Olympische Spiele
Zwei auf weiter Flur
Weit weniger beachtet als der Herrenwettbewerb, wird in Peking auch noch sehr erfolgreich Damenbasketball praktiziert. Im Gegensatz zu den Herren kann man jedoch ein sehr hohes Leistungsgefälle feststellen: Die USA und Australien dominierten jeweils in der Vorrunde.
Von Christian Gerne |
18.08.2008 | |
In der Gruppe A dominierte das Team Australien die Konkurrenz und gewann alle fünf Partien souverän. Durchschnittlich besiegten die „Aussis“ ihre Gegner mit 23 Zählern Differenz. Mit Power Forward Lauren Jackson in den Reihen verfügen die Australierinnen zudem über die beste Werferin der Vorrunde (18,0 PpG). Die 27-Jährige ist seit sieben Jahren in der WNBA bei den Seattle Storm aktiv und gewann dort bis dato zweimal die Auszeichnung der wertvollsten Spielerin.
Dahinter folgt auf dem zweiten Rang die Mannschaft aus Russland mit einer Niederlage, während auf dem dritten und vierten Platz Weißrussland und Südkorea sich ebenfalls die Teilnahme an der nächsten Runde sichern konnten.
Während bei dem Wort „Dream Team“ die meisten Basketballfans an die Mannen um die US-Stars Kobe Bryant und LeBron James denken, fällt anderen noch ein zweites Dream Team ein: die Damenmannschaft der Vereinigten Staaten von Amerika.
Kein anderes Team hat die Damenkonkurrenz bei den Olympischen Spielen bisher so dominiert wie Tina Thompson & Co. In der Vorrunde beherrschten die US-Girls die Gruppe B und deklassierten gleich am ersten Spieltag den späteren Zweitplatzierten der Gruppe, die Mannschaft des Gastgebers China, mit 108:63.
Auch in den folgenden Spielen gab es keine Differenz, die niedriger als 30 Punkte war, und so zieht das Team aus den USA als Gruppenerster und klarer Favorit in das Viertelfinale ein. Durch die klaren Erfolge konnte Head Coach Ann Donovan auch viel durchwechseln, so dass keine Spielerin mehr als 21 Minuten bzw. keine weniger als zehn Minuten auf dem Parkett stand.
Auf dem zweiten Platz landeten die erstaunlich starken Chinesinnen, die trotz der deutlichen Schlappe am Anfang vor heimischem Publikum auch den Mitfavoriten Spanien knapp besiegen konnten. Die Spanierinnen qualifizierten sich trotz der zwei Niederlagen ebenfalls für die nächste Runde, gefolgt vom Team aus der Tschechischen Republik.
Gruppe A:
1. Australien (5:0)
2. Russland (4:1)
3. Weißrussland (2:3)
4. Südkorea (2:3)
5. Lettland (1:4)
6. Brasilien (1:4)
Gruppe B:
1. USA (5:0)
2. China (4:1)
3. Spanien (3:2)
4. Tschechische Republik (2:3)
5. Neuseeland (1:4)
6. Mali (0:5)
Aus diese Endergebnissen ergeben sich folgende Partien für das Viertelfinale:
1. China gegen Weißrussland
2. Australien gegen Tschechische Republik
3. USA gegen Südkorea
4. Russland gegen Spanien
Sollte alles erwartungsgemäß laufen, wird man sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf ein Finale USA gegen Australien freuen dürfen, da diese beiden Mannschaften aktuell nicht nur in der Rangliste der FIBA die ersten beiden Plätze belegen, sondern auch durch ihre überlegene Spielweise in der Vorrunde überzeugen konnten.
Der klare Favorit ist jedoch letztenendes das amerikanische Team, welches durchgehend gut besetzt ist und bei dem die Verantwortung auf den Schultern mehrerer Spielerinnen lastet. Ob sich dies so bewahrheiten wird, werden die nächsten Tage zeigen.



von Crossover 30.05.2012 um 10:37:18
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