U17-Weltmeisterschaft

Mission Complete

Die erste U17-Weltmeisterschaft hat mit den USA den ersten Titelträger. Als Favorit ins Turnier gegangen, bezwangen die US-Boys von Trainer Don Showalter das Überraschungsteam aus Polen klar mit 111:80 in der ausverkauften Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg.

Von Sebastian Eickhoff
 12.07.2010 |

Finale: USA gegen Polen 111:80

Gleich von Beginn an zeigte die amerikanische Mannschaft dem polnische Team die Grenzen auf, denn diese hielten nur im ersten Viertel Anschluss. Danach verlief die Partie weitgehend einseitig. Die physisch starke Eins-gegen-eins-Verteidigung um James Mcadoo, der für sein Team auf 20 Punkte und sieben Rebounds kam, und Bradley Beal (19 Punkte, 5 Rebounds, Foto oben) ließ den Polen nur vereinzelt die Chance, Angriffe erfolgreich abzuschließen.

Tomasz Gielo war mit 21 Punkten bei diesen Aktionen noch der rentabelste Werfer für den Zweitplatzierten. Nach dem Seitenwechsel konnten die Amerikaner kleine Versuche des Aufbäumens seitens der Polen schnell unterdrücken, indem Beal seine Schüssen von außen sicher verwandelte. Der später zum wertvollsten Spieler des gesamten Tuniers gewählte Beal konnte zudem mit einigen spektakulären Blocks und Alley-oops den Zuschauern viel zur Unterhaltung darbieten.

 Von der Bank steuerte Michael Gilchrist 16 Punkte zum Endergebnis bei und zeigte nach dem Spiel die ersten Emotionen, die sich bei dem sonst so lässigen Auftreten der gesamten Mannschaft angestaut hatten. Der Jubel der jungen Weltmeister fand kaum Grenzen, als Ihnen auch Dirk Nowitzki (Foto), der mit der deutschen Nationalmannschaft zugegen war, es sich nicht nehmen ließ, seine persönliche Glückwünsche an das Team zu richten.

Platz 3: Kanada gegen Litauen 83:81


Für große Unterhaltung sorgte das kleine Finale, in dem sich Kanada gegen Litauen den dritten Platz erkämpfte. Erst 13 Sekunden vor Ende konnte Olivier Hanlan, der mit 15 Punkten Führender seines Teams war, durch Freiwürfe den Ausgleich und die anschließende Führung erzielen. Die Kanadier waren zuvor annähernd die komplette Partie gezwungen, einem Rückstand hinterher zu laufen, nachdem sich schon die ersten Minuten als offensives Feuerwerk gestalteten.

Im Laufe der weiteren Spielminuten häuften sich die Fehler auf beiden Seiten, wobei die Litauer allerdings die Oberhand behielten und Stück für Stück die Kontrolle übernahmen. Martynas Paliukenas zeigte in dieser Phase sein sicheres Händchen von jenseits der Drei-Punkte-Linie und schenkte dem kanadischen Team drei von vier Würfen ein. Mit insgesamt 18 Punkten war er der erfolgreichste Schütze seines Teams.

Der sicher geglaubte Sieg wurde aber dann in den Schlussminuten infolge der intensiven Mannverteidigung der Kanadier zunichte gemacht. Die überragende Athletik des nordamerikanischen Frontcourts konnte sich zudem am Brett diverse Rebounds sichern und erhielt den Zuspruch der Schiedsrichter in Form von gegebenen Fouls. Dyshawn Pierre erlangte so vier Sekunden vor dem Ende die Möglichkeit, die Führung weiter auszubauen. Den ersten Freiwurf verpasste er und konnte nur den zweiten verwandeln. Der anschließende Layup von Mantas Mockevicius, der auf 16 Zähler kam, verfehlte sein Ziel und Team Kanada durfte sich als Sieger fühlen.

Platz 5: Australien gegen Serbien 64:74

Das Spiel um Platz 5 sicherten sich die Serben nach einer engen und umkämpften Partie mit 74:64 gegen Australien. Mit ursprünglich höher angesetzten Ambitionen fand das Team von Trainer Nenad Trunic einen versöhnlichen Abschluss in diesem Turnier.

Serbien kontrollierte die gesamte Partie, konnte sich aber nur beschwerlich absetzen. Die Australier unterstrichen, auch in knappen Höschen, den über die ganze Turnierwoche gezeigten Kampfgeist. Nenad Miljenovic eröffnete aber im letzten Viertel einmal mehr seine Offensivqualitäten und steuerte acht Zähler zu seinen insgesamt 15 Punkten bei. Erfolgreichster Schütze seines Teams war Forward Luka Mitrovic mit 18 Punkten. Außerdem pflückte er neun Rebounds von den Brettern.

Achter Platz für Deutschland

Deutschland unterlag China im Spiel um den siebten Platz mit 64:65. Damit beendete das Team von Bundestrainer Frank Menz das Turnier auf dem achten Platz.

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von Crossover 30.05.2012 um 10:38:34


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