Euroleague
Vier Finalisten für Frankreich
FC Barcelona, Olympiacos Piräus, CSKA Moskau und Partizan Belgrad kämpfen vom 7. bis 9. Mai 2010 in Paris um den Titel der Euroleague. Die vier Clubs setzten sich am vierten Spieltag der Viertelfinal-Playoffs gegen Real Madrid, Asseco Prokom, Caja Laboral und Maccabi Tel Aviv durch. In den Halbfinalspielen spielen Barcelona und Moskau sowie Belgrad und Piräus gegeneinander.
Von Peter Bieg (bie), Thomas Käckenmeister (tk) |
01.04.2010 | |
Real Madrid gegen Regal FC Barcelona 78:84 (1-3)
(tk). Das vierte Viertelfinalduell der spanischen Erzrivalen Madrid und Barcalona war erneut ein Kampf um jeden Zentimeter, bei dem am Ende Juan Carlos Navarro mit seinem Team den Seriensieg davontrug. Der MVP der Vorsaison drückte der Partie mit 21 Punkten (4/8 3FG) seinen Stempel auf. Zum Schluss bekam er zudem Unterstützung von Ricky Rubio (19 P).
Im letzten Viertel war es vor allem das Duell Rubio gegen Sergio Llull, der für Madrid 20 Zähler von der Bank einstreute. Die beiden spanischen Nachwuchs-Guards nahmen sich ein Herz und schulterten Verantwortung für ihre Teams. Nachdem aber für Llull kurz vor Schluss nach seinem fünften Foul die Partie beendet war, stellten Rubio und Erazem Lorbek (14 P, 6 R) den Erfolg an der Freiwurflinie sicher. Damit zieht Barca zum zweiten Mal in Folge ins Final Four ein.
Schlüsselspieler
Madrid: F. Reyes (11 P, 5 R) | S. Llull (20 P, 3/5 3FG)
Barcelona: J.C. Navarro (21 P, 3 R, 3 S) | R. Rubio (19 P, 5 R, 2 A)
Caja Laboral gegen CSKA Moskau 70:74 (1-3)
(tk). Das Team aus Vitoria hatte alle Trümpfe in der Hand, die Serie gegen CSKA zurück nach Moskau für ein fünftes Spiel bringen. Doch eine starke Schlussoffensive der Russen - 29:17 im Schlussviertel für CSKA - machten alle Hoffnungen auf ein Do-or-Die-Spiel für beide Teams zunichte.
Moskau lag nach nur acht erzielten Punkten im zweiten Viertel mit 38:30 zur Halbzeit hinten, lief sogar bis Ende des dritten Abschnitts noch einem zweistelligen Rückstand hinterher. Letztlich machte sich aber der tiefere Kader und die disziplinierte Spielweise bezahlt, um erneut an einem Final Four-Turnier der Euroleague teilzunehmen. Die Spanier ließen insgesamt fünf Punkte an der Freiwurflinie liegen (8/13 FT, CSKA: 15/21 FT).
Schlüsselspieler
Laboral: F. San Emeterio (23 P, 9 R) | T. Splitter (10 P, 2 S)
Moskau: J.R. Holden (19 P, 3 R, 4 A) | S. Kaun (18 P, 10 R)
Asseco Prokom gegen Olympiacos Piräus 70:86 (1-3)
(bie). Bereits zur Halbzeit sah es äußerst schlecht aus für die Gastgeber aus Polen um den Deutschen Jan Jagla. Mit 32:50 lag Prokom gegen die schier übermächtigen Griechen von Olympiacos Piräus im vierten Spiel der Serie zurück, nachdem sie mit einer 7:0-Serie in die Partie starteten.
Doch der Heimsieg am Dienstag hatte offensichtlich zu viel Kraft gekostet, denn die in gelb spielenden Gastgeber hatten wenig entgegen zu setzen. Ganz im Gegensatz zu den “Roten“ von Olympiacos: Vor allem Sofoklis Schortsianitis war zu Beginn hellwach und erzielte zwölf Punkte, holte sich sieben Rebounds und zog sechs Fouls.
Bereits nach dem ersten Viertel lag Jaglas Truppe mit 20:28 hinten. Durch schwache Defense und miserable Arbeit am Brett konnte dieser Rückstand auch nicht aufgeholt werden, sondern vergrößerte sich beständig. Nur David Logan hielt einigermaßen dagegen.
In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern über lange Zeit das gleiche Bild, bis auf einige Minuten zur Mitte des letzten Viertels: Kurzzeitig waren die Hausherren erwacht, kamen auf 62:69 heran, bevor die bärenstarken Mils Teodosic und Josh Childress den Run Prokoms im Keim erstickten und die favorisierten Griechen das Spiel mit 70:86 nach Hause schaukeln konnten.
Jan Jagla kam auf vier Punkte und sechs Rebounds in rund 20 Minuten Einsatzzeit. Olympiacos Piräus hat sich mit diesem Sieg für das Final Four in Paris qualifiziert und zählt auch dort zu den großen Favoriten.
Schlüsselspieler
Prokom: D. Logan (18 P, 3 R, 3 A, 3 S) | Q. Woods (16 P, 5 R)
Piräus: J. Childress (22 P, 6 R, 3 S) | M. Teodosic (15 P, 7 R, 5 A)
Partizan Belgrad gegen Maccabi Electra Tel Aviv 76:67 (3-1)
(tk). Party bei Partizan. Über 20.000 Zuschauer peitschten ihr Team nach vorn, um den ersten Final-Four-Einzug seit 1998 perfekt zu machen und ausgiebig zu feiern.
Die Favoriten aus Israel standen den Serben dreißig Minuten lang auf Augenhöhe gegenüber, ehe die Hausherren im Schlussviertel den Nachbrenner zündeten: Aus einer 53:50-Führung machte Partizan innerhalb weniger Minuten ein 69:55. Maccabi kam in der verbleibenden Zeit nur noch auf acht Punkte heran und musste sich im Hexenkessel von Belgrad geschlagen geben.
Schlüsselspieler
Partizan: B. McCalebb (19 P, 2 R, 2 A) | D. Kecman (12 P, 6 R, 4 A)
Maccabi: D. Fischer (14 P, 5 R, 3 B) | D. Perkins (14 P, 8 R)
Das Final Four 2010 im Überblick
Freitag, 7. Mai 2010
1. Halbfinale: Regal FC Barcelona gegen CSKA Moskau
2. Halbfinale: Partizan Belgrad gegen Olympiacos Piräus
Sonntag, 9. Mai 2010
Spiel um Platz drei
Finale



von Crossover 30.05.2012 um 10:16:11
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