Athen-Schlägerei: Strafen verhängt
Von Dennis Klammer |
27.08.2010 |
Nach der Massenschlägerei in Athen vergangene Woche zwischen den Nationalteams aus Griechenland und Serbien hat die FIBA nun Strafen verhängt. Sowohl die Griechen Antonis Fotsis und Sofoklis Schortsianitis als auch Serbiens Milos Theodosic erhalten jeweils eine Sperre von zwei Spielen. Der serbische Center Nenad Krstic, der mit einem Stuhl auf Griechenlands Yannis Bouroussis einschlug, wird für drei Spiele gesperrt.
Die Entscheidung des Weltverbandes sorgte für Unverständnis in beiden Lagern. Griechenlands Trainer Jonas Kazlauskas sagte vor dem Eröffnungsspiel gegen China, dass die Sperre für seine Spieler "einfach unglaublich" und "eine große Enttäuschung" sei.
Auch Dusan Ivkovic, Head Coach der Serben, kritisierte die Strafe. Ihm würden nun "zwei Topspieler in Schlüsselpositionen" fehlen. Zudem sei unfair, dass die Strafen "so kurz vor Beginn der WM" verhängt worden seien.
Sollten die Strafen rechtskräftig werden, würden Krstic und Theodosic am Sonntag in der WM-Partie gegen Deutschland fehlen. Bundestrainer Dirk Bauermann rechnet dennoch mit einer schwierigen Partie. "Das schwächt sie sicher, die Serben bleiben aber stark. Sie haben zwölf Spieler, die auf höchstem Niveau spielen können", sagte Bauermann am Freitag im türkischen Kayseri. Die Strafe bewertet Bauermann nicht als zu milde. "Drei WM-Spiele sind auch nicht ohne".
Jan-Hendrik Jagla gibt noch einen anderen Aspekt zu bedenken. "Es kann auch zum Nachteil werden, weil die jungen Spieler, die jetzt nachrücken, mit noch mehr Energie spielen", sagte der Kapitän der Nationalmannschaft.
Am Samstag beginnt die Basketball-WM in der Türkei. Sowohl Griechenland als auch Serbien werden im Vorfeld als Mitfavoriten auf den WM-Titel gehandelt.
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[Quelle: dpa]


