Euroleague-Wochenrückblick
Kampf um die letzten Plätze
In der zehnten Woche der Euroleague ging es für einige Teams noch um die begehrten Tickets für die Top 16. Mailand ergatterte sich in einem Showdown ein solches Ticket gegen Belgrad, für Bamberg ist die Euroleague beendet und Moskau dominiert die Liga weiterhin nach Belieben.
Von Johannes Hüber |
23.12.2011 | |
Bamberg verabschiedet sich von der europäischen Bühne
Für die Brose Baskets Bamberg ist der Auftritt in der Euroleague für diese Saison beendet. Die Vorzeichen standen nicht gut, denn die Bamberger hätten auswärts gegen Panathinaikos Athen gewinnen müssen und gleichzeitig hätte Zalgiris Kaunas gegen KK Zagreb verlieren müssen.
Schon die eigene Pflichtaufgabe konnten die Brösels nicht bewältigen. Mit 71:66 verlor der Deutsche Meister in Athen. Dabei war der Anfang sehr vielversprechend. Mit einem 10:0-Lauf beendeten die Oberfranken das erste Viertel zum 12:22. Der amtierende Euroleague-Champion kam aber immer besser in Tritt und ging im dritten Viertel erstmals in Führung. Danach war die Begegnung bis zum Ende ausgeglichen, ehe Kostas Kaimakoglou 82 Sekunden vor Schluss einen entscheidenden Drei-Punkte-Wurf zum 69:66 einnetzte.
19 Ballverluste waren am Ende zu viel, um die Chance auf die nächste Runde zu wahren. Der deutsche Vertreter in der europäischen Königsklasse beendete damit die Hauptrunde auf dem fünften Rang und schied aufgrund einiger unglücklicher enger Niederlagen aus.
Selbst ein Sieg in Athen wäre aber am Ende nicht genug gewesen, da zeitgleich Kaunas einen 87:76-Sieg gegen Zagrab eintütete. Sonny Weems war mit 20 Punkten erfolgreichster Werfer beim litauischen Meister, der drei der letzten vier Begegnungen in der Euroleague für sich entscheiden konnte und damit auf Rang vier rangiert.
Mailand eine Runde weiter, Partizan trauert
In der Pionir Arena zu Belgrad gab es am Donnerstagabend einen echten Showdown. Im Spiel zwischen Partizan Belgrad gegen Armani Mailand ging es um den letzten verbleibenden Platz in den Top 16 der Gruppe C.
Mailand musste mit mindestens vier Punkten gewinnen, um den direkten Vergleich gegen die Serben zu gewinnen. Es war bis zum Schluss eine dramatische Partie und am Ende lösten die Italiener mit einem 66:72-Auswärtserfolg das Ticket für die besten 16 Klubs des Kontinents.
Belgrad lag zu Beginn des dritten Viertels mit elf Zählern in Front, doch im Laufe des dritten Spielabschnitts stellte die Mannschaft von Sergio Scariolo auf Zone um und die Partie begann sich zu drehen. Anfang des letzten Viertels stellte sich dann Ioannis Bourousis mit einem Dreier und einigen Aktionen unter dem Korb in den Mittelpunkt und besorgte seinem Team nach langer Zeit wieder die Führung, die die Mailänder dann mit den nötigen Freiwürfen über die Ziellinie verwalteten.
Beide Teams beenden die Gruppenphase mit einer Bilanz von 4-6, doch der direkte Vergleich geht an Emporio Armani Mailand. Damit erreicht Belgrad zum ersten Mal in den letzten sechs Jahren nicht die Top 16.
Letzte Tickets für die Top 16, klare Angelegenheiten und die Unbesiegbaren
FC Barcelona Regal ließ, nach der ersten Niederlage vergangene Woche in Siena, keine Zweifel über den Ausgang des Spiels gegen Galatasaray Medical Park aufkommen. Selbst ohne Juan Carlos Navarro, der aufgrund einer Fußverletzung passen musste, sprang ein deutlicher 79:50-Erfolg heraus. Boniface N'dong markierte 16 Punkte und sechs Rebounds. Die Katalanen ziehen mit einer Bilanz von 9-1 und dem ersten Platz in Gruppe D in die nächste Runde ein.
Ebenfalls deutlich gewann Montepaschi Siena gegen Asseco Prokom. In der zehnten Woche zeigten sich die Italinier erneut in der Defensive als sehr stark. Es war der vierte Sieg in Folge für Siena, die bereits vor der Partie den zweiten Platz in Gruppe D sicher hatten. Pietro Aradori war mit 23 Zählern erfolgreichster Werfer der Partie.
CSKA Moskau demonstrierte erneut seine Stärke und schlug Unicaja mit 91:83. Überragend war einmal mehr Milos Teodosic mit 18 Punkten und zehn Assists.
Unics Kazan besiegte Union Olimpija mit 63:76, während Fenerbahce Ulker den italienischen Klub Bennet Cantú mit 76:83 in die Schranken wies. Oguz Savas markierte 27 Punkte und die Türken sicherten sich den ersten Platz in Gruppe A. Zweiter ist Olympiacos, das SLUC Nancy mit 74:79 bezwang.
Gescrap Bilbao sicherte mit einem 77:72-Erfolg gegen Caja Laboral ein Ticket für die letzten 16, während die erfolgsverwöhnte Mannschaft von Caja Laboral vorzeitig die Segel streichen muss. Marko Banic (18 P) war bester Werfer bei Bilbao. Real Madrid beendet die Gruppenphase mit einem 75:66-Sieg gegen Anadolu Efes und Maccabi Electra lies gegen Begacom Spirou mit einem deutlichen 69:86 keine Zweifel aufkommen, das der israelische Traditionsverein zum erweiterten Kreis der Favoriten zählen muss.
Die Gruppen im Überblick
Gruppe A
Fenerbahce Ülker Istanbul (6-4)
Olympiacos Piräus (6-4)
Bennet Cantú (5-5)
Gescrap Basket Bilbao (5-5)
Caja Laboral Vitoria (5-5)
SLUC Nancy (3-6)
Gruppe B
CSKA Moskau (10-0)
Panathinakos Athen (7-3)
Unicaja Málaga (4-6)
Zalgiris Kaunas (4-6)
Brose Baskets (3-7)
KK Zagreb (2-8)
Gruppe C
Real Madrid (8-2)
Maccabi Electra Tel Aviv (7-3)
Anadolu Efes Istanbul (5-5)
EA7 Emporio Armani Mailand (4-6)
Partizan mt:s Belgrad (4-6)
Belgacom Spirou Charleroi (2-8)
Gruppe D
FC Barcelona Regal (9-1)
Montepaschi Siena (8-2)
Unics Kazan (7-3)
Galatasaray Medical Park Istanbul (4-6)
Asseco Prokom Gdynia (1-9)
Union Olimpija Ljubljana (1-9)
Die Top16-Gruppen werden am 28. Dezember um 13 Uhr in Barcelona ausgelost. Die Ziehung kann live auf www.euroleague.net verfolgt werden.
Spieler des 10. Spieltags: Pietro Aradori (Siena): 23 P, 7 R, 3 A
Starting Five der Woche:
G: Omar Cook (Mailand): 17 P, 6 A
G: Pietro Aradori (Siena): 23 P, 7 R, 3 A
F: Dusko Savanovic (Efes): 15 P, 11 R, 4 A
F: Pero Antic (Olympiacos): 20 P, 4 R, 3 A, 2 B
C: Boniface N'Dong (Barcelona): 16 P, 6 R, 4 B, 17 Min



von Crossover 30.05.2012 um 10:16:54
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