Europameisterschaft

Mazedonien gelingt die Sensation

Der EM-Gastgeber ist raus und ein Underdog im Halbfinale. Mazedonien besiegt überraschend Litauen und ist damit die Cindarella-Story dieses Turniers. Favorit Spanien hatte dagegen nur im ersten Viertel Probleme gegen Slowenien.

Von Florian Lindemann
 14.09.2011 |

Spanien gegen Slowenien 86:64

Vor dem Spiel galt Spanien als hoher Favorit für diese Begegnung und auch für die gesamte Europameisterschaft. Daran hat sich nach diesem Spiel wenig geändert. Die Slowenen konnten zwar im ersten Viertel die Spanier überraschen und sich eine Acht-Punkte-Führung herausspielen, doch sie verloren im Anschluss immer wieder ihre Linie und verloren am Ende mit 22 Punkten Differenz.

Bis zur Halbzeit spielten sich die Spanier nach einem schwachen ersten Viertel vier Punkte Vorsprung heraus. Der Schlüssel zur Wende war die exzellente Zonenverteidigung, gegen die Slowenien kein Mittel fand. Die Würfe, die zu Beginn noch ihr Ziel fanden, fielen nicht mehr, und die Gasol-Brüder ließen keinen leichten Zug zum Korb zu. Im dritten Viertel nahm Spanien dann den Gegner vollkommen auseinander. Vor allem Juan Carlos Navarro (26 Punkte in 26 Minuten) und Pau Gasol (19 Punkte, 16 Rebounds und drei Blocks) übernahmen das Spiel. Alleine im dritten Spielabschnitt erzielte der Favorit 36 Punkte, was einen Rekord in diesem Turnier bedeutet.

Im letzten Viertel versuchte dann besonders NBA-Akteur Goran Dragic (14 Punkte) das Ruder noch einmal rumzureißen, doch der Vorsprung war zu groß und die Trefferquote der Slowenen zu schwach, um die Spanier noch einmal zu fordern. Entscheidend war insbesondere die Überlegenheit unter den Körben. Spanien sammelte 15 Rebounds mehr als Slowenien.

Schlüsselstatistik: Spanien traf 49,7 Prozent aus dem Feld, Slowenien lediglich 34,7 Prozent.


Mazedonien gegen Litauen 67:65

Fast niemand hätte vor Turnierbeginn überhaupt auf ein Weiterkommen der Mazedonier in die Zwischenrunde gewettet. Nun steht der Underdog im Halbfinale der Europameisterschaft. Gastgeber und Turnierfavorit Litauen muss im eigenen Land bereits nach dem Viertelfinale die Segel streichen.

In einer sehr engen Partie konnte sich Litauen erst wenige Minuten vor der Halbzeit das erste Mal mit 24:31 absetzen. Doch die Führung hielt nicht mal bis zur Halbzeit, denn Mazedonien kämpfte sich wieder auf vier Punkte heran. Nun gelang es keinem der beiden Teams, sich noch entscheidend abzusetzen. 1:09 Minuten vor Schluss führte der Gastgeber mit vier Punkten. Der bärenstarke Bo McCalebb (23 Punkte) brachte Mazedonien anschließend aber wieder auf zwei Zähler heran. Den Litauern gelang derweil im Angriff nichts. Erst vergab Rimantas Kaukenas einen Wurf, bevor Sarunas Jasikevicius nach Offensivrebound des Werfers mit seinem vierten Ballverlust endgültig den Ball abgab. McCalebb verlegte dann wiederum am Brett den Ausgleich, Stojanovski klaute aber Darius Songaila den Ball nach dessen Defensivrebound und der Ball landete bei Vlado Ilievski, der elf Sekunden vor Schluss eiskalt den Dreier zur Einpunkteführung einnetzte.

Litauen gelang es anschließend, nur knapp vor Ablauf der fünf Sekunden einzuwerfen, spielte dann aber Scharfschütze Simas Jasaitis frei, doch dieser vergab den offenen Wurf. Damit war das Ausscheiden der Litauer besiegelt. Mazedonien gewinnt dank einer überragenden Defensive und weil Litauen die eigentlich freien Würfe nicht verwandelte. Die 18 Offensivrebounds Mazedoniens brachen Litauen endgültig das Genick.

Schlüsselstatistik: Litauen traf nur zwei von 15 Dreipunktewürfen (13,3 Prozent).




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Kommentare

(3 Kommentare bisher)

von LindemannTim 14.09.11 um 22:43:11


Bob!



von Jarlaxle 15.09.11 um 08:20:39


Schade, eigentlich fand ich die Litauer ziemlich gut, aber in dem Spiel ging nichts zusammen.
Mal sehen, was Spanien nun mit den Mazedoniern macht.



von xax 15.09.11 um 11:27:51


sachen gibts...
mazedonien goes championship :-)



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