieler war er nicht, obwohl die Pacers junge aufstrebende Leute, die Miller und Rose unterstützen sollten, bitter nötig hatten. Inzwischen aber ist er einer der großen Hoffnungsträger in Indiana und bildet mit Jermeine O´Neal und Jonathan Bender ein blutunges Trio mit viel Zukunft, ob in Indianapolis oder sonstwo in der NBA, denn junge und schnelle Spieler sind überall beliebt.
Aber es lief nicht immer so gut in Indiana für den jungen Mann und teilweise verlor er sicher auch mal die Hoffnung auf bessere Zeiten im Basketeball . Als er 1998 im Draft an Nummer 25 direkt von der Highschool zu den Pacers wechselte, musste er erstmal lange auf der Bank platznehmen, bekam überhaupt keine Spielzeit und war beim größten Erfolg der Pacers im Jahr 2000 (Finals Niederlage) nur Zuschauer gegen die Lakers.

Ein Fighter!
Aber im Gegensatz zu vielen anderen gab Harrington nie wirklich auf, verzweifelte nicht, sondern lernte, guckte sich einiges ab und verbesserte sein Spiel. Er lernte von Spielern wie Antonio Davis, bei dem er anfangs in Indianapolis lebte, als er gerade volljährig war oder bei Dale Davis und Reggie Miller. Er hatte Trainer wie Larry Bird oder Isiah Thomas, die die besten Spieler waren, die der Sport je gesehen hat und die wohl jeder Spieler mal gerne als Trainer hätte. Und das wichtigste, was er lernte, war auf seine Chance zu warten und wenn sie sich ergibt, sie zu nutzen und das will er in der neuen Saison tun und allen beweisen, dass er ein weiteres Highschoolkid ist, dem die Abwesenheit vom College nicht geschadet hat.Aber einen Vorteil hatte der gut besetzte Kader von Indiana schon, denn er wurde nicht wie viele andere junge Spieler ohne Erfahrung sofort aufs Feld geworfen und verheitzt, sondern behutsam aufgebaut bis Bird/Thomas es für richtig hielt ihn mehr einzusetzen.
Jetzt muss er nicht mehr warten, denn inzwischen ist er wichtig geworden für das Team und eine vielseitige Allzweckwaffe für Coach Thomas. Durch seinen starken Defensivfertigkeiten ist er noch wertvoller geworden und in der Offensive kann er Small Forward und Power Forward spielen. Neben dem Kraftraining übte er in der Offseason häufig Freiwürfe und arbeitete an seinem Wurf, um noch flexibler in seinem Spiel aus der Distanz zu werden. Aber ob sich das alles ausgezahlt hat und er auch in den wichtiger Momenten sein wirkliches Potenzial ausschöpfen kann, wird bald sichtbar sein.
Doch wie weit sein Potenzial reicht, weiß im Moment wohl keiner so genau. Wenn er jedenfalls ein ähnlicher Spieler wie Anthony Mason werden würde, würde sicherlich keiner meckern, denn All-Stars sind überall beliebt und besonders in Indiana.




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von Crossover 30.05.2012 um 10:41:25


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