Griechische Meisterschaft endet im Chaos
Von Jens Möller |
07.06.2010 |
Panathinaikos Athen ist zum achten Mal in Folge griechische Meister, doch für die Schlagzeilen sorgten die Anhänger vom Finalgegner Olympiakos Piräus. Die Schiedsrichter brachen am Sonntag das vierte Duell der beiden Erzrivalen 63 Sekunden vor dem Ende ab, als Anhänger der Heimmannschaft Olympiakos erneut Gegenstände auf das Spielfeld warfen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aus Athen mit 76:69. Die "Grünen" aus der Hauptstadt hatten bereits zwei der vorangegangenen drei Duelle in der Best-of-Five-Serie gewonnen.
Das vierte Spiel war bereits im dritten Viertel für eine Stunde unterbrochen worden, nachdem Piräus-Anhänger während einer Auszeit Feuerwerkskörper auf die Bank der Gastmannschaft geworfen hatten. Die Arena wurde daraufhin teilweise geräumt. Laut der "Athens News Agency" gab es schon vor dem Spiel Krawalle vor dem "Peace and Friendship Stadium" in Piräus, weil zahlreiche Olympiakos-Fans keine Karten erhalten hatten. Die Polizei setzte dem Bericht nach Tränengas gegen die Randalierer ein. Das Finalspiel begann erst mit 40 Minuten Verspätung. Athens Anhänger waren vom Duell in Piräus ausgeschlossen.
Während des Spiels behielten die Profis von Panathinaikos trotzdem die Ruhe gegen das Starensemble von Olympiakos um die beiden Ex-NBAler Josh Childress und Linas Kleiza. Mike Batista war mit 20 Punkten bester Werfer der Partie und sammelte dazu elf Rebounds. Kleiza kam auf elf Zähler, Childress auf zehn. Nach dem Spielabbruch flüchtete die Mannschaft von Panathinaikos durch den Spielertunnel, geschützt von Schilden der Polizei. Offiziell ist Athen erst Meister, wenn der griechische Verband die Wertung des Spiels gegen Piräus bestätigt, was aber eine reine Formsache sein dürfte. Olympiakos muss außerdem mit einer Strafe wegen der Krawalle rechnen.
Das Video vom Skandalspiel gibt es hier:


