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Europameisterschaft

Spanien meldet sich zurück

Die ersten Viertelfinalspiele der Europameisterschaft in Polen haben ihre Sieger. Die Spanier zeigten sich beim Erfolg gegen Frankreich nicht wie im bisherigen Turnierverlauf, sondern in alter und bestechender Form. Auch die Serben lösten das Ticket für das Halbfinale mit einem deutlichen Sieg gegen den Titelverteidiger aus Russland.

Von Johannes Hübner
 17.09.2009 |

Serbien gegen Russland 79:68

Im ersten Viertelfinale der diesjährigen Europameisterschaft in Polen traf Serbien auf Russland. Im ersten Viertel zeigten beide Teams eine gute Offensivleistung. Die Serben fanden immer wieder nach dem Pick-and-Roll Nenad Krstic (Foto) unter dem Korb, oder bedienten einen freien Schützen an der Drei-Punkte-Linie. Bei den Russen lief vor allem Kelly McCarty heiß. In den ersten zehn Minuten netzte der eingebürgerte US-Amerikaner sechs Punkte ein. Am Ende des ersten Spielabschnitts lag Russland mit 24:21 in Front.

Im zweiten Viertel übernahm dann die Mannschaft vom Balkan die komplette Kontrolle über die Partie. Nach einem 6:0-Lauf nahm David Blatt die erste russische Auszeit, doch sein Team wurde auch danach völlig an die Wand gespielt. Die Truppe von Head Coach Dusan Ivkovic erlaubte den Russen über sieben Minuten lang keinen Korberfolg, was direkt in einen 17:0-Spurt der Serben mündete. In dieser Phase war allen voran Kosta Perovic in Korbnähe gefährlich. Der Big Man erzielte in der ersten Halbzeit elf Punkte. Zur Pause nannte die serbische Auswahl dann eine 13-Punkte-Führung ihr Eigen, welche durch eine Feldwurfquote von 68,4 Prozent ermöglicht wurde.

Zu Beginn der zweiten 20 Minuten lag Serbien dann schnell und konstant mit 20 Zählern in Front. Eine Schwächephase gegen Ende des dritten Spielabschnitts ließ die Russen auf elf Punkte vor dem letzten Viertel herankommen. Die Mannschaft vom Balkan leistete sich zu dieser Zeit zu viele individuelle Fehler, doch Milos Teodosic erstickte die Aufholjagd durch zwei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe im Keim. Bis zum Spielende verwalteten die Serben dann das Ergebnis und der Vorsprung schrumpfte nie unter zehn Punkte. Der serbische Topscorer hieß am Ende Uros Tripkovic, der 18 Zähler markierte und vier Mal von Downtown traf. Bei den Russen war Vitalii Fridzon mit 15 Punkten erfolgreichster Werfer. Serbien trifft im Halbfinale auf den Gewinner der Partie Slowenien gegen Kroatien.

Schlüsselstatistik: Die serbische Nationalmannschaft traf über den gesamten Spielverlauf 55,1 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld.


Frankreich gegen Spanien 66:86

Mit Frankreich gegen Spanien trafen zwei der größten Titelfavoriten schon im Viertelfinale aufeinander. Gleich sieben NBA-Spieler konnten beide Teams aufs Parkett schicken. Doch ein ausgeglichenes Spiel sahen die Zuschauer in Kattowitz in der ersten Halbzeit nicht. Die Spanier starteten von der ersten Sekunde mit Feuer und purem Willem in die Partie. Im ersten Viertel übernahm vor allem Rudy Fernandez Verantwortung. Der Flügelspieler versenkte in den ersten zehn Minuten drei Drei-Punkte-Würfe im französischen Korb und verzeichnete drei Steals. Vor dem zweiten Spielabschnitt lagen die Franzosen bereits mit 15:25 in Rückstand.

Im zweiten Viertel bot sich dann genau das gleiche Bild. Die Iberer waren aufgrund ihrer hervorragenden Verteidigung, die viele Turnovers forcierte, der Herr im Ring. Die französische Nationalmannschaft musste vor der Pause elf Ballverluste verkraften. Zudem fand Pau Gasol (Foto) seinen Rhythmus und hatte nach 20 Minuten bereits 14 Zähler auf seinem Konto, während die Verteidigung Tony Parker bei mageren vier Punkten hielt. Der amtierende Weltmeister ging völlig verdient mit einem Spielstand von 47:32 in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Spanier zu dominant für "les Bleus". Über weite Strecken lag Spanien mit 20 Punkten vorne und zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch im bisherigen Turnierverlauf. Die Franzosen bekamen Gasol weiterhin nicht in den Griff, und Ronny Turiaf hatte schon früh im vierten Viertel fünf Fouls. Die Spanier verwalteten den Vorsprung souverän und zeigten, dass sie noch das Team sind, welches die amerikanische Nationalmannschaft im Finale der olympischen Spiele in Peking 2008 am Rande einer Niederlage hatte. Am Ende zieht die Mannschaft um Pau Gasol mit einem 88:66-Erfolg ins Halbfinale ein und ist damit direkt für die Weltmeisterschaft 2010 in der Türkei qualifiziert.

Schlüsselstatistik: Ricky Rubio (acht Punkte, vier Rebounds, vier Assists) hielt Tony Parker bei sechs Punkten, während Pau Gasol mit 28 Punkten, neun Rebounds und drei Blocks ein Monsterspiel ablieferte.




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Kommentare

(1 Kommentar bisher)

von king_handles 18.09.09 um 14:26:19


[...] Spanien [..] zeigte ein ganz anderes Gesicht ALS noch im bisherigen Turnierverlauf.
Sonst sehr schön. Schade, dass das Südeuropaspiel nicht übertragen wurde.
Und big up an Serbien, die hauen ja mal Dreier rein wie nichts.



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